Aktuelle Meldungen

Revision abgeschlossen - Digitaler Diathekkatalog litw3 veröffentlicht!

Diathek

Ab dem Sommersemester 2015 stellt die ACHRIBI nach langjähriger Revision erstmals in vollem Umfang ihre Diathek mit rund 10.000 Bilder der christlichen Ikonographie, der Kunst der Moderne sowie aus der Geschichte des christlichen Kirchbaus für Studien zur Verfügung. Alle Dias sind nun digital katalogisiert in dem von der WWU entwickelten System litw3. Darüber hinaus ist die Diathek der ACHRIBI ab sofort eine von derzeit 80 Instituts-, Forschungs- und Museumsdatenbanken, die unter der gemeinsamen Oberfläche des verteilten digitalen Bildarchivs prometheus verbunden sind.

Studierende der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster erhalten in den Lehrveranstaltungen der ACHRIBI einen kostenlosen Semesterzugang zur litw3-Datenbank und können so Bilder und Informationen für ihr Studium nutzen. Das Passwort für diesen Zugang wird für die Veranstaltungen in jedem Semester neu vergeben. Ein Login kann darüber hinaus für das Studium und Abschlussarbeiten an der Westfälischen Wilhelms-Universität per E-Mail bei Carolin Stadtbäumer beantragt werden.

Externe können als Gäste auf die Datenbank zugreifen und alle relevanten Informationen zu den Bildern recherchieren. Aus rechtlichen Gründen können die Bilder selbst jedoch nur mit Wasserzeichen angezeigt werden. Gerne stellen wir Ihnen unsere Digitalisate bei Bedarf auch in höherer Auflösung zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass die ACHRIBI keine Bildrechte und Lizenzen zur Reproduktion der Bildwerke vergeben kann. Dies ist gesondert über die RechteinhaberInnen zu klären.

Sie werden hier weitergeleitet zur Nutzung des digitalen Diathekkatalogs litw3.

Ausstellung

Lorenzetti

Deine Wunden
Passionsimaginationen in christlicher Bildtradition und Bildkonzepte in der Kunst der Moderne

25. April bis 31. August 2014
Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum
Situation Kunst (für Max Imdahl)

Mit der Darstellung der Leidensgeschichte Jesu sind Wunde, körperlicher Schmerz und Verletzung in der abendländischen Kulturgeschichte bildwürdig geworden. Die interessantesten Bilder um die Passion Jesu sind darauf ausgerichtet, das Dargestellte in höchster Intensität zu vergegenwärtigen. Aus dieser Absicht ist eine eigene, komplexe Bildsprache hervorgegangen, um dem bildlichen Ausdruck Eindringlichkeit zu verleihen und den Betrachter in das Bildgeschehen hineinzuziehen. Die Wunde selbst wird so zum Bildprinzip.
In Moderne und Gegenwart ist die Darstellung von Verletzung und Schmerz mehr denn je zum Anliegen der Kunst geworden. Angesichts der Unvorstellbarkeit des Leidens im 20. und 21. Jahrhundert stoßen die künstlerischen Verfahren eines naturalistisch orientierten Realismus an ihre Grenzen, weil sie der Realität der Gräuel nicht gerecht zu werden vermögen. Auch hier wird die Wunde zum Prinzip eigenständiger Bildkonzepte, und dies schließlich sogar über den Darstellungsbereich ausgeübter und erlittener Gewalt hinaus. weiter ...

Weitere Informationen zur Ausstellung, zu Begleitveranstaltungen und zum Museum finden Sie hier.

Handbuch der Bildtheologie erschienen

Handbuch III

Der dritte Band "Zwischen Zeichen und Präsenz" des Handbuchs für Bildtheologie ist am 20. Februar 2014 erschienen.

Bilder sind aus der Vorstellungswelt des Christentums nicht wegzudenken. Die Bilderfrage reicht tief in die historischen, aber auch in die systematischen Wurzeln des christlichen Bekenntnisses hinab. Sie markiert zugleich eine brisante Nahtstelle zwischen christlicher Religion und europäischer Kultur. Die Bildtheologie geht den Valenzen des Bildes im Christentum nach, entwickelt sie als durchgängige theologische Perspektive und bringt sie in den Diskurs mit Kunst- und Kulturwissenschaften ein.
Das Handbuch der Bildtheologie gibt in vier Bänden eine gründliche Einführung in Phänomene, Begriffe und Geschichte des Bildes unter theologischen Gesichtspunkten. Wissenschaftler aus Theologie, Kunstgeschichte, Philosophischer Ästhetik, Kultur- und Medienwissenschaften entfalten die zentralen Fragestellungen, die das Bild in theologischer Perspektive aufwirft, und umreißen die Schnittstellen zwischen theologischen, kunstwissenschaftlichen und philosophisch-ästhetischen Bild-Diskursen.
Der dritte Band versammelt die systematischen Eckpunkte, die eine theologische Theorie der Medialität des Bildes auszeichnen. Im Zentrum steht zunächst der Widerstreit zwischen der Sichtbarkeit als dem wesentlichen Medium der Bildsprache und der grundsätzlichen Unsichtbarkeit Gottes, die mittels der Sichtbarkeit des Bildes zur Sprache gebracht werden soll. Zudem findet sich das Bild als Medium der Verkündigung, aber auch der Offenbarung, in einer spannungsvollen Wechselbeziehung mit dem Medium des Wortes. Schließlich wird vom Bild mehr als die bloße Repräsentation der christlichen Botschaft, nämlich der gesteigerte Ausdruck wirklicher Präsenz erwartet. Das Spektrum der medialen Beanspruchung des Bildes im Christentum reicht vom zeichenhaften Verweis bis zur realen Vergegenwärtigung.

Weitere Informationen zum Handbuch der Bildtheologie und den bereits erschienenen Bänden finden Sie hier.