Institut für Christliche Sozialwissenschaften

Herzlich Willkommen auf den Internetseiten des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften! Schön, dass Sie unseren Internetauftritt besuchen. Hier finden Sie aktuelle Informationen zum Studium der Christlichen Sozialwissenschaften sowie einen Einblick zu unserer breit aufgestellten Forschung. Haben Sie weitere Fragen, wenden Sie sich gerne an unsere Mitarbeiter*innen.

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Aktuelles


Lehrveranstaltungen Wintersemester 2022/23

Jetzt informieren!

Das Vorlesungsverzeichnis für das kommende Wintersemester ist online. Wer schonmal die Zeit nutzen möchte, um das nächste Semester zu planen, kann dies gerne tun. Die Direktorin des ICS und die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen bieten wieder spannende Vorlesungen und Seminare zu unterschiedlichen sozialethischen Themen an, sowohl für Neulinge in der Sozialethik als auch für Fortgeschrittenere.

Informieren Sie sich hier über die kommenden Veranstaltungen.

© ICS

Expert*innen-Workshop zu „Leistungsmix in der häuslichen Versorgung und Pflege. Gelingensbedingungen und Zukunftsperspektiven“

Beim Workshop „Leistungsmix in der häuslichen Versorgung und Pflege. Gelingensbedingungen und Zukunftsperspektiven“ am 20. Juni 2022 an der Katholischen Akademie in Berlin diskutierten Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis auf Grundlage eines Policy Papers des ICS und des NBI.
Anknüpfend an die pflegepolitischen Ziele der neuen Bundesregierung fokussierte der Workshop die häusliche Versorgung in Pflege-Mix-Settings und deren kommunale Koordination. Als Schlüsselbegriff erwies sich die „doppelte Personenzentrierung“, die durch das Policy Paper eingebracht und durch die Impulse von Dr. Jonas Hagedorn und Dr. Eva Hänselmann auf die Fragestellungen der Panels hin entfaltet wurde. Die Orientierung der Pflegepolitik am Wohl der Pflegebedürftigen und der Pflegepersonen führte zu wichtigen Ergänzungen der bisherigen Diskussion.
Im ersten Panel setzte Dr. Jonas Hagedorn einen Eingangsimpuls zum Leistungsmix in der häuslichen Versorgung und Pflege unter der Maßgabe der doppelten Personenzentrierung. Anschließend diskutierten Prof. Dr. habil Thomas Klie (Forschungs- und Innovationsverbund der Evangelischen Hochschule Freiburg), Birgit Mickley (QualiGes), Roland Rosenow (Diakonie Deutschand) und Andrea Weskamm (Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe – Bundesverband e.V.) moderiert von Prof. Bernhard Emunds (NBI) welche Leistungen in der individuellen Versorgungssituation nötig sind, und wie sie optimalerweise zusammenkommen müssen. Prof. Klie verwies auf die Notwendigkeit, die Realisierung eines gelingenden Pflege-Mix als eine Kulturentwicklungsaufgabe zu begreifen. Frau Mickley stellte das derzeit unbefriedigende Care- und Case-Management der Pflegestützpunkte, aber auch die ungehobenen, gesetzlich vorgesehenen Potenziale dar. Herr Rosenow beschäftigte sich mit dem Begriff der Personenzentrierung und zeigte auf, dass dieser über den Bedürfnisbegriff für die Praxis der Pflegeorganisation und -gesetzgebung greifbar gemacht werden kann. Frau Weskamm stellte das neue Berufsbild und mögliche Einsatzfelder der Community Health Nurse als Teil einer pflegerischen Primärversorgung dar.
Das zweite Panel eröffnete Dr. Eva Hänselmann mit einem kurzen Impuls zu innovativen Infrastrukturen des kommunalen „Pflege-Mix“. Auch hier wurde der rote Faden der doppelten Personenzentrierung weiter gestrickt und gefragt, wie diese strukturell umgesetzt werden kann. Die anschließende Diskussion mit Hildegund Ernst (BMFSFJ), Susanne Jungkunz (Stadt Oldenburg) und Dr. Lena Marie Wirth (Universität Osnabrück) befasste sich mit Quartiers- und Pflegekompetenzzentren, innovative Wohnformen, aber auch digitalen Infrastrukturen für die zukünftige Versorgung älterer hilfebedürftiger Menschen und die Unterstützung ihrer pflegenden Angehörigen. Die Panellistinnen stellten die in ihren Organisationen und Projekten erfolgten Strategien vor und wiesen aber auch auf Problemstellungen hin. Frau Jungkunz als Vertreterin Stadt Oldenburg beklagte die ungenügenden Refinanzierungsketten, die eine Umsetzung der pflegerischen Strukturverantwortung auf kommunaler Ebene behindern. Frau Dr. Wirth stellte die Abgrenzungs- und Kooperationsproblematik zwischen Pflegestützpunkten und Pflegekompetenzzentren dar, und wies auch auf die wichtige Rolle des „digitalen Ökosystems“ in der Verbindung von Fallbegleitung und regionalem Lernen hin. Durch die aufmerksame Moderation von Prof. Marianne Heimbach-Steins traten wichtige Querverbindungen zwischen Aktivitäten von Bund und Kommune, von Bundesverbänden und lokalen Netzwerken zutage.
In der pflegepolitischen Abschlussrunde diskutierten Karolin Molter (DRK), Dr. Albert Kern (BMG) und Heinrich Stockschlaeder (wir pflegen! e.V.) zu politischen Perspektiven und Strategien. Hier ging es insbesondere darum, wie eine gute – doppelt personenzentrierte – häusliche Versorgung durch übergeordnete Strukturen ermöglicht und abgesichert werden kann. Wichtige Stichworte waren die Finanzierbarkeit konzeptioneller Vorschläge, ausreichende Unterstützungsstrukturen für pflegende Angehörige, aber auch die Notwendigkeit der Entwicklung innovativer Versorgungs- und Wohnformen. Dazu ist ein Abbau der rigiden Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung wichtig sowie eine Flexibilisierung der Kassenlogik. Es wurde klar, dass Aspekte der Geschlechter- und intergenerationellen Gerechtigkeit sowie das Bemühen um gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land in die zukünftige Organisation von Pflegearbeit mit einfließen müssen, um den Anspruch des Gesetzgebers in reale politische und pflegerische Praxis umzusetzen, dass die pflegerische Versorgung der Bevölkerung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist (§ 8 (1) SGB XI).

Die Erträge aus den Diskussionen fließen in eine Überarbeitung des Policy Papers ein, das dann als gemeinsames Arbeitspapier des ICS und des NBI veröffentlicht wird. Dort sind die entwickelten Vorschläge und Ideen dann en Detail zugänglich.

Siebter Geburtstag von „Laudato Si“

Interview mit Marianne Heimbach-Steins

„Laudato Si“ ist ein „sehr, sehr wichtiger Meilenstein in der katholischen Soziallehre, weil er den Blickwinkel der Kirche weitete“. Das sagt Marianne Heimbach-Steins im Interview mit Radio Vatican zum siebten Geburtstag der Sozialenzyklika von Papst Franziskus, die zu Pfingsten 2015 erschien. Als Fortsetzung wünscht sie sich eine Enzyklika von Franziskus über Gewaltfreiheit.

Hören und lesen Sie das gesamte Interview hier.

Katholikentag in Stuttgart

Vom 25. Mai bis 29. Mai 2022 hat der 102. Katholikentag in Stuttgart unter dem Motto "Leben teilen" stattgefunden. Auch vom ICS war Prof. Marianne Heimbach-Steins bei zwei Veranstaltungen dabei. Einerseits am Donnerstag diskutierte sie auf einem Podium zum Thema „Arbeit fairteilen – Wertvoll arbeiten statt prekär" zusammen mit Prof. Bernhard Emunds, Peter Kossen, Kerstin Griese MdB und Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck.

Wer es verpasst hat, kann online das Podium nachschauen: Link.

Am Freitag präsentierte Prof. Marianne Heimbach-Steinsein ein literarisch-theologisches Quartett über "Laudato Si' - eine Enzyklika beeindruckt!", zusammen mit Victoria Lukwago, Dr. Oliver Putz und Gudrun Sailer.

© ICS

ICS-Alumnitreffen 2022

Am Samstag 21.05, fand unser ICS-Alumnitreffen im Franz-Hitze Haus statt. Wir bedanken uns bei allen, die dabei waren, für den wertvollen Austausch und die Gespräche! Insbesondere wollen wir uns bei Stefan Nacke, selbst Alumnus des ICS und heute Vorsitzender des Vereins der Freunde, bedanken für sein herzliches Grußwort. „Christliche Sozialethik als Stichwortgeberin der Politik“ – die Herausforderung nehmen wir gerne an!

Als vier Blickachsen 2020-2022 hat zuerst Eva Hänselmann das Projekt „Zukunftsfähige Altenpflege“ vorgestellt, gefolgt von Lea Quaing mit dem Projekt „Ars moriendi in konfessionellen Alteneinrichtungen". Claudius Bachmann hat dann einen Vorblick auf das Jahrbuch 2023 zum Thema Alterssicherung gegeben, während Marianne Heimbach-Steins zuletzt einen Ausblick auf den internationalen Kongress der Internationalen Vereinigung für Moraltheologie und Sozialethik 2023 in Münster zum Thema “Sorge – Care. Anthropologische Zugänge – Ethische Konzepte – Gesellschaftliche Praxen – 41. Kongress IVMS“ gab.

Weitere Stellenausschreibung

Wir suchen Verstärkung!

 Im Institut für Christliche Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins) im Fachbereich 02 (Katholisch-Theologische Fakultät) der Universität Münster ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle als


Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
 (E 13 TV-L)


im Drittmittelprojekt „Prekäre Anerkennung: das ‚dritte Geschlecht‘ in sozialethischer Perspektive“ zu besetzen. Angeboten wird eine für 3 Jahre befristete Teilzeitstelle (65%).


 Ihre Aufgaben:

  • Durchführung des Forschungsprogramms (Projektteil B) in Kooperation mit denweiteren Team-Mitgliedern; dieser Projektteil umfasst u. a. die Durchführung einer Interview-Studie
  • Mitarbeit an Publikationen und der öffentlichen Präsentation von Forschungserträgen
Weitere Informationen: https://www.uni-muenster.de/Rektorat/Stellen/ausschreibungen/st_20222005_sk5.html

Bei Fragen vorab kontaktieren Sie gerne Frau Prof.‘in Heimbach-Steins (E-Mail: m.heimbach-steins@uni-muenster.de). Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung bis zum 10.06.2022 an die

Westfälische Wilhelms-Universität
Institut für Christliche Sozialwissenschaften
Direktorin Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins
Robert Koch-Str. 29
48149 Münster

 Sie können Ihre Bewerbung auch gerne als pdf-Datei an ics@uni-muenster.de senden. Bitte beachten Sie, dass wir andere Dateiformate nicht berücksichtigen können.

Stellenausschreibung

Im Institut für Christliche Sozialwissenschaften (Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins) im Fachbereich 02 (Katholisch-Theologische Fakultät) der Universität Münster ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle als
 

Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in
(E 13 TV-L)

im Drittmittelprojekt „Prekäre Anerkennung: das ‚dritte Geschlecht‘ in sozialethischer Perspektive“ zu besetzen. Angeboten wird eine für 3 Jahre befristete Vollzeitstelle (100%).

Weitere Informationen: https://www.uni-muenster.de/Rektorat/Stellen/ausschreibungen/st_20221905_sk1.html

Bei Fragen vorab kontaktieren Sie gerne Frau Prof.‘in Heimbach-Steins (E-Mail: m.heimbach-steins@uni-muenster.de).

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns über Ihre Bewerbung bis zum 10.06.2022 an die

Westfälische Wilhelms-Universität
Institut für Christliche Sozialwissenschaften
Direktorin Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins
 Robert Koch-Str. 29
 48149 Münster

Sie können Ihre Bewerbung auch gerne als pdf-Datei an  ics@uni-muenster.de senden. Bitte beachten Sie, dass wir andere Dateiformate nicht berücksichtigen können.
 

Drei FAQs zur Wirtschaftsethik in Fratelli tutti

Neuer Artikel von Claudius Bachmann

Die Enzyklika Fratelli tutti (2020) von Papst Franziskus ist auch in wirtschaftsethischer Hinsicht interessant. Für eine Analyse in systematischer Absicht erscheint es lohnend, drei unterschiedliche, in der akademischen Wirtschafsethik bewährte Perspektiven auseinander zu halten, die sich anhand von drei Fragen konturieren lassen: Wie wollen wir warum wirtschaften? Wer soll wo handeln? Hat Franziskus Recht?

Anhand dieser drei Fragen nimmt Claudius Bachmann eine Sondierung wirtschaftsethischer Positionen in FT vor, ordnet diese in die bisherigen Verlautbarungen von Papst Franziskus ein und stellt einige Querverweise her zum gegenwärtigen, v.a. deutschsprachigen Wirtschaftsethikdiskurs.

Hier geht es zum Artikel: Link.

In einem neuen Video gibt Claudius Bachmann einen Einblick in den Artikel: Link.

Neuer Newsletter

in neuem Format

Nach einer etwas längeren Unterbrechung ist ein neuer Newsletter des Instituts erschienen. Wir haben unseren
Newsletter einer „Generalüberholung“ unterzogen und möchten Sie künftig im neuen Format und im vierteljährlichen Rhythmus über unsere Arbeit, über Veranstaltungen und Veröffentlichungen informieren.

Der Newsletter wird ab sofort in einem E-Mail Format erscheinen und ist ebenfalls hier abrufbar. Wenn Sie in Zukunft unseren Newsletter erhalten möchten, können Sie einfach eine kurze Email an unsere Sekretärin Frau Ostendorf (icsATuni-muensterDOTde) schreiben.

Online-Ausgabe des Lehrbuchs

Verfügbar im Open-Access

Wir freuen uns sehr, dass nun das neue Lehr- und Studienbuch zur Christlichen Sozialethik auch komplett digital verfügbar ist. Herausgegeben von Marianne Heimbach-Steins, Michelle Becka, Johannes Frühbauer und Gerhard Kruip im Pustet-Verlag führt das Lehrbuch in Denkweisen, Argumentationsmuster und Themen des Faches ein, reflektiert dessen wissenschaftlichen Anspruch und erschließt seine Gestalt aus der Geschichte von Christentum und Kirche im europäischen Kontext. In der Digital-Ausgabe können die PDF-Dateien der Kapitel einzeln heruntergeladen werden.

Auf der Seite lehrbuch-cse.de sind die Links zu den PDFs zu finden.