Herzlich willkommen auf der Homepage der Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung!

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Feministische bzw. geschlechtersensible Theologie ist eine Querschnittsdisziplin der Theologie. Sie reflektiert die Relevanz der (Zwei-) Geschlechtlichkeit für die biblische, historische, systematische und praktische Theologie sowie für die Strukturen, in denen Theologie betrieben wird. Dabei ist sie methodisch und inhaltlich in der Theologie als auch in der Geschlechterforschung verankert, und in beider Interesse fördert sie die Geschlechtersensibilität und -gerechtigkeit in Theologie und Kirche.

Feministische bzw. geschlechtersensible Theologie hat in Münster Tradition. Seit Ende der 1970er Jahre gibt es an der Fakultät feministisch-theologische Forschung und Lehre. Die Arbeitsstelle in Münster ist neben der Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung mit kirchengeschichtlichem Schwerpunkt in Bonn die einzige universitäre katholisch-theologische Institution in Deutschland, die die Geschlechter-Perspektive quer durch die theologischen Disziplinen vertritt und über eine entsprechend umfassende Bibliothek verfügt, die in Kooperation mit der Diözesanbibliothek Münster laufend weitergeführt wird.

Tagung 2022

Anmeldung für die Tagung „Theologie: biographisch – kontextuell – intersektional“ geöffnet

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Eine Anmeldung für die kommende Fachtagung am 20./21.10.22 ist ab jetzt auf der Homepage der Akademie Franz Hitze Haus möglich.

Beachten Sie zudem unseren Call for Posters: Wir freuen uns auf Poster zu unterschiedlichen Projekten und Forschungsideen mit Bezügen zu Genderfragen, Feministischer Theologie, Intersektionalität u.v.m.

Cover
© Aschendorff

Gender (Studies) in der Theologie. Begründungen und Perspektiven

Sammelband erschienen
Marianne Heimbach-Steins / Judith Könemann /Verena Suchhart-Kroll (Hrsg.)

Feministische Fragestellungen und Genderperspektiven haben sich in der theologischen Forschung zunehmend etabliert. Dennoch werden sie oftmals noch als ergänzender Spezialdiskurs verstanden. Theologische Genderforschung ist jedoch eine Querschnittsdisziplin, die Geschlecht in allen theologischen Disziplinen und in ökumenischer Kooperation zum Gegenstand macht. Der vorliegende Band versammelt Beiträge theologischer Genderforschung, um sich über ihren status quo zu vergewissern, Desiderate zu identifizieren sowi aufkommende Themen und Ansatzpunkte für weitergehende Forschung zu eruieren.

Zum Band auf der Verlagsseite

Inklusive Kirche

Beitrag von Marianne Heimbach-Steins im neu erschienen Buch „Katholisch und Queer“
Cover
© Bonifatius

Im Bonifatius Verlag ist das Buch „Katholisch und Queer“ erschienen, herausgegeben von Mirjam Gräve, Hendrik Johannemann und Mara Klein.
Darin findet sich auch ein Beitrag von Prof.in Marianne Heimbach-Steins, zum Thema "Inklusive Kirche".
Kirche hat als soziale Institution teil an der Vielfalt der Lebensgestalten und an den Anerkennungskämpfen, die eine Gesellschaft prägen und dynamisieren. Eines der Zeichen unserer Zeit ist das Ringen um einen nicht-diskriminierenden Umgang mit geschlechtlicher Diversität, um die Anerkennung entsprechender privater Lebensformen und um die sprachliche und soziale Repräsentation.

Der Beitrag vertritt die These: Menschen, deren Inklusion aus der Sicht der traditionellen Morallehre der Kirche ein unüberwindliches Problem zu sein scheint und die trotzdem ihren Ort als Glaubende in der Kirche suchen, können für die Kirche Prophet*innen der Vielfalt und Schönheit von Gottes Schöpfung und der in ihr lebbaren Liebe sein. Mag dies - wie alle Prophetie - nach den Maßstäben einer Tradition, die diese Vielfalt nicht kannte bzw. ihr keine Sprache zu geben wusste, von Manchen als provozierend erfahren werden, so geht doch von einem solchen Glaubenszeugnis eine befreiende Kraft aus. Dies wahrzunehmen und anzuerkennen, ist die eigentliche Aufgabe - theologisch, geistlich, pastoral - und vermutlich liegt darin die Voraussetzung, um in der Konsequenz auch lehrmäßige und kirchenrechtliche Veränderungen herbeizuführen.

Neuerscheinung

Religion und Feminismus - zwei einander exkludierende Größen? Perspektiven theologischer Genderforschung

Beitrag von Marianne Heimbach-Steins, Judith Könemann und Verena Suchhart-Kroll in den "feministischen studien" erschienen

Immer wieder werden Feminismus und Religion als nicht kompatibel beschrieben. Dass es durchaus möglich ist, (als Frau) zugleich Feminist*in und ein religiöser Mensch zu sein, dafür argumentiert dieser Beitrag. Er arbeitet emanzipatorische Potentiale Feministischer Theologie heraus. Dazu wird neben einem Blick in die Geschichte Feministischer Theologie und theologischer Genderforschung die Aneignung feministischen Denkens aus den Perspektiven dreier theologischer Fächer, der Bibelexegese, der christlichen Sozialethik und der Praktischen Theologie, aufgezeigt.

Näheres zur Ausgabe (feministische studien 39, Nr.1 [2021]) insgesamt findet sich hier: blog feministische studien [de]

Internationale Fachtagung

(Verschoben auf) den 20.-21.10.2022
Klebezettel Save the Date
© Pixabay

Die nächste Tagung der Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung findet am 20.-21. Oktober 2022 im Franz-Hitze- Haus hier in Münster statt.
Es geht um das Thema „Theologie: biographisch – kontextuell – intersektional“.
Weitere Informationen folgen in Kürze…

Gleichstellungspreis für das Projekt Teach Tank „Lehrbausteine Gender in Theologie“ der Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung

Bild von der Verleihung des Gleichstellungspreises
v.l. Prorektorin Prof. Dr. Maike Tietjens, Verena Suchhart-Kroll; Prof. Dr. Judith Könemann, Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins
© WWU Peter Leßmann

Beim diesjährigen Neujahrsempfang wurde die Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung mit dem WWU-Gleichstellungspreis für das Projekt Teach Tank „Lehrbausteine Gender in Theologie“ ausgezeichnet. Das Projekt dient dazu, praxiserprobte Materialien, Methoden, Themenvorschläge und Sitzungsgestaltungen zu theologischer Genderforschung für eine große Anzahl von Formaten und Disziplinen in der katholischen Theologie zu entwickeln. Diese sollen so aufbereitet werden, dass alle Dozierenden der Fakultät sie unkompliziert analog und digital nutzen können.

Nähere Informationen zur Vorstellung des Projektes finden Sie hier.
Einen Kurzfilm zum Projekt finden Sie hier.