Herzlich willkommen auf der Homepage der Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung!

Feministische bzw. geschlechtersensible Theologie ist eine Querschnittsdisziplin der Theologie. Sie reflektiert die Relevanz der (Zwei-) Geschlechtlichkeit für die biblische, historische, systematische und praktische Theologie sowie für die Strukturen, in denen Theologie betrieben wird. Dabei ist sie methodisch und inhaltlich in der Theologie als auch in der Geschlechterforschung verankert, und in beider Interesse fördert sie die Geschlechtersensibilität und -gerechtigkeit in Theologie und Kirche.

Feministische bzw. geschlechtersensible Theologie hat in Münster Tradition. Seit Ende der 1970er Jahre gibt es an der Fakultät feministisch-theologische Forschung und Lehre. Die Arbeitsstelle in Münster ist neben der Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung mit kirchengeschichtlichem Schwerpunkt in Bonn die einzige universitäre katholisch-theologische Institution in Deutschland, die die Geschlechter-Perspektive quer durch die theologischen Disziplinen vertritt und über eine entsprechend umfassende Bibliothek verfügt, die in Kooperation mit der Diözesanbibliothek Münster laufend weitergeführt wird.

Die Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung (Prof’in Dr. Könemann und Prof’in Dr. Heimbach-Steins) sucht zum 01.03.2019

eine Studentische Hilfskraft (m/w/d) mit 6 Wochenstunden.

Zu Ihren Aufgaben gehören

  • inhaltliche Mitarbeit an der Arbeitsstelle,
  • Unterstützung bei der Vorbereitung und Durchführung von Tagungen und Veranstaltungen,
  • Literaturrecherche und –beschaffung,
  • Pflege der Homepage,
  • Kopier- und Scanarbeiten.

Sie bringen mit

  • Interesse an Fragestellungen der theologischen Genderforschung und an interdisziplinärer theologischer Arbeit,
  • Selbstständigkeit, Organisations- und Teamfähigkeit,
  • EDV-Kenntnisse und/oder die Bereitschaft zu entsprechenden Fortbildungen,
  • gute Englisch-Kenntnisse.

Wir bieten

  • die Möglichkeit, sich in der inhaltlichen Arbeit der theologischen Genderforschung einzubringen und diese mitzugestalten,
  • flexible Arbeitszeiten,
  • Einblicke in die Arbeit an einer universitären Einrichtung.

Die Stelle ist zunächst bis zum 30.09.19 befristet. Eine Verlängerung wird bei guter Zusammenarbeit angestrebt.

Die WWU tritt für die Geschlechtergerechtigkeit ein und strebt eine Erhöhung des Anteils von Frauen in der Forschung und Lehre an. Bewerbungen von Frauen sind daher ausdrücklich erwünscht; Frauen werden bei gleicher Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung bevorzugt berücksichtigt, sofern nicht in der Person eines Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Zugleich sind auch Männer ausdrücklich ermutigt, sich zu bewerben, da theologische Genderforschung ein Thema darstellt, dass alle Geschlechter betrifft. Schwerbehinderte werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Anlagen (Anschreiben mit einer kurzen Begründung für das Interesse an der Stelle, tabellarischer Lebenslauf, aktuelle Notenübersicht) richten Sie bitte bis zum 07.01.2019 als PDF-Datei an:

Verena Suchhart-Kroll
Arbeitsstelle für Theologische Genderforschung
Robert-Koch-Straße 40, Raum 406
gender.theologie@uni-muenster.de

Auch für Rückfragen stehen wir über diese E-Mail-Adresse gerne zur Verfügung.
Vorstellungsgespräche werden am 09.01.2019 ab 15Uhr stattfinden.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Ab dem 01.09.2018 steht Daniel Bugiel als Ansprechpartner nicht mehr zur Verfügung.

Aktuelle Meldungen

Daniel Bugiel: "...eine herausfordernde Collage". Familienkonzepte und Geschlechterrollen aus der Sicht theologischer Männerforschung

Mission 21
Mission 21. Das Evangelium in neuen Räumen erschließen
© Pustet

"...eine herausfordernde Collage". Familienkonzepte und Geschlechterrollen aus der Sicht theologischer Männerforschung

Im Sammelband Mission 21. Das Evangelium in neuen Räumen erschließen (Hgg. von Klara Csiszar u.a., Regenburg 2017) thematisiert Daniel Bugiel aktuelle Herausforderungen einer theologischen Männerforschung.

"Für eine geschlechtersensible Pastoral, die um die Herausforderungen weiß, mit denen Männer heute konfrontiert werden, und deren Selbstverständnis es ist, Männer auf der Suche nach einem gelingenden Leben zu unterstützen, sie in Krisen- und Umbruchsituationen zu begleiten und sie zu einem partnerschaftlichen Lebensstil zu befähigen[1] ist deshalb ein geschlechtsspezifisch-empathischer Zugang gefragt, der die Ergebnisse machtanalytischer Forschungen nicht unkritisch-maskulinistisch relativiert. Gerade weil über die hegemoniale Orientierungsfolie sozialisierte Männer auf veränderte Rollenerwartungen im familiären und intimen Kontext häufig mit Hilflosigkeit reagieren, ist eine Kenntnis der beschriebenen Mechanismen und ihrer Wirkung auf Frauen und Männer sinnvoll."


[1] Vgl. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (Hg.): Richtlinien für die Männerseelsorge und kirchliche Männerarbeit (2003), S. 10–11.

Gendertraining. Ein Kompetenzerwerb für Schule, Kirche und Leben 2017

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Bodenbild des Gendertrainings
© Bugiel

Gendertraining. Ein Kompetenzerwerb für Schule, Kirche und Leben

Vom 03.11.-05.11.2017 fand an der Katholisch-Theologischen Fakultät zum siebten Mal das Seminar „Gendertraining. Ein Kompetenzerwerb für Schule, Kirche und Leben“ statt. Die Dozierenden Daniel Bugiel (Arbeitsstelle Feministische Theologie und Genderforschung) und Franziska Birke-Bugiel (Katholische Bildungsstätte Haus Ohrbeck) beschäftigten sich gemeinsam mit den Studierenden inhaltlich intensiv und auf methodisch vielfältige Art und Weise mit der Kategorie Gender und ihrer Bedeutung für die Theologie. Dabei analysierten sie, wie und warum unser Wahrnehmen, Handeln und Denken in Geschlechterbilder eingelassen und verstrickt ist. Ein besonderer Wert wurde darauf gelegt, dass die im Seminar zusammen erarbeitete Genderkompetenz als praxisbezogene Reflexions- und Handlungskompetenz alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu befähigt, in ihrem wissenschaftlichen, privaten oder beruflichen Feld die Bedeutung der Kategorie Gender wahrzunehmen und selbst geschlechterbewusst zu handeln. Weitere Fotos

Daniel Bugiel: "Der Leib Christi und die männliche Moderne"

Artikel in Wendel, Nutt: "Reading the Body of Christ"
Buchcover "Reading The Body Of Christ"
Buchcover "Reading The Body Of Christ"
© Schoeningh

"Die Leib-Christi-Metaphorik ist in Christologie und Ekklesiologie besonders wirkmächtig – bis heute. Das zeigt sich an den einflussreichen Körperbildern und vielschichtigen Konstruktionen von Geschlecht, die mit dem „Leib Christi“ verbunden werden.

Expert*innen aus den USA, Großbritannien und Deutschland gehen den Funktionen und Implikationen der Leib-Christi-Metapher auf die Spur, und sie sensibilisieren dafür, sowohl deren Potenziale als auch Probleme wahrzunehmen. In den christlich-theologischen und religionswissenschaftlichen Analysen, u. a. der Theologien Karl Rahners, Joseph Ratzingers, Hans Urs von Balthasars und Jon Sobrinos, wird dabei auch immer wieder die Frage aufgeworfen, wie tragfähig die Leib-Christi-Metapher heute noch sein kann."
(Quelle: Ferdinand Schoeningh-Verlag)

Der Artikel "Der Leib Christi und die männliche Moderne" beschäftigt sich mit dem Primat des Empfangens vor dem Machen Joseph Ratzingers.

Weitere Informationen zum Buch

Marie-Theres Wacker: "Baruch and the Letter of Jeremiah"

Neuerscheinung April 2016
Buchcover "Baruch and the Letter of Jeremiah"
Buchcover "Baruch and the Letter of Jeremiah"

"Baruch and the Letter of Jeremiah are among the so-called deuterocanonical books of the Bible, part of the larger Catholic biblical canon. Except for a short article in the Women's Bible Commentary, no detailed or comprehensive feminist commentary on these books is available so far. Marie-Theres Wacker reads both books with an approach that is sensitive to gender and identity issues. The book of Baruch—with its reflections on guilt of the fathers, with its transformation of wisdom into the Book of God's commandments, and with its strong symbol of mother and queen Jerusalem—offers a new and creative digest of Torah, writings, and prophets but seems to address primarily learned men. The so-called Letter of Jeremiah is an impressive document that unmasks pseudo-deities but at the same draws sharp lines between the group's identity and the "others," using women of the "others" as boundary markers."

Weitere Informationen zum Buch

"Anderes Männerbild nötig"

"Männer auf der Flucht" - bitte differenzieren!
"Männer auf der Flucht" - Männerfrühstück der Friedenskirchengemeinde (Quelle: Westfälische Nachrichten)
"Männer auf der Flucht" - Männerfrühstück der Friedenskirchengemeinde (Quelle: Westfälische Nachrichten)

"Am Wochenende besprachen 20 Männer das Thema „Männer auf der Flucht“, begleitet von Moderator Uwe Hartmeier vom Institut für Kirche und Gesellschaft, dem Referenten Daniel Bugiel, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Arbeitsstelle Feministische Theologie und Genderforschung, sowie Pfarrer Hartmut Hawerkamp, Synodalbeauftragter für Männerarbeit des Evangelischen Kirchenkreises Münster. Er bereitet die Treffen mit einem Team vor.

Kern von Bugiels Anliegen ist der Aufruf, differenziert hinzuschauen. So etwa auf die Ereignisse in der Kölner Silvesternacht. Die Staatsangehörigkeiten der bislang Tatverdächtigen seien nicht ganz so, wie sie hängengeblieben seien, sagte Bugiel: „Neun sind Algerier, acht Marokkaner, fünf Iraner, vier Syrer, zwei Deutsche, einer ist Iraker, einer Serbe, einer US-Amerikaner.“ Weiterlesen

„Nicht mit mir – Männer gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus“

Logo Nicht Mit Mir
Logo der Kampagne "Nicht mit mir! Männer gegen sexualisierte Gewalt und Rassismus"

"Wir möchten den Frauen, die in der Silvesternacht in Köln und anderswo zu Opfern sexualisierter Gewalt gemacht wurden, unser Mitgefühl und unsere Solidarität aussprechen. Diese Vorfälle haben uns tief erschreckt und wütend gemacht. Sexualisierte Gewalt – gegen Menschen egal welchen Geschlechts – ist ein Angriff auf die sexuelle Selbstbestimmung. Sexualisierte Gewalt darf nirgendwo auf der Welt Platz haben. Wir fordern bestmögliche Unterstützung für alle von (sexualisierter) Gewalt Betroffenen. Wir unterstützen die Forderungen von frauenpolitischen Organisationen, dass gesetzliche Schutzlücken (Nötigung, Vergewaltigung, Beleidigung) schnellstens beseitigt werden. Der Grundgedanke der Istanbul-Konvention „Nein heißt Nein“ muss auch in deutsches Recht umgesetzt werden. Er muss ausnahmslos für alle Menschen, an jedem Ort und unter allen Bedingungen gelten." Weiterlesen

Weitere Informationen und die Möglichkeit zum Unterzeichnen finden Sie auf der Homepage der Kampagne "Nicht mit mir!".