Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte

Herzlich willkommen auf unserer Homepage, mit der wir Sie über Professor Dr. Dr. h.c. Hubert Wolf und sein Team informieren möchten! Sie finden hier Aktuelles und viele Hintergrundinformationen über die Lehre am Seminar, die verschiedenen Projekte und Aktivitäten sowie die entsprechenden Kontakte.

Die Sprechstundentermine vergibt Maria Schmiemann.

Im Seminar für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte forschen und lehren etwa 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Für Vortragsanfragen oder bei Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die Wissenschaftskommunikation. Eine Übersicht über bisher erschienene Berichte bietet unser Medienspiegel.

Aktuelles

Antisemitismus in Christentum und Islam

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© ZIT/Peter Grewer

Über "Potenziale gegen Antisemitismus im Islam und im Christentum" hat Prof. Wolf bei einer Podiumsdiskussion in Münster gesprochen. Er betonte dabei die lange und schmerzhafte "Lerngeschichte" der katholischen Kirche und hob die Bedeutung der öffentlichen Vermittlung theologischer Erkenntnisse hervor. Der islamischen Theologe Prof. Mouhanad Khorchide beklagte einen Mangel an innermuslimischen Debatten über Antisemitismus. Auf dem Podium saßen außerdem die Antisemitismus-Beauftragten des Landes NRW Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Münster Sharon Fehr und der evangelische Theologe Prof. Arnulf von Scheliha; Moderatorin war die WDR-Journalistin Christina-Maria Purkert.

Universität Bern verleiht Hubert Wolf Ehrendoktorwürde

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© Manu Friederich (Universität Bern)

Die Theologische Fakultät der Universität Bern zeichnet Prof. Hubert Wolf am Samstag, 7. Dezember 2019, mit der Ehrendoktorwürde aus. Zur Begründung heißt es im vorab veröffentlichten Programm, Wolf habe Vergessenes aus der "Krypta" der Kirchengeschichte ins Licht gestellt, zur Neubewertung verdrängter Traditionen angeregt und durch die grundlegende Aufarbeitung von Inquisitionsakten "zur Rehabilitation von Opfern kirchlicher Zensur" beigetragen. Mit seinen kirchengeschichtlichen Forschungen leiste er auf diese Weise "einen bedeutsamen öffentlichen Beitrag zum derzeitigen Diskurs über die 'ecclesia semper reformanda'", die stets zu reformierende Kirche.

Faulhaber-Tagebücher 1937: Von Hitlers "gutem Willen"

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© EAM

Michael Kardinal von Faulhaber hoffte Anfang 1937 trotz der kirchenfeindlichen Politik des NS-Regimes weiter auf Hitlers guten Willen. Das zeigen seine Tagebücher aus diesem Jahr, die ein Forscherteam des Instituts für Zeitgeschichte München−Berlin und des Seminars für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Münster jetzt wissenschaftlich bearbeitet und veröffentlicht hat. Auf der Seite www.faulhaber-edition.de sind damit inzwischen die Jahrgänge 1911 bis 1919, 1933 bis 1937 und 1945/1946 online zugänglich.