Aktuelle Meldungen

Neues Buch befeuert Debatte ums Zölibat

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© C.H.Beck

Prof. Dr. Hubert Wolf hat ein Buch mit 16 Thesen zum Thema „Zölibat“ veröffentlicht und damit rege Diskussionen ausgelöst. Der Kirchenhistoriker kommt zu dem Ergebnis, dass einer Abschaffung des Pflichtzölibats weder biblische noch dogmatische Hindernisse entgegenstehen. „In der Geschichte der Kirche sprachen zwar immer wieder gute und weniger gute Argumente für den Pflichtzölibat, heute können diese aber nicht mehr überzeugen.“

Pius XII. und die Juden: Krupp-Stiftung fördert Archivstudien

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© Wikimedia Commons

Die Stiftung Alfried Krupp von Bohlen und Halbach unterstützt mit knapp 250.000 Euro die Forschungen von Prof. Hubert Wolf und seinem Team in den vatikanischen Archiven. Dort werden am 2. März 2020 die bisher verschlossenen Bestände aus dem Pontifikat Piusʼ XII., also aus den Jahren 1939 bis 1958, für die Forschung zugänglich. Im Fokus des Interesses steht eine Frage, über die seit mehr als einem halben Jahrhundert heftig gestritten wird: Was wusste Pius XII. von der Shoa, warum verurteilte er sie nicht laut und deutlich?

Pacelli-Edition: Homepage neu gestaltet

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© Pacelli-Projekt

Übersichtlicher, benutzerfreundlicher und mit neuen Angeboten: Der Webauftritt der Pacelli-Edition ist seit Ende Juni neu gestaltet. Zehn Jahre nach dem ersten Online-Gang ist die Datenbank mit den Nuntiaturberichten der Jahre 1917 bis 1929 jetzt auch mit Smartphone oder Tablet zu nutzen. Suchbegriffe können direkt auf der Startseite eingegeben werden; die nach Archiven, Themen oder Chronologie geordnete Suche ist nur noch einen Link entfernt.

Faulhaber-Tagebücher 1936: Zu Besuch bei Hitler

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Der Jahrgang 1936 der Faulhaber-Edition ermöglicht neue Erkenntnisse zum Treffen des Münchener Erzbischofs mit Adolf Hitler auf dem Obersalzberg am 4. November 1936. Faulhaber hatte sich über Vertraute bemüht, das persönliche Treffen mit dem „Führer“ zu arrangieren, um das Verhältnis zwischen NS-Staat und katholischer Kirche zu verbessern, das sich zuvor rapide verschlechtert hatte. Bisher unbekannte Beiblätter zu seinem Tagebuch dokumentieren Ablauf und Inhalt der mehrstündigen Unterredung in bisher nicht gekannter Tiefe.

Faulhaber-Tagebücher 1946: Weihbischof war Gestapo-Spitzel

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Der Münchener Weihbischof Anton Scharnagl hat offenbar mit der Gestapo kollaboriert. Erzbischof Michael von Faulhaber drängte ihn deswegen nach dem Ende des Nazi-Regimes zum Rückzug von seinem Amt. Das zeigt der Jahrgang 1946 der Faulhaber-Tagebücher, die das Forscherteam des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und des Seminars für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Universität Münster jetzt online veröffentlicht hat.