Aktuelles

  • Internationale DaF-Tagung: "Gesprochene Sprache in der kommunikativen Praxis"

    Im Zentrum der internationalen Tagung, die von Susanne Günthner, Wolfgang Imo, Beate Weidner, Jens Lanwer und Juliane Schopf organisiert wurde, stand die Vernetzung zwischen sprachwissenschaftlichen Analysen zu Praktiken der gesprochenen Sprache und der Vermittlung kommunikativer Praktiken im Deutsch als Fremdsprache (DaF)-Unterricht.
    Die internationalen TeilnehmerInnen konnten während der dreitägigen Tagung, die vom 20.-22.06.2018 im Festsaal der WWU stattfand, Perspektiven erarbeiten, wie sich in Zukunft die Zusammenarbeit zwischen der empirischen Forschung zu gesprochener Sprache einerseits und der DaF-Didaktik andererseits verbessern ließe. Ausgehend von der im Eröffnungsvortrag von Christian Fandrych (Leipzig) formulierten These, dass Sprachvermittlung im DaF-Unterricht und Korpora gesprochener Sprache eigentlich „gute Freunde“ sein müssten, legten die Vortragenden anhand konkreter Beispiele aus ihrer Unterrichtspraxis etwa die Potenziale des Einsatzes von Sprachkorpora im Rahmen der Sprachvermittlung dar. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit Reinhard Fiehler (Heidelberg), Susanne Horstmann (Bielefeld), Sandro Moraldo (Bologna) und Juliane Schopf (Münster) konnten am zweiten Tag zentrale Stränge der Tagung zusammengeführt werden. So befasste sich das Podium beispielsweise Heterogenität der SprachlehrerInnen und der damit verbundenen Notwendigkeit, sowohl bei der Darstellung des Inhaltes der Lehrwerke als auch beim Inhalt selbst Kompromisse einzugehen. Neben gut ausgebildeten DaF-LehrerInnen mit einem vorangehenden Linguistikstudium gibt es insbesondere seit dem großen Zustrom flüchtender Menschen in den deutschsprachigen Raum auch viele ehrenamtliche DeutschlehrerInnen, die nicht immer über eine akademische (linguistische) Ausbildung verfügen. Für diese heterogene Gruppe adäquates, gut aufbereitetes Material zu gesprochener Sprache bereitzustellen, müsse, so der allgemeine Konsens, eine Kernaufgabe der kommenden Jahre sein.
    Insgesamt konnte die Tagung durch das breite Spektrum an Gästen aus der nationalen und internationalen DaF-Praxis überzeugen und leistete so einen wichtigen Beitrag zur länderübergreifenden Vernetzung von AkteurInnen der akademischen DaF-Lehre und -Forschung. Neben den Vorträgen machte insbesondere auch die Podiumsdiskussion deutlich, dass noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten ist, ehe die kommunikative Kompetenz neben dem Grammatikunterricht zu einem integralen, nicht mehr hinterfragten Bestandteil des internationalen DaF-Unterrichts werden kann.

    Tagungsankündigung auf der Fachbereichsseite

  • GIP: Rektoratsdelegation der XISU besucht die Universität Münster

    Anfang Mai besuchte eine Rektoratsdelegation der Xi'an International Studies University (XISU) aus China unter Leitung des Parteisekretärs der KP Chinas der XISU Herrn DENG Zhihui die Universität Münster. Weitere Mitglieder der chinesischen Delegation waren der Leiter des International Office der XISU (WU Yaowu), der Leiter für Studentische Angelegenheiten (ZHENG Ruihua), die Pro-Dekanin der Fakultät für westeuropäische Sprachen (ZHANG Hongjie) und der Pro-Dekan der Fakultät für Deutsch (ZHU Qiang).

    Seit 2007 kooperieren die Germanistischen Institute der WWU Münster und der XISU im Bereich Studierenden- und Dozentenaustausch, und seit Januar 2017 besteht eine vom Deutschen Akademischen Austauschdienst geförderte Germanistische Institutspartnerschaft (GIP) zwischen den beiden Germanistischen Instituten (Projektleitung an der WWU: Prof. Dr. Susanne Günthner, Dr. Ortwin Lämke; Projektleitung an der XISU: Prof. Dr. WEN Renbai, Dr. ZHU Qiang). Die chinesischen Gäste wurden vom Rektor der WWU, Prof. Dr. Johannes Wessels, vom Dekan des Fachbereichs Philologie, Prof. Dr. Erik Achermann und von der Koordinatorin für Internationale Partnerschaften der WWU Frau Martina Hofer im Festsaal der WWU begrüßt.

    Empfang im Festsaal

    Gruppenbild mit der Rektoratsdelegation der XISU

    Anschließend besuchte die Delegation das Germanistische Institut. Im konstruktiven Gespräch mit der Geschäftsführung (Prof. Dr. Andreas Blödorn), dem Geschäftsführenden Mitarbeiter (Dr. Christian Fischer), der Leiterin der GIP (Prof. Dr. Susanne Günthner) sowie der hiesigen GIP-Koordinatorin (Albina Haas) wurde vereinbart, dass sowohl die Zusammenarbeit im Bereich der germanistischen Forschungsaktivitäten als auch im Bereich der Deutschlehrerausbildung erweitert werden soll. Zudem hat sich die XISU bereit erklärt, Germanistik-Studierende aus Münster für kurzzeitige Unterrichtspraktika (max. 6 Wochen) an der der XISU zugeordneten Fremdsprachenschule aufzunehmen. Die genauen Modalitäten des Schulpraktikums sollen im Herbst 2018 im Rahmen der Besuche von Albina Haas und Prof. S. Günthner abgesprochen werden.

    Planung der gemeinsamen Zusammenarbeit

    Darüber hinaus plant die XISU, verschiedene Austauschprogramme (u.a. Sommerschool) für Studierende der WWU anzubieten. Auch die Mitwirkung des Germanistischen Instituts an der Doktorandenausbildung der XISU soll intensiviert werden.

  • GIP: Einweihungszeremonie an der XISU

    Am 3. Mai 2017 fand die Einweihung „der Germanistischen Institutspartnerschaft“ (GIP) der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und der Xi'an International Studies University (XISU) auf dem Campus Chang’an der XISU statt. Die TeilnehmerInnen waren Prof. Dr. Susanne Günthner von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und Leiterin der GIP von deutscher Seite, Rektor Wang Junzhe der XISU und VertreterInnen des International Office und der Fakultät für Deutsch der XISU. Der Direktor des International Office Wu Yaowu leitete die Zeremonie.


    Rektor Wang begrüßte im Namen der XISU Prof. Dr. Susanne Günthner und bedankte sich bei dem Deutschen Akademischen Austauschdienst und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster für ihre Unterstützung bei der Entwicklung der Germanistik an der XISU. Der Rektor äußerte zudem seine herzlichen Glückwünsche für die Gründung der GIP. Er wies darauf hin, dass die Partnerschaft zwischen den beiden Universitäten seit ihrer Gründung 2007 immer vielfältiger geworden sei. Die Kooperation im Bereich der Forschung, der Lehrerausbildung und des Studierendenaustausches habe viele Erfolge mit sich gebracht. Die Gründung der GIP markiere einen wichtigen Schritt der Internationalisierung der XISU und sei zugleich ein Meilenstein in der Kooperationsgeschichte der beiden Universitäten. Außerdem wünsche er sich, dass beide Universitäten die GIP weiterhin unterstützen und diese so eine größere Plattform und mehr Chancen für die Germanistik der XISU schafft.

    Prof. Dr. Susanne Günthner dankte herzlich für den freundlichen Empfang an der XISU. Sie sagte, dass die Errungenschaften der Kooperation zwischen beiden Universitäten darauf zurückzuführen seien, dass die KollegInnen mit Herz daran arbeiten würden. Die GIP gehört zu den 60 GIPs vom DAAD weltweit. Es sei schwer gewesen, diese zu gründen.

    Die GIP zielt darauf ab, die internationale Kooperation in der Germanistik zu fördern und die Lehrentwicklung vielsprechender Deutschabteilungen im Ausland zu finanzieren. Frau Günthner hofft, dass die GIP zur Lehrerausbildung der XISU, Ausbildung der Masterstudierenden und gemeinsamen Betreuung der DoktorandInnen der XISU einen wichtigen Beitrag leisten kann. Zum Schluss des Gesprächs überreichte Prof. Dr. Günthner Rektor Wang den eigenhändig verfassten Brief vom Rektor der WWU, Prof. Dr. Wessels, welcher den beiden Universitäten eine glänzende gemeinsame Zukunft voraussagt.