Aktuelles

  • Neuberufungen am Germanistischen Institut

    Das Germanistische Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat drei neue wissenschaftliche Mitglieder. Wir freuen uns, Frau Prof. Dr. Anne Berkemeier, Frau Prof. Dr. Silvia Reuvekamp und Frau Prof. Dr. Katerina Stathi am Institut begrüßen zu dürfen.

    • Dr. Anne Berkemeier ist Professorin für Sprachdidaktik. Promoviert wurde sie an der Technischen Universität Dortmund mit der Arbeit ›Kognitive Prozesse beim Zweitschrifterwerb. Zweitalphabetisierung griechisch-deutsch-bilingualer Kinder im Deutschen‹. Frau Prof. Berkemeier war wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Bonn und Dortmund, Akademische Oberrätin und Lise-Meitner-Stipendiatin an der Universität Wuppertal und zuletzt Professorin für deutsche Sprache und Literatur und ihre Didaktik an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich von Zweitschrifterwerb/Orthographieerwerb, mündlichen Kommunikationsfähigkeiten, Textproduktion, Grammatik- und Zweitsprachdidaktik.
    • Dr. Silvia Reuvekamp ist Professorin für Literatur des Mittelalters. Promoviert wurde sie an der Universität Bochum mit der Arbeit ›Sprichwort und Sentenz im narrativen Kontext. Ein Beitrag zur Poetik des höfischen Romans‹. Frau Prof. Reuvekamp war wissenschaftliche Assistentin an der Universität Bochum und Akademische Oberrätin an der Universität Düsseldorf. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der literarischen Kleinformen, der Poetik und Stilistik des höfischen Romans, der historischen Narratologie und der literarischen Anthropologie.
    • Dr. Katerina Stathi ist Professorin für Deutsche Sprachwissenschaft. Promoviert wurde sie an der Universität Köln mit der Arbeit ›Lexical and Grammatical Properties of Idioms: A Corpus-based Approach to Figurative Verb Phrases‹. Frau Prof. Stathi war an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, am Sonderforschungsbereich ›Kulturen des Performativen‹ an der FU Berlin und zuletzt als Akademische Rätin an der Universität Hannover tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte betreffen insbesondere Phraseologie, Sprachwandel, Grammatikalisierung, lexikalische und semantische Typologie und die empirische Sprachwissenschaft.
  • Germanisten der Universität Münster suchen Studienteilnehmer

    Umfrage zu Personennamen in deutschen Dialekten

    Übersichtskarte verschiedener Dialektnamen<address>© Antje Dammel</address>
    Übersichtskarte verschiedener Dialektnamen 
    © Antje Dammel

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in den Dialekten des Deutschen über Personen zu sprechen: s Müllers Peter, Schulten Henn, de Meier Kurt oder einfach Rosie Schulz. In vielen Dialekten wird dem Rufnamen etwas vorangestellt – das kann der Familienname oder ein inoffizieller Name, zum Beispiel ein Hofname, sein. Aber es gibt auch Dialekte, die solche Formen nicht kennen. Die Germanistin Prof. Dr. Antje Dammel und ihr Team von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) untersuchen, wie Personen in deutschen Dialekten allgemein oder in kleinen sozialen Gruppen wie Dörfern und Kleinstädten genannt werden. Dafür suchen die WWU-Wissenschaftler Bürger, die bereit sind, an einer 20- bis 30-minütigen Online-Umfrage teilzunehmen - die Umfrage findet sich unter www.namenumfrage.de. Gefragt sind Sprecher aller deutschen Dialekte – besonders aus dem norddeutschen Raum werden noch Rückmeldungen benötigt.

    In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt „Grammatik und Soziopragmatik inoffizieller Personennamen Dialekten des Deutschen“ wird mithilfe einer Online-Umfrage ermittelt, welche Namenformen es in den deutschen Dialekten gibt und wo diese verbreitet sind. Ziel der Erhebungen ist einerseits, die räumliche Verbreitung verschiedener Namensformen zu erfassen und dadurch Aufschluss über ihre Entstehung und grammatischen Strukturen zu erhalten. Andererseits können die Wissenschaftler mehr über die Verwendung der Formen herauszufinden. Wenn es an einem Ort mehrere Formen gibt, können sie zum Beispiel mit dem Alter oder Geschlecht der benannten Personen variieren.

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  • Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster trauert um

    Prof. Dr. Winfried Pielow

    der am 12.04.2018 im Alter von 92 Jahren verstarb.

    Er war von 1960 bis 1963 an der Pädagogischen Hochschule in Münster und von 1963 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1989 an der Westfälischen Wilhelms- Universität Münster als Professor für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur am Germanistischen Institut im Fachbereich 09 der Philosophischen Fakultät tätig.

    Nach einer Ausbildung zum Volksschullehrer an der Pädagogischen Hochschule in Emsdetten studierte er in Münster Germanistik, Anglistik und Pädagogik und promovierte dort 1951 mit einer Arbeit zum Thema Die Erziehergestalten der großen deutschen Bildungsromane von Goethe bis zur Gegenwart bei Benno von Wiese. Im Jahre 1954 schloss sich eine Assistentenstelle an der Pädagogischen Hochschule in Alfeld an.

    Die Veröffentlichungen „Dichtung und Didaktik“ (1963) sowie „Das Gedicht im Unterricht“ (1965) stellen die Freisetzung schöpferischer Kräfte im Unterricht in den Mittelpunkt – ein zentrales Anliegen im Schaffen von Prof. Pielow, das in der Begründung einer kreativen Schreibbewegung, in der Leitung der Studiobühne und auch in der Autorschaft zahlreicher literarischer Werke seinen Ausdruck fand.

    Prof. Pielow war Didaktiker mit Leib und Seele und hat einen großen Kreis angehender Lehrerinnen und Lehrer für die Schule begeistern können.
    Die Westfälische Wilhelms-Universität wird ihm stets ein ehrenvolles Andenken bewahren.

Veranstaltungen

  • Veranstaltungsreihe der Grimmelshausen-Gesellschaft

    2018:
    400. Jahrestag des Ausbruchs
    des Dreißigjährigen Krieges /
    350. Jahrestag der Erstveröffentlichung
    von Grimmelshausens
    Simplicissimus Teutsch

    Alle Veranstaltungen finden in der Studiobühne der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Domplatz 23a, 48143 Münster, statt.
    Veranstalter: Grimmelshausen-Gesellschaft e. V. Münster
    Organisation: Prof. Dr. Eric Achermann, Prof. Dr. Peter Heßelmann, Dr. Ortwin Lämke

    Die Veranstaltungen sind öffentlich, d.h. für alle Interessierten zugänglich.

    Hier geht es zum Programmflyer

    16.05.2018,
    18.00 Uhr

    Krieg bei Grimmelshausen – Die Summe der Verkehrtheiten
    Prof. Dr. Dr. h. c. Ruprecht Wimmer (Eichstätt)

    06.06.2018,
    20.00 Uhr

    Lesung mit Musik: Simplicissimus – Eine Reise mit Grimmelshausen.
    Mit Musik aus dem 17. Jahrhundert, gespielt auf historischen Instrumenten
    Markus von Hagen und Manfred Kehr (Münster)

    15.06.2018,
    18.00 Uhr

    Der Dreißigjährige Krieg – Ein „deutscher“ oder ein europäischer Konflikt?
    Prof. Dr. Christoph Kampmann (Marburg)

    26.06.2018,
    20.00 Uhr

    Lesung: Literatur aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges
    Studierende des Germanistischen Instituts

    28.06.2018,
    20.00 Uhr

    Lesung: Literatur aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges
    Studierende des Germanistischen Instituts

    12.07.2018,
    20.00 Uhr

    Theatersolo: Wunderseltsame Lebensbeschreibung der Courasche von Grimmelshausen
    Katharina Röther (Hamburg)

  • Ringvorlesung: Körperbilder.
    Eine interdisziplinäre Collage

    Öffentliche Ringvorlesung der Kontaktstelle Studium im Alter mit Lehrenden der Universität Münster
    montags, 16-18 Uhr
    Stein-Haus, Schlossplatz 34, Aula (VSH 219)
    Die Ringvorlesung ist öffentlich, d.h. für alle Interessierten – ohne Anmeldung als Gasthörer/in – zugänglich.

    Direktlink zur Homepage

    16.04.2018 Bilder vom Körperinnern und was die Medizin daraus lernen kann
    Prof. Dr. Richard Stange , Exzellenzcluster Cells in Motion/Medizinische Fakultät
    23.04.2018 „So sieht kein Dummkopf aus": Zum Verhältnis von Ästhetik, Körper und Lektüre seit dem 18. Jahrhundert
     Prof’in Dr. Britta Herrmann , Germanistisches Institut
    30.04.2018 Brückentag zum 1. Mai – fällt aus
    07.05.2018 Körperbildstörungen
    Prof.‘in Dr. Ulrike Buhlmann , Fachrichtung Psychologie
    14.05.2018 Ein Mensch/Drei Körper: Gesundheit, Krankheit & Heilung im Kontext von "Kultur" (Brasilien)
    Helmar Kurz M.A. , Institut für Ethnologie
    28.05.2018 Akt-Darstellungen in der Kunst
    Daniel Friedt M.A. , Institut für Kunstgeschichte
    04.06.2018 Mit der Kamera bei Olympia. Amateurphotographen sehen die Olympischen Spiele 1936
    Dr. Emmanuel Hübner , Institut für Sportwissenschaft
    11.06.2018 Was heißt hier schon Natur? Zur Soziologie des Körpers
    Dr. Roland Schindler , Institut für Soziologie
    18.06.2018 Heilkunst und medizinisches Wissen in der Neuzeit (17.-19. Jahrhundert)
    Jun.-Prof.‘in Dr. Christine Fertig , Historisches Seminar
    25.06.2018 Der Körper will bewegt werden. Bewegung im (hohen) Alter
    Stefanie Dahl M.A. , Institut für Sportwissenschaft
    02.07.2018 Angsterkrankungen und verzerrte Wahrnehmung von Vorgängen aus dem Körperinnern. Neue Einsichten aus der funktionellen Bildgebung des Gehirns. 
    Prof.‘in Dr. med. Dr. rer. nat. Bettina Pfleiderer , Medizinische Fakultät
    09.07.2018 Haus, Maschine, System, Lichtgewitter. Körperbilder in der Geschichte der Medizin
    Christian Sammer M.A. , Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin
    16.07.2018 Organspende und -transplantation aus ethischer Sicht
    Prof.‘ in Dr. Monika Bobbert , Katholisch-Theologische Fakultät