Aktuelles

  • Milo Rau übernimmt Poetik-Dozentur am Germanistischen Institut

    Milo Rau, der zur Zeit wohl avancierteste, umstrittenste und einflussreichste europäische Dramatiker, Autor und Regisseur (geb. 1977), wird im Wintersemester 2019/20 die nunmehr zum dritten Mal vergebene Poetik-Dozentur am Germanistischen Institut der Universität Münster übernehmen. Teil dieser Dozentur ist eine Poetikvorlesung (drei Abende), eine öffentliche Lesung aus eigenen Texten, ein Workshop für Studierende sowie ein Künstlerabend in Kooperation mit weiteren Künstlerinnen und Künstlern. Milo Rau steht für eine neue Form des politischen Theaters, das soziale Phantasien realisiert, herkömmliche dramatische Formate sprengt und auf provokative Weise in die politische Wirklichkeit ausgreift. Seine Stücke wurden u.a. beim Theatertreffen Berlin, auf dem Festival d’Avignon, der Biennale di Venezia und den Wiener Festwochen aufgeführt. Zu den bekanntesten Produktionen gehören, Hate Radio (2011), die Moskauer Prozesse (2013), das Kongo-Tribunal (2015) und Die Wiederholung (2018). Derzeit ist Milo Rau Intendant des NTGent. Er hat zahlreiche Preise erhalten wie den Schweizer Theaterpreis (2014), den Preis des Internationalen Theaterinstituts (ITI) (2016), den 3sat-Preis (2017), den Peter Weiss-Preis (2017) sowie 2019 den Europe Prize Theatrical Realities. Rau ist zudem Autor verschiedener Schriften wie „Was tun? Kritik der postmodernen Vernunft“ (2013), „Althussers Hände“ (2015) und „Globaler Realismus“ (2018).

  • Germanistik im Beruf als Blog

    Mittlerweile ist das neue Germanistik-im-Beruf-Blog erfolgreich online gegangen. Es dient dazu, Studierenden der Germanistik einen schnellen und gut lesbaren Einblick in ein bestimmtes Berufsfeld zu geben. Im letzten Semester ging es um das Thema Literaturvermittlung/Literaturbetrieb. Das Besondere: Alle Berichte und Interviews sind von Studierenden verfasst bzw. verantwortet worden; betreut wurden sie von einem professionellen Online-Redakteur.

  • Germanisten der Universität Münster suchen Studienteilnehmer

    Umfrage zu Personennamen in deutschen Dialekten

    Übersichtskarte verschiedener Dialektnamen<address>© Antje Dammel</address>
    Übersichtskarte verschiedener Dialektnamen 
    © Antje Dammel

    Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in den Dialekten des Deutschen über Personen zu sprechen: s Müllers Peter, Schulten Henn, de Meier Kurt oder einfach Rosie Schulz. In vielen Dialekten wird dem Rufnamen etwas vorangestellt – das kann der Familienname oder ein inoffizieller Name, zum Beispiel ein Hofname, sein. Aber es gibt auch Dialekte, die solche Formen nicht kennen. Die Germanistin Prof. Dr. Antje Dammel und ihr Team von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) untersuchen, wie Personen in deutschen Dialekten allgemein oder in kleinen sozialen Gruppen wie Dörfern und Kleinstädten genannt werden. Dafür suchen die WWU-Wissenschaftler Bürger, die bereit sind, an einer 20- bis 30-minütigen Online-Umfrage teilzunehmen - die Umfrage findet sich unter www.namenumfrage.de. Gefragt sind Sprecher aller deutschen Dialekte – besonders aus dem norddeutschen Raum werden noch Rückmeldungen benötigt.

    In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt „Grammatik und Soziopragmatik inoffizieller Personennamen Dialekten des Deutschen“ wird mithilfe einer Online-Umfrage ermittelt, welche Namenformen es in den deutschen Dialekten gibt und wo diese verbreitet sind. Ziel der Erhebungen ist einerseits, die räumliche Verbreitung verschiedener Namensformen zu erfassen und dadurch Aufschluss über ihre Entstehung und grammatischen Strukturen zu erhalten. Andererseits können die Wissenschaftler mehr über die Verwendung der Formen herauszufinden. Wenn es an einem Ort mehrere Formen gibt, können sie zum Beispiel mit dem Alter oder Geschlecht der benannten Personen variieren.

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Veranstaltungen

  • Informationsveranstaltung: „Wie plane ich mein Auslandsemester?“ - 7. Mai

    Am Dienstag den 7. Mai findet im VSH 17 von 18.15 bis 19.15 Uhr die
    Informationsveranstaltung
    für Bachelor-und Masterstudierende zum Thema „Wie plane ich mein Auslandsemester?“ statt.

    zum Flyer

    © WWU
  • Freie Plätze in den Veranstaltungen von Herrn Dr. Nebert

    In beiden wöchentlichen Veranstaltungen von Herrn Dr. Nebert sind in diesem Semester noch Plätze frei:

    • Kommunikative Präsentation (316114), mittwochs 10-12 Uhr
    • So eskaliert man richtig! Anleitung zur Filmcliperstellung mit Kommunikationstipps (316112), dienstags 18-20 Uhr

    Bitte melden Sie sich bei Interesse unter rhetorik@uni-muenster.de

  • © Smadar Raveh-Klemke

    Blockseminar zu Geschichte und Struktur des Jiddischen

    Kaum eine europäische Sprache ist so stark durch die innere und äußere Mehrsprachigkeit ihrer Sprecher geprägt wie das Jiddische. Neben älteren Sprachstufen des Deutschen wurde es durch Einflüsse von slawischen, semitischen und romanischen Sprachen geformt. Im Jiddisch der Gegenwart kommen neue Einflüsse, z.B des Englischen und Ivrits, hinzu.

    Der einwöchige Intensivkurs ist eine Einführung in die Grundlagen dieser nächst verwandten Tochtersprache des Hochdeutschen. Den Teilnehmern wird ein Grundwissen der jiddischen Grammatik und der Sprachgeschichte vermittelt. Darüber hinaus wird mit der Aneignung des jiddischen Alphabets, die Grundvoraussetzung zur Arbeit mit jiddischen Texten gelegt.

    Blockseminar im SS 2019
    29.4.2019 bis 4.5.2019, jeweils von 13.00-18.00 Uhr
    Dozentin: Dr. Lea Schäfer

    Das Blockseminar kann in den folgenden Studiengängen angerechnet werden:

    • Bachelor HRSGe - Deutsch (LH 036 11)
    • Zwei-Fach-Bachelor - Deutsch (L2 036 11)
    • MEd Gymnasien u Gesamt - Deutsch (E3 036 16)
    • Master - Germanistik (88 948 15)

    Zu dieser Veranstaltung im Vorlesungsverzeichnis

  • Freie Restplätze in namenkundlichem Projektseminar

    Studierende, die sich für namenkundliche und lokalhistorische Themen interessieren, haben noch die Möglichkeit, sich für freie Plätze im Projektseminar „Entwicklung einer namenkundlichen Stadtführung durch Münster“ anzumelden. Das Seminar ist in die Organisation der Tagung „Bewegte Namen. Anpassungsprozesse von Eigennamen in räumlichen, zeitlichen und sozialen Spannungsfeldern“ eingebettet und findet dienstags von 10 bis 12 Uhr statt. Die Studierenden können sich dabei selbstständig mit einem lokalen namenkundlichen Thema auseinandersetzen, wobei die Möglichkeit besteht, dieses auch im Rahmen einer Stadtführung während der Tagung im September selbst vorzustellen.

    Interessierte Studierende können sich bei Jens.Kersting@ortsnamen.net für die noch freien Seminarplätze anmelden.

  • In der Übung „Germanistik im Beruf“ sind noch Plätze frei!

    In der Übung „Germanistik im Beruf“ (dienstags 10-12 Uhr, BOK u. Allgemeine Studien) sind noch Plätze frei!

    Die Übung: „Germanistik im Beruf“ führt in Berufsfelder ein, die für Germanist*innen relevant sind. Zugleich ist die Übung ein Intensivkurs im berufspraktischen Schreiben: Ein professioneller Online-Redakteur begleitet das Verfassen von Textformaten wie Bericht, Portrait oder Interview. Veröffentlicht werden die Texte auf dem Germanistik-im-Beruf-Blog und - wenn möglich - auch in den Westfälischen Nachrichten (siehe https://www.uni-muenster.de/Germanistik/Praxis/germanistikimberuf_blog_/index.html).

    Das Thema im Sommersemster 2019 lautet „Arbeit digital“: Es geht um Berufe, die durch die Digitalisierung neu entstanden sind und die spannender sein können als z.B. ein Verlagslektorat! Berufe, für die nicht nur Informatiker*innen, sondern gerade auch Geisteswissenschaftler*innen gesucht werden.

    Als Gäste eingeladen sind Gianna Reich, die bei der Duisburger Software-Firma Netsyno Software arbeitet und zudem das Blog geisteswirtschaft.de betreibt, mit dem sie Geisteswissenschaftler*innen bei der Jobsuche unterstützt.
    Der zweite Gast, der Germanist Sven Lohmeier, arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Online-Werbung. Er ist Unit Director bei der renommierten Bremer E-Commerce-Firma hmmh.
    Als „special guest“ wird zudem ein Kommilitone über seine Tätigkeit als ehrenamtlicher Präsidiumsvorsitzender von Wikimedia Deutschland berichten.

    Der Workshop: Gianna Reich und Sven Lohmeier sind bei einem Workshop zu Gast, der notwendiger Bestandteil der Übung „Germanistik im Beruf“ ist. Bitte den Termin des Workshops unbedingt vormerken – 17.05. 2019, 14-18 Uhr.

    Persönliche Anmeldung bitte per Mail an: juergen.gunia@uni-muenster.de.

Neue Veröffentlichungen aus dem Institut

  • Anthropologie und Ästhetik. Interdisziplinäre Perspektiven

    Neu erschienen ist der von Britta Herrmann herausgegebene Band Anthropologie und Ästhetik. Interdisziplinäre Perspektiven. Paderborn 2019.
     
    Die Kategorie des Menschseins wird aufgrund wechselnder Wissensbestände und Orientierungskrisen immer wieder neu bestimmt. Das Ästhetische ist damit eng verbunden. ›Aisthesis‹ ist erstens eine Form der sinnlichen und empfindenden Wahrnehmung, ein vorrationaler ›way of worldmaking‹ (Nelson Goodman), der den Bezug des Menschen zu sich und seiner Welt moduliert. Ästhetische Vorstellungen grundieren zweitens aber auch die Idee des Humanen und die Normen menschlicher Handlungsweisen. Und drittens sind ästhetische Erkenntnis- und Ausdrucksformen Teil eines ›selbstgesponnenen Bedeutungsgewebes‹ (Clifford Geertz) der Kultur, das die Grenzen und das ›Andere‹ des Menschen bestimmt. Der interdisziplinäre Sammelband vereint aus verschiedenen Fächern und Forschungsperspektiven heraus Einblicke in die Wechselwirkungen zwischen anthropologischen Fragestellungen und ästhetischen Formationen.

    Mit Beiträgen von Horst Bredekamp, Steffen Martus, Martin Seel, Christoph Wulf, Elisabeth Timm u.a.

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  • The Grammatical Realization of Polarity Contrast

    Neu erschienen ist der von Christine Dimroth mitherausgegebene Band The Grammatical Realization of Polarity Contrast

    Die Polarität eines Satzes ist entscheidend für seine Bedeutung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass die Sprachen der Welt Mittel entwickelt haben, um diese Bedeutungskomponente hervorzuheben und Aussagen mit negativer und positiver Polarität im Diskurs zu kontrastieren. Die Forschung zu diesem Phänomen hat sich zunächst auf Sprachen wie Niederländisch und Deutsch konzentriert, in denen eine Vielzahl assertiver Partikeln und spezielle Intonationskonturen (Verumfokus) für diese Funktion zur Verfügung stehen. Inzwischen hat sich das Forschungsinteresse auf den Ausdruck kontrastiver Polarität in anderen Sprachen ausgedehnt. Kernfragen betreffen das jeweilige Formenrepertoire und seinen genauen Bedeutungsbeitrag, die Art der evozierten Kontraste und die Interaktion mit Informationsstruktur und Satzart. Der Band versammelt Beiträge mit theoretischem, empirischem und typologischem Schwerpunkt und erweitert das Verständnis von Polarität durch systematische und sprachvergleichende Analysen syntaktischer, semantischer, pragmatischer und prosodischer Aspekte von Polarität.

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  • Sprache im naturwissenschaftlichen Unterricht. Eine Einführung

    Neu erschienen ist von Sabina Schroeter-Brauss, Verena Wecker und Laura Henrici: Sprache im naturwissenschaftlichen Unterricht. Eine Einführung. Stuttgart 2018.

    Dieses Buch zeigt Verfahren der Unterrichtsgestaltung auf, die helfen, sprachliche Probleme bei der Aneignung von Fachinhalten in naturwissenschaftlichen Unterrichtsfächern zu meistern. Studierende sollen dabei in die Lage versetzt werden, den Schwierigkeitsgrad z.B. von Lehrbuchtexten einzuschätzen sowie die sprachlichen Anforderungen von fachlichen Lernzielen und Unterrichtsverfahren zu benennen. Die Einführung wendet sich an Lehrende und Studierende und soll in Seminaren der Fachdidaktiken sowie im Modul Deutsch als Zweitsprache eingesetzt werden. Durch authentische Beispiele werden die Inhalte illustriert. Mit Hilfe von Reflexions- und Anwendungsaufgaben werden die Studierenden zu einer aktiven Auseinandersetzung mit den Inhalten angeregt.

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