Aktuelles

  • Ergebnisse des letzten Lektüretests

    Die Ergebnisse des letzten studienbegleitenden Tests, der am 18.05.2020 stattgefunden hat, können der folgenden Datei entnommen werden: Download

  • © Kai Sina

    Transatlantische Literaturforschung: Kai Sina tritt Lichtenberg-Professur am Germanistischen Institut an

    Johann Wolfgang Goethe war fasziniert vom Innovationsreichtum des damals noch jungen Amerika, bevor er im 19. und 20. Jahrhundert selbst zu einer Art Nationaldichter der Vereinigten Staaten wurde. Er ist damit einer der herausragenden Repräsentanten der Transatlantischen Literaturgeschichte, die zu den wissenschaftlichen Schwerpunktgebieten von Kai Sina gehört. In seiner Arbeit befasst sich der Literaturwissenschaftler insbesondere mit den weitverzweigten, wechselseitigen Literatur- und Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und den USA. Für seine Forschung und Lehre am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat er nun eine Lichtenberg-Professur für Neuere deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft erhalten.

    „Bei der Transatlantischen Literaturgeschichte handelt es sich um ein sehr reiches, bislang aber nur sporadisch erschlossenes Forschungsfeld. Mich reizt dabei vor allem, dass es ganz neue Blicke auf vermeintlich bekannte Phänomene eröffnet“, erklärt Kai Sina. „Darin besteht auch ein großes Potenzial für die Lehre: Wer etwa Thomas Manns Epochenroman ‚Der Zauberberg‘ aus der Perspektive der jungen amerikanischen Leserin und späteren Starintellektuellen Susan Sontag betrachtet, wird überraschende Erkenntnisse machen, die sich mit den gewohnten Sichtweisen der sogenannten Nationalphilologie kaum vertragen.“ Die Transatlantische Literaturforschung setze sich über kulturelle, sprachliche und vor alle disziplinäre Grenzen hinweg – darin, betont Sina, bestehe zugleich eine Herausforderung und eine Chance.

    Die Lichtenberg-Professur ist ein Förderprogramm der VolkswagenStiftung. Es soll jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglichen, innovative, interdisziplinäre und oftmals unkonventionelle Arbeitsbereiche in der Wissenschaft zu etablieren. Die Professuren wurden nach dem Mathematiker und ersten deutschen Professor für Experimentalphysik Georg Christoph Lichtenberg benannt.

    Kai Sina wurde 2010 an der Georg-August-Universität Göttingen promoviert. Seitdem war er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft tätig. 2015/16 forschte er im Rahmen eines Stipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung an der University of Chicago. 2017 veröffentlichte er ein Buch über Susan Sontag und Thomas Mann. Ein Jahr später schloss er sein Habilitationsverfahren mit der Schrift „Kollektivpoetik. Zu einer Literatur der offenen Gesellschaft in der Moderne mit Studien zu Goethe, Emerson, Whitman und Thomas Mann“ ab.

    E-Mail: Prof. Dr. Kai Sina

  • Workshop „Kommunikation mit PatientInnen für PJ-Studierende“ am Städtischen Klinikum Karlsruhe

    Im Rahmen des „Masterplans Medizinstudium 2020“ stellt gute Kommunikation eine immer stärker in den Fokus des Medizinstudiums rückende Kompetenz dar. Was erscheint hier naheliegender als dass LinguistInnen, die ohnehin zur Interaktion zwischen ÄrztInnen und PatientInnen forschen, ihre Ergebnisse für die Praxis fruchtbar machen und ihre Expertise an angehende ÄrztInnen weitergeben?

    Genau aus diesem Grund veranstalteten die Münsteraner Linguistinnen Nathalie Bauer, Isabella Buck und Juliane Schopf am 21.11.2019 am Städtischen Klinikum Karlsruhe einen Kommunikationsworkshop zum Thema „Emotionale Stabilität im Umgang mit PatientInnen“ für Medizinstudierende im Praktischen Jahr (PJ). Bei der Konzeption des Workshops griffen sie im Wesentlichen auf die Ergebnisse zweier Projekte zurück, in denen LinguistInnen und ÄrztInnen interdisziplinär zusammenarbeiteten – ein Projekt zur Kommunikation in der Onkologie und ein Projekt zur Kommunikation auf der Palliativstation.

    Der Kommunikationsworkshop zu Beginn des PJs am Städtischen Klinikum Karlsruhe sollte den angehenden ÄrztInnen durch praxisnahe Übungen und Reflexionseinheiten das Thema „Emotionale Stabilität in Gesprächen mit PatientInnen“ nahebringen. Die TeilnehmerInnen wurden dabei für eine situativ angemessene Kommunikation mit PatientInnen sensibilisiert, die einerseits ein empathisches und patientennahes, andererseits ein professionelles, genügend emotionale Distanz wahrendes Auftreten erfordert.

    Nach einer Vorstellungsrunde legte Isabella Buck zu Beginn des Workshops zunächst anhand empirischer Studien dar, weshalb gute Kommunikation für ÄrztInnen überhaupt wichtig ist und welchen Nutzen ein Kommunikationsworkshop bringen kann. Außerdem führte sie die TeilnehmerInnen in die linguistische Gesprächsanalyse ein und verdeutlichte den Mehrwert einer Kommunikationsfortbildung, die auf der Auseinandersetzung mit Transkripten authentischer Gespräche basiert. Zudem machte Isabella Buck die PJ-Studierenden mit Transkripten als dem zentralen gesprächsanalytischen Instrumentarium vertraut.

    In einer offenen Austauschrunde diskutieren die TeilnehmerInnen anschließend anhand verschiedener Impulsfragen über ihre bisherigen Erfahrungen mit emotionalen Ausnahmesituationen: In welchen Situationen haben mich im Patientenkontakt die Emotionen schon ‚übermannt‘? Wie bin ich selbst damit umgegangen? Wie haben die PatientInnen darauf reagiert? Bzw. vor welchen Situationen habe ich Angst/Respekt? Was stelle ich mir als emotional herausfordernd vor? Der Austausch und die Diskussion über die individuellen Antworten auf diese Fragen sollte den TeilnehmerInnen ihre bisherige Perspektive auf das Thema auf einer Metaebene verdeutlichen und ermöglichte so einen fokussierten Einstieg in den Workshop.

    Anschließend fand eine Simulation statt: Ein Freiwilliger aus dem Kreis der TeilnehmerInnen spielte einen Arzt, der im Krankenhaus auf die fiktive Patientin Lea Steinke trifft. Diese wurde von Juliane Schopf verkörpert, die über zahlreiche Erfahrungen als Simulationspatientin verfügt. Anhand eines konstruierten Falls, in dem sich ein zu Beginn scheinbar ‚harmloses‘ Routinegespräch mit einer Patientin nach einer OP zu einer emotional stark aufgeladenen Situation entwickelt, wurde den TeilnehmerInnen gezeigt, wie sich ein zunächst ‚normales‘ Gespräch sukzessive zu einem emotional herausfordernden Gespräch entwickeln kann. Die übrigen TeilnehmerInnen erhielten im Vorfeld der Simulation entsprechende Beobachtungsaufgaben, die sich sowohl auf das verbale als auch auf das nonverbale Handeln der Person bezogen, die den Arzt spielte. Nach einer Feedbackrunde aus dem Kreis der TeilnehmerInnen und der Schauspielpatientin wurde unter methodischer Anleitung von Juliane Schopf gemeinsam erarbeitet, welche kommunikativen Strategien geeignet sind, die Emotionalität einer Situation zu entschärfen. Die TeilnehmerInnen führten zahlreiche Punkte an, an denen das kommunikative Verhalten des Arztes positiv war, nannten aber auch Aspekte, hinsichtlich derer die Interaktion noch zu verbessern wäre.

    Nach einer Einführung in die gesprächsanalytische Forschung zu Empathie im Arzt-Patient-Gespräch arbeitete Nathalie Bauer nach einer Pause mit den TeilnehmerInnen transkriptbasiert zum Thema „Verstehen signalisieren und Empathie anzeigen“. Anhand von Transkripten authentischer Gespräche, die am Städtischen Klinikum Karlsruhe im Rahmen der beiden Projekte zur Kommunikation in der Onkologie und auf der Palliativstation aufgezeichnet wurden, wurde exemplarisch ein guter Umgang mit dem Spannungsfeld zwischen einer empathischen, patientennahen Kommunikation einerseits und einem professionellen, genügend emotionale Distanz wahrenden Auftreten andererseits dargestellt. Die TeilnehmerInnen, die schnell die Besonderheit eines gesprächsanalytischen Zugangs zu Interaktionen verstanden hatten, brachten sich mit eigenen Beobachtungen ein und führten zudem auch Fallbeispiele aus der eigenen Erfahrung an.

    Schließlich vermittelte Juliane Schopf den PJ-Studierenden verschiedene Strategien für die eigene Psychohygiene. Diese Einheit trug der Tatsache Rechnung, dass emotional aufgeladene Gespräche häufig nicht einfach mit dem Verlassen des Zimmers enden, sondern bei den ÄrztInnen möglicherweise noch nachwirken. Auch hier fand zunächst ein Erfahrungsaustausch statt, im Rahmen dessen sich die TeilnehmerInnen über bisher verwendete eigene Ressourcen unterhielten. Daran anknüpfend ergänzte Juliane Schopf die bereits genannten Strategien um weitere.

    Die anschließende Auswertung der Feedbackbögen zeigte, dass die Studierenden den Workshop als sehr wertvoll wahrnahmen und insbesondere die Simulation sowie die Arbeit mit den Transkripten als wichtige ‚Hilfsstellungen‘ für den Erwerb einer professionsspezifischen kommunikativen Kompetenz betrachteten. Immer wieder wurde daher auch angemerkt, dass großes Interesse an einem weiteren Workshop bestünde.

  • Forschungsprojekt zum Thema Sprache und Konfession erhält Förderung von der DFG

    Die Germanistin Dr. Anna-Maria Balbach forscht über Sprachdifferenzen zwischen Katholiken und Protestanten in der Gegenwart / DFG fördert das Projekt mit 315.000 Euro

    Katholisch oder evangelisch? Spielt das heute, 500 Jahre nach der Reformation und in Zeiten intensiver ökumenischer Zusammenarbeit, überhaupt noch eine Rolle? Die Frage nach der Konfession interessiert heute doch kaum noch jemanden, oder? Offensichtlich doch, denn die jugendlichen Hörerinnen und Hörer des jungen Radiosenders 1live des WDR stellen sich genau diese Frage, wenn die Kurzverkündung Kirche in 1live beginnt: Handelt es sich um einen katholischen oder um einen evangelischen Beitrag? Die "richtige" Konfession während der Sendung zu erraten, daraus ist ein beliebtes Spiel geworden.

    Dr. Anna-Maria Balbach, Wissenschaftlerin am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU), wollte es genauer wissen: Insgesamt 112 Studierenden legte sie die Radiopredigten des Jugendsenders 1live in Textform vor. Sie sollten erraten, welche Predigt katholisch und welche evangelisch ist und die Gründe angeben, warum sie die jeweilige Konfession vermuten. "Die Auswertung zeigte, dass die Studierenden zu rund 70 Prozent richtig lagen", so Balbach über das Ergebnis der Umfrage. "Sie vermuteten eine katholische Radiopredigt, wenn das Thema ernsthafter, der Text eher moralisch geprägt und die Sprache religiös ausgerichtet ist, also Wörter wie beispielsweise 'Gott', 'Kirche', 'Jesus' oder 'Ostern' vorkommen. Prägt ein sehr jugendlicher Sprachduktus den Beitrag und handelt es sich um ein Thema, das nur im weitesten Sinne etwas mit Religion zu tun hat, tippten sie eher auf einen Beitrag der evangelischen Kirche."

    Und tatsächlich: In einer Vorstudie konnte Balbach feststellen, dass die Sprache in katholischen Verkündigungen deutlich mehr religiöses Vokabular enthält als in den protestantischen Predigten. Zudem fand sie Hinweise darauf, dass Katholiken anders über Gott sprechen als Protestanten. Sie geht davon aus, dass die unterschiedliche Sprachgestaltung der Radiopredigten auf ein voneinander abweichendes Gottesbild verweist, das auch heute noch gültig ist.

    "Die beiden Themen 'Sprache' und 'Religion/Konfession' haben mich schon immer interessiert. Daher habe ich auch Germanistik und Katholische Theologie studiert“, erzählt Balbach. "Ich wollte dem Zusammenhang von Religion, Sprache und Gesellschaft nachgehen. Je tiefer ich in beide Fächer eingetaucht bin, umso klarer wurde mir, wie eng verbunden Religion und Sprache tatsächlich sind." In ihrer Dissertation, entstanden am WWU-Exzellenzcluster Religion und Politik, konnte sie nachweisen, dass sich die konfessionellen Streitigkeiten der Frühen Neuzeit auf die Sprache der Menschen auswirkten. Katholiken und Protestanten wählten teilweise verschiedene Varietäten des Deutschen, um sich mittels der Sprache von der verhassten anderen Konfession abzugrenzen. "Das ging so weit, dass Katholiken andere Formulierungen und sogar andere Schreibweisen von Wörtern auf den Inschriften ihrer Grabsteine wählten", erklärt Balbach. Das Bedürfnis der sprachlichen Abgrenzung führte zu bestimmten katholischen und evangelischen Sprachgebrauchsdifferenzen auf lexikalischer, syntaktischer und textstruktureller Ebene, die sich bis ins späte 18. Jahrhundert nachweisen lassen. Doch was ist aus diesen Sprachdifferenzen geworden?

    In Bezug auf die Gegenwartssprache stellt Balbach eine große Forschungslücke fest. Linguistische Untersuchungen zum Thema gibt es nicht. In ihrem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt "'Denn deine Sprache verrät Dich…' – Sprache und Konfession 500 Jahre nach der Reformation", will sie in den nächsten sechs Jahren intensiv nach konfessionellen Besonderheiten in Ausschnitten der Gegenwartssprache suchen. Das moderne Format der öffentlichen Glaubensverkündigung in Radiobeiträgen hält sie als Untersuchungsgegenstand für besonders geeignet, zumal diese sowohl in der germanistischen als auch in der theologischen Forschung bislang kaum beachtet wurden. Balbachs Hypothese: Auch heute noch – 500 Jahre nach der Reformation und nach dem nicht nur theologischen, sondern auch sprachmächtigen Wirken Martin Luthers – gibt es konfessionelle Sprachgebrauchsdifferenzen. "Daraus resultiert ein konfessionstypischer Stil, in dem religiöses, kommunikatives Handeln gestaltet ist", so Balbach. "Das möchte ich mittels eines Mixed-Method-Ansatzes aus quantitativen und qualitativen Verfahren von der Themenwahl, der Textstruktur über die Syntax und Wortbildung bis hin zur Lexik nachweisen."

    Dr. Anna-Maria Balbach

    Anna-Maria Balbach: Sprache und Konfession: Frühneuzeitliche Inschriften des Totengedächtnisses in Bayerisch-Schwaben. Dissertation Münster. Würzburg: Ergon-Verlag 2014 (Religion und Politik 9).

Veranstaltungen

  • Digitale Infoveranstaltung zum Auslandspraktikum

    © Germanistisches Institut
  • Projektseminar „Deutsch für Schüler/innen mit Zuwanderungsgeschichte“ im Sommersemester 2020

    In diesem Seminar werden Sie darauf vorbereitet, Förderunterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) oder Fremdsprache (DaF) an Grundschulen, verschiedenen Schultypen der Sek. I sowie Berufskollegs zu erteilen. Die sich anschließende Unterrichtstätigkeit wird mit 15,- Euro pro Unterrichtsstunde vergütet. Darüber hinaus erhalten Sie ein Zertifikat, das die erworbenen theoretischen und praktischen Kompetenzen bescheinigt. Anrechenbar ist das Seminar in allen sprachwissenschaftlichen und sprachdidaktischen Modulen des BA-2-Fach, BA HRGe und BA G (ausgenommen Grundlagenmodule). Die entsprechenden Verknüpfungen werden im Verlaufe des Seminars individuell in QISPOS erstellt. Die Fördertätigkeit kann in Kombination mit einem im Wintersemester 2020/21 angebotenen Begleitseminar zusätzlich als Berufsfeldpraktikum angerechnet werden.

    Weitere Informationen zum Projekt (Seminartermine, Teilnahmevoraussetzungen, Anmeldeverfahren) finden Sie hier.

Neue Veröffentlichungen aus dem Institut

    • Kai Sina, David E. Wellbery: Goethes Spätwerk / On Late Goethe. De Gruyter, 2020

    So selbstverständlich uns der Begriff des ‚Spätwerks‘ in der allgemeinen Kommunikation über Literatur erscheint, so erstaunlich ist seine weitgehend unreflektierte, zumeist nur intuitive Verwendung im Bereich der Literaturwissenschaft. Dieses Buch fragt nach den Möglichkeiten einer möglichst trennscharfen Konturierung des Phänomens ‚Spätwerk‘. Dabei wird die verbreitete Verwendung des Begriffes als eine von außen herangetragene biographische oder epochale Orientierungsgröße überschritten, um so die ästhetischen Eigengesetzlichkeiten des Phänomens von innen zu erhellen. Als Erkundungsfeld bietet sich das Werk desjenigen Schriftstellers an, das für den im frühen 20. Jahrhundert aufkommenden Spätwerkdiskurs von richtungsweisender Bedeutung ist: das Werk Goethes. Hierfür spricht zudem ein charakteristisches Desiderat: Denn obwohl die Forschung der letzten sechzig Jahre das Goethe'sche Spätwerk in seinen komplexen Schreibweisen bereits weitgehend erschlossen hat, ist die Frage nach seiner Spätzeitlichkeit als einer poetischen Qualität bislang nur gestreift worden. Damit liefert dieses Buch einen problemorientierten Beitrag sowohl zur Goethe-Philologie wie auch zur Literaturwissenschaft im Allgemeinen.

    Zur Liste der Neuveröffentlichungen aus dem Institut.

    • Britta Herrmann, Lars Korten (Hg.): Diskurse des Sonalen. Klang – Kunst – Kultur. Berlin: Vorwerk 8, 2019. (Audiotexte: Klang – Kunst – Kultur. Bd. 2.)

    Der vorliegende Band schlägt ›Sonalität‹ als Komplementärbegriff zu ›Visualität‹ vor. Er soll einerseits dazu beitragen, sich vom visuellen Paradigma der medienkulturwissenschaftlichen Forschung weiter zu emanzipieren, und andererseits ermöglichen, historische und kulturelle Klangmuster, -praktiken und  Hörerwartungen als Teil eines Dispositivs zu erkennen und zu untersuchen, ohne zugleich bestehende Begriffe der Klangforschung überschreiben zu wollen. Nicht zuletzt eignet sich der Begriff dazu, das Verhältnis von ›Oralität‹ und ›Literalität‹ neu zu bedenken.

    Zur Liste der Neuveröffentlichungen aus dem Institut.

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