• Anmeldeverfahren für die Lehrveranstaltungen des Sommersemesters 2021

    Das Anmeldeverfahren für die Lehrveranstaltungen des Sommersemesters 2021 ist abgeschlossen. Die Ergebnisse des Vergabeverfahrens sind über das System SESAM abrufbar.

    Wer als auswärtige/r Bewerber*in im Master of Education zugelassen wurde und noch Seminarplätze belegen muss, kann sich an die Fachschaft Germanistik wenden, die eine spezielle Beratung anbietet.

    Ausführliche Informationen zum Anmeldeverfahren und zur Seminarplatzvergabe finden sich hier.

  • Noch Plätze frei: Seminar „Afrika in Deutschland“

    Aufgrund eines technischen Fehlers wurden in dem von Prof. Dr. Britta Herrmann angebotenen Seminar „Afrika in Deutschland“ (094386: Di 12-14) beim regulären Vergabeverfahren keine Zulassungen vorgenommen. Dadurch gibt es hier noch freie Plätze. In der Ankündigung des für verschiedene Master-Studiengänge geöffneten Seminars heißt es: „Afrika bildet im Diskurs der deutschsprachigen Literatur seit Langem einen Topos des (wilden oder edlen, dunklen oder katastrophalen) 'Anderen', in dem sich das 'Eigene' spiegelt, aber auch hinterfragt werden kann. Unter Rekurs auf postkolonialistische Theoriebildung und Ansätze der Black German Studies soll den literarischen Afrikadiskursen der vorkolonialen Zeit bis in die Gegenwart exemplarisch nachgegangen werden.“ Wer noch an dem Seminar teilnehmen möchte, sollte sich bis spätestens 23.4.21 bei Frau Herrmann melden.

  • Neues DFG-Projekt untersucht Entscheidensszenen im frühneuhochdeutschen Prosaroman

    Ab April 2021 werden im Rahmen des DFG-Projekts „Entscheiden im Prosaroman des 15. und 16. Jahrhunderts“ unter der Leitung von Prof. Dr. Bruno Quast Entscheidensszenen im frühneuhochdeutschen Prosaroman erforscht.

    Versteht man ‚Entscheiden‘ in Abgrenzung von den sozial- und wirtschaftswissenschaftlich geprägten decision sciences nicht als mentalen, rationalistischen und routinehaften Akt, sondern als soziales, durch kulturelle Semantiken und Narrative geprägtes Handeln, dann ist Entscheiden zwischen sich ausschließenden Alternativen keineswegs die Regel, sondern die Ausnahme. Entscheiden als Sprung über den „Graben der Ungewißheit“ (LÜBBE) markiert vielfach biografische Wendepunkte und stellt epochenübergreifend einen attraktiven Erzählgegenstand dar. Im vormodernen volkssprachlichen Roman geraten aus der Perspektive des Entscheidens Lebenswegentscheidungen (Berufswahl, Heirat), monologisch verhandelte Gewissenskonflikte (Dilemmata), Gerichtsprozesse und -urteile sowie göttliches und schicksalhaftes Entscheiden (z. B. durch das Los) in den Blick. Literatur tradiert spezifische Entscheidensnarrative, diskutiert Handlungsspielräume des Individuums gegenüber transzendenten Mächten (Gott, Fortuna) und reflektiert gesellschaftlich präferierte Formen kollektiver und individueller Konfliktlösung.

    Das Projekt ist in drei Unterprojekte gegliedert. Neben dem Einsatz religiösen Entscheidenswissens im Prosaroman (Prof. Dr. Bruno Quast) werden auch Entscheidensszenen im historischen Wandel (Dr. Susanne Spreckelmeier) sowie das Erzählen von Entscheiden im Werk Jörg Wickrams (Tim Meyer, M. A.) untersucht. Voraussichtlich im Wintersemester 2022/23 sollen zudem eine thematisch anschließende Vortragsreihe und ein korrespondierender Workshop Ergebnisse der Projektarbeit diskutieren.

  • Radio-Interview mit Dr. Netaya Lotze auf BR 2

    Am Donnerstag, dem 15.04.2021, um 9:05 Uhr lief ein Interview, das die Journalistin Marie Schoeß mit Dr. Netaya Lotze geführt hat, bei „Radio Wissen“ auf BR 2 (Bayerischer Rundfunk). Es ging um Auswirkungen der vermehrten Interaktionen mit Künstlichen Intelligenzen im Alltag auf ihre User*innen aus psycho- und sozio-linguistischer Perspektive. Dabei wurden Prognosen für eine Zukunft, in der Künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle spielen wird, kritisch diskutiert.

Veranstaltungen

  • Virtuelle Vortragsreihe im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft (GIP) zwischen der WWU Münster und der Xi'an International Studies University (SoSe 2021)

    Im Sommersemester organisiert das Germanistische Institut der WWU Münster (unter Leitung von Prof. Dr. Susanne Günthner) in Zusammenhang mit seiner Germanistischen Institutspartnerschaft (GIP) eine Virtuelle Vortragsreihe für die chinesische Partneruniversität in Xi'an.

    Die Vortragsreihe besteht aus sechs Fachvorträgen Münsteraner GermanistInnen aus den Bereichen der Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und dem Bereich Deutsch-als-Fremdsprache.

    Sechs DozentInnen werden per ZOOM aktuelle Themenbereich der verschiedenen Fachgebiete der Germanistik für Xi'aner DoktorandInnen, Masterstudierende und KollegInnen vorstellen und mit ihnen über die Präsentationen diskutieren.

    © Germanistisches Institut

    Das Plakat mit Informationen zu den Vorträgen können Sie auch als PDF herunterladen.

    Das Germanistische Institut der WWU versucht auf diese Weise die lebendige Partnerschaft mit der Xi'an International Studies University – trotz Corona – fortzusetzen, den Austausch (gerade auch mit den dortigen Masterstudierenden und DoktorandInnen) zu intensivieren und über das ONLINE-Format zu international ausgerichteter, forschungsbezogener Lehre beizutragen.

    Diese Form des "long-distance-teaching" wird von chinesischer Seite aus durch Vor- und Nachbereitung der Sitzungen unterstützt.

    Koordinatorinnen der Vortragsreihe sind Albina Haas und Jie ZHAO.

  • Germanistik im Beruf (Workshop und Übung)

    Im kommenden Sommersemester hat „Germanistik im Beruf“ (Workshop und Übung) das Schwerpunktthema „Bibliotheken und Archive“.

    Bibliotheken und Archive gehören neben Museen, Schulen und Universitäten zu den Institutionen, die das Gedächtnis einer Kultur verwalten, aber auch bearbeiten. Es handelt sich also um ein Berufsfeld, mit dem ein Fach wie Germanistik, das sich als Kulturwissenschaft versteht, notwendigerweise immer schon zu tun hat. Als Workshop-Gäste eingeladen sind Vertreterinnen besonders fachnaher Institutionen: Dr. Ariane Ludwig (Goethe- und Schiller-Archiv, Weimar) sowie Dr. Viola Voß (Bibliotheksdienste der ULB Münster). Der Workshop findet statt am 21.05.2021, 14-18 Uhr.

    Zugleich ist der Workshop Bestandteil der Übung „Germanistik im Beruf“ (dienstags, 10-12 Uhr) – wobei der Workshop selbst natürlich unabhängig von der Übung besucht werden kann. Für die Übung kann man sich im Rahmen der BOK oder der Allgemeinen Studien in HIS-LSF anmelden.

    „Special Guest“ der Übung ist Laura Marie Pohlmann, die als studentische Hilfskraft in der Bibliothek des Germanistischen Instituts und als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Deutschen Literaturarchiv Marbach gearbeitet hat und im Augenblick an der Universität Osnabrück eine Doktorarbeit zum Thema „Das Quellenrepertorium als Archivpublikation“ schreibt. Frau Pohlmann wird als Vorbereitung des Workshops einen ersten praxisbezogenen Einblick ins Thema geben.

    Die Übung versteht sich zugleich als Intensivkurs im berufspraktischen Schreiben: Ein professioneller Online-Redakteur begleitet das Verfassen von Textformaten wie Bericht und Portrait oder Interview. Veröffentlicht werden die Texte, die alle die jeweiligen Inhalte des Workshops dokumentieren, auf dem Germanistik-im-Beruf-Blog und – wenn möglich – auch in den Westfälischen Nachrichten.

    © Germanistisches Institut

    Alternativ können Sie das Plakat als PDF herunterladen.

Neue Veröffentlichungen aus dem Institut

  • Antje Dammel, Friedel Helga Roolfs, Kirstin Casemir (Hg.): Personennamen in Bewegung / Anthoponyms in Motion

    Antje Dammel, Friedel Helga Roolfs, Kirstin Casemir (Hg.): Personennamen in Bewegung / Anthoponyms in Motion. Themenheft der Zeitschrift Beiträge zur Namenforschung (BNF) 56.1/2.2021. Heidelberg: Universitätsverlag WINTER 2021.

    Der Band vereint ausgewählte Beiträge der Tagung Bewegte Namen / Names in Motion, die im Herbst 2019 in Münster stattgefunden hat. Die Beiträge fokussieren auf einen Teilaspekt von Namenbewegung, der von der deutschsprachigen Onomastik gerade erst entdeckt wird: die Anpassung bzw. den Wechsel von Personennamen in sozialen Spannungsfeldern, die von situativer Mehrnamigkeit bis zum tabubelegten Bruch mit dem alten Namen reichen kann.

    Zur Liste der Neuveröffentlichungen aus dem Institut.

  • Anja Binanzer, Jana Gamper und Verena Wecker (Hrsg.): Prototypen – Schemata – Konstruktionen

    Anja Binanzer, Jana Gamper und Verena Wecker (Hrsg.): Prototypen – Schemata – Konstruktionen. Untersuchungen zur deutschen Morphologie und Syntax. Berlin: De Gruyter 2021.

    Die Termini Prototyp, Schema und Konstruktion bezeichnen drei zentrale Konzepte, anhand derer im Rahmen funktional-kognitiv ausgerichteter Grammatiktheorien die mentale Repräsentation grammatischer Strukturen und Relationen modelliert wird. In diesem Band werden diese Konzepte durch neue linguistische Analysen zur Morphologie und Syntax des Deutschen aus anwendungsbezogenen Disziplinen wie der Spracherwerbs-, Sprachverarbeitungs- und Sprachwandelforschung unter der Anwendung eines breiten methodischen Spektrums, das von der Analyse authentischer Texte und Gesprächsdaten über Korpusanalysen hin zu experimentellen Künstwörtertests und Eye-Tracking-Experimenten reicht, überprüft und eröffnen damit neue Erkenntnisse zur Modellierung kognitiver Mechanismen der Organisation sprachlichen Wissens aus funktional-kognitiver Perspektive.

    Der Band ist als Open-Access-Publikation erschienen und kann über die folgende Seite aufgerufen werden: https://www.degruyter.com/document/doi/10.1515/9783110710595/html

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Stellen, Praktika, Austauschprogramme

  • Lehrkräfte auf Honorarbasis für „Deutschsommer Münster“ gesucht

    Für die Zeit vom 5.-23.7.2021 werden im Rahmen des Deutschsommers Münster Lehrkräfte auf Honorarbasis gesucht. Es handelt sich um eine Sprachfördermaßnahme (Schriftsprache und Grammatik, aber auch freies Sprechen, Hörverstehen, kreatives Schreiben u.v.m.) für Kinder des 3. Schuljahres. Die teilnehmenden Kinder beherrschen die deutsche Sprache umgangssprachlich gut, haben aber individuellen Förderbedarf. Das intensive Deutschtraining (bis zu 5 Stunden am Tag) soll sie dazu befähigen, ihr kognitives und schulisches Potential noch besser auszuschöpfen. Weitere Informationen finden sich hier.

  • Projektseminar im Sommersemester 2021

    Einführung in den Förderunterricht in Deutsch als Fremd- und Zweitsprache mit anschließender einjähriger Unterrichtstätigkeit an Schulen in den Kreisen Warendorf und Coesfeld

    In diesem Seminar werden Sie darauf vorbereitet, Förderunterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) oder Fremdsprache (DaF) an Grundschulen, verschiedenen Schultypen der Sek. I sowie Berufskollegs zu erteilen. Die Unterrichtstätigkeit wird mit 15,- Euro pro Unterrichtsstunde vergütet. Darüber hinaus erhalten Sie ein Zertifikat, das die erworbenen theoretischen und praktischen Kompetenzen bescheinigt. Die Lehrtätigkeit kann als Berufsfeldpraktikum angerechnet werden.

    Weitere Informationen können der PDF-Datei entnommen werden.