Aktuelles

  • Begrüßungsveranstaltung für Erstsemester

    Wie in jedem Jahr findet auch zum Beginn des Wintersemesters 2019/2020 eine große zentrale Begrüßungsveranstaltung für die Studienanfängerinnen und -anfänger statt. Die Veranstaltung beginnt am 7.10.2019 um 11 Uhr (c.t.) und findet in der Aula des vom-Stein-Hauses (Schlossplatz 34) statt. Eingeladen sind Studierende aller Studiengänge des Faches Deutsch bzw. Sprachliche Grundbildung. Wer in der Aula keinen Platz mehr findet, kann die Veranstaltung per Live-Übertragung in der Cafeteria verfolgen.

  • Seminarplatzvergabe für Studienanfänger*innen im Wintersemester 2019/20


    Das Anmeldeverfahren für Studienanfängerinnen und Studienanfänger (auch für auswärtige Bewerberinnen und Bewerber im höheren Fachsemester) findet vom 8. bis 10.10.2019 (12.00 Uhr) statt. Die Belegung erfolgt über das elektronische Vorlesungsverzeichnis (HISLSF).
    Für Studierende des BA-G ist das Anmeldeverfahren bereits vom 30.9. bis 4.10.2019 geöffnet.
    Für den Zugang zu HISLSF benötigen Sie eine Benutzerkennung und das Passwort zu Ihrem Account beim ZIV der Universität.

    Erstsemester: Bitte nutzen Sie die Beratungsangebote der Fachschaft Germanistik in der Orientierungswoche (7-11.10.)! Die Orientierungswoche der Fachschaft GHR findet vom 30.9.-4.10. statt.

    Belegen Sie bitte zusätzlich zu dem von Ihnen favorisierten Termin mindestens eine (zur Verbesserung der Chancen: möglichst viele) alternative Veranstaltung(en) desselben Moduls. Sie ermöglichen dadurch eine gleichmäßigere Verteilung der Teilnehmer auf die Lehrveranstaltungen und verbessern Ihre Chancen, einen passenden Seminarplatz zugewiesen zu bekommen. Das Anmeldesystem registriert, für welche der beiden parallelen Lehrveranstaltungen Sie sich zuerst angemeldet haben, und interpretiert dies als Präferenz. Nach Möglichkeit wird Ihre bevorzugte Wahl berücksichtigt. Innerhalb des Anmeldezeitraums können Sie Ihre Belegwünsche beliebig ändern. Bitte melden Sie sich ggf. auch bei einzelnen Lehrveranstaltungen wieder ab.
    Ab dem 10.10.2018 (16.00 Uhr) können Sie durch Aufrufen des Programms SESAM erfahren, welcher Ihrer Seminarwünsche berücksichtigt werden konnte („zugelassen“ oder „abgelehnt“ – anders als bei den Vergabeverfahren anderer Fächer müssen beim Germanistischen Institut die vom System angezeigten Zulassungen nicht von Ihnen bestätigt werden; der Link zum System SESAM wird rechtzeitig auf der Homepage des Germanistischen Instituts freigeschaltet). Letzte Problemfälle können dann noch am Freitag, dem 11.10.2019, von 8.00 bis 12.00 Uhr im Nachmeldebüro des Germanistischen Instituts gelöst werden. Wer dort nicht persönlich erscheinen kann, hat die Möglichkeit, mit einer schriftlichen Vollmacht eine Person seines Vertrauens zu beauftragen. Telefonisch oder per E-Mail geäußerte Nachbelegungswünsche werden nicht berücksichtigt.

    Hinweis: Wegen der Orientierungswoche beginnen die Lehrveranstaltungen am Germanistischen Institut, sofern nichts anderes angekündigt wurde, in der Woche ab dem 14.10.2019.

    Hier geht es zu SESAM

  • Fotowettbewerb

    © Germanistisches Institut
  • Milo Rau übernimmt Poetik-Dozentur am Germanistischen Institut

    Milo Rau, der zur Zeit wohl avancierteste, umstrittenste und einflussreichste europäische Dramatiker, Autor und Regisseur (geb. 1977), wird im Wintersemester 2019/20 die nunmehr zum dritten Mal vergebene Poetik-Dozentur am Germanistischen Institut der Universität Münster übernehmen. Teil dieser Dozentur ist eine Poetikvorlesung (drei Abende), eine öffentliche Lesung aus eigenen Texten, ein Workshop für Studierende sowie ein Künstlerabend in Kooperation mit weiteren Künstlerinnen und Künstlern. Milo Rau steht für eine neue Form des politischen Theaters, das soziale Phantasien realisiert, herkömmliche dramatische Formate sprengt und auf provokative Weise in die politische Wirklichkeit ausgreift. Seine Stücke wurden u.a. beim Theatertreffen Berlin, auf dem Festival d’Avignon, der Biennale di Venezia und den Wiener Festwochen aufgeführt. Zu den bekanntesten Produktionen gehören, Hate Radio (2011), die Moskauer Prozesse (2013), das Kongo-Tribunal (2015) und Die Wiederholung (2018). Derzeit ist Milo Rau Intendant des NTGent. Er hat zahlreiche Preise erhalten wie den Schweizer Theaterpreis (2014), den Preis des Internationalen Theaterinstituts (ITI) (2016), den 3sat-Preis (2017), den Peter Weiss-Preis (2017) sowie 2019 den Europe Prize Theatrical Realities. Rau ist zudem Autor verschiedener Schriften wie „Was tun? Kritik der postmodernen Vernunft“ (2013), „Althussers Hände“ (2015) und „Globaler Realismus“ (2018).

    Weitere wichtige Informationen finden Sie hier.

  • Forschungsprojekt zum Thema Sprache und Konfession erhält Förderung von der DFG

    Die Germanistin Dr. Anna-Maria Balbach forscht über Sprachdifferenzen zwischen Katholiken und Protestanten in der Gegenwart / DFG fördert das Projekt mit 315.000 Euro

    Katholisch oder evangelisch? Spielt das heute, 500 Jahre nach der Reformation und in Zeiten intensiver ökumenischer Zusammenarbeit, überhaupt noch eine Rolle? Die Frage nach der Konfession interessiert heute doch kaum noch jemanden, oder? Offensichtlich doch, denn die jugendlichen Hörerinnen und Hörer des jungen Radiosenders 1live des WDR stellen sich genau diese Frage, wenn die Kurzverkündung Kirche in 1live beginnt: Handelt es sich um einen katholischen oder um einen evangelischen Beitrag? Die "richtige" Konfession während der Sendung zu erraten, daraus ist ein beliebtes Spiel geworden.

    Dr. Anna-Maria Balbach, Wissenschaftlerin am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU), wollte es genauer wissen: Insgesamt 112 Studierenden legte sie die Radiopredigten des Jugendsenders 1live in Textform vor. Sie sollten erraten, welche Predigt katholisch und welche evangelisch ist und die Gründe angeben, warum sie die jeweilige Konfession vermuten. "Die Auswertung zeigte, dass die Studierenden zu rund 70 Prozent richtig lagen", so Balbach über das Ergebnis der Umfrage. "Sie vermuteten eine katholische Radiopredigt, wenn das Thema ernsthafter, der Text eher moralisch geprägt und die Sprache religiös ausgerichtet ist, also Wörter wie beispielsweise 'Gott', 'Kirche', 'Jesus' oder 'Ostern' vorkommen. Prägt ein sehr jugendlicher Sprachduktus den Beitrag und handelt es sich um ein Thema, das nur im weitesten Sinne etwas mit Religion zu tun hat, tippten sie eher auf einen Beitrag der evangelischen Kirche."

    Und tatsächlich: In einer Vorstudie konnte Balbach feststellen, dass die Sprache in katholischen Verkündigungen deutlich mehr religiöses Vokabular enthält als in den protestantischen Predigten. Zudem fand sie Hinweise darauf, dass Katholiken anders über Gott sprechen als Protestanten. Sie geht davon aus, dass die unterschiedliche Sprachgestaltung der Radiopredigten auf ein voneinander abweichendes Gottesbild verweist, das auch heute noch gültig ist.

    "Die beiden Themen 'Sprache' und 'Religion/Konfession' haben mich schon immer interessiert. Daher habe ich auch Germanistik und Katholische Theologie studiert“, erzählt Balbach. "Ich wollte dem Zusammenhang von Religion, Sprache und Gesellschaft nachgehen. Je tiefer ich in beide Fächer eingetaucht bin, umso klarer wurde mir, wie eng verbunden Religion und Sprache tatsächlich sind." In ihrer Dissertation, entstanden am WWU-Exzellenzcluster Religion und Politik, konnte sie nachweisen, dass sich die konfessionellen Streitigkeiten der Frühen Neuzeit auf die Sprache der Menschen auswirkten. Katholiken und Protestanten wählten teilweise verschiedene Varietäten des Deutschen, um sich mittels der Sprache von der verhassten anderen Konfession abzugrenzen. "Das ging so weit, dass Katholiken andere Formulierungen und sogar andere Schreibweisen von Wörtern auf den Inschriften ihrer Grabsteine wählten", erklärt Balbach. Das Bedürfnis der sprachlichen Abgrenzung führte zu bestimmten katholischen und evangelischen Sprachgebrauchsdifferenzen auf lexikalischer, syntaktischer und textstruktureller Ebene, die sich bis ins späte 18. Jahrhundert nachweisen lassen. Doch was ist aus diesen Sprachdifferenzen geworden?

    In Bezug auf die Gegenwartssprache stellt Balbach eine große Forschungslücke fest. Linguistische Untersuchungen zum Thema gibt es nicht. In ihrem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt "'Denn deine Sprache verrät Dich…' – Sprache und Konfession 500 Jahre nach der Reformation", will sie in den nächsten sechs Jahren intensiv nach konfessionellen Besonderheiten in Ausschnitten der Gegenwartssprache suchen. Das moderne Format der öffentlichen Glaubensverkündigung in Radiobeiträgen hält sie als Untersuchungsgegenstand für besonders geeignet, zumal diese sowohl in der germanistischen als auch in der theologischen Forschung bislang kaum beachtet wurden. Balbachs Hypothese: Auch heute noch – 500 Jahre nach der Reformation und nach dem nicht nur theologischen, sondern auch sprachmächtigen Wirken Martin Luthers – gibt es konfessionelle Sprachgebrauchsdifferenzen. "Daraus resultiert ein konfessionstypischer Stil, in dem religiöses, kommunikatives Handeln gestaltet ist", so Balbach. "Das möchte ich mittels eines Mixed-Method-Ansatzes aus quantitativen und qualitativen Verfahren von der Themenwahl, der Textstruktur über die Syntax und Wortbildung bis hin zur Lexik nachweisen."

    Dr. Anna-Maria Balbach

    Anna-Maria Balbach: Sprache und Konfession: Frühneuzeitliche Inschriften des Totengedächtnisses in Bayerisch-Schwaben. Dissertation Münster. Würzburg: Ergon-Verlag 2014 (Religion und Politik 9).

WS 19/20: Aktuelle Hinweise zum Lehrangebot

  • Achtung - Neuer Veranstaltungstermin für Balladen-Seminar

    Um einem größeren Studierendenkreis die Teilnahme zu ermöglichen, wurde das im Kompetenzmodul "Fachdidaktik und Fachwissenschaft G" des Master of Education angebotene Seminar „Balladen - literatur- und mediendidaktische Konzepte“ (098366, Dr. Ilonka Zimmer) auf einen anderen Termin verlegt. Es findet nun mittwochs von 16-18 Uhr statt. Belegungen sind im Rahmen der Erstsemester-Anmeldefrist über HISLSF möglich.

  • "Deutsche Novellen des 19. Jahrhunderts" - jetzt auch als Seminar Nr. 2

    Ab sofort ist das von Prof. Dr. Herbert Kraft im Vertiefungsmodul Literatur angebotene Seminar „Deutsche Novellen des 19. Jahrhunderts“ (098352; Di 10-12) auch als Seminar Nr. 2 (Prüfungsleistung) geöffnet. Nachträgliche Belegungen sind im Rahmen der Erstsemester-Anmeldefrist über HISLSF möglich.

  • Science-Fiction-Soundscape Münster – Seminarplätze zu vergeben

    Wie klingt das Münster der Zukunft? Im Seminar „Science-Fiction-Soundscape Münster“ können Studierende sich mit Science Fiction beschäftigen und gleich auch selbst kreativ werden. Es sind noch Plätze frei! Anmeldung erfolgt über das Studienbüro. Mehr Informationen zum Seminar finden Sie hier.

  • "Queere Linguistik" – jetzt auch im Master of Education und mit neuen Veranstaltungsterminen

    Das zunächst nur im Master of Arts „Germanistik“ angebotene Seminar „Queere Linguistik“ (098136, Dr. Andrea Streckenbach) ist ab sofort auch für den Master of Education (GymGes und HRSGe) als fachwissenschaftliches Seminar geöffnet. Zugleich wurden neue Veranstaltungstermine gefunden, um einem größeren Studierendenkreis die Teilnahme zu ermöglichen. Die neuen Termine sind folgende: 25.10., 14-16 Uhr; 22.11., 14.17 Uhr; 23.11., 9-17 Uhr; 13.12., 14-17 Uhr und 14.12., 9-17 Uhr. Nachträgliche Belegungen sind im Rahmen der Erstsemester-Anmeldefrist über HISLSF möglich.

Veranstaltungen

  • Tagung „Liturgische Chöre, politische Kollektive. Interdisziplinäre Perspektiven auf den Chor als affektive Gemeinschaft“, 10.-11. Oktober, Lesesaal der Institutsbibliothek.

    In der gegenwärtigen Chor-Forschung besteht Einigkeit darüber, dass mit der dramatis persona über die Ermöglichungsbedingungen einer Gemeinschaft zu reflektieren ist. Die Polis-Verfassung im Griechenland des 5. Jh. v. Chr. beruht auf einer groß angelegten, im Ritus wurzelnden Chorkultur. Diese Perspektive lässt sich um eine bisher kaum berücksichtigte Linie erweitern: die Liturgie, deren fester Bestandteil der Gesangschor seit der Spätantike ist. Das griechische leitourgía, ‚Staats-, Dienstleistung’, sowohl als Dienst am Volk als auch als Dienst des Volks zu Ehren Gottes, setzt im Kern ein aktives, teilnehmendes Gemeinwesen voraus und gründet bzw. erneuert es gleichermaßen.

    Zur Diskussion steht die Frage, welchen konstitutiven Anteil das spezifisch Chorische an der Stiftung einer communitas hat: Ist ein Chor oder eine chorische Formation in besonderer Weise geeignet, Affekte zu evozieren und zu lenken? Welche kommunikativen Praktiken, medialen Inszenierungen, rhetorischen Strategien, musikalischen Figuren und räumlichen oder institutionellen Dispositionen sind dabei am Werk? Wie sind diese zu historisieren? Und inwiefern greifen sie dabei insbesondere auf liturgische Strukturen zurück?
    Anliegen der Kurztagung ist es, diesen Aspekten aus den jeweiligen fachwissenschaftlichen Perspektiven Raum zu geben und in der gemeinsamen Diskussion interdisziplinär zu vernetzen.

    Organisation und Kontakt: Julia Bodenburg, juboden@uni-muenster.de

    © J.Bodenburg

Neue Veröffentlichungen aus dem Institut

  • Politische Grenzen – Sprachliche Grenzen?

    Neu erschienen ist von Nicole Palliwoda (Hrsg.), Verena Sauer (Hrsg.), Stephanie Sauermilch (Hrsg.): Politische Grenzen – Sprachliche Grenzen?: Dialektgeographische und wahrnehmungsdialektologische Perspektiven im deutschsprachigen Raum (Linguistik – Impulse & Tendenzen, Band 83). De Gruyter, 2019.

    Seit jeher befasst sich die Dialektologie mit Grenzen und Isoglossen sowie mit der Abgrenzung von Dialekten untereinander. Hierbei spielen sowohl natürliche als auch gesetzte Grenzen eine Rolle, das zeigen besonders jüngste Untersuchungen. Der vorliegende Band "Politische Grenzen – Sprachliche Grenzen? Dialektgeographische und wahrnehmungsdialektologische Perspektiven im deutschsprachigen Raum" basiert auf einer gleichnamigen Tagung, die an der Technischen Universität Dresden stattgefunden hat. Ziel des Bandes ist, unterschiedliche Forschungszweige zum Thema "Sprache und Grenze" zusammenzuführen und eine breite synchrone, methodische, strukturelle sowie funktionale Perspektive zu eröffnen. Die folgenden vier Themenschwerpunkte stehen hierbei im Mittelpunkt: Dialektgeographie, Sprachdynamik, Sprachkontakt und Mehrsprachigkeit sowie Wahrnehmungsdialektologie.

    Zur Liste der Neuveröffentlichungen aus dem Institut.

  • Handbook of Autobiography/Autofiction

    Neu erschienen ist von Prof. Dr. Martina Wagner-Egelhaaf: Handbook of Autobiography/Autofiction, 3 Bde., Bd. 1: Theory and Concepts, Bd. 2: History, Bd. 3: Exemplare Texts. Berlin / Boston: De Gruyter, 2019.

    Autobiographical writings have been a major cultural genre from antiquity onwards. In our globalized age, where media and other cultural factors contribute to a rapid transformation of lifestyles, this cultural practice has maintained, even enhanced, its popularity and importance.

    By conceiving autobiography in a wide sense that includes memoirs, diaries, self-portraits, autofiction as well as medial transformations of the genre, this three-volume handbook offers an expansive survey of theoretical approaches, systematic aspects, and historical developments in an international and interdisciplinary perspective.The handbook places special emphasis on the modes of self-representation in non-Western cultures and on inter- and transcultural perspectives of the genre.

    Zur Liste der Neuveröffentlichungen aus dem Institut.

Stellen, Praktika, Austauschprogramme

  • Der Coppenrath Verlag vergibt zum 4.11.2019 ein Praktikum

    Der Coppenrath Verlag ist einer der führenden Buchverlage Deutschlands mit Sitz am Kreativkai in Münster und publiziert Kinderbücher, Geschenkbücher, Kochbücher und Papeterie-Artikel sowie eine umfangreiche Zahl an Non-Book-Artikeln, die in der Edition „Die Spiegelburg“ erscheinen.

    Ihre Aufgaben:
    Sie unterstützen das Lektorat in allen Bereichen der Programmplanung und -entwicklung, insbesondere in der Buchkonzeption und Projektorganisation.

    Zu den Ausschreibungen: