Juliane Schopf M.A.

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Westfälische Wilhelms-Universität
Germanistisches Institut
Abteilung Sprachwissenschaft
Schlossplatz 34
D-48143 Münster

Raum: SH 10
Tel.: 0251-83 24 186
E-Mail: Juliane Schopf

  • Forschungsinteressen

    • Arzt-Patient-Kommunikation/Medizinische Kommunikation
    • Interaktionale Linguistik und Gesprächsanalyse
    • Variationslinguistik
    • Deutsch als Fremd- und Zweitsprache
    • Lehrwerk- und Schulbuchforschung
  • Publikationen

    i.V.
    Zeichenmaterialität und Fremdspracherwerb: Möglichkeiten und Grenzen der schriftgestützten Vermittlung gesprochener Sprache im DaF-Unterricht. In: König, Katharina/Lämke, Ortwin (Hrsg.): Zugänge zu Mündlichkeit. Sprechen als Gegenstand und Methode in der Auslandsgermanistik. Münster. [gemeinsam mit Jens Philipp Lanwer]

    i.E.
    Sprachliche Ressourcen zur Vorbereitung von Patientenentscheidungen in dienstleistungsorientierten medizinischen Settings. In: Iakushevich, Marina/Ilg, Yvonne/ Schnedermann, Theresa: Linguistik und Medizin. Sprachwissenschaftliche Zugänge und interdisziplinäre Perspektiven. [gemeinsam mit Isabella Buck].

    (2021): Gesprochene Sprache in der kommunikativen Praxis. Analysen authentischer Alltagssprache und ihr Einsatz im DaF-Unterricht. Tübingen: Stauffenburg. [Hrsg. mit Susanne Günthner und Beate Weidner]

    (2021): Einleitung. In: Günthner, Susanne/Schopf, Juliane/Weidner, Beate (Hrsg.): Gesprochene Sprache in der kommunikativen Praxis – Analysen authentischer Alltagssprache und ihr Einsatz im DaF-Unterricht. [gemeinsam mit Susanne Günthner und Beate Weidner]

    (2021): "Hölzernes Deutsch" im DaF-Unterricht: zum Zusammenhang von phonologischer und konversationeller Kompetenz. In: Deutsch als Fremdsprache. [gemeinsam mit Jens Philipp Lanwer]

    (2021): Die Vielfalt des Deutschen vermitteln: Lernmaterialien und Ressourcen für einen plurizentrizitätssensiblen DaF-Unterricht. In: Susanne Günthner, Juliane Schopf & Beate Weidner (Hrsg.): Gesprochene Sprache in der kommunikativen Praxis. Analysen authentischer Alltagssprache und ihr Einsatz im DaF-Unterricht. Tübingen: Stauffenburg [gemeinsam mit Beate Weidner]

    (2021): Pluricentriciteit in het DaF-onderwijs: Duitse, Oostenrijkse en Zwitserse varianten van het Duits in lesmateriaal. In: Internationale Neerlandistiek 59/1 [gemeinsam mit Beate Weiner]

    (2019): Rezension zu: Fan, Linyan (2017): Deutsch nach Englisch in China. Subjektive Vorstellungen Lehrender über das Deutsch-als-L3-Lehren. In: Deutsch als Fremdsprache 3/2019. S. 188-190.

  • Lehre und Gastdozenturen

    "Gattungen, Fachsprache und empirische Linguistik – Sprache und Sport" (Seminar im Grundlagenmodul Sprache, WiSe 2021/22, Universität Hamburg, gemeinsam mit Marcel Fladrich)

    „Transdisciplinary research cycles – from technical possibilities to posing questions in the humanities”. Workshop auf der “European Summer University in Digital Humanities”. [gemeinsam mit Kristin Bührig]. 

    „Ausgewählte Aspekte des Spracherwerbs: Familie und Bildungsinstitutionen“ (Lehrlabor zur Vorlesung, SoSe 2021, Universität Hamburg)

    "Interaktionale Sprache im (DaF-)Unterricht" (Seminar, SoSe 2020, Universität Hamburg, gemeinsam mit Marcel Fladrich)

    "Authentische Gesprächsdaten als Ressource im DaF-Unterricht" (November 2019, Kompaktseminar an der staatlichen Universität Tjumen [Russland])

    "Grammatik der Deutschen Sprache" (Übung, WS 2019/20, WWU Münster)

    "Leichte Sprache" (Seminar, SoSe 2019, WWU Münster)

    "Interaktionale Sprache im (DaF-)Unterricht" (Seminar, SoSe 2019, WWU Münster)

    "Grammatik der Deutschen Sprache" (Übung, SoSe 2019, WWU Münster)

    "Interaktionale Sprache im (DaF-)Unterricht" (Seminar, SoSe 2019, Universität Hamburg, mit Marcel Fladrich)

    Gastdozentur an der Xi'an International Studies University (China), Blockseminar zum Thema "Interaktionale Sprache im DaF-/DaZ-Unterricht" (12/2018)

    "Morphologie" (2 Übungen, WS 2018/2019, WWU Münster)

    "Grammatik der Deutschen Sprache" (Übung, WS 2018/2019, WWU Münster)

    Gastdozentur an der Nationalen Universität Usbekistans Taschkent, Blockseminar zum Thema "Authentische Alltagsinteraktion für die Forschung und Praxis im Bereich DaF und DaZ" (03/2018)

    Gastdozentur an der Xi'an International Studies University (China), Blockseminar zum Thema "Gesprochene Sprache im DaF- und DaZ-Unterricht" (12/2017)

    "Standarddeutsch in Deutschland, Österreich und der Schweiz" (Übung, WS 2017/2018, WWU Münster)

    "Interaktionale Sprache im (DaF-)Unterricht" (Seminar, WS 2017/2018, WWU Münster)

  • Vorträge, Workshops und Tagungen

    30.09.2021: „Zur Etablierung von Vertrauen in medial vermittelter Wissenschafts- und Krisenkommunikation am Beispiel des Podcasts ,Das Coronavirus-Update‘.“ Vortrag auf der Tagung „Sprache und Vertrauen“ des Forschungsnetzwerks Sprache und Wissen [gemeinsam mit Kristin Bührig].

    09.09.2021: „Facetten der sprachlichen Aushandlung von Normalität in unterschiedlichen medizinischen Settings“. Vortrag auf der Tagung „Normvorstellungen, Normalität(en) und Normativität – Interdisziplinäre Perspektiven auf das ‚Normale‘ in der Medizin“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster [gemeinsam mit Kristin Bührig].

    09.06.2021: „Risikokommunikation in der Arzt-Patient-Interaktion“. Vortrag an der First Moscow State Medical University (Russland).

    23.02.2020: „Der Tod als Grenze des Sagbaren? Sprachlich-interaktive Praktiken des Sprechens über Sterben und Tod in der medizinischen Kommunikation“. Vortrag auf der Online-Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Linguistische Pragmatik e.V. [gemeinsam mit Isabella Buck].

    30.10.2020: „Sprachliche Interaktion im Fremd- und Zweitsprachenunterricht. Sprachkorpora und didaktische Ressourcen auf Grundlage der empirischen Gesprächsforschung“. Vortrag auf der digitalen Konferenz "Interaktion im DaF/DaZ-Unterricht“ (gemeinsam mit Kristin Bührig).

    15.07.2020: „Authentic spoken data and applied conversation analysis as a resource for the improvement of communicative competence in healthcare“. Posterpräsentation auf der Tagung „Teaching and Language Corpora Conference“. Université de Perpignan/online.

    05.02.2020: "Kommunikationsstrategien in der Präventionsmedizin am Beispiel von reisemedizinischen Impfgesprächen". Vortrag im Rahmen des Doktorandenkolloquiums der Graduate School of empirical and applied linguistics an der Universität Münster.

    21.11.2019: "Emotionale Stabilität im Umgang mit PatientInnen". Workshop für ÄrztInnen im Praktischen Jahr am Städtischen Klinkum Karlsruhe [mit Nathalie Bauer und Isabella Buck].

    11.11.2019: „Authentic interaction of everyday German for research an teaching practice in the field of German as a foreign or second language". Gastvortrag an der staatlichen Universität Tjumen (Russland).

    28.03.2019: „Arzt-Patienten-Interaktion in der Impfsprechstunde – zwischen öffentlichem Diskurs und Fachkommunikation“. Vortrag auf der Netzwerktagung „Linguistik & Medizin – sprachwissenschaftliche Zugänge und interdisziplinäre Perspektiven“ an der Universität Paderborn.

    31.01.2019: „Gattungsspezifische Gesprächsmerkmale von Impfsprechstunden“. Vortrag im Rahmen des Doktorandenkolloquiums der Graduate School of empirical and applied linguistics an der Universität Münster.

    22.11.2018: „Beraten in der Präventionsmedizin am Beispiel von Impfsprechstunden“. Vortrag auf dem Kolloquium Medizin & Interaktion an der Universität Hamburg.

    05.05.2018: "Angewandte Gesprächsforschung in der Aus- und Weiterbildung von (nicht-)muttersprachlichen ÄrztInnen". Vortrag im Rahmen des 62. Treffen des Arbeitskreises Angewandte Gesprächsforschung mit dem Rahmenthema "Gesundheitskommunikation" am an der Hochschule für Gesundheit in Bochum.

    26.03.2018: "Gesprochene Sprache im DaF-Unterricht. Zur Didaktisierung von fachwissenschaftlichen Erkenntnissen". Gastvortrag an der Nationalen Universität Usbekistans Taschkent.

    06.03.2018: „Plattform Gesprochenes Deutsch: Eine Ressource zur Vermittlung sprachlicher Interaktion im Deutschunterricht“. Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Linguistische Pragmatik e.V. (ALP) an der Universität Stuttgart [mit Beate Weidner].

    25.01.2018: "Gespräche in der Impfsprechstunde. Analyse einer Gesprächsgattung und ihrer Fachsprache unter Einbezug des DaF-/DaZ-Kontextes". Vortrag im Rahmen des Doktorandenkolloquiums des Promotionskollegs Empirische und Angewandte Sprachwissenschaft Münster.

    13.01.2018: "Plattform Gesprochenes Deutsch - eine Projektvorstellung". Vortrag im Rahmen der 12. Jahrestagung der AG Mündlichkeit des Symposiums Deutschdidaktik (SDD) in Hofgeismar [mit Beate Weidner].

    07.12.2017: "Gesprochene Sprache im DaF- und DaZ-Unterricht". Gastvortrag an der Xi'an International Studies University (China).

    04.11.2016: "Krankheit kann heilsam sein. Medizin, Therapiemethoden und Bedeutung der Krankheit im Zauberberg." Vortrag im Rahmen der Tagung "Krankheit, Leid und Schmerz im Werk Thomas Manns" der Thomas Mann-Gesellschaft Düsseldorf e.V. in Kooperation mit der Heinrich Heine-Universität Düsseldorf.

    Tagungsorganisation

    September 2021: Co-Organisation der interdisziplinären Tagung „Normvorstellungen, Normalität(en) und Normativität – Interdisziplinäre Perspektiven auf das ‚Normale‘ in der Medizin“ an der Universität Münster.

    Dezember 2019: Co-Organisation des Kolloquiums „Medizin & Interaktion" an der Universität Münster.

    März 2019: Co-Organisation der DFG-Netzwerktagung „Linguistik & Medizin – sprachwissenschaftliche Zugänge und interdisziplinäre Perspektiven“ an der Universität Paderborn.

    Juni 2018: Co-Organisation der internationalen Tagung "Gesprochene Sprache in der kommunikativen Praxis - Analysen authentischer Alltagssprache und ihr Einsatz im DaF-Unterricht" an der Universität Münster.

  • Promotionsprojekt

    Gespräche in der Impfsprechstunde. Analyse einer Gesprächsgattung und ihrer Fachsprache unter Einbezug des DaF-/DaZ-Kontextes

    Obwohl das Thema Impfen gesellschaftlich, medial und politisch stark präsent ist und einen hohen diskursiven Stellenwert aufweist, sind Impfgespräche bis dato noch nicht linguistisch untersucht worden. Während Arzt-Patienten-Gespräche in anderen Fachbereichen wie beispielsweise der Onkologie (Ditz 2006), Gynäkologie (Neises/Ditz/Spranz-Fogasy 2005) oder Anästhesie (Hansen/Bejenke 2010) bereits eingehend beschrieben wurden, soll die Kommunikation in der Impfmedizin erstmals im vorliegenden Dissertationsprojekt sprachwissenschaftlich analysiert werden.

    Methodisch der Gesprächsanalyse, Gattungsanalyse und Fachsprachenforschung verpflichtet wird anhand eines Korpus von Impfgesprächen aus unterschiedlichen Orten des deutschsprachigen Raumes der Forschungsfrage nachgegangen, wie die GesprächsteilnehmerInnen das Impfgespräch interaktional herstellen und die Impfentscheidung aushandeln. Außerdem ist von Interesse, welchen kommunikativen Herausforderungen ÄrztInnen und PatientInnen in der Impfsprechstunde begegnen und mit welchen sprachlichen Mitteln sie diese lösen. Da die spezifisch impfmedizinische Fachsprache für die Gesprächsgattung von zentraler Bedeutung ist, soll diese auf verschiedenen sprachlichen Ebenen herausgearbeitet und ihre jeweilige Funktion in der Interaktion untersucht werden.

    Vor dem Hintergrund der kürzlich eingeführten Fachsprachenprüfung für ausländische MedizinerInnen werden die Ergebnisse anschließend didaktisiert, sodass Lehr- und Lernmaterialien auf Basis von authentischen Gesprächsdaten für den Bereich der Impfmedizin entstehen, welche die ApprobationsanwärterInnen adäquat auf diese neuartige Prüfungsform vorbereiten und insbesondere auf der Ebene der gesprochenen Sprache schulen. In Form von eLearning- und mLearning-Sequenzen können diese Materialien individuell in der Aus- und Weiterbildung von (nicht-)muttersprachlichen MedizinerInnen eingesetzt werden.

     

    Schlüsselbegriffe: Gesprächsanalyse, Angewandte Gesprächsforschung, Gattungsanalyse, Medizinische Kommunikation, Fachsprachenforschung, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache

     

    Literatur

    Becker, Maria (2015): Ärztliche Empfehlungen in Therapieplanungsgesprächen. Eine gesprächsanalytische Untersuchung. Mannheim: Verlag für Gesprächsforschung.

    Betsch, C., Renkewitz, F. & Haase, N. (2013): Effect of narrative reports about vaccine adverse events and bias-awareness disclaimers on vaccine decisions: A simulation of an online patient social network. Medical Decision Making. doi: 10.1177/0272989X12452342. [Epub 2012 Aug 8].

    Böhm, R., Meier, N., Korn, L. & Betsch, C. (2017): Behavioural consequences of vaccination recommendations: an experimental analysis. Health Economics, 26, 66-75.

    Ditz, Susanne (2006): Diagnoseübermittlung, Entscheidungsfindung und präoperatives Aufklärungsgespräch. In: Ditz, S., Diegelmann, C., Isermann, M. (Hrsg.): Psychoonkologie – Schwerpunkt Brustkrebs. Stuttgart: Kohlhammer, S.167-174.

    Farhan, Nabeel/ Baumgärtner, Christian (Hg.) (2015): Kommunikation für ausländische Ärzte: Vorbereitung auf den Patientenkommunikationstest in Deutschland. München: Elsevier, Urban & Fischer.

    Günthner, Susanne/Knoblauch, Hubert (1994): „Forms are the food of faith". Gattungen als Muster kommunikativen Handelns. In: Kölner Zeitschrift für Psychologie und Sozialpsy- chologie 46 (2), 693–723.

    Hansen, Ernil/Bejenke, Christel (2010): Negative und positive Suggestionen in der Anästhesie: Verbesserte Kommunikation mit ängstlichen Patienten bei Operationen. Springer.

    Neises, M./Ditz, S./Spranz-Fogasy, T. (Hg.) (2005): Psychosomatische Gesprächsführung in der Frauenheilkunde. Ein interdisziplinärer Ansatz zur verbalen Intervention. Stuttgart: Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft.

    Peters, Tim (2015): „Sie können sich das quasi aussuchen, welches sie nehmen.“ Die interaktionale Aushandlung der therapeutischen Entscheidungsfindung in der medizinischen Ausbildung. Mannheim: Verlag für Gesprächsforschung.

  • Projekte

    Plattform Gesprochenes Deutsch - Authentische Alltagsinteraktion für die Forschung und Praxis im Bereich DaF und DaZ

    Gefördert vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

    Laufzeit: 01.03.2017-30.04.2018

    Damit die Integration von Menschen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, in unserer Gesellschaft gelingen kann, ist es unumgänglich, dass die Personen mit derjenigen Gebrauchsweise von Deutsch vertraut gemacht werden, die heutzutage im Alltag verwendet wird. Trotz der sogenannten „kommunikativen Wende“ orientieren sich Lehrwerke im Bereich Deutsch-als-Zweit- und Fremdsprache vorwiegend an den Normen der deutschen Schriftsprache: So weichen die in Lehrbuchdialogen konstruierten Äußerungen noch immer erheblich vom tatsächlichen mündlichen Sprachgebrauch deutscher MuttersprachlerInnen ab. Nicht nur herrscht ein Defizit an authentischem, für den Unterricht aufbereitetem Dialogmaterial, auch im Bereich der praxisorientierten Lehrvorschläge fehlt es an Didaktisierungen von grundlegenden und relevanten Strukturen des gesprochenen Deutsch. Das Projekt nimmt sich dieses Desiderats an und strebt an, eine Internet-Plattform zu entwickeln, auf der eine umfangreiche Datenbank von Gesprächen deutscher MuttersprachlerInnen und Lehrmaterial zum Einsatz im DaF- und DaZ-Unterricht bereitgestellt werden soll. Studentische Hilfskräfte sollen Gespräche in unterschiedlichen informellen wie auch institutionellen Kontexten erheben, in denen verschiedenste kommunikative Handlungen und Gesprächsgattungen enthalten sind. Da das Projekt methodologisch der Interaktionalen Linguistik und der Gesprächsanalyse verpflichtet ist, werden ausschließlich authentische Gespräche als Ton- oder Videodokument aufgezeichnet, die sodann nach einer vereinfachten Version des Gesprächsanalytischen Transkriptionssystems (Selting et al. 2009) transkribiert werden. Dies ermöglicht Nicht-LinguistInnen einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu den Daten. Basierend auf den Videodaten und Transkripten soll ein/e wissenschaftliche/r MitarbeiterIn Lehreinheiten erarbeiten, in denen Strukturen des gesprochenen Deutsch (aus dem Bereich der Prosodie, der Syntax, des Lexikons, der sequenziellen Organisation, der Markierung von Nähe und Distanz, der Indizierung von Emotionen und Modalitäten etc.) in einer lernergerechten Form aufbereitet werden. Die erhobenen Gesprächsdaten sollen darüber hinaus auch der DaF- und DaZ-Lehrerausbildung und der Forschung zugänglich sein. So können zukünftige Lehrpersonen im Umgang mit gesprochenen Daten geschult werden und der Interaktionalen Linguistik wird die Möglichkeit geboten, auf Grundlage der Daten neue Erkenntnisse über Sprache-in-Interaktion zu erarbeiten, die dann wiederum der DaF- und DaZ-Didaktik zugutekommen. Das Projekt treibt so die dringend notwendige Verzahnung der sprachwissenschaftlichen Forschung mit der alltäglichen Unterrichtspraxis von DaZ und DaF voran und leistet einen konkreten Beitrag zur Bildungsbeteiligung von MigrantInnen: Nur, wenn ihnen mündliche Sprachkompetenzen vermittelt werden, die sie in die Lage versetzen, situationsadäquat in verschiedenen sozialen Interaktionskontexten zu kommunizieren, können sie die komplexen kommunikativen Anforderungen des Alltags in Deutschland erfolgreich bewältigen und das gesellschaftliche Zusammenleben aktiv mitgestalten.