Professor*in

Exzellenz in Forschung und Lehre
Dozentin hält eine Vorlesung vor Studierenden in einem Hörsaal mit grüner Tafel; im Vordergrund sind Laptops und Tablet auf den Tischen zu sehen.
© Nike Gais

Die Universität Münster steht für international anerkannte Spitzenforschung – von den Geistes- und Kulturwissenschaften über Evolutionsforschung, Chemie und Physik bis hin zur Mathematik. Aktuell forschen viele Leibniz-Preisträger*innen bei uns. Zahlreiche ERC-Grants, Max-Planck-Forschungspreise und DFG-geförderte Projekte unterstreichen die wissenschaftliche Exzellenz unserer Universität. Bundes-, EU- und Stiftungsgelder erweitern das Förderportfolio stetig.

Unser breites Fächerspektrum eröffnet Ihnen vielfältige Möglichkeiten für interationale Wissenschaftskooperationen, globale Publikationsvorhaben und interdisziplinäres Arbeiten – auf Augenhöhe und über Fachgrenzen hinweg. In Forschung und Lehrkräftebildung verbinden wir wissenschaftliche Tiefe mit breiter Expertise und schaffen so exzellente Bedingungen für die Ausbildung der Studierenden.

Nachfolgend finden Sie alle Informationen zum Berufungsverfahren, zum Onboarding sowie zu Weiterbildungs- und Unterstützungsmöglichkeiten.

  • Das Berufungsverfahren

    Ihr Weg zur Professur 

    Die Universität Münster ist mit dem Zertifikat "Faire und Transparente Berufungsverfahren“ ausgezeichnet. Dabei sind Gleichstellung und Diversität für uns zentrale Voraussetzungen exzellenter Forschung und Lehre.

    Im Folgenden geben wir Ihnen einen Einblick in den typischen Ablauf eines Berufungsverfahrens an der Universität Münster – von der ersten Idee bis zum offiziellen Dienstantritt einer Professur. Dabei wird deutlich, wie viele Gremien beteiligt sind, um eine faire Auswahl der bestgeeigneten Kandidat*innen sicherzustellen.

    Erste Schritte

    Soll eine freigewordene Professur nachbesetzt oder eine neue Professur eingerichtet werden, stellt der Fachbereich beim Rektorat über die Rektoratskommission für Strategische Planung (RSP) einen entsprechenden (Wieder-)Zuweisungsantrag. Hierin wird insbesondere Bezug genommen auf die Struktur- und Entwicklungsplanung des Fachbereichs und es wird die Ausstattung der Professur beschrieben. Dem Antrag beigefügt sind der Ausschreibungstext sowie in der Regel die geplante Zusammensetzung der Berufungskommission.

    Die Berufungskommission

    Der Fachbereichsrat setzt eine Kommission ein, in der neben Vertreter*innen der Gruppe der Hochschullehrer*innen auch akademische Mitarbeiter*innen und Studierende vertreten sind. Auch externe Mitglieder*innen sollen eingebunden werden. Die Kommission kann weitere Mitglieder*innen mit beratender Stimme hinzuziehen. Zusätzlich kann das Rektorat eine*n Berufungsbeauftragte*n als beratendes Mitglied bestellen. Ebenso wirken Gleichstellungsbeauftragte sowie die Schwerbehindertenvertretung mit.

    Bevor die Ausschreibung veröffentlicht wird, werden das Anforderungsprofil und die Auswahlkriterien erarbeitet. Die Kommission hat die Aufgabe, geschlechtergerechte und transparente Berufungsverfahren mit dem Ziel der Bestenauslese zu führen. Sie kann sich dabei aktiv um potenzielle Bewerber*innen mit bemühen. Im Anschluss führt sie die einzelnen Auswahlschritte durch.

    Die Ausschreibung

    Die Veröffentlichung der Professur erfolgt über die Website der Universität sowie über geeignete nationale und internationale Plattformen und Fachmedien.

    Probevortrag und Gespräch

    Nach Sichtung aller Bewerbungen lädt die Kommission geeignete Kandidat*innen zu einem hochschulöffentlichen Probevortrag ein. Anschließend findet ein nichtöffentliches Gespräch zwischen den Bewerber*innen und der Kommission statt.

    Externe Gutachten

    Zur Qualitätssicherung holt die Kommission grundsätzlich mindestens zwei externe Vergleichsgutachten ein – häufig auch von internationalen Fachwissenschaftler*innen. Eine ggf. von der Kommission beschlossene vorläufige Reihung wird den Gutachter*innen nicht mitgeteilt.

    Erstellung der Berufungsliste

    Auf Basis aller Ergebnisse erstellt die Kommission einen Berufungsvorschlag. Dieser enthält in der Regel drei Personen in einer festgelegten Reihenfolge. Der Vorschlag wird dem Fachbereichsrat zur Entscheidung vorgelegt.

    Ruferteilung

    Die Personalabteilung führt eine rechtliche Prüfung des bisherigen Berufungsverfahrens und der Einstellungsvoraussetzungen der platzierten Personen durch und legt den Berufungsvorgang dem Rektorat zur Beschlussfassung und anschließend (mit Ausnahme von Juniorprofessuren ohne „Tenure Track“) dem Senat zur Zustimmung vor. Wird der Berufungsvorschlag angenommen, erteilt das Rektorat eine Ruf-Beabsichtigung , es ergeht an dieser Stelle noch nicht der Ruf. Nach der Erteilung der Ruf-Beabsichtigung geht es in die Verhandlung.  Nach erfolgreicher Verahandlung erteilt der Rektor oder die Rektorin schriftlich den Ruf an die Erstplatzierte oder den Erstplatzierten.

    Berufungsverhandlung

    Die Verhandlungen führt bei W2/W3-Professuren sowie Tenure-Track-Professuren die Rektorin/ der Rektor ggf. gemeinsam mit der Kanzlerin/ dem Kanzler. Bei Juniorprofessuren ohne Tenure Track übernimmt die Prorektorin/ der Prorektor für akademische Karriereentwicklung und Diversity die Gesprächsführung. Grundlage der Verhandlung ist ein zuvor von der Kandidatin/dem Kandidaten eingereichtes, mit den Vertreter*innen des Fachbereichs abgestimmtes Konzeptpapier.

    Nach finaler Bestätigung der Verhandlungsergebnisse durch das Rektorat erhält die Kandidatin bzw. der Kandidat das schriftliche Berufungsangebot und entscheidet über Annahme oder Ablehnung des Rufes. Im Falle einer Ablehnung erhält die nächste Person auf der Liste den Ruf. Nach Abschluss des Berufungsverfahrens werden alle nicht berücksichtigten Bewerber*innen hierüber informiert.

    Dienstantritt

    Im Rahmen der Verhandlungen wird ein Starttermin vereinbart. Zwischen Rufannahme und Dienstbeginn begleiten das Personaldezernat die Neuberufenen intensiv, um einen reibungslosen Einstieg zu gewährleisten.

  • Ihr Onboarding

    Wir heißen Sie herzlich willkommen - das ist keine Floskel, das meinen wir so!

    Uns ist wichtig, dass Sie sich von Beginn an wohlfühlen und gut in Ihre neue Aufgabe starten. Deshalb begleiten wir Ihre Einarbeitung mit einem umfassenden Willkommensangebot.

    In Ihrer Professur sind Sie außer als Forscher*innen und Lehrende auch als Wissenschaftsmanager*innen gefragt. Hierbei können Sie auf eine zuverlässige Unterstützung durch unsere Verwaltung zählen.

    Nutzen Sie diese Angebote: sie unterstützen Sie nicht nur dabei, sich schnell und effizient mit den notwendigen Strukturen und Abläufen vertraut zu machen, sondern helfen auch, sich mit Kolleginnen und Kollegen zu vernetzen, kurz gesagt: an der Universität Münster anzukommen.

    Onboardingveranstaltungen:

    Weitere Beratungs- und Unterstützungsangebote:

  • Dual Career Service

    Mit Ihrer Berufung an die Universität Münster ist häufig eine berufliche Neuorientierung Ihrer Partnerin oder Ihres Partners verbunden.

    Die Universität Münster bietet Ihnen daher den Service „Dual Career“, um auch Ihren Partner oder Ihre Partnerin bei der Gestaltung der eigenen Berufsperspektive in und um Münster persönlich zu unterstützen.

    In enger Abstimmung mit Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin und auf Grundlage der individuellen beruflichen Ziele recherchieren wir Stellenangebote, vermitteln Kontakte zu Arbeitgebern und ermitteln gemeinsam sinnvolle Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Optimierung der Bewerbungsunterlagen sowie die Vorbereitung auf Bewerbungsgespräche gehören ebenfalls zu unserem Repertoire.

    Im Dual Career Service erhalten Sie weiterführende Informationen.

  • Ihre Entwicklung

    Um Sie als Professor*innen bestmöglich zu unterstützen, bietet die Universität Münster  zielgruppen­spezifische Personalentwicklungsangebote an. Diese umfassen neben individuellen Coaching- und Weiterbildungsformaten insbesondere Angebote zur Stärkung von Personalführungs- und Teammanagementkompetenzen. 

    Nach Annahme des Rufes an die Universität Münster können Sie sich für folgende Angebote anmelden:

    Onboarding of Professors

    Führung

    Hochschuldidaktik

    Hochschulmanagement

    Daneben bietet das Zentrum für Hochschullehre (ZHL) Kurse, Beratung und Coaching zur Weiterentwicklung Ihrer Lehrkompetenzen an.

  • Forschen und Lehren

    Spitzenforschung

    Die Universität Münster betreibt  in zahlreichen Forschungsfeldern international renommierte Spitzenforschung - etwa in der Verbundforschung in den Geistes- und Kulturwissenschaften, in der Evolutionsforschung, in Chemie und Physik sowie in der Mathematik.

    Weitere Informationen zur Spitzenforschung 

    Qualitativ hochwertige Lehre

    Die Ziele der Universität Münster im Bereich der Forschung stehen in engem Wechselspiel mit der Selbstverpflichtung zum Angebot qualitativ hochwertiger und inhaltlich vielfältiger Studienprogramme. In zwei Schritten hat die Universität Münster viele ihrer Studiengänge auf die Abschlüsse Bachelor und Master umgestellt. Die Entwicklung von Programmen zur strukturierten Promotion stellt den dritten Schritt zur Verwirklichung der Ziele des Bologna-Prozesses dar. Auf der Grundlage hochwertiger Breiten- und Spitzenforschung ermöglicht die Universität Münster so die bestmögliche Ausbildung ihrer Studierenden.

    Weitere Informationen zur Lehre an der Universität Münster