Anna Seidel, M.A.

© Anna Seidel

Kontakt

Westfälische Wilhelms-Universität Münster
Germanistisches Institut
Abteilung Neuere deutsche Literatur
Schlossplatz 34, 48143 Münster

Anna Seidel, M.A.
Raum SH 131
Fon: (0251) 83 24604
Fax: (0 251) 83 25420
E-Mail: anna.seidel@uni-muenster.de
Twitter: @_AnnaSeidel

Sprechstunde

Die nächsten Sprechstunden finden via Zoom statt am

03. Februar um 15:30 Uhr,
17. Februar um 10:30 Uhr
sowie am 03. März um 14:30 Uhr.

Bitte melden Sie sich per E-Mail bei mir und ich sende Ihnen den Zoom-Link zu. Sollten Sie lieber telefonieren, senden Sie mir Ihre Festnetznummer mit und ich rufe Sie zu den Sprechzeiten an.

Netz<>Werk-Musik für LaDOC

© Christiane Büchner

Das Filmnetzwerk LaDOC hat mich eingeladen, die diesjährige audiovisuelle Konferenz zum Netz<>Werk mit einem musikalischen Rahmenprogramm zu begleiten. Ich habe einen popfeministischen Countdown zum ersten März-Wochenende zusammengestellt. Vom 5.-7. März werde ich die Veranstaltung um eine Radiosendung ergänzen. 

Aus dem Ankündigungstext: "Digitale Kommunikation hat in den vergangenen Monaten ihren gesellschaftlichen Stellenwert extrem erhöht und uns alle in nie dagewesener Dauerschleife vor den Bildschirm gesetzt. Aber wie gleichberechtigt sitzen wir vor unseren Computern, wie verteilt sich Aufmerksamkeit und wer gestaltet die digitalen sozialen Netzwerke und Räume? Mit der LaDOC- Konferenz Netz<>Werk / Radio gehen wir diesen Fragen nach, erfinden dafür ein neues Format und erlösen alle Teilnehmer*innen von Stunden vor dem Laptop."

Sammelband "Ludwig lebt! Beethoven im Pop" erschienen

© Anna Seidel

Im Sommer ist anlässlich des Beethoven-Jahres 2020 bei Waxmann der von mir gemeinsam mit Michael Custodis, Moritz Baßler und Thomas Mania herausgegebene Sammelband zu Ludwig van Beethoven im Pop erschienen: 

Chuck Berrys Roll Over Beethoven, A Clockwork Orange, die Peanuts – das sind wohl die ersten Phänomene, die in den Sinn kommen, hört man die Stichworte Beethoven und Pop. Allerdings sind das bloß die populärsten Knotenpunkte schier endloser Referenzketten, die sich ausgehend von Ludwig van Beethovens Lebzeiten bis in die Gegenwart hineinziehen. Sie finden sich unter anderem in Hollywood und auf Punk-Platten, bei Jazz-Konzerten und auf Werbeplakaten. Diese Auseinandersetzungen mit Beethoven und seiner Musik im Pop sind bislang nahezu unerforscht.

Für die Ausstellung Ludwig lebt! im rock’n’popmuseum Gronau – eröffnet im März 2021 – hat dieser Katalog daher die Herausforderung angenommen, zum Jubiläumsjahr 2020 einen ersten Überblick zu geben und mit einer starken Thesenbildung das Forschungsfeld zu vermessen. Mit Beiträgen der Filmwissenschaft, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Musikwissenschaft von Moritz Baßler, Michael Custodis, Friedrich Geiger, Henry Keazor und Thorsten Wübbena, Thomas Mania, Peter Moormann und Stefan Lüschow sowie Anna Seidel ließen sich hierfür erstmals repräsentative, einprägsame, kontroverse, überraschende und unterhaltsame Ergebnisse zusammentragen. Ergänzt werden die Beiträge durch Interviews mit Judith Holofernes, Wolf Hoffmann, Bernd Schadewald und Steve Vai.

Moritz Baßler, Michael Custodis, Thomas Mania, Anna Seidel (Hrsg.): Ludwig lebt! Beethoven im Pop (= Popansichten Band 1). Münster 2020. 214 Seiten.

Simon Reynolds liest aus The Sex Revolts

© Ventil Verlag

Simon Reynolds hat Phänomene wie Rave, Glam-Rock oder Post-Punk archiviert, mit den Thesen seines Buches »Retromania« den Pop-Diskurs der ausgehenden Dekade maßgeblich geprägt und zählt zu den wichtigsten Pop-Theoretiker*innen der Gegenwart. »Sex Revolts«, eines seiner weitsichtigsten Bücher, schrieb er bereits Mitte der 90er Jahre mit seiner Partnerin Joy Press: Gemeinsam untersuchen sie die Chauvinismen des Rock und die Marginalisierung von Künstlerinnen, zeichnen jedoch auch die Gegenbewegungen nach. Bis heute ist dieses Spannungsverhältnis zwischen Emanzipation und Konservatismus nicht nur auf mehrheitlich männlich besetzten Festivalbühnen spürbar, was das Erscheinen der deutschsprachigen Erstübersetzung im Ventil Verlag umso begrüßenswerter macht. Ergänzt wird diese um exklusive Kapitel, die die Geschichte um Feminismen im Pop seit dem Erscheinen des Buchs in den USA weitererzählen.

Ort: SpecOps, Von-Vincke-Straße 5, 48143 Münster
Datum: 20.11.2019, 20:00 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Einführung zu The Punk Singer

© Screenshot

Dokumentation über eine der wortgewaltigsten Ikonen des jüngeren Feminismus.

Neue Filmreihe im Cinema Münster von Die Linse. Den Auftakt macht am 12. November um 20.30 Uhr eine Dokumentation über eine der wortgewaltigsten Ikonen des jüngeren Feminismus. Als Performerin, Designerin, Sängerin von Bikini Kill, Le Tigre und The Julie Ruin formte Kathleen Hannas Stimme die Kultur der Riot-Grrrls mit, griff Machismus im Punkrock an und durchbrach patriarchale und paternalistische Selbstverständlichkeiten der Szene. Der Film begleitet Hanna bis zu ihrer Erkrankung an Lyme-Borreliose, die sie zeitweilig zum Rückzug aus der Szene zwingt. Interviews mit anderen Musiker*innen aus Hannas Umfeld runden die Dokumentation ab.

„Revolution Girls Style Now", nicht weniger forderten die Riot Grrrls Anfang der 1990er-Jahre ausgehend von Olympia, Washington. Im Riot-Grrrl-Manifest forderten sie Platten, Bücher und Zines, die sie ansprechen – und kümmerten sich kurzerhand selbst darum! Anna Seidel, Literaturwissenschaftlerin und Kulturpoetin aus Münster/dem Ruhrgebiet, wird einführend dazu sprechen.
Tickets und weitere Infos unter:  Cinema Münster.

testcard #26 - Utopien erschienen

testcard # 26 - Utopien
© Ventil Verlag

Soeben ist testcard #26 - Utopien im Ventil Verlag erschienen.

Wo ist die rote Sonne hin?

»Bis heute realisieren die Utopien sich bloß, um den Menschen die Utopie auszutreiben und um sie aufs Bestehende und aufs Verhängnis desto gründlicher zu vereidigen.« – Theodor W. Adorno, »Prolog zum Fernsehen«

Dass es leichter sei, sich das Ende der Welt vorzustellen als das Ende des Kapitalismus, wird zu einer Gewissheit, die kaum noch skandalös ist: So what? Wenn es stimmt, dass die Utopien verschwunden sind, wie steht es dann – im und als Pop – um: Revolution, Zeit, Raum, Erinnerung, Erfahrung, Ho?nung, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, Geschichte, Fortschritt, Dynamik, Möglichkeit/Wirklichkeit …? War Pop nicht der Soundtrack einer besseren Welt, die Ode an die Freiheit des realen Humanismus?

Popgeschichte ist auch die Geschichte unzähliger Utopien, gelebter und gewünschter Entwürfe einer anderen, einer besseren Welt, die von Freedom und Happiness und Love bestimmt sein soll. Der Pop selbst beanspruchte schließlich, eine Utopie zu sein, ein verwirklichter Traum vom guten Leben. Allerdings ist Pop in all seiner Vielfalt immer auch das Gegenteil von Utopie gewesen: die auf die private Nische reduzierte Idylle, in der jede und jeder sich irgendwie durchwurschtelt, das bescheidene Glück des Augenblicks (im Konzert, im Kino, im Konsum) oder das ins Unterhaltungsformat gebrachte Schreckensszenario, die Katastrophe als Entertainment, die Dystopie. Pop ist eben nicht nur Nicht-Ort, nowhere, sondern ein now here, Jetzt-Hier.

Mit Beiträgen von Klaus Walter, Marcel Braun, Veronika Kracher, Mark Fisher uvm.

Holger Adam, Roger Behrens, Jonas Engelmann, Frank Apunkt Schneider, Laura Schwinger, Anna Seidel, Jana Sotzko, Christian Werthschulte und Johannes Ullmaier (Hg.): testcard. Beiträge zur Popgeschichte: #26 Utopien. Mainz 2019. 336 S.

Aufsatz erschienen

Im Anschluss an die Tagung „Politische Literatur. Debatten, Begriffe, Aktualität”  an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen im Oktober 2017 ist nun, herausgegeben von Christine Lubkoll, Manuel Illi und Anna Hampel herausgegebener Sammelband erschienen. Ich habe einen Aufsatz zum Verhältnis von Pop und Politik am Beispiel des Kapitulations-Manifests der Gruppe Tocotronic beigesteuert:

Anna Seidel: „Kapitulation ist alles und wir alle müssen kapitulieren" – Tocotronics Manifest zu Re-Politisierung in Pop II. In: Christine Lubkoll, Manuel Illi und Anna Hampel (Hg.): Politische Literatur. Begriffe – Debatten – Aktualität. Stuttgart 2018, S. 269-282.

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Diverses

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Für die Wochenzeitung Jungle World habe ich eine Reportage zur Do-it-yourself-Musikszene in Edmonton geschrieben: "Eine Stadt wie ein Independent-Film". Edmonton in Kanada ist eine der nördlichsten Großstädte der Welt – und dank der geographischen Lage und extrem langer Winter sehr isoliert. Hier überschlägt sich die DIY-Szene vor Kreativität. Der Beitrag ist  hier online verfügbar.

Im österreichischen Magazin an.schläge aus Wien ist zudem ein Kulturportrait von mir erschienen: "Voilà: Vinyl und Wolle" – die Tausendsassarin Françoise Cactus und ihr wollenes Töchterchen Wollita im Doppel-Portrait.

Außerdem habe ich im September mit Radio Corax  über die Riot Grrrl-Bewegung gesprochen. Den Beitrag zu dieser Punk-Herstory mit Manifesten und Musik kann man hier nachhören.

Ein Heft #3: Etwas bleibt ist erschienen

Ein Heft #3: Etwas bleibt
© Anna Seidel

Aus dem Vorwort: "Im Laufe der letzten Ausgaben von EIN HEFT rückte die Auseinandersetzung mit Leerstellen immer deutlicher in den Fokus. Auch in dieser Ausgabe sollen uns Abwesenheiten beschäftigen. Wir widmen uns also den Skulptur Projekten 2017 nach dem Ende der offiziellen Ausstellungspräsentation. Rückblickend setzen wir uns mit Prozessen des Erinnerns in und durch Kunst und Kultur auseinander. Etwas bleibt – und was genau?

Um dieser Frage nachzuspüren, haben wir wieder Autor_innen eingeladen sich in Ein Heft auszutoben. Einige der Schreibenden waren auf die eine oder andere Art in die Realisierung der Skulptur Projekte involviert, andere haben sie vor allem als Gäste genossen. Alle haben sich inspirieren lassen von den Leerstellen, die die Skulptur Projekte hinterlassen haben – seien sie konkret räumlich wahrnehmbar oder eher metaphorischer Art. So assoziieren Kulturpoet_innen und Künstler_innen (mindestens einmal gar in Personalunion) nun schon zum dritten Mal in EIN HEFT. Die Textformen sind dieses Mal so divers wie nie zuvor: Interviews wechseln sich mit Gedichten ab, philosophische Reflexionen mit Kurzgeschichten. EIN HEFT versammelt so wieder ganz subjektive Blicke..."

Die Publikationsreihe wurde von der Abteilung Kunstvermittlung des Museums initiiert und in Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Masterstudiengangs "Kulturpoetik der Literatur und Medien" des Germanistischen Instituts der WWU umgesetzt. Realisiert wurde das Projekt durch die finanzielle Unterstützung der Freunde des Museums. Herausgeber_innen der zweiten Ausgabe sind Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold, die Literaturwissenschaftler_innen Prof. Dr. Moritz Baßler, Anna Seidel und Hannah Zipfel sowie Norma Werbeck, wissenschaftliche Volontärin im Bereich Kunstvermittlung des Museums.


testcard. beiträge zur popgeschichte – Ausgabe #25: Kritik erschienen

testcard #25 - Kritik
© Anna Seidel

Bereits im August ist endlich Ausgabe #25 der testcard. beiträge zur popgeschichte zum Thema Kritik im Mainzer Ventil Verlag erschienen.

"Kritik – wozu eigentlich (noch)? Sind doch eh alle kritisch. Alle sind kreativ. Die Vorstellungen von Subversion, Dissidenz und symbolischem Widerstand wurden wie alle kulturellen Strategien der Kritik nivelliert, liquidiert, optimiert, funktionalisiert, integriert, kommuniziert, auf Displaynorm gebracht. Pop ist die allgegenwärtige Matrix allgegenwärtiger kritischer Kritik. Kritik ist Reklame. Pop ist Reklame. Und Reklame ist Reklame." Weiterlesen...

Mit Beiträgen von Hannah Zipfel, Sarah Sandelbaum, Martina Kigle, Merle Stöver, Georg Seeßlen, Roger Behrens, Floris Biskamp, Dagmar Brunow uvm.

Roger Behrens, Jonas Engelmann, Frank Apunkt Schneider, Anna Seidel, Jana Sotzko und Johannes Ullmaier (Hg.): testcard. Beiträge zur Popgeschichte: #25 Kritik. Mainz 2017. 304 S.

Ein Heft #2: Von Grenzen und Lücken ist erschienen

Hannah Zipfel, Mario Puschmann, Anna Seidel und Norma Werbeck bei der Release-Party
© LWL/Anne Neier
EIN HEFT #2: Von Grenzen und Lücken
© Fotonachweis: LWL-Museum für Kunst und Kultur, Münster / Sabine Ahlbrand-Dornseif, Illustration: Mario Puschmann

In Kooperation mit dem LWL-Museum für Kunst und Kultur ist nun eine zweite Ausgabe von EIN HEFT erschienen. Unter dem Titel "Von Grenzen und Lücken" haben die Autorinnen auf die umfangreiche Sammlung des Museums geschaut und sich von den Objekten zu ungewöhnlichen Ideen inspirieren lassen. Die mittelalterliche Darstellung eines Drachentöters regt zum Beispiel eine Reflexion über Süßigkeitenkonsum an, während ein fetischhaft anmutendes Gegenwarts-Gemälde den Assoziationsbogen von der Schauerromantik zur Serie "Game Of Thrones" spannt.

Ziel der Publikationsreihe ist es, Ansätze der aktuellen Diskurse in Pop- und Subkultur sowie der Philosophie und Kunstgeschichte zu veröffentlichen. Damit wird im LWL-Museum ein zusätzlicher Diskursraum geformt, der neben kunsthistorischen Forschungsfragen auch kulturwissenschaftliche Themen fokussiert.

Die Publikationsreihe wurde von der Abteilung Kunstvermittlung des Museums initiiert und in Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Masterstudiengangs "Kulturpoetik der Literatur und Medien" des Germanistischen Instituts der WWU umgesetzt. Realisiert wurde das Projekt durch die finanzielle Unterstützung der Freunde des Museums. Herausgeber_innen der zweiten Ausgabe sind Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold, die Literaturwissenschaftler_innen Prof. Dr. Moritz Baßler, Anna Seidel und Hannah Zipfel sowie Norma Werbeck, wissenschaftliche Volontärin im Bereich Kunstvermittlung des Museums.

Die zweite Ausgabe ist für fünf Euro im Museumsshop sowie in ausgewählten Buchläden erhältlich.