
Britta Herrmann, Sebastian Bernhardt (Hg.): Hörspiel der Weimarer Republik. Neue Perspektiven, Frank &Timme GmbH: Berlin, 2026, ISBN: 978-3-7329-1177-6
Das Hörspiel war ein innovatives und populäres Massenmedium der Weimarer Republik – tausende Produktionen wurden von 1924 bis 1932 gesendet. Zwischen avantgardistischen Experimenten und Unterhaltungsrundfunk entstanden Lehrstücke, Theater-Adaptationen, Klangcollagen, Funkopern, politische Stücke, erste True-Crime-Produktionen, Serien, Features, Soundscapes, Kinderhörspiele und vieles mehr. Bis 1930 hatten sich alle bis heute gängigen narrativen Formen herausgebildet. Da nur wenige akustische Aufzeichnungen aus der Frühzeit des Hörspiels existieren, ist vieles immer noch zu erforschen: Wie wurden Grenzen zwischen Realität und Fiktion aufgebrochen? Wie setzte sich das Medium zu sich selbst in Szene? Welche Funktion hatte es für die Literaturvermittlung und die literarische Ästhetik der Moderne? Wie wurden zeitgenössische Themen und Ereignisse reflektiert? Die Schwerpunkte des Bandes liegen auf Fragen zur Geschichte und Dokumentation des frühen Hörspiels sowie zu seinen akustischen Ästhetiken und Materialitäten.

















