Arbeitsgruppen am Institut für Landschaftsökologie

Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung

© AG Ökologische Planung

Wir in der AG Angewandte Landschaftsökologie und Ökologische Planung befassen uns mit der Erforschung und dem Verständnis von Mensch-Umweltsystemen. Im Zentrum stehen die Auswirkungen menschlicher Nutzungsweisen auf den Natur- und Landschaftshaushalt und wie diese gestaltet werden können, um langfristig eine positive Entwicklung von Landschaften und Lebensgemeinschaften zu erreichen. Hierbei spielen formal-rechtliche Instrumente der Umwelt- und Naturschutzplanung ebenso eine wichtige Rolle wie informelle akteursorientierte Ansätze. Unsere Arbeit läßt sich in vier Forschungslinien gliedern:

  • Landschaftsveränderungen, deren Wahrnehmung und deren Erfassung
  • Quantitative Analyse und Modellierung von Landschaften
  • Planerische Steuerung durch ein "Integriertes Natur-Ressourcen-Management"
  • Transformative Ansätze in der Landschaftsökologie

Biodiversität und Ökosystemforschung

© Johannes Kamp

Die AG Biodiversität und Ökosystemforschung befasst sich mit der Struktur, Funktion und Veränderung terrestrischer Ökosysteme und nutzt dabei Boden und Vegetation als integrative Merkmale. Untersucht werden Prozesse des „Globalen Wandels”, insbesondere des Klima- und Landnutzungswandels, sowie die Veränderung biogeochemischer Kreisläufe im Hinblick auf deren Bedeutung für die Erhaltung der Biodiversität und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Renaturierung von gefährdeten Ökosystemen, insbesondere von Mooren, Auen und artenreichem Grünland.

Bodenökologie und Landnutzung

© Ute Hamer

Die AG Bodenökologie und Landnutzung beschäftigt sich mit den Auswirkungen von Landnutzung, Management und Umwelteinflüssen auf die Qualität der Georessource Boden.

Fernerkundung und Räumliche Modellierung

© Hanna Meyer

Die AG Fernerkundung und Räumliche Modellierung befasst sich mit der Erfassung und Analyse raum-zeitlicher Umweltdynamiken in einem breiten Spektrum landschaftsökologischer Themenfelder. Sie kombiniert verschiedenskalige Fernerkundungsdaten mit räumlichen Modellierungsmethoden, um aus limitierten landschaftsökologischen Felddaten raum-zeitlich kontinuierliche Informationen zu gewinnen.
Die Komplexität von Umweltsystemen erfordert dabei die Verwendung von Modellierungsstrategien, die es erlauben, komplexe Zusammenhänge zu berücksichtigen. Aus diesem Grund liegt ein weiterer Schwerpunkt auf dem Einsatz von maschinellen Lernverfahren. Neben der Anwendung für landschaftsökologische Fragestellungen arbeitet sie auch an methodischen Weiterentwicklung für räumliche Daten.

Klimatologie

© AG Klimatologie

Die AG Klimatologie beschäftigt sich mit der atmosphärischen Grenzschicht und dem Austausch von Energie, Gasen (z.B. CO2, H2O) und Aerosolpartikeln (auch Nebel) zwischen Atmosphäre und Ökosystemen. Weitere Schwerpunkte sind die chemische Analyse atmosphärischer Umweltproben zur Identifizierung der Herkunft von Luftschadstoffen sowie Untersuchungen zum Stadtklima (z.B. Feinstaub).

Ökohydrologie und Stoffkreisläufe

© AG Ökohydrologie und Stoffkreisläufe

Die Aufklärung von Wasser- und Stoffkreisläufen in Mooren, Oberflächengewässern und Sedimenten steht im Mittelpunkt der international ausgerichteten Forschungen des Arbeitsbereiches. Zu diesem Zweck quantifizieren wir über hydrologische Ansätze Stoffflüsse und charakterisieren biogeochemische und geochemische Prozesse mit Hilfe modernster chemisch-analytischer Methoden. Modellierung und Statistik verbessern dabei weiter das Verständnis des Verhaltens der untersuchten Systeme. Unsere Kenntnisse nutzen wir, um die Auswirkungen von Umweltveränderungen auf Moore, Gewässer und Grundwasser abzuschätzen und zu prognostizieren.

Tierökologie

© Katharina Blankenhaus

Die AG Tierökologie erforscht räumliche und zeitliche Biodiversitätsveränderungen und betrachtet hierbei ein breites Spektrum verschiedener Artengruppen. Wir erforschen welchen Einfluss verschiedene Aspekte des globalen Wandels auf Artenvielfalt, biotische Interaktionen und Ökosystemfunktionen haben. Hierbei werden auch neuartige Lebensräume (zum Beispiel Städte) und die dort auftretenden Stressoren wie Licht- und Lärmverschmutzung oder auch biologische Invasionen betrachtet. Damit verbunden sind unsere Untersuchungen zu intra- und interspezifische Anpassungen von Tierarten an den globalen Wandel. Uns ist es grundsätzlich wichtig einen deutlichen Bezug zur Praxis zu haben, indem wir beispielsweise Grundlagen für einen evidenzbasierten Artenschutz schaffen oder Langzeitmonitorings implementieren um daraus Szenarien und Strategien zur Lösung der Biodiversitätskrise zu entwickeln.

Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft

© AG Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft

Schwerpunkte der AG Waldökologie, Forst- und Holzwirtschaft sind derzeit:

  • Wald und Holz: Struktur- und Marktanalysen zum Wald bzw. der Forstwirtschaft und der Holz verbrauchenden Industrie
  • Wald und Klima/Energie: Forstwirtschaft nach Kyoto, Kohlenstoffhaushalt von Waldökosystemen, Potenzialanalysen und Mobilisierung von Dendromasse, Kurzumtriebsplantagen mit schnell wachsenden Baumarten
  • Wald und Gesellschaft/Naturschutz: Nachhaltige, multifunktionale Waldbewirtschaftung, Kompensationsmaßnahmen in der Wald-Kulturlandschaft, Waldnaturschutzpolitik
  • Wald und Entwicklung: Internationale Zusammenarbeit im Waldschutz bzw. in der Forst- und Holzwirtschaft

Biozönologie (bis 2015)

© Christian Härting

Die AG Biozönologie befasst sich vor allem mit Tiergemeinschaften und deren Beziehungen zur Vegetation in unterschiedlichen räumlichen und zeitlichen Dimensionen. Die Organismen stehen dabei im Mittelpunkt der Betrachtung. Die derzeit schwerpunktmäßig untersuchten Tiergruppen sind Fledermäuse, Vögel, Libellen, Wildbienen, Tagfalter, Heuschrecken und Spinnen. Wichtige Aspekte bei vielen Untersuchungen stellen die Ausbreitungsökologie sowie die Arealgeographie dar. In der Ausbildung wird besonderer Wert auf Artenkenntnis und das Erlernen von Erfassungsmethoden für Tiergruppen gelegt.