Öffentliche Ringvorlesung über Außerirdische
Zu einer öffentlichen Ringvorlesung über Außerirdische lädt das Zentrum für Wissenschaftstheorie (ZfW) der Universität Münster im aktuellen Wintersemester alle Interessierten ein. Ab dem 20. Oktober beleuchten sieben Vorträge aus wechselnden Fächerperspektiven jeweils dienstags von 18.15 bis 19.45 Uhr die Frage nach der Existenz außerirdischen Lebens. Der erste und letzte Termin der Reihe findet im Hörsaal F5 im Fürstenberghaus (Domplatz 20–22) statt, die fünf Termine von November bis Januar im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde. Die Ringvorlesung „Außerirdische: Wissenschaftstheoretische und Interdisziplinäre Perspektiven“ wird zudem online live übertragen. Für die Teilnahme an den Vorträgen im Planetarium ist eine kostenlose Eintrittskarte erforderlich. Die Links zur Anmeldung und zu den Zugangsdaten finden sich auf der Seite https://www.uni-muenster.de/Wissenschaftstheorie/ringvorlesung/aktuelleRV.html.
Die Frage nach Außerirdischen fasziniert nicht nur Science-Fiction-Fans, sondern stellt auch eine wissenschaftstheoretische Herausforderung für verschiedene Wissenschaftszweige dar. Können wir uns von unserem Anthropozentrismus im Bezug darauf, was Leben, Kultur und Intelligenz ist, befreien, so dass wir offen für die Entdeckung davon abweichender Formen außerirdischen Lebens sind? Wie kann eine wissenschaftliche Untersuchung des Unbekannten überhaupt aussehen? Welche philosophischen, sozialen, rechtlichen und theologischen Konsequenzen hätte die Entdeckung von Außerirdischen? Den Auftakt der Reihe macht der Wissenschaftsphilosoph Prof. Dr. Claus Beisbart von der Universität Bern mit einem Vortrag „Alles außer irdisch? Leben jenseits bekannter Begriffe“. Am 3. November spricht die Geowissenschaftlerin Prof. Dr. Lena Noack von der Freien Universität Berlin über „Bedingungen für Leben auf Exoplaneten – Paradigmenwechsel in unserer Wahrnehmung der vermeintlichen Einzigartigkeit der Erde“. Am 17. November erläutert Dr. Iva Vilović vom Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam unter dem Titel „Wie könnte Leben jenseits der Erde aussehen?“ Erkenntnisse aus der Astrophysik und Astrobiologie.
Hintergrund
Das ZfW wurde 2006 als ein fächerübergreifender Forschungsverbund gegründet. Seit 2020 ist es eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität Münster. Es bündelt die vielfältigen Forschungsinteressen und organisiert Veranstaltungen. Neben dieser Verknüpfung und Intensivierung der Forschungs- und Lehraktivitäten sowie dem Wissenstransfer auf dem Gebiet der Wissenschaftstheorie leistet es Beiträge zu aktuellen Debatten.