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Ringvorlesung Lügen und Irreführen mit Daten

Im Wintersemester 2023/24 findet die interdisziplinäre Ringvorlesung Lügen und Irreführen mit Daten statt. Diese wird von Stefan Roski organisiert und richtet sich an ein allgemeines Publikum.

Wann: jeweils donnerstags von 18:15-19:45 in hybrider Form.

Wo: Hörsaal F2 im Fürstenberghaus (Domplatz 20-22).

Bitte melden Sie sich für die Online-Teilnahme hier an. Der Zoom-Link wird jeweils am Donnerstag per Email zugestellt.

Thema

Von der Existenz und den Folgen des Klimawandels über die Wirksamkeit von Impfungen bis hin zu den Erfolgsaussichten von Diäten -- zu all diesen Themen gibt es statistische Daten. Diese Daten sollen uns nicht nur aus der Perspektive der Wissenschaft die Welt erschließen, sie sind häufig auf unmittelbar relevant für individuelle Entscheidungen von großer Tragweite.            

Doch statistische Daten sind bekanntermaßen fallibel und sprechen selten für sich. In zahlreichen Fällen scheint es so, dass sowohl Befürworter:innen als auch Kritiker:innen einer These statistische Daten für Ihre Meinung vorbringen können -- teils sogar dieselben Daten. All dies scheint für eine (wohl fälschlicherweise) Churchill zugeschriebenen These zu sprechen, zufolge der keiner Statistik getraut werden kann, die man nicht selbst gefälscht hat. 

Doch auch ungefälscht können statistische Daten so dargestellt werden, dass sie grob irreführend sind oder sogar glatte Lügen vermitteln. In der Ringvorlesung soll aus interdiziplinärer Perspektive betrachtet werden, wie mit diesem Problem umzugehen ist. Dabei werden sich Expert:innen aus unterschiedlichen Disziplinen mit Fragen wie den folgenden beschäftigen:

  • Auf welche Weise können Daten in die Irre führen? 
  • Wie können sich insbesondere Wissenschaftler:innen selbst bei der Erhebung von Daten in die Irre führen lassen? 
  • Worin bestehen moralische und rechtliche Unterschiede zwischen bloß irreführendem und bewußt täuschendem Umgang mit Daten?
  • Auf welche Weisen können in der öffentlichen Kommunikation über Daten Irreführungen entstehen und wie können sie vermieden werden?

Vorträge

26. Oktober 2023

Prof. Dr. Walter Krämer (TU Dortmund) – So lügt man mit Statistik

09. November 2023

Prof. Dr. Emanuel Viebahn (FU Berlin) – Lügen und Irreführen mit Daten: Gibt es einen moralisch relevanten Unterschied?

23. November 2023

Prof. Dr. Angela Stevens (U Münster) – Mathematische Modellierung: Chancen, Herausforderungen und Grenzen

14. Dezember 2023

Prof. Dr. Regina Jucks (U Münster) – Daten lügen nicht! Interpersonales Vertrauen und der Umgang mit empirischer Evidenz als Forschungsgegenstand der Psychologie

18. Januar 2024

Prof. Dr. Martin Missong (U Bremen) – Statistik vor Gericht

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Am 26.10.2023 eröffnete Prof. Dr. Walter Krämer (TU Dortmund) die Ringvorlesung mit seinem Vortrag "So lügt man mit Statistik". Die Präsentation zu dem Vortrag finden sie hier.

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Am 09.11.2023 hielt Prof. Dr. Emanuel Viebahn (FU Berlin) einen Vortrag mit dem Titel "Lügen und Irreführen mit Daten: Gibt es einen moralisch relevanten Unterschied?"

 

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Am 23.11.2023 hielt Prof. Dr. Angela Stevens (U Münster) einen Vortrag mit dem Titel "Mathematische Modellierung: Chancen, Herausforderungen und Grenzen".

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Am 14.12.2023 hielt Prof. Dr. Regina Jucks (U Münster) einen Vortrag mit dem Titel "Daten lügen nicht! Interpersonales Vertrauen und der Umgang mit empirischer Evidenz als Forschungsgegenstand der Psychologie".

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Am 18.01.2024 hielt Prof. Dr. Martin Missong (U Bremen) einen Vortrag mit dem Titel "Statistik vor Gericht".

Ringvorlesungen des ZfW

Seit seiner Gründung im Sommersemester 2006 organisiert das Zentrum für Wissenschaftstheorie regelmäßig eine interdisziplinäre Ringvorlesung. Diese richtet sich über die Hochschulöffentlichkeit hinaus auch an das Stadtpublikum. Getragen werden die Ringvorlesungen von den Mitgliedern des ZfW, aus deren Reihen sich jedes Semester neue OrganisatorInnen zusammentun um ein wissenschaftstheoretisches Thema durch Vorträge aus unterschiedlichen Disziplinen zu beleuchten. Dabei sind weder der Status an der Universität noch die akademische Disziplin entscheidend, sodass sich immer wieder diverse Teams bilden, um die Wissenschaftstheorie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.