+++ ERSATZTERMIN FÜR DEN VORTRAG "KOMPLEXITÄT IM VERHÄLTNIS VON WISSENSCHAFT UND ÖFFENTLICHKEIT" VON PROF. DR. MARKUS LEHMKUHL AM 08.01.2026 +++

Ringvorlesung
Hach, alles ist komplex!
Zur Vielgestaltigkeit von Komplexität in Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur
Im Wintersemester 2025/26 findet die interdisziplinäre Ringvorlesung „Hach, alles ist komplex! Zur Vielgestaltigkeit von Komplexität in Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur“ statt.
Diese wird vom Zentrum für Wissenschaftstheorie und dem Center for Data Science and Complexity organisiert und richtet sich an ein allgemeines Publikum.
Wann: jeweils donnerstags von 18:15-19:45 in hybrider Form.
Wo: Hörsaal F2, Fürstenberghaus, Domplatz 20-22
Bitte melden Sie sich für die Online-Teilnahme hier an. Der Zoom-Link wird jeweils am Donnerstag per Email zugestellt.
Hier finden Sie den Downloadlink zum Programm der Ringvorlesung.
Thema
Wir leben in einer zunehmend komplexen Welt – so lautet eine gängige Gegenwartsdiagnose angesichts globaler Krisen, digitaler Technologien und gesellschaftlicher Transformationsprozesse. In den Medien und im öffentlichen Diskurs hat sich Komplexität längst als Schlagwort für eine unübersichtliche Wirklichkeit etabliert, die sich einfachen Erklärungen entzieht und die Orientierungsfähigkeit von Individuen und politisch Verantwortlichen tagtäglich auf die Probe stellt. Doch obgleich Komplexität als ein Signum der Gegenwart gilt, ist sie kein neues Phänomen, sondern findet sich seit jeher als Charakteristikum – wenn nicht als konstitutives Merkmal – in Gesellschaft, Natur und Technik, Kunst und Sprache.
Für die Wissenschaft stellt Komplexität eine doppelte Herausforderung dar: Zunächst steht sie vor der Aufgabe, komplexe Phänomene theoretisch zu erfassen und methodisch handhabbar zu machen. Gleichzeitig erschwert die Komplexität der Phänomene die Vermittlung wissenschaftlicher Erkenntnisse, was insbesondere dort von Bedeutung ist, wo politische Aushandlungsprozesse und Entscheidungen auf diese Erkenntnisse angewiesen sind.
Die Ringvorlesung widmet sich der Allgegenwärtigkeit und Vielgestaltigkeit von Komplexität – auch abseits des medialen Diskurses – und rückt sie nicht nur als gesellschaftliche Herausforderung und epistemische Zumutung, sondern auch als Quelle von Ästhetik, Faszination und als Erkenntnisinstrument selbst in den Blick.
Programm
16.10.2025 – Dr. Oliver Kamps (CDSC, Uni Münster):
Komplexe Intelligenz und intelligente Komplexität - Über die Beziehung von komplexen Systemen und künstlicher Intelligenz
30.10.2025 – Dr. Katharina Ehret (English Linguistics, Uni Freiburg):
Alle Sprachen sind gleichermaßen komplex!? Metriken, Definitionen und Debatten zu Komplexität in der Sprachwissenschaft
Ersatztermin am 08.01.2026: 13.11.2025 – Prof. Dr. Markus Lehmkuhl (Wissenschaftskommunikation, KIT Karlsruhe)
Komplexität im Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit
11.12.2025 – Prof. Dr. Uwe Schimank (Soziologie, Uni Bremen)
Rationalität trotz Komplexität: Schwierigkeiten des Entscheidens
18.12.2025 – Prof. Dr. Dr. Eckehard Schöll (Physik, TU Berlin)
Selbstorganisation in komplexen Systemen. Hermann Haken und die Theorie der Synergetik
08.01.2026 – Prof. Dr. Markus Lehmkuhl (Wissenschaftskommunikation, KIT Karlsruhe)
Komplexität im Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit
15.01.2026 – Dr. André Steiner (Literaturwissenschaft, Uni Bremen)
Literarisches Erzählen im Zeitalter der Komplexität
29.01.2026 – Prof. Dr. Eberhard Hüppe (Soziologie/Musikwissenschaft, Uni Münster)
Praktiken kompositorischer Komplexitätsgestaltung: Transformation, Reduktion, Situation
Katharina Ehret hielt am 30.10.2025 ihren Vortrag "Alle Sprachen sind gleichermaßen komplex!? Metriken, Definitionen und Debatten zu Komplexität in der Sprachwissenschaft".

Am 11.12 war Uwe Schimank mit dem Vortrag "Rationalität trotz Komplexität: Schwierigkeiten des Entscheidens" bei der RIngvorlesung zu Gast.

Am 18.12 hielt Eckehard Schöll einen Vortrag bei der Ringvorlesung mit dem Titel "Selbstorganisation in komplexen Systemen. Hermann Haken und die Theorie der Synergeti."
Ringvorlesungen des ZfW
Seit seiner Gründung im Sommersemester 2006 organisiert das Zentrum für Wissenschaftstheorie regelmäßig eine interdisziplinäre Ringvorlesung. Diese richtet sich über die Hochschulöffentlichkeit hinaus auch an das Stadtpublikum. Getragen werden die Ringvorlesungen von den Mitgliedern des ZfW, aus deren Reihen sich jedes Semester neue OrganisatorInnen zusammentun um ein wissenschaftstheoretisches Thema durch Vorträge aus unterschiedlichen Disziplinen zu beleuchten. Dabei sind weder der Status an der Universität noch die akademische Disziplin entscheidend, sodass sich immer wieder diverse Teams bilden, um die Wissenschaftstheorie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
