+++ DIE RINGVORLESUNG AM 25.06 MUSS LEIDER AUSFALLEN +++

Ringvorlesung
Digitale Realität?
Computer als Erkenntniswerkzeuge in den Wissenschaften
Im Sommersemester 2026 findet die interdisziplinäre Ringvorlesung „Digitale Realität? Computer als Erkenntniswerkzeuge in den Wissenschaften“ statt.
Diese wird vom Zentrum für Wissenschaftstheorie und dem Center for Digital Humanities organisiert und richtet sich an ein allgemeines Publikum.
Wann: jeweils donnerstags von 18:15-19:45 in hybrider Form.
Wo: Hörsaal F4, Fürstenberghaus, Domplatz 20-22
Bitte melden Sie sich für die Online-Teilnahme hier an. Der Zoom-Link wird jeweils am Donnerstag per Email zugestellt.
Hier finden Sie den Downloadlink zum Programm der Ringvorlesung.
Thema
Der Einsatz von Computern ist aus der wissenschaftlichen Forschung nicht mehr wegzudenken. Und mit dem zunehmenden Gebrauch von Chatbots und großen Sprachmodellen sind einige der Fragen, die in den Wissenschaften und der Philosophie in dieser Hinsicht schon länger diskutiert werden, auch für den alltäglichen Gebrauch von Computern relevant geworden: Einerseits können wir mit Computern Fragen beantworten, deren Antworten ohne sie bislang nur mit großer Mühe oder gar nicht gefunden werden konnten. Andererseits wissen wir nicht immer mit hinreichender Sicherheit, ob wir den so gefundenen Ergebnissen auch wirklich trauen dürfen.
In der Wissenschaftsphilosophie werden Begriffe wie der des Modells schon seit längerem diskutiert, die Rolle von Simulationen im Forschungsprozess wurde ebenso beleuchtet wie grundsätzliche Fragen etwa nach dem Wesen von Software und der Tätigkeit des Programmierens.
Unsere Ringvorlesung soll auf diesem Hintergrund zweierlei erreichen: anhand konkreter Beispiele zeigen, wie der Computer Forschung erleichtert und verbessert, aber zugleich den Risiken, die mit dieser Entwicklung verbunden sind, nachgehen. Zu Wort kommen sollen dabei nicht nur Vertreter*innen der Wissenschaftstheorie allgemein, sondern auch Expert*innen aus Disziplinen wie Digital Humanities oder Computational Social Science, in denen dem Computer als Instrument der Forschung eine besondere Bedeutung zukommt.
Programm
23.04.2026 – Mareike König (Deutsches Historisches Institut, Paris):
Dynamiken epistemischer Werte und was sie über Digitale Geisteswissenschaften aussagen
ÄNDERUNG: 07.05.2026 – Stefan Heßbrüggen-Walter (Zentrum für Wissenschaftstheorie, Münster):
Wörter der Philosophie: zur digitalen Erforschung philosophischer Terminologie
21.05.2026 – Christian Grimme (Wirtschaftsinformatik, Uni Münster):
Desinformation und Automatisierung in sozialen Medien computergestützt erkennen und erforschen
11.06.2026 – Daria Hartmann (Religionswissenschaft, Uni Münster):
(Q)Drops im Datenmeer: Potentiale digitaler Methoden zur Analyse alternativer Epistemologien
AUSFALL: 25.06.2026 – Dominik Heider (Medizinische Informatik, Uni Münster):
KI – Ein Blick in die Box… und was das mit Science Fiction zu tun hat
09.07.2026 – Jakob Jünger (Kommunikationswissenschaft, Uni Münster):
Wann ist ein Bot ein Bot? Auf Erkenntnissuche zwischen Plattformarchitekturen, Maschinen und automatisierten Methoden

Am 23.04 eröffnete Mareike König (Deutsches Historisches Institut, Paris) die Ringvorlesung mit dem Vortrag "Dynamiken epistemischer Werte und was sie über Digitale Geisteswissenschaften aussagen:"

Stefan Heßbrüggen-Walter (Zentrum für Wissenschaftstheorie, Münster) hielt am 07.05 seinen Vortrag "Wörter der Philosophie: zur digitalen Erforschung philosophischer Terminologie".

Am 21.05 war der Vortrag "Desinformation und Automatisierung in sozialen Medien computergestützt erkennen und erforschen" von Christian Grimme zu hören.
Der Vortrag "(Q)Drops im Datenmeer: Potentiale digitaler Methoden zur Analyse alternativer Epistemologien" von Daria Hartmann war am 11.06. zu hören
Ringvorlesungen des ZfW
Seit seiner Gründung im Sommersemester 2006 organisiert das Zentrum für Wissenschaftstheorie regelmäßig eine interdisziplinäre Ringvorlesung. Diese richtet sich über die Hochschulöffentlichkeit hinaus auch an das Stadtpublikum. Getragen werden die Ringvorlesungen von den Mitgliedern des ZfW, aus deren Reihen sich jedes Semester neue OrganisatorInnen zusammentun um ein wissenschaftstheoretisches Thema durch Vorträge aus unterschiedlichen Disziplinen zu beleuchten. Dabei sind weder der Status an der Universität noch die akademische Disziplin entscheidend, sodass sich immer wieder diverse Teams bilden, um die Wissenschaftstheorie einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.