Bitte beachten Sie: Bis auf weiteres finden die Sprechstunden online statt. Wenden Sie sich per Mail an Ihre/n Dozent/in für weitere Informationen.

© ZfW

Aktuelle Ringvorlesung im Wintersemester 2021/22

Die Vorlesungsreihe findet zunächst ausschließlich über Zoom statt. Der Link zur jeweiligen Veranstaltung wird allen Teilnehmenden jeweils am Donnerstagvormittag per Mail zugeschickt. Zur Anmeldung für die Vorlesungsreihe nutzen Sie bitte diesen Link.

Modelle in der Wissenschaft sind neuerdings zum Gegenstand der öffentlichen Diskussion geworden, und sie haben, wie es scheint, ein Image-Problem. So liest man etwa in der Neuen Zürcher Zeitung: „Seit Beginn der Pandemie geistern absurde Vorhersagen durch die Medien. Oft daneben liegt eine Gruppe, von der die meisten Menschen vor Corona noch nie gehört hatten: die sogenannten Modellierer.“ Zweifellos besteht hier ein erhebliches Vermittlungsproblem. Die kontrovers geführten Auseinandersetzungen um Pandemie und Klima werden zunehmend als Streit um wissenschaftliche Modelle wahrgenommen, deren Herkunft unklar scheint und die doch wichtige politische Entscheidungen begründen und legitimieren. Umso wichtiger erscheint die Frage: Was ist ein Modell? Repräsentiert es Fakten? Stellt es Hypothesen auf? Gibt es Prognosen über künftiges Geschehen oder reguliert es das Verhalten in der Gegenwart?

Das ZfW nimmt diese heikle Ausgangslage und die Fragen, die damit verbunden sind, zum Anlass, nach der Rolle und Funktion sowohl der modellierenden Instanzen als auch der Modelle selbst zu fragen. Dabei soll es weniger um den Modellgebrauch der Einzeldisziplinen gehen, als um die Kulturtechnik des Modellierens, die man auch als ‚Denken mit Objekten‘ bezeichnet hat. Die Vorlesung verbindet dabei wissensphilosophische Fragestellungen mit Fragen nach der sozialethischen und ästhetischen Funktion der Modelle. Die ‚Kulturtechnik Modell‘ wird hierbei aus der Perspektive der Wissenschaftstheorie und -philosophie, der Technikwissenschaft, der Technikfolgenabschätzung sowie der Literaturwissenschaft und der Kunst diskutiert.

Download: Plakat zur Ringvorlesung

 

Aktuelles zur Lehre am ZfW

Lehre am ZfW im Wintersemester 2021/22

Das Lehrangebot des ZfW im Wintersemester 2021/22 ist jetzt unter Lehre einsehbar.

Wir hoffen, dass im Wintersemester wieder reguläre Präsenzlehre (mit Hygienemaßnahmen) stattfinden kann. Einige unserer Seminare werden auf jeden Fall online stattfinden. In jedem Fall gilt, dass die Anmeldung zu den Seminaren obligatorisch ist; sie erfolgt über das HIS LSF Portal der WWU.

Stand: 23.08.2021

Aktuelles zu Veranstaltungen am ZfW
© ZfW

Interdisziplinäre Konferenz "Prinzipielles Nichtwissen"

Am 29. und 30. Oktober findet die Konferenz "Prinzipielles Nichtwissen" statt.

29. Oktober: 13:00 bis 19:00 Uhr (mit anschließendem Abendessen)
30. Oktober: 9:00 bis 17:00 Uhr

Ort: Seminarraum DPL23.201 im Gebäude Domplatz 23 (Philosophikum).

Die Konferenz ist als Hybridveranstaltung auch über Zoom zugänglich. Anmeldungen zur Teilnahme über Zoom bitte per E-Mail an: carsten.ohlrogge@uni-muenster.de

I. Organisatoren

Dr. phil. Gallina Tasheva, Institut für Soziologie der WWU Münster, Mitglied des ZfW
Univ.-Prof. Dr. Niko Strobach, Philosophisches Seminar der WWU Münster, Mitglied des ZfW
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Pohlers, Mathematisches Institut der WWU Münster, Mitglied des ZfW

II. Zur inhaltlichen Motivation und Zielsetzung der Konferenz

Etwas nicht zu wissen ist ein wesentlicher Antrieb des Denkens und der Wissenschaft. lm Unterschied zu den Formen des Nicht-Wissens, die infolge begrenzter menschlicher Erkenntnisfähigkeit, noch fehlender geeigneter Methoden, unzureichender Mittel, noch ungenügender technischer Entwicklung, zu geringer Attraktivität des Problems oder zu großer Komplexität der Probleme entstehen, jedoch potentiell in Wissen überführbar sind, kann sich eine Form prinzipiellen Nichtwissens ausprägen, das nachweisbares Nichtwissen ist. So entsteht Wissen über Nichtwissen. Beispiele hierfür können die Gödelschen Unvollständigkeitssätze in der Mathematik oder die Heisenbergsche Unschärferelation in der Physik sein. Prinzipielles Nichtwissen entsteht auch durch selbstreferenzielle Eigenschaften sozialer und sozioökonomischer Systeme. Bezüglich des Fremdpsychischen oder aber im Zusammenhang mit besonders schwierigen ethisch-rechtlichen Fragen kann es prinzipielles Nichtwissen geben. Die Konferenz soll der Frage nachgehen, in welchen Formen prinzipielles Nichtwissen in den unterschiedlichen Wissensgebieten vorkommen kann. Diskutiert werden soll auch, welche Konsequenzen sich daraus für den Wissensbegriff und für den Begriff der Wissenschaft ergeben.

Programm
 

Radio Q-Interview mit Markus Seidel
© Sebastian Stachorra/ZfW

Interview von Markus Seidel zum Thema: Ist die Wissenschaftsfreiheit in Deutschland bedroht?

Am Freitag, den 28.05.2021, gab Dr. Markus Seidel in einem Interview mit Radio Q seine Einschätzung zum Thema "Ist die Wissenschaftsfreiheit in Deutschland bedroht?" Dr. Markus Seidel ist am Zentrum für Wissenschaftstheorie Lehrkraft für besondere Aufgaben. Das Interview können Sie hier hören.

Online Ringvorlesung im Sommersemester 2021
Plakat zur Ringvorlesung: Fachkulturen – Lehrkulturen?
© ZfW

Fachkulturen – Lehrkulturen? Die Vielfalt der Hochschullehre wissenschaftstheoretisch reflektiert

Die interdisziplinäre Ringvorlesung 'Fachkulturen – Lehrkulturen?' geht von der leitenden Vermutung aus, dass die Gestaltung der Lehre eng mit dem wissenschaftlichen Selbstverständnis ihrer jeweiligen Disziplin verbunden ist. Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Fachrichtungen werden in dieser Ringvorlesung einschlägige Beispiele aus Lehrveranstaltungen ihrer Disziplin vorstellen und dabei wissenschaftstheoretisch reflektieren, welche impliziten Annahmen über die Arbeitsweisen des eigenen Fachs in dieser Lehrpraxis enthalten sind.

Programm Ringvorlesung

Ringvorlesung verpasst? Auf der Ringvorlesungsseite können Sie sich die Aufnahmen der Ringvorlesung ansehen.