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Das Foto zeigt eine Frau, Stephanie Elias, die ein Stück Mohnkuchen in die Kamera hält.<address>© Uni MS - Julia Harth</address>
Stephanie Elias ist als Koordinatorin des Stipendienprogramms „ProTalent“ die erste Ansprechpartnerin für Förderer und Studierende.
© Uni MS - Julia Harth

Auf ein Stück Mohnkuchen

… mit Stephanie Elias, Koordinatorin des „ProTalent“-Stipendienprogramms

Wenn bei der jährlichen „ProTalent“-Feier Studierende und Förderer miteinander ins Gespräch kommen, ist das für Stephanie Elias der schönste Moment. Seit 2016 organisiert und koordiniert sie das Stipendienprogramm an der Universität Münster – und sorgt dafür, dass aus Bewerbungen Begegnungen werden. Leidenschaft, Organisationstalent und ein feines Gespür für Menschen prägen ihre Arbeit. „Ich sehe mich als Brückenbauerin zwischen den Bewerbern, den Förderern und der Universität“, sagt sie.

Der Alltag von Stephanie Elias ist ebenso vielfältig wie das Stipendienprogramm selbst. Von der Jahresplanung über Infoveranstaltungen bis hin zur Sichtung von Bewerbungsunterlagen – die Aufgaben sind breit gefächert. „Die ProTalent-Stipendien sind sehr gefragt. Auf einen Platz kommen im Schnitt fünf Bewerbungen. Insgesamt vergeben wir aktuell rund 300 Stipendien“, erklärt sie. Auch wenn die Auswahl eine Herausforderung ist, liebt sie diesen Teil besonders. „Da geht es nicht nur um Noten, sondern um Lebensgeschichten.“

Von Studierenden, die nach Flucht und Krieg in Münster neu anfangen, über Ehrenamtliche, die Studium, Arbeit und soziales Engagement verbinden, bis hin zu Quereinsteigern mit ungewöhnlichen Werdegängen – die Vielfalt der Bewerber beeindruckt sie immer wieder. Ein Beispiel ist ihr besonders in Erinnerung geblieben: eine Studentin, die ihr Studium in der Ukraine abbrechen musste und in Münster einen Neuanfang wagt. „Wenn es passt, gewinnen alle – und zwar wirklich“, sagt Stephanie Elias über den Moment, in dem Studierende und Förderer zueinanderfinden.

Besonders freut es sie, dass es viele Förderer gibt, die dem Programm schon seit Jahren treu und immer wieder bereit sind, neue Studierende zu unterstützen. Manche engagieren sich, weil sie selbst an der Universität Münster studiert haben und sich als Alumni weiterhin mit ihrer Alma Mater verbunden fühlen. Andere treten als Unternehmen auf, die gezielt junge Talente aus bestimmten Fachbereichen fördern möchten.

Je nach Jahreszeit und Planungsphase nimmt ihre Arbeit unterschiedliche Formen an: von der Akquise neuer Förderer bis hin zur Vorbereitung großer Veranstaltungen. „Vieles ist Routine, aber immer wieder gibt es neue Ansatzpunkte zur Verbesserung“, erklärt sie. Besonders spannend findet sie es, kleine Veränderungen vorzunehmen, die große Wirkung zeigen – etwa beim Ausbau des IT-gestützten Bewerbungsprozesses.

Als Projektkoordinatorin bringt die studierte Medienökonomin die richtigen Stärken mit: Organisationstalent, kommunikative Klarheit und langjährige Erfahrung in der Hochschul- und Bildungsarbeit. Mit ihrer Beratungs- und Coachingkompetenz ist sie eine verlässliche Ansprechpartnerin für Stipendiatinnen, Stipendiaten und Förderer. „Ich kann gut zuhören und verliere dabei nie die vielen Fäden aus dem Blick, die einen Prozess zusammenhalten“, beschreibt sie ihr Selbstverständnis.

Privat zeigt sich Stephanie Elias ebenso strukturiert wie im Beruf. Zehn Jahre lang arbeitete sie im Rheinland in Werbeagenturen und im Marketing, bevor sie aus familiären Gründen nach Hamm zurückkehrte. Heute lebt sie dort mit ihrem Mann, ihren zwei Kindern und einem Hund. „Das ist auch deswegen praktisch, weil die Großeltern gleich ums Eck wohnen.“ Der Alltag ist lebhaft: Gartenarbeit, Ausflüge zum Ketteler-Hof oder in den Maxipark und das klassische Mama-Taxi-Programm gehören dazu. Dennoch nimmt sie sich regelmäßig Zeit für sich. Zumba-Kurse und Workouts zu Hause sind feste Bestandteile ihrer Woche. „Bewegung macht mir den Kopf frei – vor allem in stressigen Arbeitsphasen.“

Die ProTalent-Stipendienfeier ist für sie der emotionale Höhepunkt: positive Rückmeldungen, wertvolles Netzwerken und das sichtbare Ergebnis ihrer Arbeit. Für die Universität Münster ist Stephanie Elias damit weit mehr als eine Verwaltungsinstanz. Sie ist diejenige, die Förderer, Fachbereiche und Studierende zusammenbringt. Sie hat den notwendigen Blick fürs Detail und ein Gespür für Geschichten. „Wenn eine Förderin nach der Feier sagt, sie habe den richtigen Kandidaten gefunden, weiß ich: Das war unsere gemeinsame Leistung.“

Autorin: Kathrin Kottke

 

Mit einem Stück Mohnkuchen im Gepäck besuchen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stabsstelle Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit für jede Ausgabe Universitätsbeschäftigte, um mit ihnen über Besonderheiten ihres Arbeitsplatzes zu sprechen.

Dieser Artikel stammt aus der Unizeitung wissen|leben Nr. 6, 1. Oktober 2025.

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