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Münster (upm/tz).
Das neue Geomuseum dient den Ehemaligen als Treffpunkt.<address>© Uni MS - Christoph Steinweg</address>
Das neue Geomuseum dient den Ehemaligen als Treffpunkt.
© Uni MS - Christoph Steinweg

Alumni-Gruppe: Neustart im neuen Geomuseum

Das Ehemaligen-Netzwerk des Instituts für Geologie und Paläontologie wurde reaktiviert

Im August 2023 eröffnete das Rektorat das neue Geomuseum – mehr als 25.000 Gäste nutzten seitdem die Gelegenheit für einen Rundgang „vom Urknall bis Westfalen“. Neben den vielen Interessierten gibt es eine weitere Gruppe, die der Eröffnung entgegengefiebert hat: das Netzwerk der Alumni des Instituts für Geologie und Paläontologie. Die Ehemaligen des Instituts nutzten das Geologisch-Paläontologische Museum an der Pferdegasse bereits Anfang der Neunzigerjahre für regelmäßige Treffen. „Ich war damals als studentische Hilfskraft mit dabei“, erklärt Privatdozentin Dr. Patricia Göbel. Die Geologin und Akademische Oberrätin organisiert die Alumni-Veranstaltungen. „Alle ein bis zwei Jahre kamen die Ehemaligen mitten im Museum ins Gespräch.“ Damit sind in diesem Fall all jene gemeint, die am Institut studiert oder ihre Abschlussarbeit geschrieben haben sowie ehemals Beschäftigte und Professoren. „Ich habe sehr gute Erinnerungen an die Treffen. Es war eine besondere Atmosphäre, sich unter dem Mammut auszutauschen. Einmal fiel sogar der Schwanz des Mammuts ins Buffet“, erinnert sie sich.

Mit der Schließung des Museums 2007 wurde es allerdings schwieriger, regelmäßige Veranstaltungen zu organisieren. Zu Beginn der Bauarbeiten traf sich die Gruppe einmalig auf der Baustelle, zwar ohne Ausstellung, aber immer noch mit Buffet. „Wir hatten anfangs die Hoffnung, dass das neue Museum bald aufmacht“, sagt Prof. Dr. Thomas Becker, geschäftsführender Direktor des Instituts. „Aber sobald es offensichtlicher wurde, dass es länger dauert, haben die Treffen eine lange Zeit ausgesetzt.“

Mit der Eröffnung des neuen Treffpunkts gab es im vergangenen Dezember nun wieder ein Zusammenkommen. Die mittlerweile 250 Mitglieder des Instituts-Netzwerks wurden ins Geomuseum eingeladen – zum ersten Mal nach zehn Jahren. Mit der Reaktivierung der Gruppe habe das Institut offene Türen eingerannt, meint Thomas Becker. Rund 70 Personen nahmen an der Wiederbelebung der alten Tradition teil.

„Es ist schön, eine solche Mischung an verschiedenen Alumni begrüßen zu dürfen“, schwärmt Patricia Göbel. „Von Gästen, die im Jahr 1966 ihr Diplom gemacht haben, bis hin zu Bachelor- und Master-Absolventinnen und -Absolventen der letzten Jahre zeigt sich ein besonderer Wunsch, mit dem Institut in Verbindung zu bleiben.“ Und nicht nur die Abschlussjahrgänge sind sehr heterogen. Im Dezember kamen neben Gästen aus dem Münsterland Besucher aus München oder Stuttgart. In der Vielfalt der Berufsfelder sieht auch Thomas Becker eine spannende Entwicklung. „In den vergangenen Jahren hat sich ein großer neuer Markt für MINT- Absolventen ergeben. Neben klassischen Arbeitsplätzen in Ingenieurbüros oder Museen treffen wir nun Ehemalige, die beispielsweise die Geoinformation für Glasfaser-Strukturen oder Projekte der Deutschen Bahn bereitstellen.“

In Zukunft sollen die Zusammenkünfte wieder regelmäßig stattfinden. „Das nächste Treffen werden wir wohl zu einer wärmeren Jahreszeit planen“, sagt Patricia Göbel. Wenngleich die beiden mit der Besucherzahl der jüngsten Veranstaltung zufrieden sind, hat Thomas Becker Hoffnung auf eine Steigerung. „Da geht noch mehr.“

Autor: Tim Zemlicka

Dieser Artikel stammt aus der Unizeitung wissen|leben Nr. 1, 31. Januar 2024.

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