Gesundheit und Lebensqualität fördern
Urbanes Gärtnern auf dem Dorf und Gesundheitsförderung im Stadtteil – damit befassen sich die Siegerprojekte des diesjährigen Citizen-Science-Wettbewerbs der Stiftung WWU. Die Gewinner dürfen sich über eine Förderung von jeweils 7.500 Euro freuen.
Im Projekt „Community Forscher/Forscherin für Berg Fidel“ ermitteln Prof. Dr. Iris Dzudzek vom Institut für Geographie und Community-Forscherin Natividad Abaga Ayecaba, die in dem Stadtteil aufgewachsen und verwurzelt ist, Bedarfe der Gesundheitsförderung für Berg Fidel. Dieser ist von gesundheitlicher Chancenungleichheit geprägt: Kinder und Jugendliche von hier schneiden beispielsweise in den Schuleingangsuntersuchungen deutlich schlechter ab als Kinder aus weniger stigmatisierten Stadtteilen. Das Projekt widmet sich den damit verbundenen Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung. In einem Workshop mit allen Beteiligten, interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie mit Akteuren aus Berg Fidel spiegelt die erhobenen Daten in die Community zurück und bietet so Raum für Diskussionen, Vernetzung und für die Entwicklung von gesundheitsrelevanten Strategien.
Die Stiftung WWU Münster finanziert den Citizen-Science-Wettbewerb an der Universität Münster seit 2020. Damit fördert die Stiftung Forschung, bei der Bürger aktiv eingebunden werden. Inhaltlich wird der Wettbewerb von der Arbeitsstelle Forschungstransfer (AFO) koordiniert und begleitet. Er soll den Stellenwert des Citizen-Science-Ansatzes der Universität stärken, für das Potenzial in Forschungsprojekten sensibilisieren und zu neuen Projekten anregen. Ziel ist es, das Vertrauen in wissenschaftliche Methoden zu stärken und gleichzeitig eine stärkere Verbindung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft zu schaffen.
Autorinnen: Franziska Menge und Brigitte Heeke
Dieser Artikel stammt aus der Unizeitung wissen|leben Nr. 3, 3. Mai 2023.