Religion und Politik

Der Forschungsschwerpunkt „Religion und Politik“ widmet sich dem Verhältnis von Religion und Politik und weiteren gesellschaftlichen Bereichen wie Recht, Wirtschaft, Medien oder Kunst. Das Spektrum des Forschungsschwerpunkts reicht vom Altertum bis zur Gegenwart: Von der antiken Götterwelt über Judentum, Christentum und Islam in Mittelalter und früher Neuzeit bis hin zur heutigen Situation in Europa, Amerika, Asien und Afrika.

Rund 200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus mehr als 20 geistes- und sozialwissenschaftlichen Fächern und rund 14 Nationen kooperieren über disziplinäre Fächergrenzen hinweg. Sie betreiben Grundlagenforschung und stellen zugleich Reflexionswissen für die Bewältigung drängender Gegenwartsfragen in einer globalisierten Gesellschaft zur Verfügung.

Der Forschungsschwerpunkt baut auf eine langjährige geisteswissenschaftliche SFB-Tradition an der WWU auf. Mit dem seit 2007 geförderten Exzellenzcluster „Religion und Politik“ ist die Universität Münster zu einem bundesweit einzigartigen Standort für interdisziplinäre Religionsforschung geworden. Strukturell sind drei epochenbezogene Forschungs-Centren aufgebaut worden: das Centrum für Religion und Moderne (CRM), das Centrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung (CMF) und das Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums (GKM). Zudem hat die WWU das Zentrum für Islamische Theologie (ZIT) gegründet, aus dem die Gründung der ersten deutschen Islamisch-Theologischen Fakultät hervorgeht. Ab 2022 werden die evangelische, katholische, orthodoxe und islamische Theologie und Einrichtungen der bekenntnisungebundenen Religionsforschung auf dem neuen „Campus der Religionen“ zusammengeführt: Eine Plattform für interdisziplinäre Kooperation, gelebten interreligiösen Dialog und ein einzigartiges Umfeld für die Ausbildung von Religionslehrerinnen und Religionslehrer.