Neuberufene im Jahr 2020

Prof. Dr. David Bendig
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Prof. Dr. David Bendig (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)

Seit Juni 2020 ist Prof. Dr. David Bendig Inhaber des neuen Lehrstuhls für Entrepreneurship an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Vor seinem Wechsel nach Münster war er Professor an der Universität Magdeburg und Akademischer Rat und Gründercoach an der RWTH Aachen University. Sein Studium der Wirtschaftswissenschaften schloss David Bendig an der Ruhr-Universität Bochum, der Baylor University Texas und der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt ab – er promovierte an der RWTH Aachen.
Praktische Erfahrung sammelte David Bendig als Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group in Düsseldorf und Hongkong. Er ist noch heute tätig als Trainer und Berater für etablierte Unternehmen sowie als Mentor für Start-up-Unternehmen. David Bendig war Visiting Scholar an der Tsinghua University in der chinesischen Hauptstadt Peking (Beijing) und an der WHU – Otto Beisheim School of Management. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen im (Corporate) Entrepreneurship, Digitalisierung, Innovationsmanagement und strategischem Management.
Als Mitglied des Executive Boards des Euregio-Start-up-Center „REACH“ wird er das Unternehmertum in der EUREGIO fördern.

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Prof. Dr. Fabian Gieseke
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Prof. Dr. Fabian Gieseke (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)

Seit April 2020 lehrt Prof. Dr. Fabian Gieseke am Institut für Wirtschaftsinformatik der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Er studierte Mathematik und Informatik in Münster. 2012 promovierte er an der Oldenburger Carl von Ossietzky Universität zum Thema „From Supervised to Unsupervised Support Vector Machines and Applications in Astronomy“. Gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) arbeitete er anschließend als Postdoc an der University of Copenhagen und an der Radboud University Nijmegen. Die letzten vier Jahre war er als Tenure -Track Assistant an der University of Copenhagen beschäftigt.
Fabian Giesekes Forschungsinteressen liegt im Schnittstellenbereich zwischen dem Maschinellen Lernen und dem Data Engineering. Innerhalb der letzten Jahre haben die Datenmengen in vielen Gebieten dramatisch zugenommen. Die Analyse solcher Datenmengen „per Hand“ ist im Allgemeinen nicht mehr möglich und erfordert automatisiserte Analyseverfahren. Seine bisherigen und aktuellen Arbeiten zielen auf die Entwicklung neuer skalierbarer Datenanalyseverfahren und auf die praktische Anwendung solcher Techniken ab. Beispielsweise können im Allgemeinen kostengünstige massiv-parallele Systeme genutzt werden, um die praktische Laufzeit der entsprechenden Verfahren dramatisch zu reduzieren. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Erstellung und die Anwendung sogenannter Deep-Learning-Modelle, welche innerhalb der letzten Jahre die automatisierte Analyse in fast allen datenintensiven Gebieten revolutioniert haben. Gemeinsam mit anderen Forschern nutzt Fabian Gieseke solche Modelle beispielsweise, um Bäume und Wälder auf Basis großer Mengen an Satellitendaten automatisch zu erfassen und zu überwachen.
Fabian Gieseke wird sich an der WWU mit Data Science verbunden mit Fragestellungen des Software Engineering beschäftigen.

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Prof. Dr. André H. Gröschel
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Prof. Dr. André H. Gröschel (Fachbereich Chemie)

Seit Februar 2020 lehrt Prof. Dr. André Gröschel Physikalische Chemie am Fachbereich Chemie. Nach seinem Studium an der Universität Bayreuth mit dem Schwerpunkt Makromolekulare Chemie und seiner Promotion 2012 auf dem Gebiet der hierarchischen Strukturbildung polymerer Nanostrukturen, forschte er als Postdoc am Lehrstuhl für Angewandte Physik an der Aalto Universität in Helsinki. 2016 nahm André Gröschel eine Stiftungsjuniorprofessur an der Universität Duisburg-Essen an.
In Münster forscht André Gröschel vor allem zur Synthese, Strukturbildung und Analytik von Polymeren und Kolloiden. Für eine Vielzahl von Anwendungen in der Nanomedizin, Katalyse und Energieumwandlung ist es wichtig, Grenzflächen auf unterschiedlichen Längenskalen vorhersagbar kontrollieren und modifizieren zu können. Seine Arbeitsgruppe beschäftigt sich vor allem mit dem Design von Blockcopolymer- und Kolloidbausteinen, die sich selbständig zu maßgeschneiderten nano-, meso- und mikroskaligen Materialien mit komplexer hierarchischer Struktur zusammenfinden.
„Nach mehreren Umzügen – sowohl persönlich als auch mit meiner Arbeitsgruppe – haben wir an der WWU das Gefühl, angekommen zu sein. Wir freuen uns darauf, Projekte und Forschung langfristig und ohne Unterbrechungen planen und umsetzen zu können“, betont der Wissenschaftler.

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Prof. Dr. Kristin Kleber
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Prof. Dr. Kristin Kleber (Fachbereich Philologie)

Seit September 2020 lehrt Prof. Dr. Kristin Kleber Altorientalistik am Fachbereich Philologie. Nach ihrem Studium der Altorientalistik, Vorderasiatischen Archäologie und Semitistik an der FU Berlin und der US-amerikanischen Johns Hopkins University in Baltimore promovierte sie 2008 an der WWU im Fach Altorientalische Philologie mit einer Dissertation über „Tempel und Palast. Die Beziehungen zwischen dem König und dem Eanna-Tempel im spätbabylonischen Uruk“. Im Anschluss daran forschte sie bis 2010 als Postdoc im Exzellenzcluster „Topoi“ an der FU Berlin – bis 2020 lehrte sie an der Freien Universität Amsterdam Altorientalistik (Ancient Near Eastern Studies).
Kristin Klebers Forschungsschwerpunkte sind die ersten Hochkulturen der Menschheit im alten Vorderen Orient, wo rund 3400 v. Chr. die Schrift erfunden wurde. Man schrieb in Keilschrift auf Tontafeln, vor allem auf Sumerisch und Akkadisch – zwei Sprachen, die sie auch in Münster lehren wird. Weil sich Ton gut erhält, stellen diese Schriftquellen heute eines der umfangreichsten Textkorpora der antiken Welt dar, das zu einem großen Teil noch unerforscht ist. Kristin Kleber liest und übersetzt diese Texte, um daraus Informationen über das Leben und Denken der damaligen Menschen zu gewinnen. „Als ich in Münster promovierte, hätte ich nicht im Traum daran gedacht, dass ich mal an der WWU einen Lehrstuhl übernehmen würde“, betont die Wissenschaftlerin. „Es ist schön, an meine Alma Mater zurückzukehren.“

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Prof. Dr. Nora Markard
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Prof. Dr. Nora Markard (Rechtswissenschaftliche Fakultät)

Seit Januar 2020 lehrt Prof. Dr. Nora Markard Internationales Öffentliches Recht und Internationalen Menschenrechtsschutz an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der FU Berlin und der französischen Université Paris 1 Panthéon-Sorbonne absolvierte sie ihren Master in International Peace and Security am King’s College London. Von 2005 bis 2011 arbeitete Nora Markard als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt Universität zu Berlin und promovierte dort zum Thema „Kriegsflüchtlinge: Gewalt gegen Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten als Herausforderung für das Flüchtlingsrecht und den subsidiären Schutz“. In diesen Zeitraum fällt auch ihr Referendariat, das sie zurück nach London führte. Nach Forschungsaufenthalten in Michigan und New York lehrte die Wissenschaftlerin – anfangs als Vertretungsprofessorin, später als Juniorprofessorin für Völkerrecht, Öffentliches Recht und Global Constitutionalism – an der Universität Hamburg.
Nora Markards Forschungsschwerpunkte liegen im Verfassungsrecht, im Völkerrecht und in der kritischen Rechtsforschung. Insbesondere forscht sie zum europäischen und internationalen Flüchtlingsrecht und zu den Grund- und Menschenrechten.
Für ihre Dissertation erhielt Nora Markard den Humboldt-Preis und den Marie-Elisabeth-Lüders-Wissenschaftspreis. Neben zahlreichen Publikationen engagiert sie sich ehrenamtlich in der Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) und gründete die Humboldt Law Clinic Grund- und Menschenrechte und die Refugee Law Clinic Hamburg.

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Prof. Dr. Ines Michalowski
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Prof. Dr. Ines Michalowski (Fachbereich Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften)

Prof. Dr. Ines Michalowski ist seit Dezember 2019 Professorin am Institut für Soziologie. Zuvor arbeitete die Religionssoziologin am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) in der Abteilung Migration, Integration, Transnationalisierung. Forschungsaufenthalte führten sie nach Harvard, an die Universität Wien, die Universität Nijmegen und an das Institut für politische Studien (Sciences Po) Paris.
Ines Michalowski studierte Soziologie und Politikwissenschaft an der Université Paris X – Nanterre und am Institut d’Etudes Politiques de Paris. Ihre Promotion entstand am Centre de Sociologie des Organisations Sciences Po Paris sowie an der WWU Münster. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Aushandlungsprozesse zur Rolle von Religion im öffentlichen Raum, vor allem in staatlichen Organisationen. Besonders interessiert sich die Wissenschaftlerin für Prozesse der Formalisierung und Abweichung von Regeln zum Umgang mit Religion aus mikrosoziologischer Perspektive. Dabei untersucht Ines Michalowski einerseits das Machtgefälle zwischen historisch etablierten religiösen Mehrheiten und zugewanderten Minderheiten. Zum anderen schaut sie auf kulturelle Festlegungen solcher Prozesse im Kontext von Organisationen und Nationalstaaten. Der Vergleich über Organisationen und Länder hinweg spielt eine wichtige Rolle in ihrer Forschung. In Forschung und Lehre tritt die Soziologin für die Verwendung quantitativer und qualitativer Methoden ein.

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Prof. Dr. Corinna Norrick-Rühl
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Prof. Dr. Corinna Norrick-Rühl (Fachbereich Philologie)

Seit April 2020 ist Prof. Dr. Corinna Norrick-Rühl Professorin für Book Studies am Englischen Seminar. Nach ihrem Studium der Anglistik und Buchwissenschaft in Mainz und Udine (Italien) promovierte sie 2009 an der Mainzer Johannes Gutenberg-Universität. Von 2016 bis 2020 hatte sie dort eine Juniorprofessur für Buchwissenschaft am Gutenberg-Institut für Weltliteratur und schriftorientierte Medien inne.
In Münster übernahm Corinna Norrick-Rühl bereits 2014 eine Vertretungsprofessur am Institut für Buchwissenschaft und Textforschung. „Die anglistische Buchwissenschaft ist deutschlandweit ein Alleinstellungsmerkmal der WWU“, verweist sie auf die lange Tradition ihres Fachs in Münster. Die Deutsch-Amerikanerin setzt einen Fokus auf den anglophonen Buchmarkt und die anglophone Buchkultur im 20. und 21. Jahrhundert. „Dabei interessieren uns immer auch die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen.“ Im Sonderforschungsbereich 1385 „Recht und Literatur“ ist Corinna Norrick-Rühl Co-Teilprojektleiterin für das Projekt „Literatur und Markt“. Seit 2012 ist sie Mitglied im Vorstand der wichtigsten internationalen buchwissenschaftlichen Fachgesellschaft, der Society for the History of Authorship, Reading and Publishing (SHARP), seit 2019 als „Director of Publications“.

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Prof. Dr. Julia Reckermann
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Prof. Dr. Julia Reckermann (Fachbereich Philologie)

Prof. Dr. Julia Reckermann ist seit dem 1. Januar Professorin für die Didaktik der englischen Sprache. Nach dem Lehramtsstudium der Grund-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen an der Universität Paderborn, schloss Sie ihr Referendariat mit dem zweiten Staatsexamen ab und war ein Jahr an der Schule tätig, bevor sie 2017 an der Universität Bielefeld im Fach Englische Fachdidaktik zum Lesen authentischer englischer Kinderbücher im Englischunterricht der Grundschule promovierte. Bevor Julia Reckermann nach Münster berufen wurde, war sie Junior-Professorin für Englische Fachdidaktik der Universität Paderborn. An der Universität Bielefeld und an der TU Dortmund arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin, in Dortmund war sie zudem als geschäftsführende Mitarbeiterin des Lehrstuhls in der Fachdidaktik Englisch tätig.
Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem im Bereich des frühen Fremdsprachenunterrichts, Englischerwerb in bilingualen Kindergärten, inklusiver Englischunterricht, Digitalisierung des Unterrichts und Bilingualer Unterricht.
Julia Reckermann wuchs in Steinfurt auf. „Durch meinen privaten Schwerpunkt im Münsterland habe ich viele Kontakte in die lokale Schullandschaft, was für Kooperationen in Forschung und Lehre sehr gewinnbringend ist“, betont sie.

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Prof. Dr. Christian Scheffer
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Prof. Dr. Christian Scheffer (Fachbereich Mathematik und Informatik)

Prof. Dr. Christian Scheffer hat seit April eine Professur am Institut für Informatik inne. Er studierte Informatik mit Nebenfach Mathematik an der TU Dortmund, bevor er an der WWU promovierte und hier 2014 den Dissertationspreis des Fachbereichs Mathematik und Informatik erhielt. An der TU Braunschweig hat er als Postdoc geforscht und sich im Fach Informatik habilitiert. Seine Forschungsinteressen befinden sich vorrangig im Bereich der algorithmischen Geometrie, die sich als Teilgebiet der Algorithmik mit der effizienten Lösung geometrischer Probleme beschäftigt.

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Prof. Dr. Jochen Schmid
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Prof. Dr. Jochen Schmid (Fachbereich Biologie)

Prof. Dr.-Ing. Jochen Schmid ist seit August Professor am Institut für Molekulare Mikrobiologie und Biotechnologie – er leitet das Biotechnikum der WWU. Als Mikrobiologe ist er sowohl in der Grundlagenforschung als auch der angewandten Forschung tätig. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht der Ersatz von fossilen Chemikalien und Polymeren durch biobasierte Alternativen.
Bevor Jochen Schmid den Ruf an die WWU annahm, war er Associate Professor (Biochemie und Biopolymere) an der Norwegian University of Science and Technology in Trondheim. Seine Habilitation im Fachgebiet „Mikrobielle Biotechnologie“ entstand an der TU München, studiert und promoviert hat er an der TU Berlin. Das Biotechnikum steht dem gesamten Fachbereich und darüber hinaus für verschiedene Fragestellungen und Projekte zur Verfügung. Auch in der Lehre soll das Biotechnikum zukünftig wieder eine wichtige Rolle zur Ausbildung der Studierenden einnehmen. „Exzellent ausgebildete und hochmotivierte Studierende stellen einen wichtigen Beitrag für unsere zukünftige Gesellschaft dar“, unterstreicht Jochen Schmid. Gerade im Hinblick auf eine biobasierte Wirtschaft sehe er darin eine seiner Hauptaufgaben an der WWU.

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Prof. Dr. Christoph Schneider
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Prof. Dr. Christoph Schneider (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)

Seit August 2020 ist Prof. Dr. Christoph Schneider Professor am Institut für Kreditwesen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin und einem Auslandsjahr an der US-amerikanischen University of California (Berkeley) promovierte und habilitierte er sich an der Universität Mannheim. Nach Stationen als Assistant Professor of Finance an der niederländischen Tilburg University und der University of Michigan (USA) kehrt er jetzt als Professor für Finance nach Deutschland zurück. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen unter anderem Unternehmensfinanzierung, Grundsätze der Unternehmensführung und Verhaltensökonomik.

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Prof. Dr. Anna Siffert
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Prof. Dr. Anna Siffert (Fachbereich Mathematik und Informatik)

Prof. Dr. Anna Siffert hat am 1. April 2020 die Professur für Theoretische Mathematik angetreten.
Die Mathematikerin absolvierte ihr Diplom an der Universität Bonn und promovierte an der Ruhr-Universität Bochum. Anschließend ermöglichte ihr ein Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), ein Jahr an der US-amerikanischen University of Pennsylvania zu forschen. Bevor sie an die WWU Münster berufen wurde, forschte sie am Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn. Ihre Forschungsinteressen liegen im Bereich der globalen Differentialgeometrie und deren Wechselwirkungen mit Topologie, Analysis und komplexer Geometrie.

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Prof. Dr. Kai Sina
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Prof. Dr. Kai Sina (Fachbereich Philologie)

Am 1. April übernahm Prof. Dr. Kai Sina eine Lichtenberg-Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Komparatistik mit dem Schwerpunkt Transatlantische Literaturgeschichte am Germanistischen Institut. Die Lichtenberg-Professur ist ein Förderprogramm der VolkswagenStiftung, das Wissenschaftler bei der Etablierung von unkonventionellen und interdisziplinären Forschungsschwerpunkten unterstützt.
Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel promovierte Kai Sina an der Georg-August-Universität Göttingen. Von 2010 bis 2020 war er dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig und habilitierte sich. Während seiner Zeit an der Universität Göttingen forschte Kai Sina als Fellow der Humboldt-Stiftung an der University of Chicago und wurde mit dem Wissenschaftspreis der Fritz-Behrens-Stiftung ausgezeichnet. Sein Schwerpunkt in Forschung und Lehre sind literarische und intellektuelle Austauschprozesse zwischen Europa und Amerika, insbesondere zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten. Aktuell widmet sich Kai Sina unter anderem der Rezeption Johann Wolfgang Goethes in den USA im 19. und 20. Jahrhundert, der im kalifornischen Exil entstandenen Essayistik Thomas Manns und den literarischen Folgen der westalliierten Re-Education-Politik in der frühen Nachkriegszeit.
Seit 2011 arbeitet Kai Sina zudem als freier Mitarbeiter regelmäßig für das Feuilleton der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“.

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Prof. Dr. Till Utesch
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Prof. Dr. Till Utesch (Fachbereich Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften)

Seit Dezember 2019 ist Prof. Till Utesch am Institut für Erziehungswissenschaft im Arbeitsbereich Schulpädagogik Inhaber der Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik: Pädagogische Diagnostik und Potentialentwicklung. Zuvor war er seit 2013 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Sportpsychologie am Institut für Sportwissenschaft beschäftigt.
In seiner Forschung befasst sich Till Utesch mit empirischen Fragen zur normativen und differenziellen Entwicklung von Potenzialen von Kindern und Jugendlichen, mit diagnostischen Fragen meist im Bildungskontext sowie mit professionellen Kompetenzen von Lehrpersonen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört zudem die Untersuchung von Determinanten und Mechanismen, die optimale Entwicklungsverläufe begünstigen. Das Arbeiten in interdisziplinären Teams, um bei der Beantwortung von Forschungsfragen die Perspektiven verschiedener Fachrichtungen und methodologischen Schwerpunkten zu bündeln, ist ihm ein wichtiges Anliegen. „Zudem stellt für mich die Arbeit mit Praxispartnern einen wichtigen Baustein für eine erfolgreiche Wissenschaft dar“, unterstreicht er.

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Prof. Dr. Irina Wutsdorff
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Prof. Dr. Irina Wutsdorff (Fachbereich Philologie)

Seit September ist Prof. Dr. Irina Wutsdorff Inhaberin des Lehrstuhls für Slavistik und Geschäftsführerin des gleichnamigen Instituts.
Irina Wutsdorff studierte Slawistik, Politologie, Neuere deutsche Literatur sowie Ost- und Südosteuropäische Geschichte an der FU Berlin und an der Karls-Universität in Prag. Sie promovierte an der Universität Potsdam mit einer Dissertation über "Modellbildungen zur Kategorie der Offenheit. Texte und Konzepte der tschechischen Avantgardebewegung des Poetismus, des Prager Strukturalismus und Michail Bachtins". Von 2011 bis 2017 war sie an der Universität Tübingen als Juniorprofessorin für Transkulturelle Ostmitteleuropastudien am Slavischen Seminar tätig. 2016 habilitierte sie sich dort und erhielt die venia legendi für Slavische Literatur- und Kulturwissenschaft sowie für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft. Die Habilitationsschrift befasst sich mit der Interaktion von Literatur und Philosophie in der russischen Kultur des 19. Jahrhunderts. Bevor sie den Ruf aus der WWU annahm, war Irina Wutsdorff außerplanmäßige Professorin am Slavischen Seminar der Universität Tübingen und arbeitete zudem als Lehrstuhlvertreterin an der Universität Regensburg.
Zu ihren aktuellen Forschungsschwerpunkten zählen die "Prager Moderne(n)", eine vergleichende Betrachtung der deutsch- und tschechischsprachigen Literatur und Kultur Prags um die Jahrhundertwende und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Literaturtheorien in verflechtungsgeschichtlicher Perspektive. Im Rahmen ihrer Heisenberg-Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) forscht Irina Wutsdorff unter dem Titel "Figurationen von Apokalypse und Revolution" über den russischen Symbolismus.

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Prof. Dr. Wolfgang Zeier
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Prof. Dr. Wolfgang Zeier (Fachbereich Chemie und Pharmazie)

Prof. Dr. Wolfgang Zeier wurde im Juli zum Universitätsprofessor für „Anorganische Festkörperchemie“ im Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät ernannt.
Wolfgang Zeier promovierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und am California Institute of Technology (Caltech). Sowohl an der University of Southern California als auch am Caltech war er als Postdoc tätig. Bevor er den Ruf nach Münster annahm, forschte der Chemiker in einer Nachwuchsgruppe im Emmy-Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählt die Anorganische Festkörperchemie mit Schwerpunkt auf Struktur-Eigenschaftsbeziehungen und Materialdesign. Einen besonderen Fokus legt Wolfgang Zeier zudem auf die Forschung zu festen Ionenleitern für Feststoffbatterien und auf thermoelektrische Materialien.

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