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Selani Thomas, ehemalige Masterstudentin von Prof.in. Dr. Angela Schwering, und Lugao Kasberg, von der Organisation „Mangyans for Peace and sustainable Development“, untersuchen den Zusammenhang zwischen Klimawandel, Ernährungsunsicherheit und dem Handlungsspielraum junger Menschen in der Hanunoo-Mangyan-Gemeinschaft auf der philippinischen Insel Mindoro. Hilfsmittel für die sogenannte partizipative Kartierung sind großformatige Karten und Luftbilder der Region: Die Bewohner*innen jeden Alters markieren darauf in Workshops ihr Wissen. Das können geografische Details sein, etwa häufig genutzte Wege, aber auch Absprachen der Gemeinschaften zu ihren Ressourcen. Es geht darum, wie die Menschen Veränderungen wahrnehmen und ihren Alltag regeln.
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Luca-Luisa Johannemann forscht in Costa Rica zu Wirbeltierfossilien
Statt in einer Bibliothek steht Luca-Luisa Johannemann im dichten Grün des Regenwaldes von Costa Rica am Rand eines kleinen Flusses und schiebt mit einer Schaufel vorsichtig Sedimente zur Seite. Noch ist unklar, ob sich in der erdigen Schicht tatsächlich ein Fossil verbirgt. „In der Forschung weiß man nie genau, was einen im Gelände erwartet“, sagt sie. „Man ist gewissermaßen auf Spurensuche nach Hinweisen aus der Vergangenheit.“
Die Studentin hat vor Kurzem ihren Master in Geowissenschaften mit Schwerpunkt Paläontologie abgeschlossen. Für ihre Abschlussarbeit reiste sie in das rund 10.000 Kilometer entfernte zentralamerikanische Land, wo sie voraussichtlich noch bis Juni bleiben wird. Ihr Untersuchungsgebiet liegt in der Region San Vito im Südosten Costa Ricas. Dort untersucht sie die sogenannte Taphonomie von Säugetier-Fossilien – also die Prozesse zwischen dem Tod eines Organismus und seiner Entdeckung als Fossil. So lässt sich nachvollziehen, warum manche Überreste über Millionen Jahre erhalten bleiben, während andere verschwinden.
Theresa Lucia Klein-Raufhake untersucht, wie Bodenorganismen, Baumarten und Waldbewirtschaftung zusammenwirken
Unter unseren Füßen liegt eine oft übersehene Schatzkammer: der Waldboden. Er speichert große Mengen an Kohlenstoff (CO₂) und spielt somit eine zentrale Rolle für das Klima und die Waldökosysteme. Am Internationalen Tag des Waldes, dem 21. März, rückt die enge Verbindung zwischen Klimaschutz, Wäldern und wirtschaftlicher Nutzung in den Fokus. In ihrer Dissertation hat sich Dr. Theresa Lucia Klein-Raufhake vom Institut für Landschaftsökologie der Universität Münster intensiv mit dem Waldboden beschäftigt. Im Interview mit Kathrin Kottke erklärt sie, warum unterirdische Biodiversität und Bodenkohlenstoff für die Forschung und Forstpraxis von Bedeutung sind.
Dr. Christine Putnis aus dem Institut für Mineralogie im Porträt
Die im März 2026 veröffentlichte Broschüre „Zwölf Monate, zwölf Menschen“ stellt Personen der Universität Münster vor, die im vergangenen Jahr auf unterschiedliche Weise Eindruck hinterlassen haben. Der Monat Februar mit dem Titel „Ein Leben an Grenzflächen“ ist den Leistungen von Dr. Christine Putnis, außerordentliche Professorin am Institut für Mineralogie, ihrer Arbeit in der Fluidchemie, ihrem Leben und der besonderen Auszeichnung gewidmet, die sie im vergangenen Jahr erhalten hat: der Werner-Stumm-Medaille der "European Assocation of Geochemistry".
Die letzte europäische Mondmission liegt mehr als 20 Jahre zurück. Nun sind Wissenschaftler*innen vom Institut für Planetologie Teil eines europäischen Konsortiums, das einen neuen Mondorbiter für die Europäische Weltraumorganisation (ESA) vorbereitet.
Prof. Dr. Harald Hiesinger, Dr. Carolyn van der Bogert und Dr. Wajiha Iqbal von der Universität Münster verfügen über Expertise im wissenschaftlichen Missionsmanagement und -betrieb. Das Team unterstützt die Entwicklung der Parameter für die Nutzlast im sichtbaren bis mittleren Infrarotbereich sowie der dazugehörigen Datensätze. Ziel ist es, die Beobachtung von Gesteinen und Mineralien auf der Mondoberfläche zu optimieren. „Die Daten werden unser Verständnis des Mondes deutlich erweitern und wichtige Informationen über potenzielle Landeplätze liefern, die für die Planung und Durchführung bemannter und unbemannter Missionen sowie für die Erkundung von Mondressourcen relevant sind“, erläutert Carolyn van der Bogert. Für das Forschungsteam ist die Vorbereitung der Twardowski-Mission ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige europäische Mondforschung. „Das Missionskonzept macht die wissenschaftlichen und technologischen Fähigkeiten Europas sichtbar und liefert einen neuen Datensatz mit bislang unerreichter spektraler Information über die Mondoberfläche und ihre Ressourcen“, betont Harald Hiesinger.
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Expertinnen und Experten, darunter Prof.'in Dr. Laura Stutenbecker vom Institut für Geologie und Paläontologie der Universität Münster, nehmen das Publikum mit auf eine Reise in den Untergrund der Erde. Sie zeigen Bohrkerne aus Meeresboden und von Kontinenten, schalten live zum Forschungsschiff „FS SONNE” vor San Diego und geben Einblicke in eines der größten Bohrkernlager der Welt am Forschungszentrum MARUM in Bremen.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Schulklassen der Mittel- und Oberstufe, steht aber auch Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit offen. Ziel ist es, aktuelle geowissenschaftliche Forschung auf verständliche und anschauliche Weise zu vermitteln. Die Universität Münster lädt alle Interessierten am 10. März (Dienstag) um 10.30 Uhr (Einlass ab 10 Uhr) in das Hörsaalgebäude H1 (Schlossplatz 46) ein. Der Eintritt ist frei. Schulklassen werden gebeten, sich bis zum 13. Februar unter iodp@bgr.de mit Angabe der Teilnehmerzahl anzumelden.