Aktuelles - Fachbereich Chemie und Pharmazie

Chemiker Frank Glorius für seine Beiträge zur Katalyse ausgezeichnet

© WWU - Peter Dziemba

Prof. Dr. Frank Glorius (Institut für Organische Chemie) wird mit dem Otto Bayer-Preis für Chemie und Biochemie 2022 ausgezeichnet. Die Bayer Foundation honoriert mit dem Preis seine Pionierleistungen im Bereich der Katalyse. Das von Prof. Glorius entwickelte breite Spektrum katalytischer Reaktionen ermöglich die nachhaltige Synthese organischer Moleküle für medizinische und landwirtschaftliche Anwendungen. Der mit 75.000 € dotierte Preis wird alle zwei Jahre für Pionierleistungen im Bereich der Chemie und Biochemie vergeben.
 

Evonik-Preis prämiert herausragende Abschlussarbeiten am Fachbereich

© JCF - Mohammed-Ali Aghili

Das Jungchemikerforum (JCF) Münster hat zusammen mit Evonik die Evonik Preise 2023 verliehen. In diesem Jahr wurden Henning Meteling (Masterpreis) für seine Arbeit über eine neue Methode zur reversiblen Nanostrukturierung von Oberflächen und Marcel Macke (Promotionspreis) für die Entwicklung einer neuen Analysemethode zur Bestimmung der Konzentration unterschiedlicher gadoliniumhaltiger Kontrastmittel in Gewässern ausgezeichnet.
Den begleitenden Festvortrag widmete Dr. Sandra Gröne (Evonik Creavis) der Zukunftsforschung bei Evonik.
 

Christina Hoppenbrock

Forscherin entwickelt automatisierte Herstellungsmethode für Glycomimetika - ein Interview

© privat
© WWU - Peter Leßmann

Ein Projekt, eine Forscherin und fünf Jahre intensiver Arbeit: Dr. Charlotte Teschers hat im Rahmen ihrer Doktorarbeit bei Prof. Dr. Ryan Gilmour am Organisch-Chemischen Institut eine neue Methode entwickelt, um komplexe, fluorierte Zucker herzustellen. Dazu setzte sie eine spezielle Maschine ein, die Kohlenhydrate automatisiert produziert – einen „Glyconeer“. Warum die Zuckerketten so wichtig sind und ihre Herstellung trotz der Maschine so kompliziert ist, darüber sprach Charlotte Teschers, die inzwischen am „Technion – Technologisches Institut für Israel“ in Haifa forscht, mit Christina Hoppenbrock.
 

Morgen, Kinder, wird’s was geben! – eine chemische Weihnachtsgeschichte

© WWU - Hauke Engler

Unter dem Motto „Morgen, Kinder, wird’s was geben!“ bereiteten Prof. Dr. Anette Marohn, Dr. Stefan Stucky und Dr. Jan-Bernd Haas im vollen Hörsaal bei der Weihnachtsvorlesung des Fachbereichs Chemie und Pharmazie das perfekte Weihnachtsfest vor. Die Chef-Weihnachtswichtel aus dem Institut für Didaktik der Chemie („Christmas-Institut“), zeigten mit Humor und einer Vielzahl bunter Experimente, dass die Chemie für alles eine Lösung hat – ganz egal ob es um das Enteisen des Weihnachtsbaumes geht, das Geschenkpapier oder die Verteilung der Geschenke.

Ausführlicher Bericht inkl. Fotostrecke

Neue Synthesestrategie für vicinale Diamine entwickelt

© WWU - Roman Kleinmans

Einem Team um Prof. Dr. Frank Glorius vom Organisch-chemischen Institut hat einen direkten Weg zur Herstellung von unsymmetrischen vizinalen Diaminen entwickelt. Vicinale Diamine, sind ein häufig anzutreffendes Strukturmotiv in biologisch aktiven Molekülen, Naturprodukten und Arzneimitteln. Sie enthalten Aminogruppen an zwei benachbarten Positionen im Molekül. Dabei sind besonders die unsymmetrischen Diamin mit zwei unterschiedlichen Aminogruppen von Bedeutung. Der neue Syntheseweg wurde nun in der Fachzeitschrift „Nature Catalysis“ veröffentlicht.

Zur Originalpublikation in Nature Catalysis

Münsteraner Unternehmen zeichnen Masterarbeiten des Fachbereichs aus

Masterpreise 2022: v.l.n.r: Laureen Dahrendorf (Wirtschaftschemie), Dr. Henning Kuchenbuch (Wessling GmbH), Marlen Becker (Lebensmittelchemie), Prof. Dr. Melanie Esselen (Lebensmittelchemie), Steffen Heuvel (Stellvertretend für Fritz Paulus, Chemie).Masterpreise 2022 v.l.n.r: Norbert Robers (Gastredner), Prof. Dr. Uwe Karst (Stellvertretend für Prof. Dr. Jens Leker, Wirtschaftschemie), Grosse-Hornke (Grosse-Hornke Private Consult), Laureen Dahrendorf (Wirtschaftschemie), Dr. Henning Kuchenbuch (Wessling GmbH), Marlen Becker (Lebensmittelchemie), Prof. Dr. Melanie Esselen (Lebensmittelchemie), Steffen Heuvel (Stellkertretend für Fritz Paulus, Chemie), Dr. Hans Klöcker (Thescon GmbH), Prof. Dr. Frank Glorius (Dekan).
© WWU - Peter Dziemba

Der Fachbereich Chemie und Pharmazie der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster prämierte im Rahmen des Masterpreises die Arbeiten von Fritz Paulus (Chemie), Laureen J. Dahrendorf (Wirtschaftschemie) sowie Marlen C. Becker (Lebensmittelchemie). Die Vertreter*innen der stiftenden Unternehmen Grosse-Hornke Private Consult (Münster), Wessling (Altenberge) und Thescon (Coesfeld) überreichten am Freitag die Urkunden zu den mit 1.000 Euro dotierten Auszeichnungen im Rahmen der Masterfeier für das Abschlussjahr 2022.
 

Neue Lösungsstrategie für anspruchsvolle „Meta-C-H-Funktionalisierung“ von Pyridinen entwickelt

© WWU - Arbeitskreis Studer

Pyridine, sechsgliedrige aromatische Kohlenwasserstoffe deren Ring ein Stickstoffatom enthält, sind ein häufig in landwirtschaftlich genutzten Chemikalien und Pharmazeutika zu findendes Strukturmotiv. Chemikern der Arbeitsgruppe von Prof. Armido Studer haben nun eine Strategie entwickelt, um verschieden funktionelle Gruppen in die besonders schwer zugängliche so genannte „Meta-Position“ einzuführen. Damit präsentiert die Gruppe eine Lösung für eine herausfordernde Problemstellung der organischen Synthesechemie. Die im Fachjournal „Science“ veröffentlichte Arbeit demonstriert am Beispiel von zwölf verschiedenen Medikamenten.
 

Hohe Besucherzahlen beim Hochschultag am Fachbereich Chemie und Pharmazie

© WWU - Hauke Engler

Erstmals seit Beginn der Pandemie fand der Hochschultag Münster wieder in Präsenz statt. Mehr als 1.100 Studieninteressierte nutzten die Gelegenheit, um einmal hinter die Kulissen des Fachbereichs Chemie und Pharmazie zu schauen und sich zu den Studienmöglichkeiten beraten zu lassen. Mit der Showvorlesung „Es werde Licht“ startete das Team von Prof. Dr. Uwe Karst das Programm gleich im gut besetzten großen Hörsaal mit einer Reihe anschaulicher und farbenfroher Experimente und so manchem Knalleffekt.