Aktuelles - Fachbereich Chemie und Pharmazie

Selbstorganisation synthetischer Peptide in WasserSelbstorganisation synthetischer Peptide in Wasser
© A. Ueda et al. (2026) / CC BY-NC-ND 4.0

Forscher analysieren molekulare Selbstorganisation mit atomarer Auflösung

Ein internationales Forschungsteam unter Beteiligung der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Bart Jan Ravoo (Organisch-Chemisches Institut) der Universität Münster hat die Selbstorganisation synthetischer Peptide in Wasser mit atomarer Auflösung untersucht. Mithilfe der Kryo-Elektronenmikroskopie konnten die Forschenden nachvollziehen, wie sich die Peptide spontan falten, stapeln und zu Hydrogel-Fasern mit langen Kanälen anordnen. Die Ergebnisse liefern neue Erkenntnisse über die molekulare Selbstorganisation und schaffen eine Grundlage für die Entwicklung supramolekularer Materialien, die künftig unter anderem als Wirkstoffspeicher oder Gerüst für Gewebe dienen könnten.

Zur Originalveröffentlichung in Nature Communications

Gruppenbild der PromotionsfeierGruppenbild der Promotionsfeier
30 junge Wissenschaftler*innen erhielten bei der Promotionsfeier den Doktorgrad.
© Uni MS – Simone Krause

Promotionsfeier des Fachbereichs: 30 Personen erlangen Doktorwürde

Am Freitag, dem 24. Juli fand im Schloss die zweite Promotionsfeier des Fachbereichs Chemie und Pharmazie im Jahr 2026 statt. Insgesamt erhielten 30 Wissenschaftler*innen den Doktorgrad. Die Forschungsarbeiten entstanden in den verschiedenen Fachgebieten der Chemie und Pharmazie und verdeutlichen die fachliche Breite des Fachbereichs. Der Fachbereich gratuliert allen Promovierten herzlich zu diesem wichtigen Meilenstein und wünscht ihnen für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.

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Potrait von Dr. Matthias SchiedelPotrait von Dr. Matthias Schiedel
© Dr. Peter Dziemba

Professor Dr. Matthias Schiedel stellt sich dem Fachbereich vor

Professor Dr. Matthias Schiedel stellte sich am vergangenen Montag mit seiner Antrittsvorlesung offiziell dem Fachbereich vor. Seit Oktober 2025 forscht er als Professor am Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie. Mit seiner Arbeitsgruppe entwickelt er neue Wirkstoffe und molekulare Sonden, um die Funktion von bestimmten Proteinen, sogenannten G-Protein-gekoppelten Rezeptoren (GPCRs), gezielt zu untersuchen. Dabei nutzt er Erkenntnisse über deren dreidimensionale Struktur, um mögliche Therapieansätze für Krebs, Entzündungen und Infektionskrankheiten zu entwickeln.

Schüler*innen sind im Hörsaal und besuchen die Veranstaltung "Organische Chemie I"Schüler*innen sind im Hörsaal und besuchen die Veranstaltung "Organische Chemie I"
© Uni MS - Mara Hobbold

„Chemie-Rallye“: Einblicke in Studium und Forschung

Elf Schüler*innen aus Münster und Umgebung besuchten im Rahmen der „Chemie-Rallye“ für zwei Wochen den Fachbereich Chemie und Pharmazie der Universität Münster. In verschiedenen Arbeitsgruppen experimentierten sie selbst im Labor, lernten aktuelle Forschung kennen und erhielten Einblicke in die Vielfalt der Chemie. Von der Synthese des photoaktiven Moleküls Fluorescein über die Entwicklung moderner Batterien bis hin zu analytischen Methoden entdeckten sie unterschiedliche Forschungsbereiche und kamen mit Forschenden sowie Studierenden ins Gespräch.

Mehrere Reihen aus BatterienMehrere Reihen aus Batterien
© PublicDomainPictures auf Pixabay

Forschungsteam analysiert Herausforderungen und Trends des Batterie-Recyclings

Ein Forschungsteam der Universität Münster, der Frauenhofer-Einrichtung Forschungsfertige Batteriezelle FFB sowie von Volkswagen und Porsche Consulting hat untersucht, wie sich neue Batterietechnologien auf das Recycling auswirken. Die neu veröffentlichte Studie zeigt, dass die Branche künftig nicht nur deutlich größere Recyclingkapazitäten benötigt, sondern auch mit einer wachsenden Vielfalt an Batterietypen umgehen muss. Zudem identifizieren die Forschenden sieben zentrale Entwicklungen, die für ein wettbewerbsfähiges Batterierecycling erforderlich sind.

Zur Originalveröffentlichung in Nature Energy

Ein Vial befüllt mit Flüssigkeit wird mit blauem Licht bestrahlt.Ein Vial befüllt mit Flüssigkeit wird mit blauem Licht bestrahlt
Der Photokatalysator ermöglicht eine Synthese unter milden Bedingungen.
© AK Glorius

Lichtgetriebene Dreifachkatalyse ermöglicht effiziente Synthese komplexer Moleküle

Ein Forschungsteam um Prof. Frank Glorius (Organisch-Chemisches Institut) stellt eine neue lichtgetriebene Dreifachkatalyse vor. Dabei laufen drei aufeinanderfolgende Reaktionsschritte bei einer Ein-Topf-Synthese ab, also ohne Aufreinigung der Produkte nach den einzelnen Schritten. Mithilfe des Photokatalysator lassen sich komplexe dreidimensionale Molekülstrukturen unter besonders milden Bedingungen herstellen. Mit der Methode lässt sich ein breites Substratspektrum umsetzen, sodass sie Potenzial für eine breite Anwendbarkeit besitzt, beispielsweise bei der Synthese von Arzneistoffen.

Zur Originalpublikation in Nature Catalysis

Ein Doktorand erklärt, wie man mithilfe von Lichtstreuung die Partikelgröße messen kann.Ein Doktorand erklärt, wie man mithilfe von Lichtstreuung die Partikelgröße messen kann.
© Uni MS - Mara Hobbold

Workshop „Nanowelten“ für die besten IChO-Teilnehmer*innen aus NRW

Auch in diesem Jahr begrüßte das MExLab Chemie die besten Teilnehmer*innen der Landesrunde Nordrhein-Westfalen der Internationalen Chemie-Olympiade zu einem besonderen Workshoptag an der Universität Münster. Bei dem Workshop „Nanowelten“ tauchten 18 Schüler*innen in die faszinierende Welt der Nanochemie ein. Neben Vorträgen aus der aktuellen Forschung experimentierten sie unter anderem mit Gold-Nanopartikel und lichtschaltbaren Klebstoffen und hatten zum Abschuss die Gelegenheit, mit Studierenden über Studium und Forschung ins Gespräch zu kommen.

Prof. Hensel stellt die Entwicklung von pflanzlich basierten Arzneimitteln vor.Prof. Hensel stellt die Entwicklung von pflanzlich basierten Arzneimitteln vor.
© Uni MS – Hauke Engler

Pharmazie studieren? In Münster!

Bis zum 15. Juli ist es noch möglich, sich für ein Studium der Pharmazie zu bewerben. Der Staatsexamens-Studiengang dauert 4 Jahre und legt die theoretischen und handwerklichen Grundlagen für eine Approbation als Apotheker*in. Obwohl die Studieninhalte landesweit festgelegt sind, unterscheiden sich die einzelnen Standorte im Detail. In Münster legen gleich zwei studienbegleitende Projekte einen starken Fokus auf den fachübergreifenden Blick und Teamwork: Die PharMSchool und das medizinisch-pharmazeutische Programm SPHERE.

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