Aktuelles - Fachbereich Chemie und Pharmazie

Neue Kupplungs-Reaktion für drei chemische Bausteine

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© WWU/Ludger Tebben

Mit Hilfe einer neu entwickelten Kreuzkupplungsreaktion ohne Beteiligung eines teuren Übergangsmetalls als Katalysator gelang es Armido Studer und Kollegen aus dem Organisch-Chemischen Institut erstmals drei anstatt wie bisher zwei Bausteine zu verknüpfen. Neben pharmazeutisch relevanten fluorhaltigen Verbindungen gelang den Wissenschaftlern die Herstellung verschiedener Gamma-Lactone. Diese organischen Verbindungen kommen verbreitet in verschiedenen Obstsorten sowie zum Beispiel in Whisky und Cognac als Aromastoffe vor.

Sprengstoffexperten auf vier Beinen

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© WWU/Peter Grewer

Glücklicherweise handelt es sich nur um eine Übung. Die mit dem Sprengstoff Triacetontriperoxid (TATP) bedampften Metallröhrchen sind ungefährlich. Seit fast 15 Jahren kooperieren Prof. Uwe Karst und Dr. Martin Vogel aus dem Institut für Anorganische und Analytische Chemie bei der Ausbildung von Sprengstoffhunden mit der niederländischen Polizei. Etwa ein- bis zweimal jährlich kommen niederländische Polizisten ins Institut, um ihre Vierbeiner für die Sprengstoffsuche zu trainieren.

Manuel van Gemmeren leitet neue Otto-Hahn-Nachwuchsforschergruppe

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© Dr. Manuel van Gemmeren

Dr. Manuel van Gemmeren leitet seit Januar 2017 am Organisch-Chemischen Institut eine Otto-Hahn-Nachwuchsforschergruppe der Max-Planck-Gesellschaft (MPG). Manuel van Gemmeren betreibt Grundlagenforschung zur Kontrolle chemischer Reaktionen - mit Blick auf mögliche Anwendungen, beispielsweise in der Pharmaproduktion. Nach dem Vorbild der Natur entwickelt er chemische Katalysatoren, die die räumliche Positionierung der Moleküle als Schlüssel nutzen, um passgenau das gewünschte Produkt zu erhalten oder die Produktivität zu steigern.

Dr. Iasson Tozakidis erhält Dissertationspreis der Universität

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© WWU - Peter Grewer

Die von Prof. Dr. Joachim Jose in der Graduate School of Chemistry betreute Doktorarbeit "Autodisplay von Cellulasen auf Pseudomonas putida, Zymobacter palmae und Zymomonas mobilis - Ein Ganzzell-Ansatz zur vereinfachten Hydrolyse von Cellulose" untersucht Umwandlung von pflanzlicher Biomasse in Cellulose mit Hilfe von Enzymen (Cellulasen). Iasson Tozakidis entwickelte lebende Bakterien, welche die Enzyme auf der Zelloberfläche tragen (Ganzzell-Katalysatoren). Diese Bakterien können einfach kultiviert werden, was die Kosten reduziert und eine auch ökonomisch sinnvolle Verwertung nachwachsender Rohstoffe ermöglicht.

Auszeichnung der besten Masterarbeiten 2016

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© Dr. Peter Dziemba

2016 schlossen 76 Chemiker, 23 Lebensmittelchemiker und 16 Wirtschaftschemiker erfolgreich das Masterstudium ab. Der Dekan überreichte den Absolventen offiziell Ihre Abschlusszeugnisse und würdigte die drei besten Masterabsolventen für Ihre hervorragenden Abschlussarbeiten. Jennifer-Christin Müller (Chemie), Robin Schmid (Lebensmittelchemie) und Martin Kuhn (Wirtschaftschemie) wurden außerdem mit 1000€-dotierten Preisen der Industrie ausgezeichnet. Die Preise wurden von Vertretern der Unternehmen Siegwerk GmbH (U. Lüneburg), Wessling GmbH (Dr. A. Finger) und Grosse-Hornke Pivate Consult (Dr. M. Hornke) verliehen.

PHOENIX Pharmazie Wissenschaftspreis an Prof. Dr. K. Langer

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© Marc Fippel

Nanopartikel werden genutzt, um Arzneistoffe gezielt in erkrankte Körperregionen zu transportieren. Bei ihrem Weg durch den Körper kommen diese Partikel mit Proteinen in Kontakt, die sich an ihre Oberfläche anlagern und das weitere Verhalten im Körper beeinflussen. Für grundlegende Untersuchungen zur Bildung unterschiedlicher Proteinmuster für verschiedene Nanopartikel-Systeme erhielt Prof. Langer, Direktor des Instituts für Pharmazeutische Technologie, am 20. Oktober den von der PHOENIX group gestifteten Preis.

Goldenes Doktordiplom für Prof. Simon

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© Thomas Fickenscher

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Arndt Simon, em. Direktor am Stuttgarter MPI für Festkörperforschung erhielt am 04.11. das Goldene Doktordiplom des Fachbereichs. Arndt Simon hat in Münster Chemie studiert und 1966 bei Prof. Harald Schäfer mit dem Thema "Präparative und strukturelle Untersuchungen an niederen Niobhalogeniden mit Men- Gruppen" mit dem Prädikat summa cum laude promoviert. Forschungsschwerpunkte sind Suboxide der Alkalimetalle, Clusterverbindungen und chemische Aspekte der Supraleitung.

Mukaiyama-Award an Prof. Dr. Glorius

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Die Society of Synthetic Organic Chemistry of Japan hat Prof. Frank Glorius als Gewinner des Mukaiyama-Preises 2017 ausgewählt. Mit diesem Preis werden herausragende Leistungen auf dem Gebiet der synthetischen Organischen Chemie gewürdigt. Konkret werden Glorius‘ Pionierleistungen im Bereich der C-H-Aktivierung und der Entwicklung smarter Screeningmethoden sowie bei der Verwendung von N-heterocyclischen Carbenen in der Katalyse und Oberflächenchemie hervorgehoben. Der Preisvortrag wird im September 2017 in Japan gehalten werden.