Aktuelles - Fachbereich Chemie und Pharmazie

Vorhersage von Reaktionsergebnissen: Maschinen lernen Chemie

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© Frederik Sandfort/ Pixabay

Künstliche Intelligenz hat in den vergangenen Jahren Einzug in den Alltag von Menschen gehalten – ob beim autonomen Fahren, der Übersetzung von Fremdsprachen oder in der medizinischen Diagnostik. Auch in der chemischen Forschung sind die Bestrebungen groß, künstliche Intelligenzen, maschinelles Lernen genannt, effektiv anzuwenden. Chemiker konnten solche Technologien bereits erfolgreich einsetzen, um die Eigenschaften einzelner Moleküle vorherzusagen – was es ihnen erleichtert, die herzustellenden Verbindungen auszuwählen.

Prof. Dr. F. Glorius erhält Otto-Roelen-Medaille

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© Dr. Peter Dziemba

Prof. Dr. Frank Glorius wird für seine herausragenden Arbeiten zur katalytischen chemo- und stereoselektiven Hydrierung von Aromaten mit der diesjährigen Otto-Roelen-Medaille ausgezeichnet. Der mit 5000 € dotierte Preis wird alle zwei Jahre von der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie und der Deutschen Gesellschaft für Katalyse verliehen.

Jungchemikerforum Münster verleiht Evonik-Preise

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© Nils Rendel

Das Jungchemikerforum Münster verlieh am 27.01. erneut die jährlichen Evonik Preise für herausragende wissenschaftliche Leistungen während der Master- und Doktorarbeit. Die Jury kürte Linda Quach (AK Glorius, Masterpreis) und Dr. Paul Mehlmann (AK Dielmann, Doktorpreis). Die Preise sind verbunden mit Preisgelder von 500 € bzw. 750 €, gestiftet von Evonik. Der anschließende Festvortrag wurde in diesem Jahr von Herrn Prof. Klaus Roth (FU Berlin) zum Thema „Die Chemie des Espressos“ gehalten.

Prof. B. J. Ravoo erhält den Fachschaftspreis „Goldener Brendel“ für herausragende Lehre

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© Fachschaft Chemie

In jedem Semester wird der „Goldenen Brendel“ für herausragende Lehre verliehen. Für das Sommersemester 2019 wurde Herr Prof. Dr. Bart Jan Ravoo für die Mastervorlesung „Polymere und Nanostrukturen“ mit diesem ausgezeichnet. Die Vorlesung erreichte wiederholt eine herausragende Note in der Lehrevaluation. Da Herr Prof. Ravoo sowohl in der Lehre als auch im Umgang mit den Studierenden sehr engagiert ist, brachte er seine besondere Freude über die Auszeichnung zum Ausdruck.

Chemiker lassen Bor-Atome wandern

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© privat

Organische Moleküle mit Atomen des Halbmetalls Bor sind wichtige Bausteine für Syntheseprodukte, um Arzneistoffe und landwirtschaftliche Chemikalien herzustellen. Bei Stoffumwandlungen geht aber häufig die Bor-Einheit verloren. Chemiker der WWU stellen jetzt Kohlenstoff-Kohlenstoff-Kupplungen vor, bei denen das Bor-Atom erhalten bleibt.

Wirkmechanismus potenzieller Alzheimer-Medikamente entschlüsselt

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© Abb.: Julian Schreiber

Ein Team aus der Pharmazeutischen Chemie und der Medizin der WWU hat auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung einen Durchbruch erzielt: Es ist ihnen gelungen, den Wirkmechanismus potenzieller Alzheimer-Medikamente zu entschlüsseln. „Communications Biology“ veröffentlicht die wichtige Entdeckung in der aktuellen Ausgabe.

Promotionspreis der WWU für Robert Knitsch

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© WWU - Peter Leßmann

In einer Feierstunde hat das Rektorat der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) am 6. Dezember die besten Promotionen an der WWU mit einem Dissertationspreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit jeweils 3.500 Euro dotiert. Im Fachbereich Chemie und Pharmazie erhielt Dr. Robert Knitsch diesen Preis für seine Arbeit zur Strukturaufklärung Organoboran-basierter Katalysatoren, Wasserstoffspeicher und elektronisch aktiver Materialien. Die entwickelten Strategien basieren auf der Kombination spezialisierter Festkörper-NMR und EPR-Experimente mit DFT-Berechnungen für Modellstrukturen.

Emmy Noether-Programm: 1,7 Millionen Euro für Manuel van Gemmeren

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© privat

Der Nachwuchswissenschaftler Dr. Manuel van Gemmeren wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des „Emmy Noether-Programms“ mit knapp 1,7 Millionen Euro gefördert. Damit kann er sich in den kommenden sechs Jahren am Institut für Organische Chemie eine eigene Forschergruppe aufbauen. Manuel van Gemmeren möchte mit seiner Arbeitsgruppe neue Katalysatoren und Konzepte erforschen, um effiziente Synthesemethoden zu sogenannten C–H-Funktionalisierungen zu entwickeln.