Aktuelles - Fachbereich Chemie und Pharmazie

Doppelt glanzvoll

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© Prof. Dr. Frank Glorius

Johannes Ernst und sein Doktorvater, Prof. Frank Glorius, sind für 2 begehrte Preise des International Precious Metals Institute (IPMI) ausgewählt worden, die sie im Juni in Florida entgegennehmen werden. Während Herr Ernst einen "Student Award" für seine exzellente Promotionsforschung zur gezielten Modifizierung von Edelmetallkatalysatoren mit organischen Molekülen (konkret: N-heterocyclischen Carbenen) bekommt, wird Prof. Glorius für seine herausragende und engagierte Betreuung gewürdigt.

Symposium des SFB 858

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© FB12 WWU

Über 300 Teilnehmer kamen am Freitag, 12. Mai, nach Münster, um beim "Münster Symposium on Cooperative Effects in Chemistry" ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren. Der Sonderforschungsbereich (SFB) 858 "Synergistische Effekte in der Chemie – Von der Additivität zur Kooperativität" richtete das Symposium jährlich und mittlerweile zum achten Mal in Folge aus. Die Fachzeitschrift "Chemistry – A European Journal" widmet der münsterschen Veranstaltungsreihe und dem SFB 858 im Jahr 2017 eine Sonderausgabe.

Auszeichnung für Professor Gerhard Erker

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© Prof. Dr. Gerhard Erker

Prof. Dr. Gerhard Erker vom Organisch-Chemischen Institut der WWU ist neues Ehrenmitglied der "Chemical Society of Japan". Die japanische Fachgesellschaft würdigte mit der Aufnahme die herausragenden Leistungen des Münsteraners auf dem Gebiet der Chemie.

Prof. Dr. Martin Winter erhält Braunschweiger Forschungspreis

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© Forschungszentrum Jülich

Prof. Dr. Martin Winter erhält den mit 30.000 Euro dotierten Braunschweiger Forschungspreis 2016. Mit dem Preis werden die herausragenden Forschungsleistungen des 51-Jährigen auf dem Gebiet der Batterietechnologie und Materialforschung geehrt, teilte die Stadt Braunschweig heute (25. November) mit. Martin Winter leitet das MEET-Batterieforschungszentrum an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Zugleich ist er Direktor des 2015 gegründeten Helmholtz-Instituts Münster.
Die Preisverleihung findet am 9. Dezember in Braunschweig statt.

Neue Kupplungs-Reaktion für drei chemische Bausteine

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© WWU/Ludger Tebben

Mit Hilfe einer neu entwickelten Kreuzkupplungsreaktion ohne Beteiligung eines teuren Übergangsmetalls als Katalysator gelang es Armido Studer und Kollegen aus dem Organisch-Chemischen Institut erstmals drei anstatt wie bisher zwei Bausteine zu verknüpfen. Neben pharmazeutisch relevanten fluorhaltigen Verbindungen gelang den Wissenschaftlern die Herstellung verschiedener Gamma-Lactone. Diese organischen Verbindungen kommen verbreitet in verschiedenen Obstsorten sowie zum Beispiel in Whisky und Cognac als Aromastoffe vor.

Sprengstoffexperten auf vier Beinen

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© WWU/Peter Grewer

Glücklicherweise handelt es sich nur um eine Übung. Die mit dem Sprengstoff Triacetontriperoxid (TATP) bedampften Metallröhrchen sind ungefährlich. Seit fast 15 Jahren kooperieren Prof. Uwe Karst und Dr. Martin Vogel aus dem Institut für Anorganische und Analytische Chemie bei der Ausbildung von Sprengstoffhunden mit der niederländischen Polizei. Etwa ein- bis zweimal jährlich kommen niederländische Polizisten ins Institut, um ihre Vierbeiner für die Sprengstoffsuche zu trainieren.

Manuel van Gemmeren leitet neue Otto-Hahn-Nachwuchsforschergruppe

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© Dr. Manuel van Gemmeren

Dr. Manuel van Gemmeren leitet seit Januar 2017 am Organisch-Chemischen Institut eine Otto-Hahn-Nachwuchsforschergruppe der Max-Planck-Gesellschaft (MPG). Manuel van Gemmeren betreibt Grundlagenforschung zur Kontrolle chemischer Reaktionen - mit Blick auf mögliche Anwendungen, beispielsweise in der Pharmaproduktion. Nach dem Vorbild der Natur entwickelt er chemische Katalysatoren, die die räumliche Positionierung der Moleküle als Schlüssel nutzen, um passgenau das gewünschte Produkt zu erhalten oder die Produktivität zu steigern.

Dr. Iasson Tozakidis erhält Dissertationspreis der Universität

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© WWU - Peter Grewer

Die von Prof. Dr. Joachim Jose in der Graduate School of Chemistry betreute Doktorarbeit "Autodisplay von Cellulasen auf Pseudomonas putida, Zymobacter palmae und Zymomonas mobilis - Ein Ganzzell-Ansatz zur vereinfachten Hydrolyse von Cellulose" untersucht Umwandlung von pflanzlicher Biomasse in Cellulose mit Hilfe von Enzymen (Cellulasen). Iasson Tozakidis entwickelte lebende Bakterien, welche die Enzyme auf der Zelloberfläche tragen (Ganzzell-Katalysatoren). Diese Bakterien können einfach kultiviert werden, was die Kosten reduziert und eine auch ökonomisch sinnvolle Verwertung nachwachsender Rohstoffe ermöglicht.