Willkommen am Organisch-Chemischen Institut der WWU Münster
© WWU - OC (collage:lt)
Münster (upm)
|

Drei Wissenschaftler der Universität Münster sind "viel zitiert"

"Clarivate Analytics" veröffentlicht Ranking 2021
Studer Glorius
© Armido Studer / Peter Dziemba

Die Chemiker Prof. Dr. Frank Glorius und Prof. Dr. Armido Studer des Organisch-Chemischen Instituts sowie der Biologe Prof. Dr. Jörg Kudla von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster sind im aktuellen Zitationsranking des US-amerikanischen Konzerns „Clarivate Analytics“ vertreten und gehört damit zu den weltweit meistzitierten Forschern.


Münster (upm/kk)
|

"Academia Europaea" nimmt Chemiker der Universität Münster auf

Armido Studer für "akademische Exzellenz" ausgezeichnet
Studer Presse
© AK Studer

Große Ehre für Prof. Dr. Armido Studer: Die „Academia Europaea“ hat den Chemiker der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster als neues Mitglied aufgenommen. Die Academia Europaea zeichnet mit der Mitgliedschaft Personen aus, die „nachhaltige akademische Exzellenz“ bewiesen haben.

Münster (upm)
|

Neues Verfahren zur molekularen Funktionalisierung von Oberflächen

Stabile und geordnete Molekül-Einzellagen auf Silizium durch Selbstorganisation / Veröffentlichung in "Nature Chemistry"
11842-6upnqckl-webl 2x
© Dr. Hazem Aldahhak und Dr. Martin Franz

Vergleich der theoretisch berechneten Struktur (DFT, rechts) der geordneten NHC-Einzellage mit dem experimentellen Rastertunnelmikroskopie-Bild (STM, links). N: Stickstoff-, C: Kohlenstoff-, Si: Silizium-, B: Bor-Atom
Eine Vision beschäftigt Materialwissenschaftler: die Kombination von organischen Molekülen und der Vielfalt ihrer Funktionen mit den technologischen Möglichkeiten der hochentwickelten Halbleiterelektronik. Letztere „erschafft“ mit ihren modernen Methoden der Mikro- und Nanotechnologie immer effizientere elektronische Bauelemente für verschiedene Anwendungen. Sie stößt aber auch immer mehr an ihre physikalischen Grenzen. Beliebig kleine Strukturen zur Funktionalisierung von Halbleitermaterialien wie zum Beispiel Silizium lassen sich mit den Ansätzen der klassischen Technologie nicht herstellen. Wissenschaftler stellen in der Fachzeitschrift „Nature Chemistry“ nun einen neuen Ansatz vor. Sie zeigen, dass stabile und gut geordnete Molekül-Einzellagen auf Siliziumoberflächen hergestellt werden können – durch Selbstorganisation. Dazu nutzen sie N-heterozyklische Carbene. Dies sind kleine reaktive organische Ringmoleküle, deren Struktur und Eigenschaften vielfältig variieren und durch unterschiedliche „funktionelle“ Gruppen maßgeschneidert werden können. An der Studie beteiligt waren Forscher um Prof. Dr. Mario Dähne (TU Berlin), Prof. Dr. Norbert Esser (TU Berlin und Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften), Prof. Dr. Frank Glorius (Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster), Dr. Conor Hogan (Institute of Structure of Matter, National Research Council of Italy, Rom) sowie Prof. Dr. Wolf Gero Schmidt (Universität Paderborn).

Münster (upm)
|

Dozentenpreis geht an Chemiker der Universität Münster

Fonds der Chemischen Industrie zeichnet Manuel van Gemmeren aus / Dotierung über 75.000 Euro
Vangemmeren
© Gerald Fuest

Der Chemiker Dr. Manuel van Gemmeren, Forschungsgruppenleiter am Organisch-Chemischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster, hat den Dozentenpreis des Fonds der Chemischen Industrie erhalten. Er nahm die mit 75.000 Euro dotierte Auszeichnung jetzt bei einer virtuellen Konferenz entgegen. Mit seinem Arbeitskreis untersucht der Wissenschaftler seit 2016 an der WWU sogenannte Kohlenstoff-Wasserstoff- (C–H)-Funktionalisierungen. Dabei handelt es sich um chemische Reaktionen, mit denen stabile, also besonders schwer zu verändernde C–H-Bindungen in komplexe Zielstrukturen umgewandelt werden können. „Für die Entwicklung nachhaltiger chemischer Wertschöpfungsketten und besonders für die Synthese komplexer organischer Verbindungen sind dies wichtige Reaktionen. Die Produkte können beispielsweise als Wirkstoffe in Medikamenten eingesetzt werden“, erklärt Manuel van Gemmeren.

Münster (upm)
|

Nationale Akademie Leopoldina nimmt Chemiker der Uni Münster auf

Frank Glorius ist neues Mitglied / Akademie würdigt wissenschaftliche Leistungen in Katalyse-Chemie und Entwicklung funktionaler Moleküle
11756-qy2hp717
© WWU - Peter Dziemba

Große Ehre für Prof. Dr. Frank Glorius: Der Chemiker der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster ist neues Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina. Die älteste naturwissenschaftlich-medizinische Gelehrtengesellschaft im deutschsprachigen Raum honoriert mit dieser Wahl seine außergewöhnlichen wissenschaftlichen Leistungen im Bereich der Katalyse-Chemie und der Entwicklung funktionaler Moleküle.

Münster (upm/kk)
|

Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt neues Graduiertenkolleg

Fünf Millionen Euro für Chemie-Promotionsprogramm an den Universitäten Münster und Nagoya (Japan)

Zahlreiche Forscherinnen und Forscher aus Münster und Nagoya werden das künftige Graduiertenkolleg betreuen.
© WWU - AK Studer

Die WWU richtet ein neues von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördertes Graduiertenkolleg ein. Das bilaterale Promotionsprogramm "Functional pi-Systems: Activiation, Interaction and Application" startet im Oktober und erhält für viereinhalb Jahre eine Förderung von rund fünf Millionen Euro.

Münster (upm)
|

Wissenschaftler verknüpfen erstmals Silizium-Atome auf Oberflächen

Interdisziplinäres Team entwickelt leistungsstarke Oberflächenreaktionen / Veröffentlichung in "Nature Chemistry"

Chemiker Dr. Henning Klaasen, Physiker Lacheng Liu  und Chemikerin Melanie C. Witteler (v. l.) waren maßgeblich an der Studie beteiligt.
© WWU - privat

Chemiker Dr. Henning Klaasen, Physiker Lacheng Liu  und Chemikerin Melanie C. Witteler (v. l.) waren maßgeblich an der Studie beteiligt.
Um elektronische Geräte herzustellen, sind Materialien wie Galliumarsenid äußerst wichtig. Da ihre Vorkommen jedoch begrenzt sind oder von ihnen Gesundheits- und Umweltgefährdungen ausgehen, suchen Fachleute nach alternativen Materialien. Kandidaten sind sogenannte konjugierte Polymere. Diese organischen Makromoleküle haben Halbleiter-Eigenschaften, können also unter bestimmten Bedingungen elektrischen Strom leiten. Eine Möglichkeit, sie in der gewünschten zweidimensionalen, also extrem flachen Form herzustellen, bietet die Oberflächenchemie, ein Forschungsgebiet, welches sich 2007 etablierte. Seither wurden viele Reaktionen entwickelt und für eine mögliche Anwendung interessante Materialien hergestellt. Die meisten Reaktionen bauen auf der Ausbildung von Kohlenstoff-Kohlenstoff-Bindungen auf. Ein Team aus verschiedenen Arbeitsgruppen der Chemie und Physik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster hat nun Silizium-Silizium-Bindungen zur Konstruktion eines Polymers genutzt – eine Premiere in der Oberflächenchemie.

Münster (upm/jah)
|

Royal Society of Edinburgh ernennt Ryan Gilmour zum Mitglied

Schottlands nationale Akademie für Wissenschaft und Literatur nimmt WWU-Chemiker auf
11648-4l1o85y0-webl
© WWU - Robert Matzke

Die Royal Society of Edinburgh (RSE), Schottlands nationale Akademie für Wissenschaft und Literatur, hat Prof. Dr. Ryan Gilmour von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster zum Mitglied gewählt. Der Chemiker ist damit einer von sieben Persönlichkeiten außerhalb Schottlands, denen in diesem Jahr die Ehre einer Mitgliedschaft als „Corresponding Fellow“ zuteilwird. „Dies ist die größte Ehre meiner bisherigen professionellen Karriere. Ich freue mich darauf, die Verbindung zwischen den beiden Ländern zu stärken, die ich meine Heimat nenne“, betont Ryan Gilmour.
Beachten Sie auch bitte die Pressemitteilung des Fachbereiches Chemie und Pharmazie

Münster (upm/kk)
|

Zwei neue Forschungsverbünde für die Universität Münster

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Schwerpunktprogramme in der Biologie und Chemie
11643-g188jy9b-webl
© WWU - Robert Matzke

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat zwei neue Schwerpunktprogramme (SPP) bewilligt, die von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster koordiniert werden: Der Bioinformatiker Prof. Dr. Erich Bornberg-Bauer vom Institut für Evolution und Biodiversität leitet das Projekt „Die genomischen Grundlagen evolutionärer Innovationen (GEvol)“, der Chemiker Prof. Dr. Frank Glorius vom Organisch-Chemischen Institut koordiniert das Vorhaben „Nutzung und Entwicklung des maschinellen Lernens für molekulare Anwendungen – molekulares maschinelles Lernen“. Beide Programme fokussieren informatische Technologien in den Naturwissenschaften.

Münster (upm)
|

Durchbruch bei der Herstellung dreidimensionaler Molekülstrukturen

Neue Dimensionen in der organischen Chemie durch lichtvermittelte Synthese / Veröffentlichung in "Science"
Versuchsaufbau für photochemische Reaktionen
© Peter Bellotti

Ein Hauptziel der organischen und medizinischen Chemie der vergangenen Jahrzehnte ist die schnelle Synthese dreidimensionaler Moleküle für die Entwicklung neuer Medikamente. Diese Wirkstoffkandidaten weisen im Vergleich zu vorwiegend flachen Molekülstrukturen viele verbesserte Eigenschaften auf, welche sich in klinischen Studien durch eine höhere Wirksamkeit und Erfolgsrate widerspiegeln. Sie waren aber mit früheren Methoden nur sehr aufwändig oder überhaupt nicht herstellbar. Chemikerinnen und Chemikern um Prof. Frank Glorius (Westfälische Wilhelms-Universität (WWU) Münster) und seine amerikanischen Kollegen Prof. M. Kevin Brown (Indiana University Bloomington) und Prof. Kendall N. Houk (University of California, Los Angeles (UCLA)) ist es jetzt gelungen, gleich mehrere Klassen an flachen stickstoffhaltigen Molekülen in die begehrten, dreidimensionalen Strukturen umzuwandeln. An mehr als 100 neuartigen Beispielen konnten sie die breite Anwendbarkeit des Verfahrens demonstrieren. Die Studienergebnisse sind nun in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht.

Münster (upm/jah)
|

Chemikern gelingt Synthese von Amino-Alkoholen durch Licht

Neue Methode zur Erzeugung der am wenigsten zugänglichen Form von vizinalen Amino-Alkoholen / Studie in "Nature Catalysis" veröffentlicht
Mowpriya Das (links) und Dr. Tuhin Patra
© WWU - Glorius Group

Ob in Beta-Blockern zur Behandlung von Bluthochdruck oder in Naturprodukten: Sogenannte Vizinale Amino-Alkohole sind hochwertige organische Verbindungen, die in vielen alltäglichen Produkten vorkommen. Ihre Herstellung ist jedoch schwierig. Seit langem versuchen Chemiker, effiziente Methoden ihrer Synthese zu entwickeln. Wissenschaftler um Prof. Dr. Frank Glorius von der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster haben in ihrer kürzlich in der Fachzeitschrift "Nature Catalysis" veröffentlichten Studie jetzt eine Lösung für die Herstellung einer speziellen Variante der Amino-Alkohole gefunden. „Diese neue Methode hilft, die Eigenschaften des Stoffes zu untersuchen und in naher Zukunft Anwendungen für diese neuen Verbindungen zu finden", betont Frank Glorius vom Organisch-Chemischen Institut der WWU.