Willkommen am Organisch-Chemischen Institut der WWU Münster
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11. MSCEC verschoben auf den 26. März 21

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© SFB 858

Zum 11. Mal findet das "Münster Symposium on Cooperative Effects in Chemistry" im Schloss der WWU statt - zwar nicht in 2020, aber am 26. März 2021! Mit Steven Benner (FfAME Alachua, Florida, USA), Stefanie Dehnen (Philipps-Universität Marburg, GER), Scott E. Denmark (University of Illinois, USA) und Guy Lloyd-Jones (The University of Edinburgh, UK) konnten erneut herausragende Wissenschaftler aus den im SFB 858 vertretenen Disziplinen gewonnen werden, und alle sagten ihr Kommen auch für 2021 zu. Weitere Ankündigungen hier.

Münster (upm/kk)
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Über 20 Millionen Euro für zwei neue Forschungsverbünde

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert neue Sonderforschungsbereiche "inSight" und "Intelligente Materie"
Sprecher des SFB „Intelligente Materie: Von responsiven zu adaptiven Nanosystemen“ ist der Chemiker Prof. Dr. Bart Jan Ravoo (l.), stellvertretender Sprecher ist der Physiker Prof. Dr. Wolfram Pernice.
© Melissa Pernice

Neuer Schub für die Spitzenforschung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU): Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert zwei neue Sonderforschungsbereiche (SFB) an der WWU. Die neuen Forschungsverbünde mit den Titeln „inSight – Darstellung organspezifischer Entzündung durch multiskalige Bildgebung“ und „Intelligente Materie: Von responsiven zu adaptiven Nanosystemen“ erhalten zusammen eine Förderung von mehr als 20 Millionen Euro. Die Projekte starten im Januar 2021 und laufen zunächst vier Jahre. Mit den neuen Forschungsverbünden werden zwei Profilschwerpunkte der WWU deutlich verstärkt: Zelldynamik und Bildgebung sowie Nanowissenschaften. „Welch eine großartige Nachricht! Das ist ein eindrucksvoller Erfolg für alle an den SFB beteiligten Wissenschaftler, aber auch für die Universität insgesamt“, betont Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels.

Münster (upm/kk)
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"ERC Starting Grant" für Manuel van Gemmeren

WWU-Chemiker erhält Millionenförderung des Europäischen Forschungsrats
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© Manuel van Gemmeren

Hohe Auszeichnung für einen Chemiker der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU): Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) zeichnet Dr. Manuel van Gemmeren mit einem „ERC Starting Grant“ aus. Das Forschungsprojekt, das Manuel van Gemmeren in den kommenden fünf Jahren mithilfe der EU-Förderung von rund 1,5 Millionen Euro durchführen möchte, stammt aus der organischen Chemie. Mit seinem Arbeitskreis untersucht der Wissenschaftler seit 2016 an der WWU sogenannte C–H-Funktionalisierungen. Dabei handelt es sich um chemische Reaktionen, mit denen in der Regel nicht reaktive C–H-Bindungen in komplexe Zielstrukturen umgewandelt werden können. „Solche Methoden sind für die Entwicklung nachhaltiger chemischer Wertschöpfungsketten wichtig, insbesondere für die Synthese komplexer organischer Verbindungen. Diese können beispielsweise als Wirkstoffe in Medikamenten eingesetzt werden“, erklärt Manuel van Gemmeren.

Münster (upm)
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Batterieforschungszentrum: Neue internationale Forschungsschule eröffnet

Wissenschaftsministerium fördert Graduiertenschule BACCARA über fünf Jahre mit 9,5 Millionen Euro
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© WWU - Peter Leßmann

Eine größere Reichweite für Elektroautos, eine effektive Speicherung von Strom aus erneuerbaren Energien – zu diesen Zukunftsthemen forschen Doktorandinnen und Doktoranden in Münster in einer neuen internationalen Graduiertenschule. Die Forschungsschule für „Batterie-Chemie, Charakterisierung, Analyse, Recycling und Anwendung“ (BACCARA) ist heute (5. August) am MEET Batterieforschungszentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) eingeweiht worden. Sie ist mit Beteiligung des Fachbereichs Chemie und Pharmazie der WWU sowie des Helmholtz-Instituts Münster, einer Außenstelle des Forschungszentrums Jülich, entstanden. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Forschungsschule über fünf Jahre mit 9,5 Millionen Euro.
„Die Nachwuchsförderung ist für den weiteren Erfolg der Batterieforschung am Standort Münster entscheidend und daher für die Landesregierung von besonderer Bedeutung“, hob die nordrhein-westfälische Ministerin für Kultur und Wissenschaft, Isabel Pfeiffer-Poensgen, bei der Übergabe des Förderbescheids im MEET hervor. „Ich hoffe sehr, dass die Forschungsschule BACCARA als wichtiger Bestandteil in den Biographien vieler erfolgreicher, junger Forscherinnen und Forscher zu finden sein wird, die leistungsfähige Batterien der Zukunft entwickeln.“ Sie dankte dem wissenschaftlichen Leiter des Batterieforschungszentrums, Prof. Dr. Martin Winter, Prof. Frank Glorius vom Organisch-chemischen Institut der WWU und dem technisch-kaufmännischen Direktor des MEET, Dr. Falko Schappacher, „die dieses Projekt mit großem Engagement entwickelt haben“.

Münster (upm/kn)
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Akademie "Leopoldina" nimmt WWU-Chemiker auf

Armido Studer ist neues Mitglied im Kreis der rund 1.600 Wissenschaftler in der Gelehrtengesellschaft
Studer Presse
© AK Studer

Große Ehre für einen Chemiker der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU): Die Nationale Akademie der Wissenschaften „Leopoldina“ hat Prof. Dr. Armido Studer vom Organisch-Chemischen Institut kürzlich zum neuen Mitglied gewählt. Damit honoriert die Akademie seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen. "Es ist eine besondere Auszeichnung für mich, ab jetzt Teil der ältesten naturwissenschaftlich-medizinischen Gelehrtengesellschaft im deutschsprachigen Raum zu sein", betont Armido Studer.

Münster (upm/sr)
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Frank Glorius erhält Preis für Katalyseforschung

Fachjury ehrt Chemiker mit "Mitsui Chemicals Catalysis Science Award 2020" und 41.000 Euro
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© WWU - Peter Dziemba

Für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Katalysewissenschaften hat der Chemiker Prof. Dr. Frank Glorius vom Organisch-Chemischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) den „Mitsui Chemicals Catalysis Science Award 2020“ erhalten. Der mit fünf Millionen Yen (knapp 41.000 Euro) dotierte Preis wird alle zwei Jahre an herausragende Chemikerinnen und Chemiker unter 47 Jahren vergeben. In diesem Jahr steht er unter dem Oberthema Nachhaltigkeit, um die Aufmerksamkeit auf soziale Probleme wie den Umgang mit Kunststoffabfällen zu lenken – eine Herausforderung, zu deren Bewältigung auch die Chemieindustrie beitragen kann.

Münster (upm/sr)
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Forscher lösen langjähriges Rätsel der organischen Chemie

Chemiker der Universität Münster entwickeln bioinspirierten Weg, um Polyene zu formen / Studie in "Science"
Alken Geo
© Ryan Gilmour

Sie kommen in der Natur vor, sind reaktionsfreudig und spielen bei vielen biologischen Prozessen eine Rolle: Polyene. Kein Wunder, dass Chemiker seit langem daran interessiert sind, diese organischen Verbindungen optimal zu konstruieren – nicht zuletzt, um sie eines Tages für biomedizinische Anwendungen nutzen zu können. Solche Konstruktionen sind derzeit jedoch weder einfach noch kostengünstig und stellen organische Chemiker vor große Herausforderungen. Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) um Prof. Dr. Ryan Gilmour haben jetzt eine Lösung für das Problem gefunden: Es gelang ihnen, komplexe Polyene wie die Retinsäure aus einfachen und passend angeordneten Bausteinen von Alkenen, ungesättigten Kohlenwasserstoffen, zu formen. Dazu nutzten die Wissenschaftler kleine Moleküle als „Antennen“, die sie mit Licht anregten und dadurch schwierige chemische Reaktionen über eine sogenannte Energietransfer-Katalyse ermöglichten.

Münster (upm/bhe)
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Kompliziert, empfindlich und aufwändig

Die chemischen Institute meistern einen Umzug der Superlative
Umzug Presse
© WWU - Brigitte Heeke

Leise öffnen sich metallene Schiebetüren. Die Aufzüge sind hell beleuchtet und funktionieren einwandfrei. Aber ob die Spindschränke für den ersten Stock hineinpassen? Das fragt sich Dr. Patrick Zeni vom Institut für Biochemie, der die Lieferungen entgegennimmt und auf eine der sieben Etagen des Neubaus verteilt. Vorsichtig bugsiert er den Schrank auf einem Rollbrett in den Lift und wirft einen zufriedenen Blick auf den Türrahmen: „Passt genau.“ Mit seinem Kollegen Dr. Ludger Tebben vom Organisch-Chemischen Institut und vielen anderen Beteiligten organisiert Patrick Zeni einen Umzug der Superlative. Das Gebäude der Organischen Chemie und Biochemie an der Corrensstraße ist der jüngste Neubau der WWU. „Dies dürfte aktuell bei weitem der größte Umzug innerhalb der Universität Münster sein“, vermutet Sabine Spliethoff vom Dezernat Planen und Bauen, die das Projekt über Jahre begleitet hat. Hochempfindliche Technik, zerbrechliche Materialien, Gefahrenstoffe, aufwändige Lüftungskonzepte: Wegen der speziellen Anforderungen an ein chemisches Institut ist es auch ein besonders komplizierter Umzug.

Münster (upm/bhe)
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"Wir haben uns akribisch vorbereitet"

Ludger Tebben über kostbare Moleküle und technische Tücken
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© WWU - Peter Leßmann

Die großen Geräte werden von Spezialfirmen transportiert. Übernehmen die Speditionen auch den Transport von empfindlichen Versuchsaufbauten?
Den Umgang mit jedem Stoff einzeln so detailliert zu beschreiben, dass er den Sicherheitsbestimmungen entsprechend ins andere Gebäude gebracht werden kann, würde ganze Bücher füllen. Bei allem Engagement hat hier niemand so viel Zeit, das für Dritte aufzuschreiben. Um den Umzug ihrer eigenen Sachen kümmern sich die Arbeitsgruppen deshalb besser selbst. Wir bereiten uns seit Langem akribisch auf den Umzug vor. Unsere Mitarbeiter sind für den Umgang mit sensiblen Stoffen ausgebildet. Ein Molekül, an dem man für seine Dissertation drei Jahre geforscht hat, das kennt man selbst am besten und vertraut es auch keinem anderen an.

WWU-Cast Spezial: Forschen in Zeiten von Corona

Wie kann Forschung während der Coronakrise funktionieren, wenn sich die Universität in einem eingeschränkten Betrieb befindet, Labore nicht zugänglich und Bibliotheken geschlossen sind?

Maximilan Koy ist Doktorand in der Arbeitsgruppe von Prof. Frank Glorius am Organisch-Chemischen Institut. Im Podcast berichtet er, wie er die aktuelle Situation als Wissenschaftler erlebt, wie sich seine Arbeitsgruppe organisiert und wie er die Zeit für seine Promotion effektiv nutzt.

Münster (upm)
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Palladium-Katalyse mit Licht aktivieren: Wie man einem Übergangsmetall neue Tricks beibringt

Chemiker der Universität Münster entwickeln Methode, um π-Allylpalladium-Komplexe durch Radikalchemie herzustellen / Studie in „Nature Catalysis“
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© Bill Oxford/Unsplash

Bei der Herstellung von Verbindungen haben Chemikerinnen und Chemiker das grundlegende Ziel, möglichst viele der eingesetzten Substanzen zu nutzen und Abfallprodukte zu vermeiden. Durchbrüche bei der Suche nach solchen Strategien dienen unter anderem dazu, industrielle Innovationen voranzutreiben und Medikamente zu entwickeln. In diesem Zusammenhang haben sogenannte allylische Substitutionsreaktionen durch Katalysatoren aus Übergangsmetallen bereits zu bedeutenden Fortschritten in der Wissenschaft geführt. Dabei bewirken die Katalysatoren, dass in einem Molekül ein Austausch einer Gruppe in allylischer Position, also in direkter Nähe zu einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung, stattfindet.

Münster (upm)
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Chemiker lassen Bor-Atome wandern

Forscher stellen Kohlenstoff-Kohlenstoff-Kupplungen vor, bei denen das Halbmetall Bor erhalten bleibt
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© Kalipada Jana

Organische Moleküle mit Atomen des Halbmetalls Bor zählen zu den bedeutendsten Bausteinen für Syntheseprodukte, die nötig sind, um Arzneistoffe und landwirtschaftliche Chemikalien herzustellen. Bei den üblicherweise in der Industrie eingesetzten Stoffumwandlungen geht allerdings häufig die wertvolle Bor-Einheit verloren, die in einem Molekül ein anderes Atom ersetzen kann. Chemikern der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ist es jetzt gelungen, die Anwendungsmöglichkeiten von handelsüblichen und industriell verwendeten Bor-Verbindungen, sogenannten Allylboronsäureestern, wesentlich zu erweitern. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Chem“ erschienen