Aktuelles - Fachbereich Chemie und Pharmazie

Chemiker lassen Bor-Atome wandern

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Organische Moleküle mit Atomen des Halbmetalls Bor sind wichtige Bausteine für Syntheseprodukte, um Arzneistoffe und landwirtschaftliche Chemikalien herzustellen. Bei Stoffumwandlungen geht aber häufig die Bor-Einheit verloren. Chemiker der WWU stellen jetzt Kohlenstoff-Kohlenstoff-Kupplungen vor, bei denen das Bor-Atom erhalten bleibt.

Wirkmechanismus potenzieller Alzheimer-Medikamente entschlüsselt

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© Abb.: Julian Schreiber

Ein Team aus der Pharmazeutischen Chemie und der Medizin der WWU hat auf dem Gebiet der Alzheimer-Forschung einen Durchbruch erzielt: Es ist ihnen gelungen, den Wirkmechanismus potenzieller Alzheimer-Medikamente zu entschlüsseln. „Communications Biology“ veröffentlicht die wichtige Entdeckung in der aktuellen Ausgabe.

Promotionspreis der WWU für Robert Knitsch

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© WWU - Peter Leßmann

In einer Feierstunde hat das Rektorat der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) am 6. Dezember die besten Promotionen an der WWU mit einem Dissertationspreis ausgezeichnet. Der Preis ist mit jeweils 3.500 Euro dotiert. Im Fachbereich Chemie und Pharmazie erhielt Dr. Robert Knitsch diesen Preis für seine Arbeit zur Strukturaufklärung Organoboran-basierter Katalysatoren, Wasserstoffspeicher und elektronisch aktiver Materialien. Die entwickelten Strategien basieren auf der Kombination spezialisierter Festkörper-NMR und EPR-Experimente mit DFT-Berechnungen für Modellstrukturen.

Emmy Noether-Programm: 1,7 Millionen Euro für Manuel van Gemmeren

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© privat

Der Nachwuchswissenschaftler Dr. Manuel van Gemmeren wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des „Emmy Noether-Programms“ mit knapp 1,7 Millionen Euro gefördert. Damit kann er sich in den kommenden sechs Jahren am Institut für Organische Chemie eine eigene Forschergruppe aufbauen. Manuel van Gemmeren möchte mit seiner Arbeitsgruppe neue Katalysatoren und Konzepte erforschen, um effiziente Synthesemethoden zu sogenannten C–H-Funktionalisierungen zu entwickeln.

Schaltbare Synthesemethode zur Herstellung chiraler γ-Butyrolactone entwickelt

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© Dr. Peter Dziemba

Viele Naturstoffe oder Medikamente haben Stereoisomere, also Verbindungen, die sich bei gleichem Bindungsmuster in der räumlichen Anordnung unterscheiden. Da sich beispielsweise die Stereoisomere eines Medikaments oft stark in ihrer Wirkung unterscheiden, ist die Entwicklung schaltbarer, synthetischer Verfahren, die selektiv das eine oder andere Stereoisomer aus identischen Ausgangsmaterialien herstellen können, von hohem Interesse. Ein Forscherteam um Prof. Dr. Frank Glorius hat im Fachjournal Nature Catalysis ein neues Verfahren zur gezielten Synthese aller vier Stereoisomere von sogenannten α,β-disubstituierten γ-Butyrolactonen veröffentlicht.

Zwei Professoren des Fachbereichs gehören zu den meistzitierten Forschern

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© WWU Studer ; WWU Glorius

Zu den weltweit meistzitierten Forschern gehören fünf Professoren der WWU: Laut dem Zitations-Ranking 2019 des US-amerikanischen Konzerns "Clarivate Analytics" sind die Chemiker Frank Glorius, Armido Studer und Armido Studer vertreten. Zitationen sind in der Wissenschaft ein Kriterium, anhand dessen man die Bedeutung von Forschungsergebnissen einschätzt. Je wichtiger eine Forschungsarbeit ist, desto häufiger berufen sich Fachkollegen in ihren eigenen Veröffentlichungen darauf.

Preise für herausragende Masterarbeiten am Fachbereich Chemie und Pharmazie verliehen

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© Dr. Peter Dziemba

Drei Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs Chemie und Pharmazie haben eine Auszeichnung für ihre herausragenden Masterarbeiten in diesem Jahr erhalten. Wirtschaftschemikerin Stella Buchmann, Lebensmittelchemiker Malte Hübschen und Chemikerin Stefanie Plöger nahmen jeweils einen mit 1.000 Euro dotierten Studienpreis entgegen. Die Vertreter der Firmen Grosse-Hornke Private Consult (Münster), Wessling (Altenberge) und Thescon (Coesfeld) überreichten die Preise am vergangenen Freitag (29. November) bei der feierlichen Verleihung der Masterurkunden am Fachbereich Chemie und Pharmazie.

Israelisches Technion zeichnet Ryan Gilmour aus

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© privat

Auszeichnung für Prof. Dr. Ryan Gilmour: Der organische Chemiker der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) ist für das akademische Jahr 2020/21 zum „Prof. David Ginsburg-Lecturer“ am Technion Israel Institute of Technology ernannt worden. Die israelische Universität wählt jährlich einen herausragenden Chemiker anderer Forschungseinrichtungen aus, um internationale Kooperationen in Wissenschaft und Lehre zu stärken. „Das ist eine spannende Gelegenheit, Verbindungen zwischen der WWU und dem Technion in Israel zu knüpfen“, betont Ryan Gilmour.