Aktuelles - Fachbereich Chemie und Pharmazie

Chemiker nutzen Lichtenergie zum Aufbau biologisch aktiver Verbindungen

Chemiker Nutzen LichtChemiker Nutzen Licht
© Jiajia Ma

Viele biologisch aktive Moleküle, beispielsweise Medikamente, beinhalten eine stickstoffhaltige, dreidimensional aufgebaute Molekülstruktur. Bisher gibt es jedoch kaum geeignete Methoden, um diese herzustellen – was es auch erschwert, neue Arzneimittel zu entdecken. Nun hat die Gruppe um Prof. Dr. F. Glorius eine Methode entwickelt, um diese Reaktion durch die Übertragung von Lichtenergie auf die Startverbindung zu ermöglichen. Der dafür verwendete Photokatalysator zeichnet sich durch eine hohe Beständigkeit und Wiederverwertbarkeit aus. Die Arbeit wurde im Fachjournal Chem veröffentlicht.

Prof. Dr. A. Hensel erhält Wolfgang-Kubelka-Preis 2019

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© Dr. Peter Dziemba

Der Wolfgang-Kubelka-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Phytotherapie, welcher alle 3 Jahre für Arbeiten vergeben wird, die einen wesentlichen und innovativen Beitrag zu Phytotherapie leisten, wurde 2019 Prof. Dr. Andreas Hensel, Institut für Pharmazeutische Biologie und Phytochemie der Universität Münster zugesprochen. Der mit 3.000 € dotierte Preis, der die phytochemischen und funktionalen Arbeiten zur Entwicklung neuer Naturstoffe, die gegen Virulenz-Faktoren pathogener Bakterien gerichtet sind, honoriert, wird am 13. November 2019 im Rahmen eines Symposiums der Universität Wien überreicht.

17.000 Schüler erkunden am Hochschultag den Studienort Münster

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© Peter Leßmann

Am 7. November 2019 fand bereits zum 20. Mal der Hochschultag in Münster statt. Die Schülerinnen und Schüler strömten mit großen Erwartungen in den Hörsaal der Chemie: Eine Stunde lang Experimente live erleben, die sonst nicht zum Lehrplan im Chemieunterricht zählen. Unter dem Motto "Chemie ist Kult(ur)" schaffte es Prof. Frank Glorius spielend die Schülerinnen und Schüler zum Mitmachen zu begeistern: Er brachte sie zum Staunen, zum Lachen, zum Nachdenken und ab und zu zum Ohrenzuhalten.

Münsteraner Chemiker an Summerschool für Wissenschaftler aus Subsahara-Afrika beteiligt

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© Dr. Mück-Lichtenfeld

In den ersten beiden Oktoberwochen fand auf Mauritius ein von der Volkswagenstiftung finanzierter Workshop für junge Wissenschaftler aus den Staaten des mittleren und südlichen Afrikas statt. An dem Programm zur Förderung der dortigen Hochschullehre waren Dozenten mehrerer Universitäten Deutschlands beteiligt. Die Teilnehmer kamen aus 11 afrikanischen Staaten, Prof. Ramasami (Mauritius) übernahm die lokale Organisation. Von der WWU war Dr. Christian Mück-Lichtenfeld (Organisch-Chemisches Institut) beteiligt und organisierte die täglich stattfindenden praktischen Übungen am PC.

Chemikern gelingt Herstellung neuartiger Lewis-Supersäuren

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© Arbeitsgruppe Dielman

Chemikern der WWU gelang erstmals die Herstellung dreibindiger Lewis-Supersäuren auf Phosphor-Basis. Bislang konnte dieser Verbindungstyp aufgrund seines starken Reaktionsbedürfnisses nicht in flüssigem oder festem Zustand isoliert werden. Die Forscher gehen davon aus, dass das zugrundeliegende Verfahren auf andere bisher als "nicht existenzfähig" eingestufte Verbindungsklassen übertragbar ist. Die Publikation in der Zeitschrift Nature Chemistry entstand im Institut für Anorganische und Analytische Chemie mit den Autoren Paul Mehlmann, Tim Witteler, Lukas F. B. Wilm und Fabian Dielmann.

Polytechnik Preis 2019: Prof. Dr. Annette Marohn mit dem 2. Platz ausgezeichnet

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© Dominik Buschardt

Zum vierten Mal verlieh die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt den mit insgesamt 70.000 Euro dotierten Polytechnik-Preis. Das Unterrichtskonzept choice2learn / choice2explore von Frau Prof. Dr. Annette Marohn wurde hierbei als „herausragendes fachdidaktisches Konzept“ mit dem zweiten Preis in Höhe von 15.000 Euro geehrt.

Promotionspreis für Münsteraner Lebensmittelchemiker

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© Dr. Jörg Häseler, www.jottha.info

Für seine wissenschaftliche Arbeit zum thermischen Abbau der Mykotoxine T2-Toxin und HT2-Toxin wurde Herr Dr. Henning Kuchenbuch im Rahmen des 48. Deutschen Lebensmittelchemikertages in Dresden mit dem Gerhard-Billek-Preis geehrt. Der mit 2000 Euro dotierte Preis wird von der Lebensmittelchemischen Gesellschaft, Fachgruppe in der Gesellschaft Deutscher Chemiker, für Dissertationen vergeben, die sich durch wissenschaftliche Originalität, interdisziplinäre Herangehensweise unter besonderer Berücksichtigung lebensmitteltechnologischer Aspekte sowie maßgebliche Fortschritte im Wissenschaftsgebiet auszeichnen.

Neue Methode zur Vermessung nano-strukturierter Lichtfelder

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© Pascal Runde

Einem Team aus Physikern und Chemikern der WWU ist es gelungen, ein nano-tomographisches Messverfahren zu entwickeln, das die unsichtbaren Eigenschaften von Nano-Lichtfeldern im Fokus einer Linse "sichtbar" macht - ohne aufwendige numerische Interpretations- und Auswertungsverfahren. Es kann zum Beispiel dabei helfen, Nano-Lichtfelder als Werkzeug für die Materialbearbeitung, optische Pinzetten oder hochauflösende Bildgebung anzuwenden. Die Studie ist im Journal "Nature Communications" erschienen.