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Münster (upm/ch).
Zwei junge Frauen in einem Gewächshaus, beide lächeln in die Kamera. Im Vordergrund blühen rote Gerbera.<address>© Uni MS - Julia Harth</address>
Jonna Lilge (links) und Franziska Wolf sind für das Pflanzenpatenprogramm regelmäßig in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens unterwegs.
© Uni MS - Julia Harth

Zwischen Pflanzen und Menschen

Serie „Mein Studi-Job an der Uni Münster“: Franziska Wolf und Jonna Lilge betreuen das Pflanzenpatenprogramm des Botanischen Gartens

Franziska Wolf und Jonna Lilge sind sich einig: Für ihren Studi-Job arbeiten sie an einem der schönsten Orte in Münster, dem Botanischen Garten. Die beiden Studentinnen der Landschaftsökologie betreuen das Patenschaftsprogramm, das von der Stabsstelle Universitätsförderung unterstützt wird – entsprechend häufig sind sie draußen im Grünen und in den Gewächshäusern unterwegs. Sie haben einen engen Draht zu den Gärtnerinnen und Gärtnern, denn nur diese wissen, ob eine Pflanze vermittelt werden kann. Ist sie gesund? Hat sie dieses Jahr schon geblüht, oder wird sie genau dann besonders prächtig aussehen, wenn sie als Patenpflanze „verschenkt“ werden soll?

Bei dem Programm können Interessierte eine Patenschaft für ihre Lieblingspflanze übernehmen; das Geld kommt dem Botanischen Garten zugute. Die Studentinnen kümmern sich unter anderem darum, interessante, passende Pflanzen zu finden und Sonderwünsche zu erfüllen. „Viele suchen für einen speziellen Anlass eine Patenpflanze zum Verschenken“, sagt Franziska Wolf. „Wir schauen, was passen könnte, wie beispielsweise der Liebesperlenstrauch als Hochzeitsgeschenk.“ Andere Interessenten suchen Pflanzen aus bestimmten Herkunftsländern oder wählen solche aus, deren Artname an einen bestimmten Vor- oder Nachnamen erinnert. Selbstverständlich können auch kulinarische Vorlieben eine Rolle spielen. Personen, die beruflich mit Medizin oder Pharmazie zu tun haben, interessieren sich häufig für Arzneipflanzen. „Es lohnt sich auf jeden Fall, sich bei der Universitätsförderung zu melden, wenn man auf der Webseite des Projekts nicht fündig wird“, unterstreicht Franziska Wolf.

Jeder Arbeitstag beginnt für die Studentinnen mit einem Austausch mit dem Team der Stabsstelle, das den Kontakt mit den Patinnen und Paten pflegt. Dabei erfahren sie, welche aktuellen Aufgaben anstehen. Die beiden bilden die Schnittstelle zwischen der Universitätsförderung und dem Garten-Team. Ihre Aufgabe ist es auch, die Aufträge für die Fräs-Arbeiten der Paten-Namensschilder zu vergeben, Texte für neue Patenpflanzen zu verfassen, Urkunden zu erstellen und alle Patenpflanzen in einem digitalen Lageplan zu erfassen. „Es kommt auch vor, dass Pflanzen eingehen. Dabei spielen natürliche Faktoren wie Trockenheit, Frost oder Schädlinge eine Rolle“, berichtet Jonna Lilge. „Wenn es nötig ist, kümmern wir uns in Rücksprache mit den Gärtnerinnen und Gärtnern um Ersatz.“

An ihrer Arbeit lieben die Studentinnen die Abwechslung. Die Tage gehen dadurch gefühlt sehr schnell um. Ein Höhepunkt war der Patentag, der wie immer großen Zuspruch fand. „Die Vorbereitung war aufwändig“, erinnert sich Jonna Lilge. „Aber es war toll, die Patinnen und Paten zu treffen und nicht nur ihre Namen auf den Schildern zu lesen.“

Wenn sie nicht im Botanischen Garten tätig sind, schreiben Jonna Lilge und Franziska Wolf derzeit an ihren Masterarbeiten. Wie es anschließend weitergeht, wissen sie noch nicht genau. Aber sie würden gern in einem Bereich arbeiten, in dem es eine „gute Mischung“ zwischen Büroarbeit und der Arbeit in der Natur gibt, so wie bei ihrem Studi-Job im Botanischen Garten.

Autorin: Christina Hoppenbrock

Dieser Artikel stammt aus der Unizeitung wissen|leben Nr. 6, 7. Oktober 2026

In der Serie „Mein Studi-Job an der Uni Münster“ stellen wir die Arbeit von studentischen Hilfskräften vor.

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