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Münster (upm/vl)
Freuen sich über die Eröffnung der zweiten Förderphase des Exzellenzclusters: Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels (r.), die beiden Clustersprecher Prof. Dr. Mario Ohlberger (l.) und Prof. Dr. Thomas Nikolaus sowie die wissenschaftliche Geschäftsführerin Dr. Anne Schindler.© Uni MS - Victoria Liesche
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Exzellenzcluster Mathematik Münster feiert Start der zweiten Förderphase

Eröffnungskonferenz im Schloss

Der Exzellenzcluster „Mathematik Münster: Dynamik – Geometrie – Struktur“ der Universität Münster feiert den Start seiner zweiten Förderphase mit einer dreitägigen Konferenz, die gestern (16. September) im Schloss eröffnet worden ist. Elf internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Mitglieder von „Mathematik Münster“ geben bis Freitag Einblick in ihre aktuelle Forschung. Die Themen der Beiträge reichen von angewandter bis zu theoretischer Mathematik.

Die Vernetzung von Forscherinnen und Forschern aus verschiedenen mathematischen Teilgebieten steht nicht nur bei der Konferenz im Mittelpunkt, sondern bildet auch den Kern des Forschungsprogramms des Exzellenzclusters „Mathematik Münster“. Die Weiterentwicklung dieses integrativen Ansatzes hatte im vergangenen Jahr die Exzellenzkommission von Bund und Ländern überzeugt, den Forschungsverbund ab 2026 für weitere sieben Jahre mit rund 40 Millionen Euro zu fördern.

„Die zweite Förderperiode bietet die Chance, unsere gemeinsame Forschung auf ein neues Niveau zu heben und Münster weiter zu einem Hotspot für Spitzenforschung in der Mathematik auszubauen“, sagte Prof. Dr. Thomas Nikolaus, der gemeinsam mit Prof. Dr. Mario Ohlberger als Clustersprecher fungiert. Das neue Forschungsgebäude „Centre for Mathematics Münster“ (CMM), das nächsten Sommer am Coesfelder Kreuz fertiggestellt werden soll, werde dafür beste räumliche Bedingungen bieten. Rektor Prof. Dr. Johannes Wessels würdigte die besondere Bedeutung des Exzellenzclusters für die Universität Münster. „Der Cluster hat großen Einfluss innerhalb der Universität. Seine Mitglieder bringen sich in viele Bereichen ein, um die Forschung und die Strukturen nach vorne zu bringen.“

Die Eröffnungskonferenz im Schloss ist dem Mathematiker Bernhard Riemann gewidmet, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 200. Mal jährt. „Riemanns revolutionäre Ideen verbanden Geometrie, Analysis und Zahlentheorie. Sein Vermächtnis erinnert uns daran, dass die tiefgreifendsten mathematischen Durchbrüche oft an den Schnittstellen scheinbar voneinander unabhängiger Gebiete liegen“, sagte Mario Ohlberger. „Während wir die Vergangenheit würdigen, müssen wir zugleich mutig in die Zukunft blicken. Wir befinden uns in einer Ära, die von der enormen Geschwindigkeit der Entwicklung künstlicher Intelligenz geprägt ist. Einerseits werden einige unserer Forschungsbereiche aktiv die theoretischen Grundlagen des ‚Deep Learning‘ mitgestalten. Andererseits wird KI als Werkzeug zunehmend beeinflussen, wie wir Mathematik betreiben.“ Diese beiden Seiten miteinander zu verbinden, werde eine große Herausforderung der nächsten Jahre sein.

Über den Exzellenzcluster Mathematik Münster

„Mathematische Teilgebiete verbinden“ – diesen Ansatz, der in der ersten Förderphase (2019 bis 2025) des Exzellenzclusters Mathematik Münster zu international beachteten Forschungsergebnissen geführt hat, haben die Mathematikerinnen und Mathematiker der Universität Münster weiterentwickelt. Für die zweite Förderperiode (2026 bis 2032) haben sie grundlegende Fragestellungen aus verschiedenen mathematischen Bereichen identifiziert, die die rund 200 Mitglieder in den nächsten sieben Jahren in zehn vernetzten Forschungsachsen gemeinsam mit einem integrativen Ansatz bearbeiten werden.

Dafür kombinieren sie die unterschiedlichen Techniken und Perspektiven ihrer Fachgebiete. Die Themen decken die gesamte Breite der Mathematik ab: von grundlegender theoretischer Forschung – etwa zu abstrakten Invarianten oder Verbindungen zwischen Arithmetik und Topologie – über die Analyse nichtlinearer Operatoren und Räume bis hin zu anwendungsnahen Themen. Zu letzteren zählen beispielsweise mathematische Modelle in der Biologie und Medizin sowie datengetriebene Verfahren.

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