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Münster (upm/kk)
Eine kleine Gruppe von vier Personen steht in einem Labor. Alle tragen weiße Kittel.<address>© Uni MS - Peter Leßmann</address>
Münster bietet exzellente Bedingungen für internationale Forscherinnen und Forscher in der Batterieforschung.
© Uni MS - Peter Leßmann

Projekt „BATTERY PIONEERS“ erhält DAAD-Förderung

Uni Münster geht neue Wege bei Gewinnung und Karriereförderung internationaler Promovierender

Die Universität Münster hat eine Förderung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) in Höhe von rund 700.000 Euro für das Projekt „BATTERY PIONEERS: Global Green Mobility Talent in Battery Research” eingeworben. Mit dem Vorhaben will die Universität unter anderem gezielt hochqualifizierte internationale Promovierende für die Batterieforschung am Standort Münster gewinnen und den Frauenanteil erhöhen. Das Projekt läuft von Juni 2026 bis Ende 2029 und wird im Rahmen des DAAD-Förderprogramms „Academic Horizons – Attracting Global Minds” finanziert. Den Antrag haben das International Office und die Forschungsschule BACCARA (Batterie-Chemie, Charakterisierung, Analyse, Recycling und Anwendung) gemeinsam gestellt.

Das Projekt richtet sich unter anderem an leistungsstarke Masterabsolventinnen und -absolventen der Materialwissenschaft, Chemie, Physik sowie Elektro- und Energietechnik aus der Europäischen Union (EU), Großbritannien, Japan, Taiwan, Südkorea und Nordamerika. Geplant sind drei Projektsäulen: Im Bereich „Rekrutierung“ wird unter anderem eine jährliche Kennenlernwoche für internationale Promotionsinteressierte organisiert und eine digitale Plattform für die gezielte Ansprache potenzieller Promovierender aufgebaut. Ziel ist es, den Anteil internationaler Promovierender, insbesondere aus den Schwerpunktregionen, deutlich zu erhöhen. Im Bereich „Karriere und Bindung” entsteht ein modulares Programm: Ein Labor für Wissenschaftskommunikation ermöglicht es Promovierenden, unter professioneller Anleitung eigene Formate zu entwickeln. Die Säule „Ankommen und Integration” umfasst den Aufbau eines digitalen „Onboarding-Hubs“ mit KI-gestützter Beratung sowie individuelle Unterstützung, beispielsweise bei der Wohnungssuche oder bei Vertragsfragen. Ergänzend stärkt ein gezieltes Förderformat für Frauen in der Batterieforschung deren Sichtbarkeit, Karriereentwicklung und Vernetzung. Die Maßnahmen sollen nachhaltig implementiert werden, so dass sie mittel- und langfristig organisationsübergreifend nutzbar sind.

„Neben den innovativen Inhalten unseres Antrags war auch der strategische Vorteil der ‚Battery City Münster‘ für die Förderung ausschlaggebend: Internationale Talente finden an der Universität Münster nicht nur exzellente Promotionsmöglichkeiten, sondern durch das gesamte Netzwerk auch vielfältige und langfristige Karriereperspektiven“, betont Dr. Astrid Burgbacher vom International Office, die gemeinsam mit Dr. Julia Quante von BACCARA zum Antragsteam gehört. Zum Innovationsstandort „Battery City Münster“ zählen neben dem MEET Batterieforschungszentrum, dem Fachbereich Chemie und Pharmazie, der Forschungsschule BACCARA unter anderem das Helmholtz-Institut Münster des Forschungszentrums Jülich, die Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle (FFB), Arbeitskreise der FH Münster sowie diverse Firmen und Start-ups in Münster und im Umland. Sie alle sind auf exzellent ausgebildete Absolventinnen und Absolventen angewiesen. „Mit BATTERY PIONEERS fügen wir diesem Netzwerk einen weiteren wichtigen Baustein hinzu: die Strukturen, um die besten Köpfe aus aller Welt für unsere Forschung zu gewinnen und langfristig an den Standort zu binden. Die großen Herausforderungen der Energiespeicherung lassen sich nur mit vielfältigen, internationalen Teams lösen“, sagt Projektleiter Prof. Dr. Martin Winter, der die Forschungsschule BACCARA mit Prof. Dr. Frank Glorius wissenschaftlich leitet.

Das DAAD-Förderprogramm „Academic Horizons – Attracting Global Minds“ ist Teil der 1.000-Köpfe-Initiative der Bundesregierung. Es richtet sich an deutsche Hochschulen und zielt darauf ab, herausragende internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Schlüsseltechnologien für den Wissenschaftsstandort Deutschland zu gewinnen. Gefördert werden Maßnahmen in den Bereichen Gewinnung, Integration und Karriereentwicklung.

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