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Münster (upm/jh).
Luise Hecht steht in ihrem Büro vor einem Sideboard und lächelt in die Kamera. Sie hält eine Filmklappe in der Hand. Neben ihr steht eine Kamera auf einem Stativ.<address>© Uni MS - Julia Harth</address>
Luise Hecht und das Team von TheoTVIST unterstützen die Lehre und Forschung an der Katholisch-Theologischen Fakultät mit Videografie, Schulungen und Technik.
© Uni MS - Julia Harth

Die Welt der bewegten Bilder

Serie „Mein Studi-Job an der Uni Münster“: Luise Hecht koordiniert das studentische Team bei TheoTVIST

Wer sich das Aufgabenprofil von Luise Hecht auf der Teamwebseite anschaut, könnte mit Blick auf ihre umfangreichen Arbeitsbereiche meinen, dass sie in Vollzeit an der Universität arbeitet. Tatsächlich ist sie studentische Hilfskraft bei TheoTVIST, dem Team für Videografie, Schulung und Technik der Katholisch-Theologischen Fakultät. „Die Arbeit ist sehr vielfältig, lässt sich aber gut in acht Stunden pro Woche machen“, sagt sie mit einem Lächeln. Als Koordinatorin des fünfköpfigen studentischen Teams hat sie den Dienstplan der Hilfskräfte im Blick, organisiert die Aufgaben und bündelt die Kommunikation mit den hauptamtlichen Teamleitern, Dr. Guido Hunze und Ludger Hiepel. Zugleich ist sie Ansprechpartnerin für studentische Referatsgruppen und Erstsemester-Tutorien. Die Mitarbeit am TheoPodcast samt Social Media zählt ebenfalls zu ihren Aufgaben. Und das ist noch nicht alles.

Knapp 20 Jahre liegen die Anfänge von TheoTVIST zurück. Ziel des Projekts ist es, Videografie als Medium in Lehre und Forschung zu verankern, um die inhaltliche Auseinandersetzung mit fach- und hochschuldidaktischen sowie fachwissenschaftlichen Themen zu erleichtern. Durch innovative Lehr- und Lernformen sollen Theorie und Praxis enger verzahnt werden. Die Arbeit hat deshalb sowohl technische als auch inhaltliche Schwerpunkte. „Wir kümmern uns zum Beispiel um die Ausleihe von Kameras und Mikros, helfen bei Aufzeichnungen von Vorlesungen oder Veranstaltungen, schneiden Videos und beraten die Lehrenden und Studierenden, wenn sie Fragen zur Technik oder zur Umsetzung digitaler Methoden haben“, erklärt Luise Hecht.

An der Robert-Koch-Straße 40 haben die studentischen Hilfskräfte ein kleines, helles Büro mit zwei gut ausgestatteten PC-Arbeitsplätzen. Luise Hecht sorgt dafür, dass zu den festen Sprechstunden jemand aus dem Team anwesend ist und regelmäßig das Mail-Postfach im Auge behält. Auf einem großen Sideboard mitten im Raum stehen Teamfotos der vergangenen Jahre. „Es ist ein tolles und engagiertes Team“, betont die 25-Jährige, die seit zweieinhalb Jahren dabei ist und seit einem halben Jahr als studentische Koordinatorin fungiert. „Wir lernen viel voneinander und unterstützen uns gegenseitig.“

Für sie ist es ein Job, der perfekt zu ihren beruflichen Zielen passt, obwohl sie nicht katholische Theologie studiert: Sie steht kurz vor dem Abschluss ihres Lehramtsstudiums mit den Fächern Musik, Philosophie und Latein. „Technische Kompetenzen sind auch im Schulalltag hilfreich“, weiß Luise Hecht, das habe sie im Praxissemester erlebt. Außerdem sei der didaktische Bezug für sie spannend, wenn es zum Beispiel darum gehe, Lehr- und Lernsituationen aufzuzeichnen und auszuwerten. „Die videografische Analyse bietet Lehramtsstudierenden eine zusätzliche Perspektive ‚von außen‘ auf das Unterrichtsgeschehen“, erklärt sie. Das gelte auch für die Ausbildung der Theologiestudierenden fernab des Lehramts, wenn das Team beispielsweise Predigtübungen filme und aufbereite.

Ob in Studium, Forschung oder Lehre: An der Katholisch-Theologischen Fakultät ist das Team der richtige Ansprechpartner für alle, die bewegte Bilder erstellen und einsetzen möchten. Auch hinter einer kleinen Video-Kampagne zur Bewerbung des Studienangebots stecken die studentischen Hilfskräfte von TheoTVIST. Ein Social-Media-Kanal für die Fakultät ist derzeit in Planung. „Wir freuen uns, wenn die Lehrenden und Studierenden sich mit unserer Unterstützung professionell weiterentwickeln“, betont Luise Hecht.

Autorin: Julia Harth

 

In der Serie „Mein Studi-Job an der Uni Münster“ stellen wir in loser Abfolge die Arbeit von studentischen Hilfskräften vor.

Dieser Artikel stammt aus der Unizeitung wissen|leben Nr. 3, 6. Mai 2026.

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