Die Ausstellung trägt den Titel „Auferstehung“. Da passe die „Chrismatorium“ genannte Reiseschatulle perfekt hinein, erläutert Museums-Kustos Dr. Jan Graefe. „Eines der Öle diente der Krankensalbung vor dem Tod, das Hostienschälchen erinnert an das letzte Abendmahl Jesu.“ Dass ein Priester diese Ausstattung mit sich führte, war normal. Allerdings sei es ungewöhnlich, dass für die Verkleidung ein gebrauchtes Stundenbuch genutzt wurde. Warum das passierte, werde wohl für immer ein Rätsel bleiben. „Sicher ist allerdings, dass der frühere Besitzer wohlhabend gewesen sein muss.“ Denn die Lade, in der die silbernen Behältnisse passgenau eingelassen sind, ist vergoldet. Auch die beiden Messbücher (lat. „Missale“), die dem Bibelmuseum zusammen mit dem Chrismatorium übereignet wurden, seien Prachtbände, die bereits zur Zeit ihres Drucks um 1830 einiges wert gewesen sein dürften. Sie sind ebenso wie das Chrismatorium Teil der Ausstellung, die noch bis zum 19. April (Sonntag) läuft.