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Münster (upm/bn).
Das Foto zeigt das aufgeklappte Behältnis, sodass zwei kleine Deckel und ein größerer Deckel zu sehen sind.<address>© Bibelmuseum Münster</address>
Das reich ausgestatte Innere des „Chrismatoriums“ mit einer Salböl-Dose und einer Hostienschale.
© Bibelmuseum Münster

Osterausstellung im Bibelmuseum startet am 17. März

Thema der Schau: „Auferstehung“ / Zahlreiche neue Sammlungsstücke

Zu sehen ist das Ausstellungsplakat. Es zeigt den Ausschnitt einer Nahansicht des „Chrismatoriums“ als Bildmotiv und informiert im Text über die Daten der Ausstellung.<address>© Bibelmuseum Münster</address>
Plakat der Osterausstellung „Auferstehung“
© Bibelmuseum Münster
Was von außen aussieht wie ein gebräuchliches Stundenbuch, entpuppt sich beim Aufklappen des Buchdeckels als raffinierte Reiseausstattung eines katholischen Priesters: In der hölzernen Lade, die sich im Bucheinband verbirgt, finden sich silberne Döschen mit Ölen und eine Hostienschale aus dem gleichen Material. Das seltene Stück, das wahrscheinlich Ende des 18. Jahrhunderts entstand, wurde dem Bibelmuseum der Universität Münster im vergangenen Jahr überlassen. Nun gehört es zu den Blickfängen in der Osterausstellung des Museums, die am 17. März (Dienstag) startet.

Die Ausstellung trägt den Titel „Auferstehung“. Da passe die „Chrismatorium“ genannte Reiseschatulle perfekt hinein, erläutert Museums-Kustos Dr. Jan Graefe. „Eines der Öle diente der Krankensalbung vor dem Tod, das Hostienschälchen erinnert an das letzte Abendmahl Jesu.“ Dass ein Priester diese Ausstattung mit sich führte, war normal. Allerdings sei es ungewöhnlich, dass für die Verkleidung ein gebrauchtes Stundenbuch genutzt wurde. Warum das passierte, werde wohl für immer ein Rätsel bleiben. „Sicher ist allerdings, dass der frühere Besitzer wohlhabend gewesen sein muss.“ Denn die Lade, in der die silbernen Behältnisse passgenau eingelassen sind, ist vergoldet. Auch die beiden Messbücher (lat. „Missale“), die dem Bibelmuseum zusammen mit dem Chrismatorium übereignet wurden, seien Prachtbände, die bereits zur Zeit ihres Drucks um 1830 einiges wert gewesen sein dürften. Sie sind ebenso wie das Chrismatorium Teil der Ausstellung, die noch bis zum 19. April (Sonntag) läuft.

Zu sehen sind hier das zugeklappte Stundenbuch liegt auf einem Tisch, daneben stehen zwei Messbücher.<address>© Bibelmuseum Münster</address>
Messbücher (rechts) und Stundenbuch mit dem Chrismatorium im Inneren
© Bibelmuseum Münster
Das Bibelmuseum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am 10. April (Freitag) bis 22 Uhr. Sonntags findet jeweils um 15 Uhr eine offene Führung statt, für die keine Anmeldung erforderlich ist. Über Ostern ist das Museum vom 3. (Karfreitag) bis 6. April (Ostermontag) geschlossen.

 

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