Universität Münster ist an neuer europäischer Mondsonde beteiligt
Die letzte europäische Mondmission liegt mehr als 20 Jahre zurück. Nun ist die Universität Münster Teil eines europäischen Konsortiums, das einen neuen Mondorbiter für die Europäische Weltraumorganisation (ESA) vorbereitet. Bei der Entwicklung der Raumsonde arbeiteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Institut für Planetologie mit dem polnischen Raumfahrtunternehmen Creotech Instruments, dem Weltraumforschungszentrum der Polnischen Akademie der Wissenschaften, SATLANTIS und GMV Innovating Solutions zusammen - der entsprechende Kooperationsvertrag wurde jetzt unterzeichnet.
Prof. Dr. Harald Hiesinger, Dr. Carolyn van der Bogert und Dr. Wajiha Iqbal von der Universität Münster verfügen über Expertise im wissenschaftlichen Missionsmanagement und -betrieb. Das Team unterstützt die Entwicklung der Parameter für die Nutzlast im sichtbaren bis mittleren Infrarotbereich sowie der dazugehörigen Datensätze. Ziel ist es, die Beobachtung von Gesteinen und Mineralien auf der Mondoberfläche zu optimieren. „Die Daten werden unser Verständnis des Mondes deutlich erweitern und wichtige Informationen über potenzielle Landeplätze liefern, die für die Planung und Durchführung bemannter und unbemannter Missionen sowie für die Erkundung von Mondressourcen relevant sind“, erläutert Carolyn van der Bogert. Für das Forschungsteam ist die Vorbereitung der Twardowski-Mission ein wichtiger Meilenstein für die zukünftige europäische Mondforschung. „Das Missionskonzept macht die wissenschaftlichen und technologischen Fähigkeiten Europas sichtbar und liefert einen neuen Datensatz mit bislang unerreichter spektraler Information über die Mondoberfläche und ihre Ressourcen“, betont Harald Hiesinger.