Auf "Tuchfühlung" im All

Zweiter Venus-Vorbeiflug von BepiColombo auf dem Weg zum Merkur: Am 10. August 2021 um 15.48 Uhr MESZ, fast drei Jahre nach ihrem Start, wird die Raumsonde ihren zweiten Nahvorbeiflug an der Venus absolvieren.
© ESA

Raumsonde BepiColombo passiert die Venus / Spektrometer MERTIS zeichnet einzigartige Messungen der dichten Atmosphäre auf

In nur 550 Kilometern Höhe passiert die europäisch-japanische Merkurmission "BepiColombo" am 10. August um 15.48 Uhr (mitteleuropäische Sommerzeit) die Oberfläche der Venus. Dieser Nahvorbeiflug ermöglicht einige so noch nie durchgeführte wissenschaftliche Untersuchungen der dichten Venusatmosphäre. Denn bereits während der Annäherung an den Schwesterplaneten der Erde wird das vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gemeinsam mit der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster entwickelte und betriebene Spektrometer MERTIS (Mercury Radiometer and Thermal Infrared Spectrometer) auf die Venus gerichtet sein und Messungen durchführen.

Link zur Pressemitteilung der WWU

Dissertation von Thomas Heyer

Thomas Heyer
© WWU

Heute hat Thomas Heyer erfolgreich seine Doktorarbeit verteidigt.

Thema der Doktorarbeit war "Formation of Slope Streaks and Gullies on Present-day Mars".

Herzlichen Glückwunsch!


Dissertation von Jan Hendrik Pasckert

Dissertation von Jan Hendrik Pasckert
© WWU

Heute hat Jan Hendrik Pasckert erfolgreich seine Doktorarbeit verteidigt.

Thema der Doktorarbeit war „Volcanic evolution of the southern lunar farside”. Im Prüfungskomitee waren die Professoren Harald Hiesinger (WWU), Ralf Jaumann (FU-Berlin), sowie Thorsten Kleine und Addi Bischoff (beide WWU).

Herzlichen Glückwunsch!

Europlanet 2024 RI has received funding

EU-Flag
© European Union


Europlanet 2024 RI has received funding from the European Union's Horizon 2020 research and innovation programme under grant agreement No 871149


Link to Europlanet 2024 RI                  Link to Europlanet 2024 RI

Älteste Karbonate im Sonnensystem entdeckt

Flensburgmeteorit
© Markus Patzek

Internationale Forschendengruppe bestimmt Alter des Flensburg-Meteoriten

Ein 2019 in Norddeutschland niedergegangener Meteorit enthält Karbonate, die zu den ältesten im Sonnensystem überhaupt zählen - er stellt zudem einen Nachweis der frühesten Aktivität flüssigen Wassers (daneben existiert das sogenannte Kristallwasser, bei dem das Wasser in Mineralen gebunden ist) auf einem Kleinplaneten dar. Das haben Messungen mithilfe der hochauflösenden Ionensonde an der Universität Heidelberg ergeben – ein Forschungsgroßgerät, das am Institut für Geowissenschaften angesiedelt ist. Die Untersuchung durch die Kosmochemie-Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Mario Trieloff war Teil einer an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster koordinierten Konsortiumsstudie, an der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Europa, Australien und den USA beteiligt waren.

Dem Mond auf der Spur

Hiesinger Podcast Mond
© WWU - SP

Interview mit Prof. Dr. Harald Hiesinger

Bald wird es - zum ersten Mal seit fast 45 Jahren - wieder neue Gesteinsproben des Mondes geben, wenn die chinesische Sonde "Chang'e 5" zurück auf der Erde landet. Welche neuen Erkenntnisse das Mondgestein liefern kann, erklärt Prof. Dr. Harald Hiesinger vom Institut für Planetologie im Podcast. Zudem berichtet er, was die Wissenschaft schon über den Mond weiß, ob der Mond eigentlich jemandem gehört und wie es ist, den Start einer Raumfahrtmission aus nächster Nähe zu beobachten.




WWU-Cast

Sonnensystem entstand in weniger als 200.000 Jahren

Star Protoplanetary Disk
© L. Calçada - ALMA (ESO/NAO)

Aktuelle "Science"-Studie von US- und WWU-Forschern

Das Material, aus dem die Sonne und der Rest des Sonnensystems bestehen, stammt aus dem Kollaps einer großen Gas- und Staubwolke. Astronomische Beobachtungen junger Sternobjekte legen nahe, dass es rund ein bis zwei Millionen Jahre dauert, bis eine Wolke zu einem Stern kollabiert und sich dadurch ein Sternsystem bildet. Ein internationales Forschendenteam unter der Federführung von PlanetologInnen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) hat nun Hinweise auf das Alter bei der Entstehung unseres Sonnensystems gefunden: Demnach ist es über 4,5 Milliarden Jahre alt, und es entstand in weniger als 200.000 Jahren. Die Studie ist jetzt in der Fachzeitschrift „Science“ erschienen.

Abbremsen an der Venus

Bepicolombo Venus
© ESA/ATG medialab

Raumsonde BepiColombo "fällt" weiter Richtung Merkur

Von der Tagseite kommend, an der Venus vorbei, mit der Schwerkraft des Planeten abbremsen und auf der Nachtseite weiter auf Kurs zum Ziel Merkur: Am Donnerstag, dem 15. Oktober 2020, wird die ESA-Raumsonde BepiColombo um 5.58 Uhr MESZ in etwa 10720 km Kilometer Entfernung an der Venus vorbeifliegen und unserem Nachbarplaneten ein wenig ihrer Bewegungsenergie übertragen, um selbst an Geschwindigkeit zu verlieren. Zwei Jahre nach dem Start ist der Zweck des Manövers eine weitere Absenkung des sonnennächsten Punktes des Orbits von BepiColombo in Richtung der Umlaufbahn des Planeten Merkur. Den werden die beiden zu einem Gespann verbundenen Raumsonden der Europäischen Weltraumorganisation ESA und der japanischen Raumfahrtagentur JAXA nach einem weiteren Venusvorbeiflug im August 2021 erreichen und sechs Nahvorbeiflüge später schließlich Merkur Ende 2025 umkreisen. Für PlanetenforscherInnen und IngenieurInnen des Instituts für Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) eine weitere Gelegenheit das Spektrometer MERTIS zu testen.

Outstanding Student Poster Award an Claudia Pöhler

Spa
© NASA/GSFC/University of Arizona

Der Europlanet Science Congress (EPSC) ist die größte, jährlich stattfindende, internationale Konferenz auf dem Gebiet der Planetologie in Europa. Für die virtuelle Konferenz wurden 2020 mehr als 975 Poster und Präsentationen eingereicht. Im Rahmen dieser Konferenz erhielt Claudia Pöhler aus der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Harald Hiesinger den Outstanding Student Poster Award für ihr interaktives Poster zum Thema „The Lunar South Pole-Aitken Basin Region: A New Geological Map“. In ihrem Poster stellt Claudia Pöhler ihre Arbeiten an einer geologischen Karte des größten und ältesten Einschlagbeckens auf dem Mond und dessen südpolarer Nachbarschaft vor. Die neue hochauflösende Karte hat unmittelbare Relevanz für das Verständnis der frühen geologischen Entwicklung des Mondes und kann auch für die Planung von zukünftigen Landemissionen herangezogen werden.
Herzlichen Glückwunsch, Claudia!

Zwergplanet Ceres: Klare Hinweise auf aktiven Kryovulkan

Ceres
© Nathues et al., Nature Astronomy

Messdaten der NASA-Mission "Dawn" bieten neue Erkenntnisse

Ein internationales Forscherteam, an dem auch Planetologen der WWU beteiligt waren, hat durch Daten der NASA-Mission "Dawn" Hinweise auf einen aktiven Kryovulkan auf dem Planeten Ceres gefunden. Die Wissenschaftler zeichnen das Bild einer einzigartigen Welt, in deren Innern Reste eines globalen Ozeans bis heute überdauern und dessen Kryovulkan wahrscheinlich noch immer aktiv ist.

Größter Steinmeteorit Deutschlands gefunden

Duennschliff
© WWU - Addi Bischoff

Forscher der Universität Münster bestätigen: „Blaubeuren“ ist das Ergebnis einer kosmischen Kollision

Der Zufall schlägt auch in der Wissenschaft gelegentlich die verrücktesten Kapriolen. Ein Hausbesitzer stößt 1989 beim Ausheben eines Kabelgrabens auf seinem Grundstück im schwäbischen Blaubeuren mit dem Spaten auf einen Stein von 28 mal 25 mal 20 Zentimeter Größe. Aus einem halben Meter Tiefe lupft er ihn an die Oberfläche, der Stein kommt ihm dabei ungewöhnlich schwer vor. Mit einem Magneten stellt der Finder fest, dass der Stein eisenhaltig ist. Danach liegt der kantige Brocken jahrzehntelang im Garten. Auf die Idee, dass es sich um einen Besucher aus dem Weltall handeln könnte, kommt der Gartenbesitzer allerdings erst 31 Jahre später und meldet seinen Fund im Januar 2020 beim Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Nach ersten Analysen folgt die wissenschaftliche Sensation: Bei dem Fundstück handelt es sich um einen Steinmeteoriten – mit einer Masse von mehr als 30 Kilogramm der größte, der je in Deutschland gefunden wurde. Am 7. Juli bestätigte nun die Meteoritical Society, die internationale Organisation der Meteoritenforscher, den Fund als anerkannten Meteoriten. Nach seinem Fundort, dem mittelalterlichen Städtchen Blaubeuren 17 Kilometer westlich von Ulm, trägt der Meteorit den offiziellen Namen „Blaubeuren“.

Der Mond ist jünger als bisher angenommen

Magmaozeanmond
© NASA/Goddard Space Flight Center

Planetologen aus Berlin und Münster: Mond entstand vor 4,425 Milliarden Jahren / Veröffentlichung in "Science Advances

Die Geburtsstunde des Mondes schlug etwas später als bisher vermutet. Sie ereignete sich, als ein marsgroßer Protoplanet bei der Kollision mit der jungen Erde zwar zerstört wurde, aber aus den Trümmern dieser Katastrophe ein neuer Körper entstand – der Mond. Planetologinnen und Planetologen um Maxime Maurice vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben nun mit einem neuen numerischen Modell rekonstruiert, wann dies geschah: vor 4,425 Milliarden Jahren.

Angioletta Coradini Mid-Career Award für Prof. Hiesinger

Prof. Hiesinger
© wwu

The SSERVI Angioletta Coradini Mid-Career Award is given annually to a mid-career scientist for broad, lasting accomplishments related to SSERVI fields of interest. Angioletta Coradini (1946-2011) was an Italian planetary scientist who has inspired astronomers around the world. The 2019 Angioletta Coradini Mid-Career Award is given to Dr. Harald Hiesinger, Professor of geological planetology at the university of Münster in Germany.

Radioaktive Wolke über Europa hatte zivilen Hintergrund

Luftfilter
© Dorian Zok/LUH

Isotopenmessungen an Luftfiltern: Forscher untersuchten bisher ungeklärten nuklearen Unfall / Studie in "Nature Communications"

Eine mysteriöse Wolke aus radioaktivem Ruthenium-106, die im Herbst 2017 über Europa zog, beschäftigt noch immer die Strahlenschutzeinrichtungen der betroffenen Länder. Die Konzentrationen des radioaktiven Stoffs waren zwar nicht gesundheitsschädigend, aber rund hundertmal höher als jene in der Wolke, die nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima über Europa zog. Da bislang keine Regierung die Verantwortung übernahm, konnte auch ein militärischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden.

Wissenschaftler der Leibniz Universität Hannover und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) haben jetzt herausgefunden, dass die Wolke aus sogenannten zivilen nuklearen Tätigkeiten stammte und damit nicht in einem militärischen Zusammenhang stand. Ein schlüssiges Szenario wäre demnach, dass das Ruthenium aus einer Wiederaufbereitungsanlage für Kernbrennstoff freigesetzt wurde. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ erschienen.


Dissertation von Markus Patzek

Diss Patzek
© WWU

Heute hat Markus Patzek erfolgreich seine Doktorarbeit verteidigt. Herzlichen Glückwunsch!

Thema seiner Doktorarbeit war "Evidence for the existence of different aqueously-altered C1 parent bodies in the early Solar System". Im Prüfungskomitee waren die Professoren Addi Bischoff (WWU),  Timm John (FU Berlin), Thorsten Kleine (WWU) und Mario Trieloff (Universität Heidelberg).

Auf dem Weg zum Merkur: Raumsonde "BepiColombo" fliegt an der Erde vorbei

Bepicolombo
© ESA/ATG medialab

Schwerkraft-Bremsmanöver am 10. April / Beobachtung der Mondvorderseite mit Spektrometer "MERTIS" nach 20-jähriger Vorbereitung

Am Karfreitag wird die ESA-Raumsonde „BepiColombo“ in den frühen Morgenstunden mit mehr als 30 Kilometern pro Sekunde auf die Erde zufliegen. Um 6.25 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit passiert sie, von der Tagseite kommend, über dem Südatlantik in 12.677 Kilometern Höhe den Punkt der größten Annäherung und fliegt dadurch auf der Nachtseite weiter in Richtung des inneren Sonnensystems – nun etwas langsamer als sie angekommen ist. Das sogenannte Flyby-Manöver an der Erde dient vor allem dazu, BepiColombo ohne den Einsatz von Treibstoff ein wenig abzubremsen, um die Raumsonde auf einen Kurs zur Venus zu bringen. Mit zwei Nahvorbeiflügen an der Venus ab dem 16. Oktober dieses Jahres wird BepiColombo auf einer Flugbahn sein, die zum Ziel der sechsjährigen Reise führt: einer Umlaufbahn um den innersten Planeten des Sonnensystems Merkur.

Erste Untersuchungsergebnisse zum "Sensations-Meteoritenfall" von Flensburg

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© WWU - Michael C. Möller

Planetenforscher der Universität Münster zeigen: Meteorit enthält Minerale, die sich unter der Beteiligung von Wasser in der Frühphase des Sonnensystems gebildet haben

Ein Feuerball am Himmel, begleitet von einem Knall, versetzte im September vergangenen Jahres Hunderte von Augenzeugen in Norddeutschland in Staunen. Grund für das Spektakel: Ein Meteoroid trat in die Erdatmosphäre ein und verglühte dort teilweise. Einen Tag nach dem Ereignis fand ein Bürger in Flensburg einen 24,5 Gramm schweren schwarzen Stein auf dem Rasen seines Gartens.

Dieter Heinlein vom Augsburger Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt erkannte den Stein als Bruchstück eines Meteoriten und übergab die Probe an die Experten des Instituts für Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Prof. Dr. Addi Bischoff und Doktorand Markus Patzek untersuchen den Stein seitdem mineralogisch und chemisch – mittlerweile sind etwa 15 Universitäts- und Forschungsinstitute in Deutschland, Frankreich und der Schweiz an den Forschungsarbeiten beteiligt.

Dinosaurier starben wegen eines Asteroideneinschlags aus

Dinosaurier starben wegen eines Asteroideneinschlags aus
© Adobe Stock/ boscorelli

Forscher widerlegen Theorie eines Vulkanausbruchs als Grund für Massensterben / Mineralogen und Planetologen der Universität Münster an weltweiter Studie in „Science“ beteiligt

Waren es Vulkanausbrüche im Westen Indiens oder ein Asteroideneinschlag, der die Dinosaurier und viele andere Tierarten vor 66 Millionen Jahren aussterben ließ? Darüber diskutieren Forscherinnen und Forscher bereits seit den Achtzigerjahren. Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Yale University in den USA und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) in Hannover hat jetzt einen Beweis für die Theorie des Meteoriteneinschlags vorgelegt. Auch Wissenschaftler der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) waren an der Studie beteiligt, die in der Fachzeitschrift „Science“ erschienen ist.

Wissenschaftsverbund erforscht die Entstehung der Erde

Wissenschaftsverbund erforscht die Entstehung der Erde
© Public Library/Unsplash

Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Sonderforschungsbereich der WWU und der FU Berlin

Ein gemeinsamer Forschungsverbund der Freien Universität Berlin und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) zur Untersuchung des Ansammelns von Materie durch terrestrische Planeten wird für eine weitere Förderperiode durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell unterstützt. Wie die DFG am Montag (25.11.) in Bonn mitteilte, stehen dem Sonderforschungsbereich Transregio (SFB-TRR) 170 mit dem Titel „Späte Akkretion auf terrestrischen Planeten“ für die kommenden vier Jahre rund neun Millionen Euro zur Verfügung. Die neue Förderphase beginnt am 1. Januar 2020.

Sprecher des Sonderforschungsbereichs ist Prof. Dr. Thorsten Kleine vom Institut für Planetologie der WWU, der in dieser Funktion Prof. Dr. Harry Becker von der FU Berlin ablöst. Ein SFB-TRR wird von zwei oder drei Hochschulen gemeinsam beantragt und getragen. Ziel der DFG ist es, die Kooperation zwischen diesen Einrichtungen und den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu stärken und eine gemeinsame Nutzung der Ressourcen zu ermöglichen.

Ottaviano Ruesch nimmt Sofja Kovalevskaja-Preis entgegen

Dr. Rüsch nimmt Preis entgegen
© Humboldt Foundation/Peter Himsel

Auszeichnung für Planeten-Geologen / Schweizer baut Forschungsgruppe an der WWU auf

Der Schweizer Planeten-Geologe Dr. Ottaviano Ruesch ist einer von sieben internationalen Forschertalenten, die in diesem Jahr für einen der höchstdotierten Wissenschaftspreise in Deutschland ausgewählt wurden – den „Sofja Kovalevskaja-Preis“. Gestern (20. November) nahm Ottaviano Ruesch gemeinsam mit den anderen Preisträgern die Auszeichnung der Alexander-von-Humboldt-Stiftung in Berlin entgegen.

Das Konzept der Sofja Kovalevskaja-Preise sieht vor, dass sich die Preisträgerinnen und Preisträger mit bis zu 1,65 Millionen Euro eine eigene Arbeitsgruppe an einer selbst gewählten Hochschule oder Forschungseinrichtung aufbauen können. Der 32-jährige Ottaviano Ruesch suchte sich hierfür das Institut für Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) aus, wo er in den kommenden fünf Jahren forschen wird. Sein Gastgeber ist Planetologe Prof. Dr. Harald Hiesinger.

"Earth! Past, Present, Future": Tagung der Geowissenschaften in Münster

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© GEOMAR (CC BY 4.0)

Öffentlicher Abendvortrag am 24. September über verschwindende Ozeane

Wo wir leben, wie wir leben, wovon wir leben - alles wird vom Aufbau der Erde bestimmt, die sich stetig verändert. Daher widmen sich die Teilnehmer der Tagung "GeoMünster 2019" vom 22. bis 25. September an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) dem Motto „Earth! Past, Present, Future“. Im Zentrum der Veranstaltung steht der wissenschaftliche Austausch über die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Erde. Interessierte Bürger sind dazu eingeladen, sich in einem öffentlichen Vortrag über geowissenschaftliche Phänomene zu informieren. Prof. Dr. Colin Devey vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung wird erklären, wie Ozeanbecken entstehen und wieder verschwinden und dadurch Rohstoffe, Landschaften und Gebirge hinterlassen, die unser Leben maßgeblich prägen. Der kostenlose Abendvortrag (Titel: "Und dann verschwand ein Ozean - wie die geologische Geschichte der Erde unsere Zivilisation ermöglicht”) findet am Dienstag, 24. September, um 20 Uhr im Hörsaal H1, Schlossplatz 46, statt.

Sofja Kovalevskaja-Preis: Schweizer Planeten-Geologe forscht an der WWU

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© Privat

Humboldt-Stiftung vergibt hochdotierte Auszeichnung an Top-Talent / 1,6 Millionen Euro für Aufbau einer Arbeitsgruppe

Sechs internationale Forschertalente erhalten in diesem Jahr einen der höchstdotierten Wissenschaftspreise in Deutschland – den „Sofja Kovalevskaja-Preis“ der Alexander-von-Humboldt-Stiftung. Der Schweizer Planeten-Geologe Dr. Ottaviano Ruesch ist einer der Preisträger und wird demnächst an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) forschen. Der 32-Jährige hat sich das Institut für Planetologie ausgesucht, um sich dort mit seinem Preisgeld von bis zu 1,65 Millionen Euro eine eigene Arbeitsgruppe aufzubauen. Gastgeber an der WWU ist Planetologe Prof. Dr. Harald Hiesinger.

Der beste Landeplatz auf dem Mond

Der beste Landeplatz auf dem Mond
© Quarks (WDR)

Planetologen suchen nach dem besten Landeplatz auf dem Mond

Wenn in einigen Jahren Menschen wieder auf dem Mond landen, stellt sich die Frage: Wo denn dort am besten landen? Planetologen der Uni Münster sollten das im Auftrag der ESA herausfinden. Und der spannendste Platz für die Forscher ist: Das Aitken-Becken am Südpol des Mondes, das über 4 Milliarden Jahre alt ist und helfen könnte, auch die Frühzeit der Erde besser zu verstehen.
Zur ganze Folge Quarks.

Zwergplanet Ceres: Ungewöhnliche Form des Vulkanismus gefunden

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© NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Ein internationales Forscherteam löst das Rätsel, wie der Berg Ahuna Mons auf Ceres entstanden sein dürfte / Studie in "Nature Geoscience"

Als die Wissenschaftler dieses Gebilde zum ersten Mal auf den Fotos ihrer Kamera auf der Raumsonde Dawn sahen, trauten sie ihren Augen kaum: Aus der von Kratern übersäten Oberfläche des Zwergplaneten Ceres ragt ein ebenmäßiger, von glatten, steilen Flanken begrenzter und über 4.000 Meter hoher Berg empor. Es ist der höchste Berg auf dem tausend Kilometer großen, fast kugelförmigen Zwergplaneten und eine der merkwürdigsten Strukturen im gesamten Sonnensystem.


Entstehung des Mondes brachte Wasser auf die Erde

Die aufgehende Erde aus Mondperspektive
© NASA Goddard

Planetologen belegen, wie die Erde ein lebensfreundlicher Planet wurde / Veröffentlichung in "Nature Astronomy"

Die Erde ist einzigartig in unserem Sonnensystem: Als einziger terrestrischer Planet besitzt sie eine große Menge an Wasser und einen relativ großen Mond, der die Erdachse stabilisiert. Beide Faktoren sind essentiell, damit sich Leben auf der Erde entwickeln konnte. Planetologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) konnten nun erstmals zeigen, dass das Wasser mit der Entstehung des Mondes vor ungefähr 4,4 Milliarden Jahren auf die Erde gekommen ist. Der Mond bildete sich durch den Einschlag eines etwa Mars-großen Körpers – auch Theia genannt – auf der Erde. Bisher waren Experten davon ausgegangen, dass Theia im inneren Sonnensystem nahe der Erde entstanden ist. Die münsterschen Wissenschaftler lieferten den Nachweis, dass Theia aus dem äußeren Sonnensystem kommt, von wo aus der Protoplanet große Mengen Wasser mit auf die Erde brachte. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins „Nature Astronomy“ veröffentlicht.

Geologen entdecken bisher unbekannte Region des Erdmantels

Foto: Das untersuchte Vulkangestein unter dem Mikroskop: Ein Dünnschliffbild in polarisiertem Licht zeigt Klinopyroxen-Kristalle, die zur Berechnung der Wasserkonzentration des Magmas verwendet wurden.
© Sarah Mazza (WWU)

Das Mysterium Bermuda: Forscher untersuchen Vulkangestein / Studie in „Nature“

Die Bermudainseln gelten seit jeher nicht nur wegen ihrer weißen Strände als ein besonderes Terrain inmitten des westlichen Atlantiks – die Inselgruppe liegt auf der Spitze eines 4.570 Meter hohen, vor rund 30 Millionen Jahren erloschenen Vulkans. Diese geologische Besonderheit hat jetzt ein internationales Forscherteam genauer unter die Lupe genommen und das aus Magma entstandene Gestein unter Bermuda zum ersten Mal im Detail geochemisch untersucht. Ziel der Forscher war es, Rückschlüsse auf die innere Beschaffenheit der Erde zu ziehen. Der Fund: Die Geologen entdeckten eine bisher unbekannte Region des Erdmantels, also der Schale des Erdinneren, die unter der äußersten Erdkruste beginnt und bis 2.900 Kilometer tief ins Erdinnere reicht.

Dissertation von Timo Hopp

Promotion Timo Hopp
© WWU

Heute hat Timo Hopp erfolgreich seine Doktorarbeit verteidigt. Herzlichen Glückwunsch!

Thema seiner Doktorarbeit war "Ruthenium isotope fractionation in meteorites and the late accretion history of Earth". Im Prüfungskomitee waren die Professoren Harald Strauss (WWU),  Thorsten Kleine (WWU), Stefan Weyer (Uni Hannover), Klaus Mezger (Uni Bern) und Stephan Klemme (WWU).

Ein Gruß aus dem All

Teil 1 der Serie "Unter Verschluss an der WWU": Die Meteoritensammlung am Institut für Planetologie zählt zu den größten der Welt
Addi Bischoff in der Meteoritensammlung
© WWU - Peter Grewer

Ein Schlüsselbund klimpert in der Hand von Addi Bischoff, während er den langen Flur in einem Gebäude der Universität entlanggeht. Vor einer Tür bleibt er plötzlich stehen. Ein kurzer Blick nach links und rechts – niemand ist zu sehen. Er zückt einen Schlüssel, öffnet die Tür und schaltet das Licht ein. Auf den ersten Blick dominieren mehrere weiße Hochschränke mit verglasten Doppeltüren den kleinen fensterlosen Raum. Der Wissenschaftler macht einen Schritt nach vorn und schließt die Tür von innen schnell wieder ab. „Nur wenige Personen wissen, was sich hier befindet“, erklärt er. Erst ein Blick in das Innere der Schränke offenbart ihr kostbares Geheimnis: Auf zahlreichen herausziehbaren Einlegeböden, die in einem Abstand von wenigen Zentimetern in den Schränken angeordnet sind, lagern hunderte Meteoritenbruchstücke.

Planetologen untersuchen Meteoritenfund von Renchen

Das fast ein Kilogramm schwere Stück des Renchen-Meteoriten
© Dieter Heinlein (Augsburg)

Münsteraner liefern erste Forschungsergebnisse nach seltenem Fund in Baden-Württemberg
Für rund vier Sekunden erleuchtete eine kleine Feuerkugel am 10. Juli 2018 den Nachthimmel über Süddeutschland – ein fußballgroßer Meteoroid drang in die Erdatmosphäre ein und leuchtete dabei hell auf. Die ersten vier Bruchstücke des kosmischen Festkörpers wurden in der Nähe des Ortes Renchen in Baden-Württemberg gefunden. Prof. Dr. Addi Bischoff vom Institut für Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) und sein Doktorand Markus Patzek haben nun eine Probe des Fundes untersucht und klassifiziert.

Was man von einem der am besten erforschten Himmelskörper noch lernen kann

Dr. Mark Robinson und Dr. Carolyn van der Bogert in der ULB Münster mit einer Erstausgabe des "Sidereus Nuncius" von Galileo Galilei. Die Besichtigung des wertvollen Originals war ein Highlight für die Tagungsteilnehmer.
© WWU

Dr. Carolyn van der Bogert vom Institut für Planetologie der WWU gehört dem Team der „Lunar Reconnaissance Orbiter Camera“ (LROC) an. LROC ist eine Kamera an Bord der Raumsonde LRO der NASA. Gemeinsam mit ihrem US-amerikanischen Kollegen Dr. Mark Robinson berichtet die Planetologin über die aktuelle Mondforschung.

Dissertation von Jaclyn Clark

Clark Diss2
© WWU

Heute hat Jaclyn Clark erfolgreich ihre Doktorarbeit verteidigt. Herzlichen Glückwunsch!

Thema ihrer Doktorarbeit war "An investigation of lunar lobate fault scarps.". Im Prüfungskomitee waren Prof. Harald Strauss, Prof. Ralf Hetzel, Prof. Thorsten Kleine, Prof. Harald Hiesinger (alle WWU) und Prof. Matteo Massironi von der Universität Padua.

Brian Mason Award an Markus Patzek

Foto Brian Mason Award
© WWU/Bischoff

Markus Patzek received the Brian Mason Award (1,500 $) for his abstract presented at the Annual Meeting of the Meteoritical Society in Moscow (July 22. – 27., 2018).
This award honors young PhD students and is sponsored by the “Meteorite Times Magazine” and the „International Meteorite Collectors Association (IMCA)“. Markus reports the discovery of volatile-rich fragments in brecciated meteorites that are different in their mineralogical and isotopical composition from CI chondrites. This result indicates a larger variability of primitive CI-like material in the early Solar System 4.5 billion years ago. The new discovered fragments are important to understand the composition of building blocks of terrestrial planets.

Dissertation von Samuel Ebert

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© Institut für Planetologie (WWU)

Heute hat Samuel Ebert erfolgreich seine Doktorarbeit verteidigt. Herzlichen Glückwunsch!

Thema seiner Doktorarbeit war die Suche und Analyse ursprünglicher Komponenten im frühen Sonnensystem: "The only constant is change: Identifying the fingerprints of primary material after secondary processes in the Early Solar System". Im Prüfungskomitee waren Prof. Thorsten Kleine, Prof. Alexander Deutsch, Dr. Greg Bennecka und der Betreuer der Arbeit, Prof. Addi Bischoff (alle WWU).

NRW-Akademie nimmt vier neue Mitglieder aus den Reihen der WWU auf

NRW Akademie Ernennung
© AWK NRW

Auszeichnungen für die Professoren Gerald Echterhoff, Thorsten Kleine, Armido Studer und Burkhard Wilking
Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste hat zwölf neue Mitglieder aufgenommen. Darunter sind von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) der Psychologe Prof. Dr. Gerald Echterhoff, der Planetologe Prof. Dr. Thorsten Kleine, der Chemiker Prof. Dr. Armido Studer sowie der Mathematiker Prof. Dr. Burkhard Wilking.

Nächste Bewerbungsfrist

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© shutterstock

Das PROMOS-Programm fördert die Mobilität von Studierenden deutscher Hochschulen. Im Fachbereich 14 sollen insbesondere Forschungsaufenthalte für Abschlussarbeiten gefördert werden. Ausführliche Informationen unter: https://www.uni-muenster.de/studium/outgoing/stipendien/promos.html

Die nächste Promos-Bewerbungsfrist für Vorhaben, die zwischen Juli und Dezember 2018 beginnen, endet am 15.04.2018.
Mit dieser Bewerbungsrunde wird das PROMOS-Bewerbungsvefahren auf ein Online-Verfahren umgestellt. Bitte bewerben Sie sich unter diesem Link: https://wwum.moveon4.de/form/5a9561df83fb96932919c8b7/deu.

Für Fragen zum PROMOS-Stipendium steht Ihnen für den Fachbereich 14 Cornelia Steinhäuser als Ansprechpartnerin gerne zur Verfügung (cornelia.steinhaeuser@uni-muenster.de).

NASA nimmt münstersche Planetologin in Wissenschaftlerteam auf

Foto von Carolyn van der Bogert
© Frank Bartschat

Dr. Carolyn van der Bogert vom Institut für Planetologie der WWU ist von der Raumfahrtorganisation NASA zum Mitglied des Wissenschaftlerteams für die „Lunar Reconnaissance Orbiter Camera“ (LROC) ernannt worden. LROC ist eine Kamera an Bord der Raumsonde LRO, die den Mond hochauflösend fotografiert.

Harald Hiesinger berät Europäische Weltraumorganisation

Harald Hiesinger Esa
© © WWU/Peter Grewer

ESA-Generaldirektor beruft münsterschen Planetologen in Beratungsgremium

Prof. Dr. Harald Hiesinger vom Institut für Planetologie der WWU ist neues Mitglied des Beratungsgremiums "HESAC" der Europäischen Weltraumorganisation ESA. Unter anderem ist dieses Gremium zuständig für Belange der wissenschaftlichen Nutzung bemannter Raumflüge.

Dissertation von Dustin Ward

Ward Verteidigung
© WWU

Heute hat Dustin Ward erfolgreich seine Doktorarbeit verteidigt. Herzlichen Glückwunsch!

Thema seiner Doktorarbeit war die Analyse der Spurenelemente in Phosphaten unterschiedlicher Meteorite. Im Prüfungskomitee waren Prof. Stephan Klemme (WWU), Prof. Martin Whitehouse (Swedish Museum of Natural History), Prof. Harald Hiesinger (WWU) und der Betreuer der Arbeit, Prof. Addi Bischoff (WWU).

Dissertation von Nadine Krabbe

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© WWU

Heute hat Nadine Krabbe erfolgreich ihre Doktorarbeit verteidigt. Wir wünschen herzliche Glückwünsche!

Thema der Doktorarbeit war die stabile Wolfram-Isotopen-Fraktionierung während der planetären Differenzierung. Im Prüfungskomitee waren Prof. Thorsten Kleine (WWU), Prof. Andreas Stracke (WWU), Prof. Addi Bischoff (WWU), Prof. Erik Scherer (WWU) und Prof. Harald Strauß (WWU).

Marsforschung auf Spitzbergen

Foto vom Kongsfjord
© © KOP 132 SPLAM

Planetologen um Prof. Harald Hiesinger sind vom 12. bis 28. Juli auf Expedition im Nordpolarmeer

Auf den ersten Blick hat die Landschaft auf Spitzbergen mit dem Mars nichts gemeinsam. Für Geologen ist die Forschung auf der norwegischen Inselgruppe jedoch eine gute Gelegenheit, mehr über den Roten Planeten zu lernen. "Auf dem Mars ist es ähnlich wie auf Spitzbergen trocken und kalt, die Oberfläche ist eine Eiswüste", erklärt Harald Hiesinger, Professor für geologische Planetologie am Institut für Planetologie der WWU.
Zur offiziellen WWU Pressemitteilung
Zum Spitzbergen-Blog

Jupiter ist ältester Planet des Sonnensystems

Jupiter
© NASA

Erstmals Altersbestimmung durch Meteoriten-Analyse von münsterschen Planetologen

Jupiter ist nicht nur der größte Planet des Sonnensystems, sondern auch der älteste, wie Planetologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) jetzt berichten...

Zur offiziellen WWU Pressemitteilung

Dissertation von Gerrit Budde

© Thorsten Kleine

Heute hat Gerrit Budde erfolgreich seine Doktorarbeit verteidigt. Herzlichen Glückwunsch!

Thema der Doktorarbeit war die Bildung von Chondren und die genetischen Beziehungen zwischen Meteoriten. Im Prüfungskomitee waren Prof. Sara Russell (Natural History Museum London), Prof. Klaus Mezger (Uni Bern), Prof. Erik Scherer (WWU) und der Betreuer der Arbeit, Prof. Thorsten Kleine (WWU).

Dissertation von Maximilian Matthes

© Max Matthes

Heute hat Maximilian Matthes erfolgreich seine Doktorarbeit verteidigt. Herzlichen Glückwunsch!

Thema der Doktorarbeit war die Chronologie von differentizierten Protoplaneten. Im Prüfungskomitee waren Prof. Harry Becker (FU Berlin), Prof. Ingo Leya (Uni Bern), Prof. Erik Scherer (WWU) und der Betreuer der Arbeit, Prof. Thorsten Kleine (WWU).

Dissertation von Hannes Bernhardt

Hannes Bernhardt
© Hannes Bernhardt

Heute hat Hannes Bernhardt erfolgreich seine Doktorarbeit verteidigt. Herzlichen Glückwunsch!

Thema der Doktorarbeit war die Geologie der Hellas- und Argyrebecken sowie Folgerungen hinsichtlich der geologischen und klimatischen Entwicklung des Mars. Im Prüfungskomitee waren Prof. Harry Hiesinger (WWU), Prof. Addi Bischoff (WWU) und Prof. Ralf Jaumann (DLR). Betreuer der Arbeit waren, Prof. Harry Hiesinger und Dr. Dennis Reiss (beide WWU).

WWU-Planetologen erhalten Förderung für Merkur-Mission

Mertis Fördernug
© WWU - Peter Grewer

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt stellt 2,6 Millionen Euro für Infrarot-Spektrometer zur Verfügung

Die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) ist erneut an einer spektakulären Weltraumission beteiligt. Um die Rätsel des Merkur zu lösen, planen die Europäische Weltraumorganisation ESA und die Japanische Raumfahrtagentur JAXA den Planeten in der Weltraummission "BepiColombo" mit zwei Sonden zu erkunden. An Bord der Europäischen Sonde ist das thermale Infrarot-Spektrometer "MERTIS". Es wird unter der Federführung von Prof. Dr. Harald Hiesinger und seinem Team am Institut für Planetologie der WWU betreut.

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Wasser gelangte früher auf die Erde - Neue Veröffentlichung in "Nature"

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Das Wasser auf der Erde ist Voraussetzung für das Leben wie wir es kennen. Aber wo kommt es her und seit wann ist es hier?  Planetologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) konnte mit Hilfe von präsizen Isotopenmessungen zeigen, dass das Wasser bereits früh während der Erdentstehung auf die Erde gelangte. Die Ergebnisse sind in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Nature" veröffentlicht.

Die Arbeit entstand im Rahmen des Transregio TRR 170 "Late accretion onto terrestrial planets" und wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft unterstützt.

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Erde enthält mehr Staub von "roten Riesen" als primitive Meteorite - Veröffentlichung in "Nature"

Christoph Burkhardt
© WWW/Planetologie

Alle Objekte in unserem Sonnensystem bestehen aus Material früherer Sternengenerationen. Wissenschaftler aus Münster, Chicago und Livermore (USA) haben nun mittels hochpräziser Isotopen-Messungen herausgefunden, dass die Erde mehr Material von sogenannten roten Riesen-Sternen enthält als die primitiven Meteorite (Chondrite) aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Diese Meteorite sind seit ihrer Entstehung zu Beginn des Sonnensystems vor mehr als viereinhalb Milliarden Jahren bis heute unverändert geblieben und gelten als die Urbausteine der Erde. Die Analyse ihres Gesteins ermöglicht daher Rückschlüsse auf die Zusammensetzung des Erdinneren und die geologische Entwicklung der Erde. Die in der Fachzeitschrift "Nature" publizierte Studie beweist, dass chondritische Meteorite nicht – wie bisher angenommen – repräsentativ für die isotopische Zusammensetzung der Erde sind.

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Victor-Moritz-Goldschmidt-Preis für Dr. Christoph Burkhardt

Christoph Burkhardt
© WWW/Planetologie

Christoph Burkhardt erhält den Victor-Moritz-Goldschmidt-Preis 2016 der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft. Der Preis zeichnet besonders wichtige Arbeiten von jungen Wissenschaftler aus. Herzlichen Glückwunsch!

Aus der Laudatio: "... Die Arbeiten von Herrn Dr. Burkhardt spannen einen thematisch weiten Bogen, der von der Elemententstehung in Sternen über die Datierung von Prozessen im frühen Sonnensystem bis hin zur Bildung und Differenzierung der terrestrischen Planeten reicht..."

Asteroid Ceres: Oberfläche durch viele Krater gezeichnet / Serie von Veröffentlichungen im Fachmagazin "Science"

Ceres
© NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Die Raumsonde Dawn erreichte im Jahr 2015 den Asteroiden Ceres, den größten Himmelskörper im sogenannten Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Die von Dawn gesammelten Daten ermöglichen es Wissenschaftlern, die geologische Beschaffenheit von Ceres zu analysieren und seine Entstehungsgeschichte nachzuvollziehen. In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Science" berichten nun mehrere internationale Forscherteams über ihre Ergebnisse. Sie beschreiben den Asteroiden erstmals umfassend. Eine der Studien fand unter Federführung von Prof. Dr. Harald Hiesinger vom Institut für Planetologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) statt. Die beteiligten Wissenschaftler untersuchten die Kraterstrukturen auf der Oberfläche des Asteroiden.
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Nier Prize der Meteoritical Society für Dr. Greg Brennecka

Greg Brennecka erhält den 2016 Nier Prize der Meteoritical Society.

"The Nier Prize recognizes outstanding research in meteoritics and closely allied fields by young scientists. Greg is receiving this award for for his fundamental work on the determination of high-precision U isotope compositions of meteoritic materials and their implications for early solar system conditions and chronology."

Herzlichen Glückwunsch!!

WWU-Planetologen liefern erste Forschungsergebnisse über Meteorit

Meteoritenfund

Anfang März machte ein Meteorit Schlagzeilen, der über Oberösterreich und Bayern niederging - der verglühende Himmelskörper sorgte für ein auffälliges Lichtschauspiel. Als erste Wissenschaftler haben nun Planetologen der WWU eines der Bruchstücke untersucht und den Meteoriten klassifiziert.

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Foto-Wettbewerb: "Der Mond im Münsterland"

Foto vom Mond

Die "Expedition Münsterland" ruft alle auf, ihre schönsten Mond-Bilder bis zum 15. Juli bei einem Foto-Wettbewerb einzureichen. Wichtig: Das Foto des Mondes muss im Münsterland aufgenommen worden sein.

Die Entstehung von Chondren

Chondren

Vom Staub zu den ersten Planeten - neue Studie zeigt, dass die Bildung von Chondren ein wichtiger Schritt in der Entstehung von Planetesimalen war

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Zur Original-Publikation in den Proceedings of the National Academy of Science of the United States of America