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Münster (upm).
Zu sehen ist eine Einstrittskarte mit gelblichem Papier und alter Schrift, die zur Teilnahme an der Reichsgründungsfeier am 18. Januar 1926 berechtigt.<address>© Universitätsarchiv, Bestand 4 Nr. 109</address>
Diese Eintrittskarte berechtigte zur Teilnahme an der Reichsgründungsfeier am 18. Januar 1926.
© Universitätsarchiv, Bestand 4 Nr. 109

Damals an der Universität: Große Feier zur Reichsgründung

Ein Blick in die Vergangenheit der Universität Münster – Serie der Unizeitung wissen|leben

Mit der Abdankung Wilhelms II. und der Gründung der Weimarer Republik war es auch für die Universität Münster nicht mehr opportun, den Geburtstag des Kaisers am 27. Januar zu feiern. An die Stelle des Kaisergeburtstags trat ab 1919 die Reichsgründungsfeier am 18. Januar jedes Jahres. Die Reichsgründungsfeier, mit der man – anachronistisch und durchaus ambivalent – der Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 gedachte, erfreute sich innerhalb der Universität solch großer Beliebtheit, dass sie Anfang der 1920er-Jahre von der Aula des Universitätshauptgebäudes in die Stadthalle an der Neubrückenstraße verlegt werden musste. Sogar die Rektoratsübergaben traten im Rang demgegenüber zurück. Neben einem wissenschaftlichen Festvortrag war die Verleihung von akademischen Preisen ein Höhepunkt der Veranstaltung. Die Professoren erschienen selbstverständlich im Talar, die Vertreter der Studentenkorporationen in ihrer festlichen Bekleidung, dem Wichs.

Autorin: Dr. Sabine Happ

Dieser Artikel stammt aus der Unizeitung wissen|leben Nr. 1, 4. Februar 2026.

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