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Münster (upm)

Die Super-Batterien der Zukunft entwickeln

EU-Forschungsinitiative treibt Europas "Batterierevolution" voran / Beteiligung der Universität Münster
Ein Teil der Forschung im MEET ist die Formulierung von Elektrolyten im High Throughput Screening (HTS).<address>© MEET/Judith Kraft</address>
Ein Teil der Forschung im MEET ist die Formulierung von Elektrolyten im High Throughput Screening (HTS).
© MEET/Judith Kraft

Eine Welt, die von fossilen Brennstoffen zu erneuerbaren Energien wechselt, wird in Zukunft immer mehr von der Energiespeicherung und insbesondere von Batterien abhängig sein. Bessere Batterien können unter anderem nicht nur den Kohlendioxid-Ausstoß (CO2) im Verkehr reduzieren, sondern auch das Stromnetz stabilisieren. Die neue Forschungsinitiative "Battery 2030+" der Europäischen Kommission bringt führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unternehmen aus ganz Europa zusammen, um entscheidende Fortschritte in der Batteriewissenschaft und -technologie herbeizuführen. Das erste der "Battery 2030+"-Projekte startet im März dieses Jahres – die gesamte Initiative ist auf zehn Jahre angelegt. Derzeit sind 17 Partner aus neun europäischen Ländern beteiligt, darunter die Westfälische Wilhelms-Universität Münster (WWU) und das Helmholtz-Institut Münster (HI MS).

Das Ziel von "Battery 2030+" ist die Entwicklung von hochmodernen Batterien der Zukunft, die der europäischen Industrie zur Verfügung stehen sollen. Da Batterien zu den Schlüsseltechnologien gehören, um den CO2-Ausstoß lokal und global im europäischen Energiesystem maßgeblich zu reduzieren, werden neue Generationen von extrem leistungsstarken, zuverlässigen, sicheren, nachhaltigen und kostengünstigen Batterien benötigt. "Mit diesem kooperativen Forschungs- und Entwicklungsvorhaben werden wir über die europäischen Ländergrenzen hinweg gemeinsam die Zell-Chemien und -Technologien zukünftiger Super-Batterien definieren und realisieren", sagt Prof. Dr. Martin Winter, Leiter des MEET Batterieforschungszentrums der WWU und des HI MS.

Es findet bereits ein intensiver Wettbewerb um die Entwicklung zukünftiger Batterietechnologien statt. Mit dem Projekt wollen sich die Wissenschaftler den Herausforderungen stellen. "Wir etablieren eine Plattform, die durch maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz neue Batteriematerialien schneller entdeckt", betont Prof. Dr. Kristina Edström, Chemikerin an der schwedischen Universität Uppsala und Koordinatorin des Projekts. "Interessant sind hierbei vor allem Schnittstellen in den Batterien, an denen Reaktionen ablaufen, die die Lebensdauer der Batterie beeinträchtigen können."

Das Konsortium von "Battery 2030+" besteht europaweit aus fünf Universitäten, acht Forschungszentren, drei Industriefachverbänden und einem Unternehmen. Aus Deutschland sind neben der Universität Münster das Forschungszentrum Jülich mit dem HI MS, das Karlsruher Institut für Technologie KIT und die Fraunhofer-Gesellschaft beteiligt. Europäische und nationale Gremien unterstützen das Konsortium.

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