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Coronavirus<address>© unsplash.com - Fusion Medical Animation</address>
© unsplash.com - Fusion Medical Animation

Corona-Pandemie: Expertise aus der Wissenschaft

Die Corona-Pandemie hat das gesamte öffentliche Leben erfasst. Wie wirkt sich diese Ausnahmesituation auf jeden Einzelnen aus? Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein Ende der Auflagen? Und welche Lehren ziehen wir aus dieser Krise? In einer Serie geben WWU-Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachbereichen Antworten auf diese und weitere Fragen - zudem zeigen sie Perspektiven für "die Zeit danach" auf.

<address>© WWU</address>
© WWU

Individuelle Herausforderungen und Chancen

Für den Exzellenzcluster "Religion und Politik" birgt die Corona-Pandemie besondere Herausforderungen für den wissenschaftlichen Nachwuchs. Am Sonder­forschungsbereich TRR 170, der sich mit der späten Wachstumsgeschichte der terrestrischen Planeten beschäftigt, müssen einige Wissenschaftler auch während der Corona-Krise wichtige Laborversuche im Blick behalten.

Das Learnweb, die zentrale E-Learning-Plattform, läuft auf Hochtouren.<address>© Marius Haack</address>
© Marius Haack

Technische Pannen und positive Überraschungen

Am 20. April starteten Studierende und Lehrende ins erste Online-Semester an der Universität Münster. Das außergewöhnliche Sommersemester stellt sie vor ganz unterschiedliche Herausforderungen, die nicht nur die Technik betreffen. In einer Umfrage berichten drei Studierende, was sie vom Online-Semester an der WWU erwarten.

Prof. Dr. Carola Grunschel<address>© WWU - Janna Knieriemen</address>
© WWU - Janna Knieriemen

Carola Grunschel über das Online-Studium: "Von jetzt auf gleich ist alles anders"

Die Corona-Pandemie hat das Lehren und Lernen grundlegend verändert: Das Sommersemester 2020 läuft digital ab. Sowohl für die Dozenten als auch für die Studierenden ist das Studium aktuell mit etlichen Herausforderungen verbunden - aber wie so häufig ergeben sich in einer solchen Situation auch neue Chancen.

Dr. Anna Rapp<address>© Lena Neßmann</address>
© Lena Neßmann

Umfrage zu den größten Herausforderungen im Online-Semester

Sportplätze, Hörsäle und Universitätsgebäude sind nur eingeschränkt zugänglich, Vorlesungen und Büroarbeit finden überwiegend vor dem heimischem Laptop statt. Die Leiterinnen und Leiter von fünf zentralen Einrichtungen der WWU berichten, was für sie die weitreichendsten Veränderungen im Online-Semester 2020 sind.

Prof. Dr. Bernd Blöbaum<address>© privat</address>
© privat

Corona-Krise im Münsterland

Wie sich die Menschen im Münsterland bei Gesundheitsfragen in der Corona-Krise informieren, untersucht derzeit eine Studie am Institut für Kommunikatinswissenschaft der WWU. Die Befragung wird online und per Telefon realisiert. "Wir werden zeitnah erste Ergebnisse haben", sagt Projektleiter Prof. Dr. Bernd Blöbaum.

<address>© WWW - SP</address>
© WWW - SP

Arnulf von Scheliha: Nicht die Systemrelevanz riskieren

Kirchen haben ihre Aktivitäten in der Corona-Krise keineswegs eingestellt. Nach einer gewissen Schockphase bieten zahlreiche Kirchengemeinden mittlerweile Gottesdienste oder "geistliche Impulse“ im Netz an. Trotz dieser digitalen Angebote wünscht sich der evangelische Theologe Prof. Dr. Arnulf von Scheliha ein offensiveres Auftreten der Kirchen. Denn: Auch Religion ist systemrelevant.

Prof. Dr. Rainer Bromme<address>© WWU - Peter Grewer</address>
© WWU - Peter Grewer

Rainer Bromme: Konflikt und Konsens gehören zum Alltag der Wissenschaft

Der Psychologe Rainer Bromme widmet sich vor allem der Frage, inwieweit die Bürger den Wissenschaftlern in der Coronakrise vertrauen. Dieser Aspekt ist allein deswegen wichtig, weil das Vertrauen der Öffentlichkeit in Wissenschaft eng mit den öffentlichen Debatten zu politischen Entscheidungen zusammenhängt, für die die Wissenschaft Wissen bereitstellt.

Prof. Dr. Malte Thießen<address>© LWL - Kathrin Nolte</address>
© LWL - Kathrin Nolte

Malte Thießen: Seuchen sind die sozialsten aller Krankheiten

Der Historiker Prof. Dr. Malte Thießen erklärt, was wir aus der Seuchen-Geschichte lernen können. Sein Appell: Man sollte mit Vergleichen wie etwa zur Spanischen Grippe vorsichtig sein und Seuchen in ihren historischen Kontext stellen. Da Seuchen immer die gesamte Gesellschaft treffen, ist eine Eindämmung erfahrungsgemäß nur effektiv, wenn möglichst alle Bürger mitmachen.

Prof. Dr. Mitja Back<address>© privat</address>
© privat

Mitja Back: Die Krise als Brandbeschleuniger - oder Kitt für mehr Gemeinschaft

Wie lassen sich Distanzierungsmaßnahmen sozial akzeptiert kommunizieren und umsetzen? Wer ist emotional besonders gefährdet, und wie lässt sich zielgerichtet helfen? Der Psychologe Prof. Dr. Mitja Back erklärt, welche Maßnahmen notwendig sind, um die Corona-Pandemie als soziale und gesellschaftliche Chance zu begreifen und was die Politik von der Psychologie lernen kann.

Prof. Dr. Aloys Prinz<address>© privat</address>
© privat

Aloys Prinz: Das Drehen an vielen Rädchen ist einer großen Lösung überlegen

Was sind in der aktuellen Krise, in der das Wissen über das neue Virus und die dadurch ausgelöste Pandemie nicht sehr groß sind, die richtigen Entscheidungen? Der Finanzwissenschaftler Prof. Aloys Prinz analysiert unter anderem den sogenannten Shutdown und kommt zu dem Schluss, dass sowohl der gesundheitliche als auch der wirtschaftliche Bereich Opfer tragen müssen.

Prof. Dr. Nils Jansen<address>© exc</address>
© exc

Nils Jansen: "Politik und Gerichte brauchen moralischen Kompass"

Rechtswissenschaftler Nils Jansen warnt davor, Politik, Gerichten und Wissenschaft die Antwort auf neue normative Grundfragen zu überlassen. Ob Medizinethik, Miete oder Reiserückerstattung: Die Rechtslage sei oft nicht so eindeutig, wie viele meinten. Die Gesellschaft müsse gemeinsame Regeln und Überzeugungen jenseits der Rechtsnormen finden.

Maximilan Koy<address>© privat</address>
© privat

WWU-Cast Spezial: Forschen in Zeiten von Corona

Wie kann Forschung während der Coronakrise funktionieren, wenn sich die Universität in einem eingeschränkten Betrieb befindet, Labore nicht zugänglich und Bibliotheken geschlossen sind? Maximilan Koy berichtet im Podcast, wie er die aktuelle Situation als Wissenschaftler erlebt, wie sich seine Arbeitsgruppe organisiert und wie er die Zeit für seine Promotion effektiv nutzt.

<address>© stock.adobe.com - promesaartstudio</address>
© stock.adobe.com - promesaartstudio

Corona-Pandemie: Verschwörungstheorien statt Falschmeldungen

In Zeiten der Corona-Pandemie haben sogenannte alternative Nachrichtenmedien im deutschsprachigen Raum nur wenige Falschmeldungen (Fake News) verbreitet – stattdessen neigen sie stärker zur Veröffentlichung von Verschwörungstheorien. Zu diesem Ergebnis kommen Kommunikationswissenschaftler der WWU in einer aktuellen Untersuchung.

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