Exkursion nach China vom 8. bis 18. September 2026
Bereits am 7. September hieß es für ein paar von uns endlich Koffer packen und ab zum Bahnhof, denn der Flug nach Peking für unsere gemeinsame Exkursion stand an.
Ein paar von uns haben den Flug nach Peking allein auf sich genommen.
Angekommen in Peking, ging es deshalb zunächst in unser Hotel, wo die restlichen Studierenden herzlich in Empfang genommen wurden. Somit war unsere Gruppe also komplett und bereit, den ersten Tag in Peking zu starten.
Aufgrund der Zeitverschiebung von sechs Stunden haben wir uns am ersten Tag erst einmal Zeit genommen, um anzukommen. Beim gemeinsamen Mittagessen in einem Hotpot-Restaurant stieg dann aber die Vorfreude, endlich die Stadt zu erkunden.
Unser erster Stopp war dabei der Platz des Himmlischen Friedens südlich der Verbotenen Stadt. Zum Glück konnten wir schnell die Sicherheitskontrolle passieren und hatten somit genug Zeit, den Platz und die umliegenden Gebäude zu bestaunen. Neben dem Mausoleum von Mao Zedong grenzt auch das chinesische Nationalmuseum an den Platz.
Nach 20.000 gesammelten Schritten waren alle bereit, ihren Jetlag auszuschlafen, schließlich ging es für uns am nächsten Tag nicht nur zur Chinesischen Mauer, sondern auch zu einem Kaisergrab der Ming-Dynastie.
Am nächsten Morgen sind wir also früh aufgebrochen, um den Mutianyu-Abschnitt der Chinesischen Mauer zu besuchen. Auf der Mauer erwartete uns dann das erste Referat der Exkursion. Claas und Bastian erzählten von der Geschichte der Chinesischen Mauer. Wieder zurück zum Eingang ging es danach mit einer Sommerrodelbahn.
Unser nächster Stopp war das Grab des Kaisers Wenli, des dreizehnten Kaisers der Ming-Dynastie. Sein Grab ist eines von vier der dreizehn Gräber der Ming-Dynastie im Norden Pekings, welches betretbar ist.
In den Grabkammern erwarteten uns unter anderem drei Lacksärge der Kaiserinwitwe und seiner Konkubine, aber auch drei Throne und andere Lackboxen. Einen Vortrag dazu hatten YunTin und Fine vorbereitet.
Zurück in Peking stand schließlich der Besuch des Campus‘ der Tsinghua-Universität an. Und auch Pekingente am Abend durfte natürlich nicht fehlen.
Für unseren letzten ganzen Tag in Peking nahmen wir uns die unzähligen Höfe der Verbotenen Stadt vor, bevor wir am Abend zum Himmelstempel aufbrachen.
Am nächsten Morgen hieß es vorerst „Tschüss Peking!“, es ging nämlich weiter nach Anyang. Ein Highlight in Anyang waren vor allem die Orakelknochen im noch recht neuen Yinxu-Museum. Was viele von uns überrascht hat, waren die doch recht kleinen Abmaße der Orakelknochen und wie filigran die Schriftzeichen dementsprechend waren. Im Museum konnten wir außerdem zahlreiche Bronzearbeiten aus der Shang-Dynastie bestaunen.
Am nächsten Morgen ging es für einige von uns außerdem in das Anyang-Museum, in welchem viele Steintafeln mit Grabinschriften ausgestellt sind.
Nach diesem kurzen Aufenthalt in Anyang wartete auch schon die nächste alte Hauptstadt auf uns: Es ging weiter nach Luoyang. Neben der Altstadt Weipo waren wir aber vor allem beeindruckt von den Longmen-Grotten und dem passenden Vortrag von Anna und Samuel. Bei dem abendlichen Besuch hatten wir das Glück, die Grotten auch beleuchtet zu sehen.
Ein weiteres Highlight unseres Besuchs in Luoyang war das Museum antiker Gräber. Das auf den ersten Blick unscheinbar wirkende Museum wurde vor allem im Untergrund spannend. Die Grabkammern verschiedenster Dynastien wurden nämlich unterirdisch zugänglich gemacht, sodass wir neben kleineren Grabkammern der Han, Tang, Song, Jin und Wei auch das Grab des Kaisers Xuanwu der Wei betreten konnten.
Am nächsten Tag ging es auch schon weiter zu unserem vorletzten Stopp: Qufu, dem Geburtsort des Konfuzius.
In Qufu haben wir natürlich den Konfuzius-Tempel besucht. Julia hat uns in ihrem Referat aber nicht nur diesen vorgestellt, sondern auch das Familienanwesen der Familie Kong, welches wir im Anschluss besucht haben.
Langsam näherte sich das Ende der Exkursion, als wir zu unserem letzten Stopp Tai'an aufgebrochen sind.
Tai'an liegt südlich des Berges Tai, welchen wir natürlich besteigen wollten. Beim gemeinsamen Abendessen wurde kurzerhand beschlossen, dass der Sonnenaufgang auf dem Berg sehr schön sein muss, sodass wir ausnahmsweise nicht gemeinsam den Berg bestiegen haben, sondern ein Teil von uns nachts aufgebrochen ist und ein Teil am nächsten Morgen den Berg bestiegen hat. So oder so erwartete jeden eine spektakuläre Aussicht auf die umliegenden Berge und die Stadt. Vom berühmten Ritual der Kaiser am Berg-Tai hat am Ende unseres Besuchs Kirsten erzählt.
Und schon wurden die Koffer ein letztes Mal gepackt, und es ging für uns Richtung Peking. Am letzten Tag in der Hauptstadt konnten alle, die Lust hatten, noch gemeinsam die Peking-Universität besuchen, bevor wir am Abend zum Flughafen aufbrachen.
Die elf Tage in China vergingen wie im Flug. Besonders Spaß hat unsere vollgepackte Route aber vor allem wegen unserer Gruppe gemacht. Bei den verschiedenen Sehenswürdigkeiten ist jeder auf seine Kosten gekommen, und besonders unsere gemeinsamen Mahlzeiten waren reich an Geschichten aus unseren Erfahrungen und Eindrücken von China.
Vielen Dank an Dr. Alexander Brosch und Lu An für die Organisation und Begleitung der Exkursion. Ich glaube, jeder von uns hat eine ganz neue Begeisterung für das weitere Studium gesammelt und viele von uns können sagen, dass unser Besuch nicht der letzte in China war.
Mia Sommer