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  • DFG-Projekt: Grammatik und Soziopragmatik inoffizieller Personennamen in Dialekten des Deutschen

    s Bachmanns Anna und de Schmidte Karl

    • ab Mai 2018
    • Laufzeit: 3 Jahre
    • Mitarbeiterin: Theresa Schweden, M.A.
    • Studentische Hilskräfte: Katja Burger und Lukas Theobald

    Abbildung Umfrage
    © Clker-Free-Vector-Images

    Neue Umfrage zu Personenbezeichnungen – jetzt teilnehmen!

    Die neue Onlineumfrage im Rahmen des DFG-Projekts "s Bachmanns Anna und de Schmidte Karl. Grammatik und Soziopragmatik inoffizieller Personennamen in Dialekten des Deutschen" der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster beschäftigt sich mit Personenbezeichnungen. Die Bearbeitungszeit beträgt nur ca. 10 Minuten.
    Hier klicken und teilnehmen!

    Gegenstand des Projekts

    In den meisten kleineren Dorfgemeinschaften werden dialektal variierende inoffizielle Personennamen mit nachgestelltem Rufnamen (s Bachmanns Anna, de Schmidte Karl) gebraucht. Bisher wurden diese Referenzformen nur punktuell und vielmehr unter grammatischen als unter soziopragmatischen Gesichtspunkten untersucht. Sie erweisen sich jedoch sowohl aus historisch-linguistischer und grammatiktheoretischer als auch aus soziolinguistischer Perspektive interessant. So stellen sie z.B. die letzte Rückzugsdomäne des synthetischen Genitivs in den Dialekten dar und entwickeln ihre eigene durch die Strukturen in ländlichen Ortsnetzwerken geprägte Pragmatik.

    Ziele und Methoden

    Das DFG-Projekt soll erstmals systematisch grammatische Strukturen, aber auch deren soziopragmatische Variation für inoffizielle Personennamen in Dialekten des Deutschen erschließen und analysieren.
    Das Projekt nutzt eine Methodenkombination aus indirekten und direkten Erhebungen. Durch einen Onlinefragebogen wird ein flächendeckendes Bild der Verteilung und Variation im deutschen Bundesgebiet angestrebt. Tiefenbohrungen an 10 Ortspunkten sollen diese Erkenntnisse durch die Analyse einzelner Systeme vertiefen. Durch Befragung zweier Generationen erhält die Studie eine diachrone Komponente. Zusätzlich ergänzen Ortsgrammatiken, historische Quellen und Dialektliteratur die Daten und geben Aufschluss über diachrone Verhältnisse.  Mithilfe induktiver Verfahren werden soziopragmatische Steuerungsfaktoren ermittelt.

    Zum Projektposter mit weiteren Informationen und ersten Ergebnissen.

    Grafik zur Teilnehmersuche
    © OpenClipArt-Vectors

    TeilnehmerInnen für Interviews gesucht!

    Haben Sie Interesse an einer Dialektstudie teilzunehmen? Für das Projekt suchen wir Gruppen von ca. 5 Personen, die in ihrem Dorf verwurzelt sind. In jeder Gruppe sollten beide Geschlechter und verschiedene Altersgruppen vertreten sein. Kontaktieren Sie uns gerne per Mail oder Telefon (06131-3938445).