Opern-Ausschnitte aus "Gullivers Reise" im Schloss
Auf diese besondere Kombination dürfen sich alle Jonathan-Swift-Freunde freuen: Wie sich Wissenschaft mit Opern-Darbietungen verbinden lässt, zeigt das Swift-Symposium vom 12. bis 14. Juni an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Anlass ist der 350. Geburtstag des irischen Schriftstellers und Satirikers Jonathan Swift (1667-1745), Autor unter anderem des weltberühmten Romans "Gullivers Reisen" (1726).
Zu dem wissenschaftlichen Austausch unter dem Motto "Swift lesen im 21. Jahrhundert" werden rund 60 nationale und internationale Swift-Experten erwartet, darunter Historiker sowie Sprach- und Literaturwissenschaftler. Am Montag, 12. Juni, gibt es ab 20 Uhr ein öffentliches und kostenfreies Werkstattgespräch in der Aula des münsterschen Schlosses, Schlossplatz 2. Eine Anmeldung ist nicht nötig.
Die Lesungen und Diskussionen bei der Abendveranstaltung werden durch Darbietungen der Oper Dortmund bereichert, wo derzeit die Familienoper "Gullivers Reise" nach dem Libretto John von Düffels aufgeführt wird. Der Wiener Komponist des Werks, Gerald Resch, sowie mehrere Mitglieder des Ensembles werden Auszüge aus der Oper präsentieren und sich anschließend mit dem Publikum austauschen.
Veranstalter des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Symposiums ist das "Ehrenpreis Institut für Swift-Studien" an der WWU unter Leitung von Prof. Dr. Hermann Real. Zur Eröffnung wird der irische Botschafter Michael Collins in Münster erwartet. Das Ehrenpreis-Institut wurde 1986 zu Ehren des ein Jahr zuvor verstorbenen, seinerzeit weltweit führenden Jonathan-Swift-Forschers Irvin Ehrenpreis gegründet.