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Münster (upm/CiM)

Internationale Anerkennung für Biophysiker der Universität Münster

"Human Frontier Science Program": Prof. Dr. Timo Betz und internationale Kollegen erhalten Millionenförderung
Biohysiker Prof. Timo Betz freut sich über eine internationale Forschungsförderung.<address>© CiM/Peter Leßmann</address>
Biohysiker Prof. Timo Betz freut sich über eine internationale Forschungsförderung.
© CiM/Peter Leßmann

Hohe Auszeichnung für Prof. Dr. Timo Betz vom Institut für Zellbiologie der Universität Münster: Der Biophysiker hat den renommierten Forschungsförderpreis "Program Grant" des internationalen "Human Frontier Science Program" (HFSP) erhalten. Dieses weltweit einzigartige Programm fördert erstklassige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die gemeinsam über die Länder- und Fächergrenzen hinweg innovativen Forschungsfragen nachgehen.

Das Auswahlverfahren war streng: Timo Betz gehört zu einem von nur 30 Forscherteams, die sich gegen mehr als 1000 Bewerbungen durchsetzen konnten. Gemeinsam mit der Zellbiologin Penney Gilbert von der Universität Toronto in Kanada und dem Zellbiologen Xavier Darzacq von der Universität Berkeley Kalifornien in den USA erhält er eine Fördersumme von rund einer Million Euro für drei Jahre.

Timo Betz hat sich als Physiker auf zellbiologische Forschungsfragen spezialisiert. Am münsterschen Exzellenzcluster "Cells in Motion" (CiM) untersucht er die mechanischen Eigenschaften von Zellen, um zu verstehen, wie sie sich im Körper fortbewegen.

In ihrem ausgezeichneten Projekt wollen er und seine internationalen Kollegen erforschen, wie Muskelstammzellen aus ihrem Tiefschlaf erwachen, um beschädigte Muskelfasern zu regenerieren. Dabei verfolgen die Experten den neuen Ansatz, dass mechanische Kräfte die Zellen strecken und dadurch "aufwecken". Diese mechanischen Kräfte beeinflussen die Muskelregeneration also entscheidend.

Das HFSP ist ein Programm zur Förderung der internationalen Zusammenarbeit in den Lebenswissenschaften – finanziert von 14 Staaten aus der ganzen Welt sowie der Europäischen Union. Ein Teil der Forschungsförderungen ist Nachwuchswissenschaftlern vorbehalten.

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