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Münster (upm/fs)

Preis für Big-Data-Forscher

Informations-Institut ist einer von 100 "ausgezeichneten Orten"
Welchen Einfluss große Datenmengen haben, untersuchen Forscher des ABIDA-Projekts<address>© Tim Jülicher / ABIDA</address>
Welchen Einfluss große Datenmengen haben, untersuchen Forscher des ABIDA-Projekts
© Tim Jülicher / ABIDA

Die Datenmengen in der digitalen Welt wachsen und werden durch immer komplexere Algorithmen ausgewertet. Wie diese Datenberge das Leben beeinflussen, untersuchen die Forscher des interdisziplinären Projekts ABIDA (Assessing Big Data). Das Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht (ITM) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gewann nun damit beim Wettbewerb "Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen".

Der Wettbewerb wird von "Deutschland – Land der Ideen", einer Initiative der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft, sowie der Deutschen Bank veranstaltet. Rund 1000 Bewerbungen gingen zum diesjährigen Thema "NachbarschafftInnovation – Gemeinschaft als Erfolgsmodell" ein, aus denen eine unabhängige Jury die besten 100 auswählte. "Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, weil damit zum einen die wissenschaftliche Nachbarschaft zu anderen Fächern und zum anderen die räumliche Nachbarschaft zu einigen Partnern, beispielsweise der Kunstakademie Münster, hervorgehoben wird", betont ITM-Direktor Prof. Dr. Thomas Hoeren. Bei der Preisverleihung am 15. Juni wird dem ITM eine von Bundespräsident Joachim Gauck unterschriebene Urkunde übergeben.

ABIDA ist ein Forschungsprojekt des ITM und des Karlsruher Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS). Weitere Partner sind das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung, die Technische Universität Dortmund, die LMU München sowie die Universität Hannover. Die Laufzeit ist auf vier Jahre angelegt und begann im März 2015. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Philosophen, Ökonomen, Informatikern, Politologen und Juristen.

Die Erzeugung, Verknüpfung und Auswertung großer Datenmengen wirft Fragen von großer gesellschaftlicher Relevanz auf: etwa nach dem Schutz der Privatsphäre und informationellen Selbstbestimmung, nach kommerzieller oder staatlicher Überwachung, nach den Problemen von Intransparenz und Missbrauch bei Datenverwendungen. Im Zentrum des Projekts stehen die Beobachtung und Beurteilung gegenwärtiger Trends, die Ermittlung der Bürgersichten, der Wissensaustausch der Fachdisziplinen sowie die Abschätzung künftiger Entwicklungen und Handlungsoptionen.

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