Julia Hörnle zu Gast am ITM

Am 11. September fand am ITM ein Werkstattgespräch mit Julia Hörnle statt. Die an der University of London (Queen Mary) lehrende Professorin für Internetrecht gab Einblick in ihre Forschung und berichtete über ihre Arbeit in der englischen Hauptstadt. Nachdem sie ihr aktuelles Projekt – ein Buch zu Fragen des internationalen Privatrechts, des Strafrechts und der Rechtsdurchsetzung im Internet – vorgestellt hatte, bestand Gelegenheit zum internationalen Austausch. Die rund 25 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts zeigten sich sehr interessiert und diskutierten über Berührungspunkte ihrer gemeinsamen Forschung dies- und jenseits des britischen Kanals.

Bots und Blockchain auf der Herbstakademie

DSRI 2017

Tim Juelicher, Christian Döpke und Lukas Willecke auf der Herbstakademie 2017 in Heidelberg

Vom 6. bis 9. September fand in Heidelberg die 18. Herbstakademie der Deutschen Stiftung für Recht und Informatik (DSRI) statt. Unter dem Titel „Recht 4.0 – Innovationen aus den rechtswissenschaftlichen Laboren“ diskutierten rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Wissenschaft und Praxis über aktuelle Entwicklungen im Informationstechnologierecht.

Auch das ITM war – wie schon in den vergangenen Jahren – mit drei Mitarbeitern und zwei Beiträgen aus Münster vertreten: Am ersten Konferenztag stellte Tim Juelicher (ABIDA) ein gemeinsam mit Charlotte Röttgen (DFN) verfasstes Paper zur wirtschafts- und strafrechtlichen Zulässigkeit der Nutzung von Bots vor, bevor am darauffolgenden Tag verschiedene IT-rechtliche Fragen und das Thema Legal Tech im Fokus standen. Am Samstagvormittag referierte schließlich Lukas Willecke (Lehrstuhl Guggenberger) im Rahmen eines Panels zu Blockchain und Distributed Ledger über die urheberrechtliche Schutzfähigkeit von Blockchain-Anwendungen. Wie immer bot das abwechslungsreiche Programm vielfältige Einblicke in aktuelle IT-Trends und Gelegenheit zu interessanten fachlichen Diskussionen.

Auswärtsspiel beim BVB – 7. Münsteraner Seminar zum Sportrecht wieder eine runde Sache

Am 4. und 5. September 2017 fand in Kooperation mit Borussia Dortmund das „Münsteraner Seminar zum Sportrecht“ im Signal Iduna Park in Dortmund statt. Die Vorträge der 20 teilnehmenden Studentinnen und Studenten setzten sich mit rechtlichen Fragestellungen aus dem Bereich des Sport- und Vereinsrecht auseinander und wurden durch die Praxiserfahrungen des BVB-Justiziars Dr. Robin Steden (Legal Counsel/Head of Investor Relations, Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA) wertvoll ergänzt.

Gruppenfoto mit Dr. Robin Steden (Legal Counsel/Head of Investor Relations, Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA – hintere Reihe mittig).

Vortrag Efrén Díaz Díaz

Efrén Díaz Díaz, Anwalt und Senior Associate der Kanzlei Bufete Mas y Calvet in Madrid in Spanien hat referiert zum Thema „Google vs. Spain case: from the new right to be forgotten to the new European legislation on data protection„.

Der in dem  Fall Google vs. Spain vor dem EuGH mandatierte Rechtsanwalt sprach zu seinen Erfahrungen im Rahmen der Prozessführung und zur Entwicklung des Rechts auf Vergessenwerden.Efrén Díaz Díaz, Anwalt und Senior Associate der Kanzlei Bufete Mas y Calvet

In seinem Vortrag arbeitete Herr Díaz zunächst die Geschichte des Falles auf und ging dann ausführlich auf die Entwicklung der Argumente ein. Dabei erläuterte er auch die technischen Hintergründe seiner Linie, die zunächst in Spanien und dann auch beim EuGH überzeugt hat. Im Weiteren diskutierte Herr Díaz die rechtliche Dimension und dogmatische Herleitung des Rechts vergessen zu werden, das er stets gerne technischer, “weniger romantisierend” und zutreffender als Recht auf ein Delisting bzw Sperrung im Index der Plattform bezeichnete. Abschließend stellte Herr Díaz das Recht auf Vergessenwerden dann in den Gesamtkontext digitaler Rechte und beschrieb es als nur einen ersten Baustein eines Rechts auf digitale Identität.

In der anschließenden lebendigen Diskussion wurde auf andere Rechtskreise, insbesondere Südamerika, eingegangen, die Hierarchie der betroffenen Rechte detailliert erörtert und überlegt, inwieweit das Recht auf Vergessenwerden Teil einer generellen Verschiebung zugunsten einer unmittelbaren Wirkung von Grundrechten oder grundrechtsähnlichen Rechten sein könnte.

Ganz herzlichen Dank für den exzellenten Vortrag an Herrn Díaz.

Die Bewerbungsrunde für Journalismus und Recht 2018 ist eröffnet!

Mit der Woche vom 12. bis 16. März 2018 steht der Termin für das nächste Seminar „Journalismus und Recht“ am ITM fest. Bewerben Sie sich jetzt bis zum 21. Januar 2018 auf einen der 15 Seminarplätze! Die Bewerbung steht allen interessierten Juristen in der Ausbildung offen – Studenten, Referendaren, Doktoranden und anderen jungen Juristen, die auf der Suche nach Perspektiven an der Schnittstelle zwischen Jura und Journalismus sind.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.uni-muenster.de/Jura.itm/hoeren/lehre/zusatzausbildungen/journalismus.

GUDialog – ABIDA meets Open Data

Im Rahmen der interdisziplinären Vortrags- und Diskursreihe „GUDialog“ des Instituts für Gesellschaft und Digitales der Fachhochschule Münster referierte ABIDA-Mitarbeiter Tim Juelicher am 28. Juni über die gesellschaftlichen Implikationen von Big Data. In seinem Vortrag „Big Data is Watching You“ zeigte er auf, wo uns das Phänomen im Alltag begegnet und welche multidisziplinären Herausforderungen für die Gesellschaft und das Individuum damit einhergehen. Im Rahmen der anschließenden Diskussion bot sich die Gelegenheit, mit den sehr interessierten Zuhörerinnen und Zuhörern eine Vielzahl von Fragen zu erörtern.

EUNIS 2017 – Keynote

Keynote EUNIS 2017Auf der Jahreskonferenz der European University Information Systems Organization (EUNIS) hat Nikolas Guggenberger eine Keynote zum Thema „Trust by Technolgy – a Legal Perspective“ gehalten. Dabei hat Herr Guggenberger zunächst die allgemeinen Quellen für Vertrauen aufgezeigt deren Bedeutung im Recht. Sodann ging er darauf ein, wie Vertrauen durch Technologie an die Stelle von Vertrauen durch Institutionen treten kann. Im Besonderen zeigte Herr Guggenberger die Möglichkeiten und Grenzen der Blockchain Technologie und deren Verhältnis zum Recht auf. Dabei können sich Konflikte ergeben zwischen Automatisierung und Einzelfallgerechtigkeit. Herr Guggenberger hat seinen Vortrag mit konkreten Forderungen zur Sicherung von rechtlichen Grundprinzipien und der innovationsoffenen Modernisierung des Rechts abgerundet.

Ganz herzlichen Dank an die Veranstalter für die Einladung zu dieser äußerst gelungenen Konferenz.