Lothar Willmitzer erhält diesjährigen „Ernst Hellmut Vits-Preis“
Die Universitätsgesellschaft Münster zeichnet in diesem Jahr den Molekularbiologen Prof. Dr. Lothar Willmitzer mit dem „Ernst Hellmut Vits-Preis 2026“ aus. Der Gründer des Potsdamer Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie erhält den mit 20.000 Euro dotierten Preis für seine herausragenden wissenschaftlichen Leistungen. Die Preisverleihung findet am 23. November (Montag) ab 17 Uhr im Geomuseum der Universität Münster statt. Zur Teilnahme an der Veranstaltung können sich alle Interessierten bis zum 13. November unter folgendem Link anmelden: https://indico.uni-muenster.de/event/4510/
Mit seinen wegweisenden Arbeiten zum Pflanzenstoffwechsel gilt Lothar Willmitzer als Mitbegründer der sogenannten Metabolomik und als Pionier der pflanzlichen Systembiologie. Bei der Metabolomik handelt es sich um die systematische Erforschung des Metaboloms – also der Gesamtheit aller kleinen Moleküle (Metaboliten) in einer Zelle, einem Gewebe, einer Körperflüssigkeit oder einem Organismus zu einem bestimmten Zeitpunkt. In seinem jahrzehntelangen Wirken verbindet der 74-Jährige Grundlagenforschung mit industrieller, landwirtschaftlicher und medizinischer Anwendung.
Zum Preis:
Die Universitätsgesellschaft Münster e. V. würdigt mit dem „Ernst Hellmut Vits-Preis“ seit 1968 hervorragende wissenschaftliche Beiträge zur geistigen und materiellen Verbesserung des Lebens. Er wird im zweijährigen Turnus wechselweise an die Bereiche Naturwissenschaften/Medizin und Geisteswissenschaften verliehen. Der Vorstandsvorsitzende der Universitätsgesellschaft Münster, Dr. Paul-Josef Patt, und die Rektorin der Universität Münster, Prof. Dr. Suanne Menzel-Riedl, werden den Preis an Lothar Willmitzer übergeben. Die Laudatio wird Prof. Dr. Paul Schulze-Lefert, langjähriger Direktor der Abteilung Pflanzen-Mikroben-Interaktionen am Kölner Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung, halten. Im Anschluss an die Preisverleihung hält Lothar Willmitzer einen Vortrag über „Metabolomics – Entwicklung und Anwendung in den Lebenswissenschaften“.