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Münster (upm/nor).
Prof. Dr. Samuel Mössner<address>© Uni MS - Linus Peikenkamp</address>
Prof. Dr. Samuel Mössner
© Uni MS - Linus Peikenkamp

Neuer Podcast: Sollte sich Deutschland um Olympia bewerben?

Geograph Samuel Mössner empfiehlt bei der Entscheidung die Orientierung am Gemeinwohl

Die Entscheidung steht kurz bevor: Am 26. September will der Deutsche Olympische Sportbund darüber entscheiden, ob sich München, Berlin oder die Region „Köln – Rhein/Ruhr“ um die Ausrichtung der Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 bewerben sollen. Bei einer solch gravierenden Entscheidung müssten die Verantwortlichen weniger einzelne Aspekte, sondern vor allem das allgemeine Interesse berücksichtigen, betont der Geograph Prof. Dr. Samuel Mössner in der aktuellen Folge des „Umdenken“-Podcasts der Universität Münster. „Es ist für die Akzeptanz einer solchen Entscheidung mitentscheidend, dass man sich am Begriff des Gemeinwohls orientiert“, meint der Experte für Raumplanung und Nachhaltigkeit. „Leider habe ich in den vergangenen drei Jahrzehnten mit Blick auf solche Großereignisse und die zunehmende Festivalisierung keine dazu passende Stadtentwicklung gesehen. Das vermisse ich deutlich.“

Es könne durchaus gute Gründe dafür geben, sich für Olympia zu bewerben – etwa die Zusage von Investitionen, die Aussicht auf einen touristischen Aufschwung, ein möglicherweise verbessertes Image einer Stadt oder Region. „Aber man soll immer den Prozess als Ganzes mitdenken und dabei möglichst viele Menschen mitnehmen, sie beteiligen und schließlich die Zukunftsorientierung und Nachhaltigkeit berücksichtigen“, unterstreicht Samuel Mössner. Es gebe den Slogan, wonach Festivals und Großereignisse wie Olympische Spiele und Fußball-Weltmeisterschaften „Einzigartigkeiten“ organisieren. „Es wäre aber für alle Beteiligten wesentlich sinnvoller, auf Dauerhaftigkeit zu setzen.“ Zudem gebe es aus der Vergangenheit viele abschreckende Beispiele für das Versprechen nachhaltiger Spiele, die schließlich nicht eingehalten worden seien  auch daher rühre die Skepsis vieler Bürger.

Umdenken – der Podcast der Universität Münster

Im Podcast der Universität Münster kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zu Wort. Sie berichten über ihre Forschungsschwerpunkte, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und ihre persönliche Motivation. Alle Folgen sind auf Spotify, Deezer, Apple Podcasts und unter folgendem Link zu hören: https://www.uni-muenster.de/kommunikation/podcast/index.html


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