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Münster (upm/jh).
Das Bild zeigt Luca Scholz. Er hockt vor dem Fischkugelbrunnen, hält das Handy in der Hand und hat Kopfhörer in den Ohren.<address>© Uni MS - Julia Harth</address>
Luca Scholz hat eine Audiotour zu Kunstwerken auf dem Campus mitentwickelt. Ein Beitrag widmet sich dem Fischkugelbrunnen von Joachim Berthold an der Johannisstraße.
© Uni MS - Julia Harth

Der Blick fürs Kreative

Serie „Mein Studi-Job an der Uni Münster“: Luca Scholz bringt Kunst auf dem Campus der Öffentlichkeit nahe

Im Leben von Luca Scholz dreht sich fast alles um Kunst. Zu Schulzeiten entdeckte er seine Begeisterung für das Kreative, in der Oberstufe wählte er Kunst als Leistungskurs. An der Universität Münster hat er seine Leidenschaft schon vor dem Abschluss zum „Beruf“ gemacht: Er studiert Kunstgeschichte im vierten Mastersemester und arbeitet als studentische Hilfskraft in der Zentralen Kustodie. „Der Job und mein Studium ergänzen sich hervorragend“, betont der 23-Jährige, der aus Chemnitz stammt. „Durch die Arbeit kann ich Praxiserfahrungen sammeln und bekomme Einblicke in verschiedene Tätigkeitsfelder.“

Seit April 2025 ist Luca Scholz Teil des Teams um Universitätskustos Dr. Eckhard Kluth. Ein Projekt begleitet er von Anfang an: die Audiotour „Kunst auf dem Campus“. Per Smartphone können Interessierte Kunstwerke, die sich rund um die Uni-Gebäude in der Innenstadt befinden, hörbar erleben. Kurze Audiodateien liefern Hintergründe zu den Werken – recherchiert und eingesprochen von den studentischen Hilfskräften der Kustodie und Eckhard Kluth. Inzwischen ist die Tour auch auf Englisch verfügbar. Doch noch ist nicht Schluss: „Schritt für Schritt wollen wir weitere Werke aufnehmen“, erklärt Luca Scholz.

Auch um den Instagram-Account des Kulturbüros kümmert sich der Student. Er postet Veranstaltungstipps und gibt Einblicke in die Arbeit studentischer Kulturgruppen. „Das ist eine Win-Win-Situation. Ich bin bestens informiert, was auf dem Campus los ist.“ Besonderen Spaß haben ihm die Vorbereitungen zum Neue-Wände-Festival gemacht. An einem Wochenende im Mai stand das Stadttheater Münster im Zeichen studentischer Kultur – dutzende Gruppen brachten vor tausenden Besuchern ihre Inszenierungen auf die Bühnen. Entsprechend wuselig sei es im Backstage-Bereich gewesen, berichtet Luca Scholz. „Die Stimmung war großartig.“

Zweimal im Jahr bringt die Kustodie das „UniKunstKultur“-Magazin heraus. Luca Scholz hilft bei der Planung und Korrektur der Texte. Für die aktuelle Ausgabe hat er seinen ersten eigenen Beitrag verfasst. „Ich bin hauptsächlich daran gewöhnt, Hausarbeiten zu schreiben, weshalb das Schreiben für ein Magazin eine ziemliche Umstellung war“, merkt er an. Das Thema seines Artikels liegt ihm besonders am Herzen: Es geht um das Ausstellungsprojekt „metamorphosis“, das er mit zwei Kommilitoninnen im Förderverein Aktuelle Kunst umsetzt. Im Laufe dieses Jahres kuratieren die drei Studierenden vier Ausstellungen mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem In- und Ausland, die dazu anregen sollen, über die eigene Wahrnehmung von Zeit, Wandel und Erinnerung nachzudenken.

Beruflich sieht er sich später ebenfalls im kuratorischen Bereich, denn das Organisieren und der Kontakt zu Kunstschaffenden mache ihm mittlerweile mehr Freude, als selbst künstlerisch aktiv zu sein. In der Kustodie übernimmt er neben den fortlaufenden Projekten vielerlei Dinge, die hier und da anfallen. „Die Arbeit im Team ist dynamisch. Als studentische Hilfskräfte helfen wir zum Beispiel am Stand bei der Ersti-Messe, verteilen das Magazin oder sind dabei, wenn der Bestand einer neuen Kunstschenkung gesichtet wird.“ So verschieden die Aufgaben auch sind, eine gemeinsame Frage schwingt fast immer mit: Wie bringt man Kunst und Kultur der Öffentlichkeit nahe? „Es ist wichtig, auf die Gesellschaft zuzugehen, so unterschiedlich die Wege auch sind“, findet Luca Scholz.

Autorin: Julia Harth

 

In der Serie „Mein Studi-Job an der Uni Münster“ stellen wir in loser Abfolge die Arbeit von studentischen Hilfskräften vor.

Dieser Artikel stammt aus der Unizeitung wissen|leben Nr. 5, 22. Juli 2026.

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