Die Forscherinnen und Forscher untersuchten den „Histon-Code“ und dessen Rolle bei der Anpassung an Salzstress bei der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana). Histone sind Proteine im Erbgut. Sie tragen keine genetische Information, entscheiden aber mit darüber, ob und in welcher Intensität die Informationen der DNA zur Herstellung von Proteinen genutzt werden. Grundlage für diese epigenetische Steuerung sind chemische Veränderungen an den Histonen, sogenannte Histon-Markierungen, die die Interaktion zwischen Histonen, der DNA und regulatorischen Proteinen lenken. Das Forschungsteam entdeckte eine Histon-Markierung, die für die Stressantwort der Pflanze essenziell ist.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die Agentur für Wissenschaft und Technologie in Japan, das RIKEN-Institut und das japanische Ministerium für Bildung, Kultur, Sport und Technologie unterstützten die Arbeit finanziell.
Originalveröffentlichung
Florian Kotnik, Minoru Ueda et al. (2026): HDA19-mediated deacetylation of histone H3.3 lysine 27 and 36 regulates plant sensitivity to salt stress. PNAS; 123 (29) e2534315123; DOI: 10.1073/pnas.2534315123