Autorenlesung über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine
Wie lebt man, wenn das Undenkbare schleichend zum Alltag wird? Wie schreibt man gegen ein Schweigen an, das sich über das Unübersehbare legt und es zum Unsagbaren macht? Diese und weitere Fragen verhandelt der belarussische Schriftsteller Sasha Filipenko in seinen Texten. Seinen jüngsten Roman „Слон / Die Elefanten“ (2025/26), der im Kontext des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine entstand, stellt der Autor am 26. Juni im Schloss vor. In Kooperation mit dem Osteuropaforum Münster und dem Theater Münster lädt das Institut für Slavistik der Universität Münster im Rahmen der Reihe „Literatur im Krieg“ alle Interessierten zu einer Lesung des in der Schweiz lebenden Belarussen ein. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Anmeldung nicht erforderlich. Die Veranstaltung beginnt um 18 im Hörsaal S 9 des Schlosses (Schlossplatz 2).
Sasha Filipenko, geboren 1984 im belarussischen Minsk, schreibt auf Russisch. Er arbeitete als Journalist, Drehbuchautor, Texter für eine Satireshow und als Fernsehmoderator. Seit 2020 lebt er im Exil in der Schweiz. Seine Bücher wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt und mit internationalen Preisen ausgezeichnet.