Millionenförderung für die Unterstützung von Brennpunktschulen
Lehrkräfte in Brennpunktschulen unterstützen: Die Universität Münster begleitet zunächst für drei Jahre wissenschaftlich das Startchancen-Programm, mit dem 923 Schulen in schwierigen sozialen Lagen in Nordrhein-Westfalen gefördert werden. Die jetzt bewilligte Fördersumme von rund drei Millionen Euro verwendet das an der Universität Münster ansässige Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW (LIF) für die Durchführung des Fortbildungsformats „Diagnose und individuelle Förderung – Sicherung von Basiskompetenzen, Stärkung von Selbstregulationskompetenzen“.
„Die Reihe wendet sich nicht nur an Lehrkräfte, sondern auch an weiteres pädagogisches Personal von Startchancen-Schulen“, betont Prof. Dr. Christian Fischer, wissenschaftlicher Leiter des LIF, das zusammen mit dem Institut für Erziehungswissenschaft, dem Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung und dem Institut für grundlegende und inklusive mathematische Bildung der Universität Münster arbeitet. Ziele des Projekts sind die Verbesserung der Grundbildung wie Lesen, Schreiben und Rechnen sowie die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fortbildungen setzen sich unter anderem mit den Fragen „Wie kann ich Lernstände erkennen?“ und „Wie kann ich gezielt individuelle Bedarfe fördern?“ auseinander. Die Veranstaltungen führt ein Team der Universität Münster durch.
Das Besondere an den Fortbildungen des Startchancen-Programms ist der kontinuierliche Austausch zwischen der schulpraktischen und wissenschaftlichen Seite. Lehrkräfte setzen einerseits wissenschaftliche Erkenntnisse im Unterricht um. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen anderseits die schulpraktischen Erfahrungen zur Weiterentwicklung der Veranstaltungsreihe.
Zum Hintergrund
Das Startchancen-Programm ist nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend die größte und langfristigste Bildungsoffensive in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Bund und Länder investieren bis zum Jahr 2034 rund 20 Milliarden Euro, um bundesweit etwa 4.000 Schulen in sozioökonomisch schwierigen Lagen zu fördern.