|
Münster (upm/kk).
Fotoaufnahme des zukünftigen Campus Mathematik und Informatik in Münster am Coesfelder Kreuz. Im Vordergrund die Baustelle des Centre for Mathematics Münster. Rechts daneben das flachere Hörsaalgebäude, im Hintergrund das markante Mathehochhaus, ein mehrstöckiger Turmbau.<address>© Uni MS - Linus Peikenkamp</address>
Blick auf den zukünftigen Campus Mathematik und Informatik: Im Vordergrund entsteht derzeit das Centre for Mathematics Münster, rechts daneben ist das flache Hörsaalgebäude und im Hintergrund das Mathematik-Hochhaus zu erkennen.
© Uni MS - Linus Peikenkamp

Campus Mathematik und Informatik nimmt Fahrt auf

Ministerium erteilt Freigabe für die nächsten Planungsschritte

Die Planungen für den Campus Mathematik und Informatik der Universität Münster werden konkreter: Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft (MKW) des Landes Nordrhein-Westfalen hat der Universität jetzt die offizielle Freigabe erteilt, die nächsten Planungsschritte für das Großprojekt an der Ecke Einsteinstraße und Orléans-Ring (Coesfelder Kreuz) einzuleiten. Damit sendet das Land ein klares Signal der Unterstützung für die Weiterentwicklung dieses Areals.

Satellitenaufnahme von Google Maps. Zu sehen ist das Areal am Coesfelder Kreuz in Münster aus der Vogelperspektive mit den bestehenden Gebäuden der Mathematik und Informatik, umliegenden Grünflächen und Straßen.<address>© Google Maps</address>
Das Areal des zukünftigen Campus Mathematik und Informatik wird von der Einsteinstraße (unten) und dem Orléans-Ring (links) eingegrenzt.
© Google Maps
Vor zwei Jahren hatte das MKW die Freigabe für das sogenannte MAB-Verfahren erteilt, mit dem man die Wirtschaftlichkeit für den ersten Bauabschnitt ermittelte. Dieser umfasst ein neues Hörsaal- und Seminarraumgebäude auf einer Fläche von rund 2.650 Quadratmetern. Nun folgte die Planungsfreigabe für den zweiten Bauabschnitt, der unter anderem die Flächen des Mathematik-Hochhauses an der Einsteinstraße einschließt. „Auch das Ministerium ist vom Konzept des Campus überzeugt. Die Freigaben sind ein wichtiger Meilenstein für das Projekt“, betont Uni-Kanzler Matthias Schwarte. „Durch die gemeinsame Planung beider Bauabschnitte können wir Kosten und Zeit sparen. Zudem stehen die Gebäude früher als ursprünglich vorgesehen zur Verfügung.“

In den kommenden Monaten wird die Universität das vorliegende MAB-Verfahren um die jetzt zusätzlich freigegebenen Flächen erweitern. Die Ergebnisse werden anschließend dem Ministerium vorgelegt. Ab Mitte 2027 schließt sich eine Prüfungsphase durch das MKW an, auf deren Grundlage eine Finanzierungszusage des Landes erfolgen soll. Die beiden vorgesehenen Gebäude sollen bis Ende 2035 betriebsbereit zur Verfügung stehen.

Ein zentraler Baustein des Campus ist bereits weit fortgeschritten: Das Forschungsgebäude des Centre for Mathematics Münster (CMM) steht kurz vor seiner Fertigstellung. Geplant ist, dass der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW) das Gebäude Ende 2026 an die Universität übergibt. Der Bezug ist für 2027 vorgesehen.

Der Campus Mathematik und Informatik soll die international anerkannte Spitzenforschung in der Mathematik und Informatik der Universität Münster räumlich zusammenführen und weiter stärken. Neben dem Ausbau der Infrastruktur und der Forschung setzt die Universität dabei auf zukunftsweisende Studienangebote. So ist unter anderem die Einführung des fachbereichsübergreifenden Studiengangs Data Science zum nächsten Wintersemester geplant, um die Kompetenzen zu den Themen künstliche Intelligenz und Datenwissenschaft in Studium, Lehre und Forschung auszubauen.

Links zu dieser Meldung