Universität Münster ist auf dem Katholikentag stark vertreten
„Hab Mut, steh auf“: Unter diesem Leitwort findet vom 13. bis 17. Mai in Würzburg der 104. Deutsche Katholikentag statt. Kirchen- und Katholikentage verstehen sich nicht nur als Feste des Glaubens, sondern auch als Forum zum Austausch über aktuelle gesellschaftliche Fragen. Bei den 900 Veranstaltungen an fünf Tagen stehen Themen aus Gesellschaft und Politik, Theologie und Kirche sowie Spiritualität und Religion im Fokus. Mit dabei sind zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Münster. Einige Beispiele:
Sozialpädagogin Prof. Dr. Karin Böllert vom Institut für Erziehungswissenschaft spricht bei einer „Debatte im großen Raum“ zum Ehrentag für Zusammenhalt und Engagement unter dem Titel „Wir sind die Demokratie“. Prof. Dr. Michelle Becka, Direktorin des Instituts für christliche Sozialwissenschaften (ICS) an der Katholisch-Theologischen Fakultät, leitet ein World-Café mit dem Titel „Eine Handvoll Erde - verraten und verkauft?“. In einer „Fishbowl“-Diskussion, ebenfalls zu Schöpfungsverantwortung und gerechtem Wandel, spricht die Sozialethikerin Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins über „Laudato Si' revisited – kirchenpolitisches Strohfeuer oder bleibendes Erbe?“ Der Titel spielt auf die viel beachtete Umwelt-Enzyklika des verstorbenen Papstes Franziskus aus dem Jahr 2015 an. World-Café und Fishbowl sind Veranstaltungsformate, die eine intensive Beteiligung der Besucherinnen und Besucher ermöglichen. Marianne Heimbach-Steins ist bei einer weiteren „Debatte im großen Raum“ auf dem Podium, einem Streitgespräch zum Thema „Wie politisch muss Kirche sein?“. Über „Ökumene in Krisenzeiten. Was die Kirchen zukunftsfähig macht“ spricht Dogmatikerin und Ökumenikerin Prof. Dr. Dorothea Sattler. In einer Werkstatt zur Sozialraumorientierung beleuchtet Pastoraltheologe Prof. Dr. Christian Bauer unter dem Titel „Keine Kirche ohne Sofa“, was man auf städtischen Umnutzungsflächen lernen kann.
Bei der Veranstaltung „Das Dokument von Abu Dhabi. Ein Meilenstein und seine politisch-religiösen Folgen“ spricht Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Direktor des Zentrums für Islamische Theologie, mit Vertretern des Christentums und des Judentums über die Erklärung von 2019, die als wichtiger Impuls im Verhältnis der Kirche mit dem Islam gilt. Ökumenikerin Prof. Dr. Regina Elsner ist bei einer „Debatte im großen Raum“ auf dem Podium, bei dem es um „Religionsfreiheit in Gefahr“ geht. Auch Studierende der Universität Münster beteiligen sich m Programm des Katholikentags. Sie bieten beispielsweise Kreativ-Workshops für junge Erwachsene an oder geben Einblicke in ihr Theologiestudium.