Vortrag über kommunale Rechte und Pflichten seit dem Mittelalter
Kommunale Rechte und Pflichten sind ein aktuelles Thema, das häufig für Diskussionen im Alltag und in der Politik sorgt. Doch die Fragen nach städtischer Selbstbestimmung und Handlungsfähigkeit reichen weit zurück ins Mittelalter. Wer mehr darüber erfahren möchte, hat am 16. März (Montag) ab 19.30 Uhr im Auditorium des LWL-Museums für Kunst und Kultur (Domplatz 10) die Gelegenheit. Auf Einladung des Instituts für vergleichende Städtegeschichte der Universität Münster hält Prof. Dr. Jürgen Sarnowsky von der Universität Hamburg einen öffentlichen Vortrag über „Die autonome Stadt im europäischen Vergleich“. Der Eintritt ist frei.
Die Veranstaltung findet anlässlich des 49. Frühjahrskolloquiums des Instituts für vergleichende Städtegeschichte statt. Unter dem Titel „Zwischen städtischer Freiheit und fürstlicher Herrschaft“ diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Münster und Europa erstmals über das Phänomen der Autonomiestadt im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Als eine Autonomiestadt bezeichnen die Forscher eine Stadt, die keine Reichsstadt war, aber politisch, rechtlich, wirtschaftlich und militärisch unabhängig agierte.