Stellenausschreibung: studentische Hilfskraft gesucht!

Im Institut für vergleichende Städtegeschichte an der Universität Münster ist zum 1. April eine Stelle für studentische Hilfskräfte (SHK/SHB) im Umfang von 8 Wochenstunden zu besetzen.

Tätigkeitsbereiche und Anforderungen:

  • Öffnungsdienst in der Institutsbibliothek
  • Unterstützung bibliothekarischer Arbeiten im Bibliotheksbetrieb
  • aktive Mitarbeit an der bibliographischen Datenbank
  • aktive Mitarbeit in den Forschungs- und Publikationsprojekten
  • Beschaffung von Literatur
  • unterstützende Zuarbeiten bei der Vorbereitung und Durchführung von Workshops und Tagungen

Erwartet werden:
  • Zuverlässigkeit und organisatorisches Geschick
  • Erfahrungen mit den üblichen textverarbeitenden Programmen
  • ein grundsätzliches Interesse an Stadtgeschichte
  • Spaß an der Arbeit im Team
Fragen beantworten wir Ihnen gerne vorab unter Tel. 0251-8327514, per E-Mail oder direkt im Institut.

Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte zusammengefasst in einer PDF an:
Dr. Angelika Lampen
Institut für vergleichende Städtegeschichte – IStG – gGmbH
Königsstraße 46
48143 Münster
E-Mail: istg@uni-muenster.de

 

Vortrag: Die Vereinigung von Rheda und Wiedenbrück - kommunale Gebietsreform 1966-1969

Am 28.2.2024 hält Prof. Dr. Werner Freitag einen Vortrag an der VHS Reckenberg-Ems zum Thema:

Die Vereinigung von Rheda und Wiedenbrück: Akteure, Entscheidungsprozesse und Verfahren im Rahmen der kommunalen Gebietsreform 1966–1969

Alle Interessierten sind herzlich um 19 Uhr in den Luise-Henser-Saal der VHS Reckenberg-Ems eingeladen, um einen Einblick in Motive, besondere Herausforderungen und regionalspezifische Aushandlungsprozesse der Gebiets- und Verwaltungsreform in den 1960er Jahren zu bekommen.

Weitere Informationen zum Vortrag und den Anmeldemodalitäten (Anmeldeschluss: 27.2.2024, 16 Uhr) können unter folgendem Link abgerufen werden:

Ankündigung der VHS Reckenberg-Ems

© IStG Münster

Einladung zur Präsentation des "Historischen Atlas westfälischer Städte. Bd. 17: Witten"

Die Historische Kommission für Westfalen, das Institut für vergleichende Städtegeschichte, die Stadt Witten und der Verein für Orts- und Heimatkunde in der Grafschaft Mark (Witten) laden ein zur Vorstellung des Bandes "Historischer Atlas westfälischer Städte. Bd. 17: Witten", bearbeitet von Heinrich Schoppmeyer am Montag, 18. März 2024 um 18:00 Uhr im Märkischen Museum, Husemannstraße 12, 58452 Witten.
Nach der Buchvorstellung lädt der Verein für Orts- und Heimatkunde zu einem Gesrpäch mit dem Autor und zu einer Tasse Kaffee ein. Dabei besteht die Gelegenheit, das Buch zu erwerben; für Vereinsmitglieder gelten Sonderkonditionen.

Link zum Flyer und der Anmeldung 

 

IStG - Bibliotheksstipendium 2024

Das Institut für vergleichende Städtegeschichte Münster (IStG) vergibt für das Förderjahr 2024 Stipendien zur Unterstützung von Arbeiten im Bereich der historischen Städteforschung.

Die Ausschreibung richtet sich an Doktorand*innen aus dem In- und Ausland und bietet die Möglichkeit, sich intensiv mit den Beständen der Forschungsbibliothek des IStG auseinanderzusetzen. Der Forschungsaufenthalt kann am Beginn eines Promotionsvorhabens stehen, er kann aber auch dazu dienen, ein bestehendes Projekt zu Ende zu führen.

Der Spezialisierung des IStG entsprechend werden Bewerbungen mit Forschungsprojekten zur historischen Städteforschung aus den unterschiedlichen Bereichen dieses interdisziplinären Forschungsfeldes (Geschichte, Archäologie, Kunstgeschichte etc.) gefördert. Besonders willkommen sind innovative Forschungsvorhaben, die sich intensiv mit den Schwerpunkten der Institutsarbeit und den Beständen der Forschungsbibliothek auseinandersetzen: Vergleichende Städteforschung, Stadtplanung und Stadtmorphologie, historische Kartografie, thematische Kartografie, bildliche Stadtdarstellungen (Ansichtskarten, Stadtansichten).

Die Forschungsstipendien werden für maximal 4 Monate gewährt, die Höhe des Stipendiums beträgt 1.300 € monatlich. Das IStG ist ein attraktiver Ort für konzentriertes Forschen und kreatives Schreiben: Wir stellen Ihnen einen Arbeitsplatz zur Verfügung und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IStG unterstützen Sie gern bei der Literatur- und Quellenrecherche.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung bis zum 15.03.2024!

Freitags-Kolloquium am 19. Januar 2024

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IStG wünschen allen ein frohes neues Jahr, in dem wir uns auf viele interessante Begegnungen und Gespräche freuen.

Gelegenheit dazu bietet sich am 19. Januar 2024 beim nächsten Freitags-Kolloquium, zu dem wir sehr herzlich um 14 Uhr c.t. bis 18 Uhr in den Seminarraum des IStG (Königsstraße 46, 48143 Münster) einladen:

Archäologie und vergleichende Städtegeschichte. Gründung und Stadtumbau im archäologischen Befund

Michaela Jansen (Osnabrück): Stadtumgestaltung im Hochmittelalter
Im archäologischen Befund lassen sich im heutigen Stadtraum oftmals Umstrukturierungsmaßnahmen der Zeit um 1200 fassen. Es handelte sich dabei um kostspielige, administrativ höchst anspruchsvolle Baumaßnahmen, die heutige europäische Stadtgemeinden in vergleichbarem Maßstab sowohl finanziell als auch rechtlich kaum bewältigen könnten. In der Zeit um 1200 wurden sie dagegen zum Massenphänomen. Dabei scheint die Umgestaltung von Städten weniger mit einem Wandel ihrer zentralörtlichen Funktionen verbunden oder durch diese bedingt gewesen zu sein, vielmehr scheint sich im Prozess des Wandels einer bereits funktionsfähigen Stadt ein neues Ideal von Stadt und ihrer Gestalt ausgedrückt zu haben.

Ulrich Müller (Kiel):  Schleswig, Lübeck: Zwischen Masterplan und doing urbanity
Stadtgründungen und Stadtumbauphasen sind zentrale Themenfelder der historischen Urbanistik. Die Archäologie hat hierzu in den letzten Jahrzehnten - oft in Zusammenarbeit mit den Geschichtswissenschaften - neue Erkenntnisse geliefert. Dabei wurden insbesondere die Transformationsprozesse zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert thematisiert. Diese sollen im Spannungsfeld von Konzepten einer übergreifenden Stadtplanung und praxisorientierten Aushandlungsprozessen am Beispiel von Schleswig, der "Wikingerstadt" des dänischen Reiches, und Lübeck, der "ikonischen Hansestadt", diskutiert werden.

Mathias Austermann (Dortmund): Archäologische Beiträge zur Erforschung der Stadtwerdung Münsters
Gerade in den letzten Jahren konnte die Stadtarchäologie Münster durch eine ganze Reihe umfangreicher archäologischer Untersuchungen ihre Kenntnisse zur hochmittelalterlichen Siedlungssituation im direkten Umfeld der Münsteraner „Domburg“ erheblich erweitern. Insbesondere die inzwischen umfassend ausgewerteten Untersuchungen an der Königsstraße und am Alten Steinweg („Parkplatz Asche“) ermöglichten einen erstaunlich facettenreichen Einblick in die materielle Lebenswelt der bürgerlichen Oberschicht Münsters.
Darüber hinaus bot sich die Gelegenheit, die aus den archäologischen Quellen entwickelten Hypothesen zur Entstehung der Stadtgestalt Münsters mit den Ergebnissen der stadtgeschichtlichen Forschung zu vergleichen.
Diese zum Teil durchaus differierenden Befunde sollen im Vortrag vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden.

Jonathan Scheschkewitz (Esslingen): Von der karolingischen Pfalz zur frühen Stadt Ulm
Die intensive stadtarchäologische Betreuung Ulms erlaubt mittlerweile ein ungefähres Bild der Entwicklung der Stadt nachzuzeichnen. Für Ulm kann von einer Stadtwerdung um 1000 ausgegangen werden. Dies zeichnet sich anhand vielfältiger Veränderungen im Siedlungsbild und durch Infrastrukturmaßnahmen wie den Bau von Straßen, Plätzen und Befestigungen ab. Der Kenntnisstand soll vorgestellt und auch in Hinblick auf die Initiatoren der Maßnahmen diskutiert werden.

© Verlag Heinrich Höhne GmbH Hamburg (IStG, Sammlung Sieckmann, Inv.-Nr. 5422, Format 8,8 x 13,7 cm.)

Das IStG und die IStG-Bibliothek machen Winterpause!

Liebe Besucherinnen und Besucher!
Vom 22. Dezember 2023 bis zum 5. Januar 2024 bleiben das Institut und unsere Institutsbibliothek geschlossen. Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachtsfeiertage sowie einen "guten Rutsch" ins Jahr 2024 und freuen uns, Sie ab dem 8. Januar 2024 wieder in unseren Räumlichkeiten zu begrüßen!

Das Bild zeigt: Postkarte Hamburger Rathaus, gelaufen am 19.12.1914 als Feldpostkarte aus Bahrenfeld.
Verlag Heinrich Höhne GmbH Hamburg.
Weihnachtsgrüße Dietrich Kramers an seinen Bruder an der Front
Die Karte zeigt eine Collage aus einer gezeichneten weihnachtlichen Szene, in die im Hintergrund das Hamburger Rathaus und das Hotel Moser, gesehen aus der Richtung Kleine Alster / Reesendammbrücke, montiert sind. Das Hamburger Rathaus wurde von 1886 bis 1897 im Stil der Neorenaissance errichtet. Das Hotel Moser, das nicht erhalten ist, stand an der Ecke Alter Wall / Rathausmarkt.
Die am 19.12.1914 gelaufene Karte ist eine der wenigen Feldpostkarten aus dem Bestand des IStG. Der Absender Dietrich Kramer wünscht in diesem ersten Kriegswinter seinem Bruder ein fröhliches und gesundes Weihnachtsfest. Dietrich Kramer war im Kriegsbekleidungsamt Bahrenfeld, damals noch ein Stadtteil Altonas, in der Betriebsabteilung 5, Kompanie 2, tätig. Er schreibt seinem Bruder, dem Reserve-Gefreiten Jäger Kramer, Reservejägerbtl. Nr. 9, 18. Reservedivision, 9. Armeekorps, 1. Kompanie, der als Mitglied des Lauenburgischen Jäger-Bataillons in Nordostfrankreich stationiert war.
(IStG, Sammlung Sieckmann, Inv.-Nr. 5422, Format 8,8 x 13,7 cm.)

 

Verleihung des Gustav-Engel-Preises 2023 an Dr. Anna Krabbe

Am 25.11.2023 wird in Bielefeld der Gustav-Engel-Preis 2023 an Dr. Anna Krabbe verliehen. Die Ehrung, die durch den Historischen Verein für die Grafschaft Ravensberg e.V. zur Förderung des geschichtswissenschaftlichen Nachwuchses ermöglicht wird, findet um 15:30 Uhr im Großen Saal des Neuen Rathauses zu Bielefeld (Niederwall 23) statt. Die Preisträgerin wird einen Vortrag halten über "'Seelenmörder' oder Miteinwohner? - Das Zusammenleben von evangelischer Bevölkerung und religiösen Gemeinschaften im 16. Jahrhundert in Herford", wobei Ergebnisse aus der am IStG verfassten und von Prof. Dr. Werner Freitag betreuten Dissertration präsentiert werden.

Buchvorstellung und Verleihung des Nachwuchspreises des Kreisheimat- und Geschichtsvereins Beckum-Warendorf e.V. 2023

Am 16. November 2023 um 18 Uhr wird in der Stadtbücherei Ahlen (Südmauer 21) die Publikation „Münsterland – Jahrbuch des Kreises Warendorf 2024“ der Öffentlichkeit vorgestellt, in der die Ersterwähnung von Ahlen und Beckum des Jahres 1224 im Mittelpunkt steht, aber ebenso zahlreiche weitere Aspekte zur Regionalgeschichte behandelt werden. Vor der Präsentation dieses 400-seitigen Werkes aus der Feder von 41 Autorinnen und Autoren wird der Nachwuchspreis des Kreisheimat- und Geschichtsvereins Beckum-Warendorf e.V. 2023 verliehen, der in diesem Jahr an die Schülerin Janne Weber vergeben wird sowie an Nikola Böcker, Andreas May und Christian Schaepers – ehemals Studierende von Prof. Dr. Werner Freitag, „deren Fach- bzw. Abschlussarbeiten sich in hervorragender Weise mit Aspekten der Orts- und Kreisgeschichte beschäftigen“. Deren Arbeiten entstanden im Rahmen einer Lehrveranstaltung von Prof. Freitag zum Thema „Die Altkreise Beckum und Warendorf um 1900“, die 2019/20 in Kooperation mit dem Kreisarchiv Warendorf (Dr. Knut Langewand) durchführt worden war. So beschäftigte sich Frau Böcker mit dem Ostbeverner Kriegerverein um 1900, Herr Schaepers setzte sich mit der Brotversorgungspolitik des Warendorfer Rates im 17. Jahrhundert auseinander und Herr May zeichnete anhand der vorliegenden Archivalien die „Daseinsvorsorge und Leistungsverwaltung“ für Beckum um 1900 nach.

Alle Interessierten sind am 16. November herzlich in die Stadtbücherei Ahlen eingeladen. Weitere Informationen können der Homepage des Kreisheimat- und Geschichtsvereins Beckum-Warendorf e.V. unter folgendem Link entnommen werden:

www.kreisheimatverein-beckum-warendorf.de
 

© IStG

Freitags-Kolloquium im Wintersemester 2023/24

Am 10.11.2023 findet der erste Termin des Freitags-Kolloquiums im Wintersemester 2023/24 zum Thema "Junge Städteforschung" statt. Es tragen vor:

Raphael Longoni (Darmstadt)   
Baukonjunktur zwischen Alltag und Krise – Zur Finanzierung kommunaler Infrastrukturen Freiburgs i. Ü. im Spätmittelalter

Die lückenlos überlieferten Bauausgaben der Kommunalverwaltung von Freiburg (Schweiz) verzeichnen 1402-1550 grosse Schwankungen und einen allgemeinen Expansionstrend. Der Beitrag fragt daher nach den Gründen für den Verlauf. Dabei wird die Bautätigkeit im sich entwickelnden Staatshaushalt situiert, der insbesondere gegenüber politischen Krisen hochsensibel war.

Moritz Müller (Halle)    
Soziale Schichtung und die sozialräumliche Segregation Halles im 19. Jahrhundert

Liselore Durousset (Erkner)   
Sozialräumliche Transformation der Wirtschaftsräume im Verflechtungsraum Berlin-Brandenburg (1980er-2000er)

Im Rahmen des Projektes zur sozialräumlichen Transformation im Verflechtungsraum Berlin-Brandenburg 1980-2000 widmet sich das sozial-, wirtschafts- und kulturhistorische Promotionsvorhaben den Industrie- und Gewerbegebieten. Bei ihrer Transformation spielten mehrere Prozesse eine bedeutende Rolle: der wirtschaftliche Strukturwandel von einer Industrie- zu einer Dienstleistungsgesellschaft, der Systemwechsel von einer Zentralplanwirtschaft zur Marktwirtschaft mit der Privatisierungswelle vieler Unternehmen und Neuverteilung des Eigentums im Osten, das Ende der politischen und ökonomischen Sonderstellung des Westteils sowie die Globalisierung. Im Vortrag werden die empirische Methode sowie Analysenkriterien des Projekts vorgestellt und diskutiert. Sind sie für die Erforschung eines solch breiten Untersuchungsgegenstandes in Anbetracht der Herausforderungen der Zeitgeschichtsforschung passend?

Der zweite Termin im Wintersemester wird am 19.01.2024 zum Thema "Archäologie und vergleichende Städtegeschichte. Gründung und Stadtumbau im archäologischen Befund" stattfinden. Es tragen vor:
Michaela Jansen (Osnabrück)

Jonathan Scheschkewitz (Ulm)

Ulrich Müller (Kiel)

Mathias Austermann (Dortmund)


Alle Interessierten sind herzlich um 14 Uhr c.t. bis 18 Uhr in den Seminarraum des IStG (Königsstraße 46, 48143 Münster) eingeladen.

Forschungskolloquium zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Victoria Gierok (Oxford) wird am 9. November im Rahmen des "Forschungskolloquiums zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte" um 14-16 Uhr im Raum F041 (Fürstenberghaus) zum Thema "The Impact of the Thirty Years' War on Urban Germany" vortragen.

Bibliotheks-Stipendiat Filip Vukuša

Seit 1. September 2023 ist Filip Vukuša (Bielefeld) als Bibliotheks-Stipendiat am IStG und forscht bis Ende November für sein Dissertationsprojekt „(Re)Constructing Urban Medieval Social Networks: A Comparative Study of 14th Century Populations of Zadar and Rab“.

Bibliotheksschließung 04.-05.10.2023

Am Donnerstag, 5. Oktober 2023 und Freitag 06. Oktober 2023 bleibt die Bibliothek des IStG geschlossen. Bei dringendem Bedarf melden Sie sich bitte per Email: biblistg@uni-muenster.de

© istg

TAGUNG: DEN FRIEDEN GEWONNEN – Städte nach 1648 im Vergleich

Am 28. und 29. September findet anlässlich der Feierlichkeiten "375 Jahre Westfälischer Frieden" in der Rüstkammer des Historischen Rathauses der Stadt Münster die Tagung "Den Frieden gewonnen - Städte nach 1648 im Vergleich" statt. Diese ist eine gemeinsame Initiative des Exzellenzclusters Religion und Politik der Uni Münster, des Instituts für vergleichende Städtegeschichte sowie des Stadtarchivs Münster.

Das Programm zur Tagung kann unter folgendem Link abgerufen werden:

Flyer zur Tagung "Den Frieden gewonnen"

Die historische Friedensforschung – und dies gilt insbesondere für diejenige zum Westfälischen Frieden – hat sich bislang vornehmlich mit den Prozessen und Faktoren beschäftigt, die zum Abschluss von Friedensvereinbarungen bzw. -verträgen geführt haben. Weit weniger im Fokus standen diejenigen Vorgänge, die auf einen solchen Friedensschluss folgten: Wie wurden Friedensvereinbarungen also wahrgenommen, inwieweit und in welcher Weise wurden sie umgesetzt? Welche Probleme waren damit und mit den Folgen des Krieges gerade auf lokaler Ebene verbunden, und wie wurde versucht, mit diesen umzugehen? Die Tagung setzt sich mit solchen Fragen auseinander, indem der Fokus auf die besonderen Bedingungen und Entwicklungen in städtischen Gesellschaften gerichtet wird. Der Schwerpunkt liegt auf der Zeit nach dem Westfälischen Frieden, jedoch in vergleichender Perspektive, indem weitere Nachkriegszeiten im frühneuzeitlichen West- und Mitteleuropa in den Blick genommen werden. Drei Problemkomplexe, in denen sich der ambivalente Charakter solcher Übergangszeiten vom Krieg zu einem (dauerhafteren) Frieden besonders gut greifen lässt, stehen dabei im Mittelpunkt: (1) Konfliktlagen, die als kennzeichnend für städtische Nachkriegsgesellschaften der Frühen Neuzeit erscheinen (2) die vielfältigen Fragen, die mit dem Problem der Integration und Desintegration zusammenhängen und (3) die Art und Weise, wie sich Entwicklungen der Nachkriegszeit auf den städtischen Raum auswirkten und sich in diesem manifestierten.
 

© Verein für Geschichte und Heimatpflege Soest e.V.

Einladung zur Buchpräsentation

Der Verein für Geschichte und Heimatpflege Soest e.V. lädt am 24.09.2023 - 11 Uhr - zur Präsentation des Buches "Soest - Geschichte der Stadt, Band 4: Soest im langen 19. Jahrhundert" in das Burghofmuseum Soest ein.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link!

Josef Sudbrock 2005
© IStG

Trauer um Josef Sudbrock
Das IStG trauert um Josef Sudbrock, der am 15.08.2023 im Alter von 88 Jahren verstorben ist. Josef Sudbrock stand dem IStG von 2001 bis 2007 als Verwaltungsvorstand vor und verantwortete in dieser Zeit gemeinsam mit Prof. Peter Johanek die Neuaufstellung des IStG sowie den Umzug in die erweiterten Räumlichkeiten an der Königsstraße. 2007 wurde er zum Ehrenmitglied des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte gewählt.

Josef Sudbrock, der 1965 in den Landschaftsverband Westfalen-Lippe eingetreten war, prägte von 1974 bis 1987 als Kulturdezernent den Kulturraum Westfalen. Als Erster Landesrat verantwortete er bis 1999 den Haushalt des LWL, wobei er u.a. die Umgestaltung des ehemaligen Heeresverpflegungshauptamtes in Münster-Coerde in die „Speicherstadt“ vorangetrieben hat. Mit der ihm eigenen Kreativität, Klarheit und Durchsetzungsstärke und mit überaus großem Engagement führte Sudbrock nach seiner Pensionierung das IStG in eine neue Zeit. Unter schwierigen Bedingungen legte er durch den Umbau zur gGmbH, die Einbindung neuer Träger und die Akquirierung neuer Projekte den Grundstein für den Fortbestand des Instituts. Wichtige Vorhaben, die mit Josef Sudbrock verbunden bleiben werden, sind der „Dehio – Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler: Westfalen“ (2011/2016) sowie “Die Speicherstadt Münster. Konversion und Denkmalschutz“ (2009). Das IStG wird Josef Sudbrock ein ehrendes Andenken bewahren.
 

Petr Bártík & Fabian Voß
© IStG

FELLOWS am IStG
Die Mitarbeiter*innen des IStG freuen sich sehr, in diesem Sommer neue Gäste, aktuell einen Praktikanten und einen Bibliotheksstipendiaten, begrüßen zu können. Weitere Wissenschaftler weden in den nächsten Wochen folgen.

Petr Bártík ist Doktorand am Lehrstuhl für Historische Hilfswissenschaften und Archivwesen an der Universität Hradec Králové (Tschechische Republik). Zudem arbeitet er als GIS-Analytiker im Ostböhmischen Museum Hradec Králové.
Im Rahmen seines Studiums spezialisierte er sich auf die Stadtgeschichte der böhmischen Königsstädte, insbesondere auf deren historische Topographie sowie Geographie. In seiner Dissertation liegt der Fokus auf der Erforschung eines der beiden Hauptplätze im historischen Zentrum von Hradec Králové, auf seiner Entwicklung im Laufe der Jahrhunderte und den Menschen, die dieses Gebiet bewohnten.
Als Mitglied des wissenschaftlichen Teams des Ostböhmischen Museums nimmt Petr Bártík zusammen mit der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik an dem Projekt Historic spa sites as a cultural, urban and landscape-forming phenomenon teil, für das historische Atlanten zu den Städten Mariánské Lázně (Marienbad), Františkovy Lázně (Franzensbad) und Karlovy Vary (Karlsbad) veröffentlicht werden sollen.
Petr Bártík absolviert vom 7.8. bis 5.9.2023 sein ERASMUS+ Praktikum am IStG und unterstützt dabei das Projekt HiSMaComp.

Fabian Voß ist Doktorand am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Paderborn.
Im Rahme seines Masterstudiums spezialisierte er sich auf die Geschichte der Europäischen Vormoderne aus kultur- und politikgeschichtlicher Sicht. Hierbei spielten Buch- und italienische Architekturgeschichte eine besondere Rolle.
Sein Dissertationsvorhaben mit dem Arbeitstitel Papstherrschaft im Raumentwurf. Die Architekturbücher Domenico Fontanas (1543–1607) und das Rom Sixtus V. greift diese Teilbereiche auf. Möglichkeiten zur Erschließung italienischer Bibliotheken und Archive ergaben sich aus Stipendien der Stiftung der deutschen Wirtschaft und des Historischen Instituts in Rom.
Ausgehend von Fontanas Publikationen fragt Fabian Voß nach den Erzähl- und Bildstrategien, die diese zum Werbemittel für Papst Sixtus V. (1585–1590), vor allem aber für den päpstlichen Hofarchitekten selbst machten. Den politischen Reformprozessen, die Fontana anspricht und an denen er führend beteiligt war, geht die Arbeit darüber hinaus anhand archivalischer Quellen nach. Aus ihnen ergibt sich das Bild einer veritablen päpstlichen Baupolitik, deren Organisation Fontana kommissarisch leitete.
Als Bibliotheksstipendiat forscht Fabian Voß vom 15.7. bis 15.9. am IStG zur politischen Funktion und Karriere Fontanas vor dem Hintergrund der Erweiterung des römischen Judenghettos (1589). Dazu stellt er diese in den weiteren Kontext einer kalkulierenden ‚Toleranzpolitik‘ des nachtridentinischen Papsttums.
 

Weitere Meldungen

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