Dritter Workshop für Doktoranden zur Geschichte Westfalens

Historische Kommission für Westfalen
Doktorandenworkshop A4 Flyer
© LWL

Am 28. und 29. März 2019 veranstaltet die Historische Kommission für Westfalen zum dritten Mal den Workshop für Doktorandinnen und Doktoranden zur Geschichte Westfalens. Der Workshop richtet sich nicht nur an Studierende des Faches Geschichte, auch an Forscher aus verwandten Disziplinen wie Kunstgeschichte, Kirchengeschichte, Volkskunde aber auch Rechtsgeschichte, Musikwissenschaft oder Architektur sowie weitere Interessierte sind herzlich eingeladen an der Veranstaltung teilzunehmen.
Im Rahmen des Workshops erhalten zwölf Doktorandinnen und Doktoranden die Gelegenheit, ihre Projekte zu verschiedensten Epochen und Themenfeldern zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen. Da landesgeschichtliche Themen an vielen Universitäten eher zu den randständigen Forschungsfeldern gehören, ist der überuniversitäre Erfahrungsaustausch für Nachwuchsforscher umso wichtiger.
Die Vernetzung von Forschungsprojekten zur westfälischen Geschichte gehört – neben der Herausgabe grundlegender Werke zur Landesgeschichte und der Ausrichtung von Tagungen – zu den zentralen Aufgaben der Historischen Kommission für Westfalen. Dieses Netzwerk soll nicht nur bereits etablierten Forschern zur Verfügung stehen. Ausdrücklich sollen auch Nachwuchskräfte angesprochen und ihnen die Möglichkeit zum wissenschaftlichen Austausch geboten werden. Hierfür wurde das „Doktorandennetzwerk“ der Historischen Kommission eingerichtet. Mit dem Doktorandennetzwerk und den Workshops für Doktoranden möchte die Kommission den Kontakt zu Nachwuchswissenschaftlern herstellen und auf ihre landesgeschichtliche Arbeit aufmerksam machen.
Der dritte Doktoranden-Workshop zur Geschichte Westfalens findet am 28. März 2019 im Saal I der Bezirksregierung (Domplatz 1–3) und am 29. März 2019 im Freiherr-vom-Stein Saal der Bezirksregierung (Domplatz 36) in Münster statt. Die Veranstaltung wird öffentlich sein, zur Teilnahme an der Diskussion sind alle interessierten Forscherinnen und Forscher herzlich willkommen. Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 11. März 2019 formlos per Mail an Katrin.Jaspers@lwl.org. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten eine Anmeldebestätigung. Getränke und Mittagessen sind für angemeldete Gäste kostenfrei. Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben.

Der Einladungsflyer steht hier als PDF-Datei zum Download bereit

Redaktionsrichtlinien - Reihe Städteforschung

Die Richtlinien der Redaktion zur Gestaltung von Texten in der Reihe Städteforschung sind geringfügig angepasst worden und können hier von Autoren und Herausgebern abgerufen werden:

Redaktionsrichtlinien - Reihe Städteforschung

Neuerscheinung - Atlas "Lengerich"

LengerichLengerich
© HiKo/IStG

In der Reihe "Historischer Atlas westfälischer Städte" ist der von Dr. Christof Spannhoff verfasste Band 11 über die Geschichte der Stadt Lengerich erschienen. Dieser Atlas enthält ein 35-seitiges, reich bebildertes Textheft sowie 14 Tafeln, die die Entwicklung des Ortes von seinen Anfängen bis in die Gegenwart nachzeichnen, u.a. mit Fokus auf die Grafschaft Tecklenburg im 18. Jahrhundert, das Kirchspiel Lengerich oder - in die neuere Stadtgeschichte blickend - Industrie- und Gewerbebetriebe sowie die Entwicklung der Zementindustrie .

Die Entwicklung der Stadt Lengerich war und ist eng mit ihrer günstigen Verkehrslage verknüpft: An der Kreuzung zweier Fernwege entstand im Mittelalter ein blühender Wallfahrtsort, der nach der Reformation zunächst an Bedeutung verlor. Wegen der guten Anbindung an das Post- und Handelswegenetz wurde der Ort 1727 im Zuge der Einführung der preußischen Akzise im Tecklenburger Land zur Stadt erhoben. Der Anschluss an die Bahnstrecke Köln-Hamburg 1871 leitete schließlich die Industrialisierung der Stadt ein, wodurch Lengerich bis heute zu einem Zentrum der Kalk- und Zementindustrie, der Verpackungsherstellung und des Maschinenbaus wurde. Auch der Bau der  A1 zwischen 1963 bis 1968 trug zur wirtschaftlichen und topographischen Entfaltung der Stadt bei.

Bibliographische Angaben
Christof Spannhoff, Lengerich (Historischer Atlas westfälischer Städte. Band 11), hg. von der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Thomas Tippach, Münster 2018.

Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für André Biederbeck

Meyer-preis 2018 - BiederbeckMeyer-preis 2018 - Biederbeck
© IStG

Am Abend des 18. November 2018 wurde im Hoesch-Museum in Dortmund der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis an Dr. André Biederbeck verliehen. Dieser Preis wird durch den Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn e.V. für Arbeiten junger Historiker zur Geschichte Ost- und Südwestfalens ausgelobt, wobei André Biederbeck für seine jüngst in der Reihe Städteforschung (A99) erschienene Arbeit zum Thema „Das Dortmunder Arbeitermilieu 1890–1914. Zur Bedeutung von Räumen und Orten für die Konstituierung einer sozialistischen Identität“ geehrt wurde.

Die zahlreich erschienenen Besucher wurden, nach einer Führung durch das Hoesch-Museum, von Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn), Dr. Karl Lauschke (Hoesch-Museum) sowie von Dipl.-Ing. Adolf Miksch (Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e. V.) begrüßt. Nach der feierlichen Preisverleihung hielt Prof. Dr. Werner Freitag (Westfälische Landesgeschichte der WWU / IStG), der die Arbeit wissenschaftlich betreut hat, die Laudatio auf das Werk von André Biederbeck. Letzter stellte anschließend selbst einige markante (Knoten-)Punkte aus seiner Arbeit vor, die um 1900 als Versammlungs-, Fest- und Kommunikationsorte der Dortmunder Arbeiterschaft zur Entstehung eines sozialistischen Milieus beitrugen und als identitätsstiftende Marker im Stadtraum sichtbar wurden. Die festliche musikalische Umrahmung für den Festakt bot René Madrid mit beschwingten Akkordeonklängen.

Die 426-seitige, reich bebilderte Dissertationsschrift von André Biederbeck kann bei böhlau bestellt werden.

Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für André Biederbeck

Meyer-preis 2018 - GruppenfotoMeyer-preis 2018 - Gruppenfoto
v.l.n.r.: Dr. Stefan Mühlhofer (Stadtarchiv Dortmund); Prof. Dr. Werner Freitag (WWU); Dipl.-Ing. Adolf Miksch (Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e. V.); Dr. André Biederbeck (TU Dortmund); Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn); Dr. Karl Lauschke (Hoesch-Museum Dortmund)
© IStG

Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung: Band A99

A 99 BiederbeckA 99 Biederbeck
© Böhlau

Soeben ist die Dissertation von André Biederbeck als Band A99 in der Reihe Städteforschung erschienen. Für diese Arbeit wird Dr. André Biederbeck am 18.11.2018 in Dortmund mit dem Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis ausgezeichnet werden.

André Biederbeck
Das Dortmunder Arbeitermilieu 1890-1914. Zur Bedeutung von Räumen und Orten für die Konstituierung einer sozialistischen Identität (Reihe Städteforschung A99), Böhlau:Wien/Köln/Weimar 2018.

Im Wilhelminischen Kaiserreich bildete sich mit der sozialistischen Arbeiterschaft ein Milieu heraus, dessen Existenz einer permanenten Selbstdeutung bedurfte. Großes Gewicht kam dabei den Vereinsorten zu, an denen bei Versammlungen und Festen gesellschaftliche Konflikte wachgehalten und Zukunftsvisionen beschworen wurden. Vereinslokale waren Orte, an denen sich die auf verschiedene Arbeits- und Wohnstätten verteilten Arbeiter(-familien) einer Stadt bzw. Region begegnen und einander bewusst werden konnten. Am Beispiel Dortmunds und seines Umlandes spürt der Band die Knotenpunkte des Vereinslebens auf - u.a. Vereinsgaststätten, Gewerkschaftshaus, Verlagsgebäude - und untersucht deren Relevanz für die Herausbildung einer sozialistischen Identität.

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