Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung - Band A 103

Geschichtsbilder in Residenzstädten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit
Cover Staedteforschung A 103
© Böhlau

Die Beiträge dieses Tagungsbandes befassen sich aus historischer wie kunsthistorischer Sicht mit der Konzeption, Produktion und Rezeption von textlich, visuell und performativ vermittelten Geschichtsbildern in Residenzstädten, die von der einschlägigen Forschung bislang vernachlässigt wurden. Zu den aus der Perspektive städtischer und höfischer Akteure behandelten Themen gehören beispielsweise die Ursprungsdarstellungen in der mittelalterlichen Geschichtsschreibung deutscher Bischofsstädte und die Bedeutung humanistischer Geschichtsvorstellungen für die herrschaftliche Architektur des 15. Jahrhunderts, die Wahrnehmung Budas als Residenzstadt im späten Mittelalter und die dynastisch-performative Funktionalisierung von Denkmälern im frühneuzeitlichen Wien, die monumentale Inszenierung von Geschichte in niederländischen Residenzstädten des 14. bis 16. Jahrhunderts und die Strategien städtebaulicher Inszenierung in Berlin im übergang von der kurfürstlichen zur königlichen Residenz um 1700.

Bibliographische Angaben
Gerhard Fouquet/Matthias Müller/Sven Rabeler/Sascha Winter (Hg.), Geschichtsbilder in Residenzstädten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Präsentationen - Räume - Argumente - Praktiken (Reihe Städteforschung A 103), Wien/Köln 2021.

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Freitags-Kolloquium am 16. Juli 2021

Den Abschlussvortrag in der Reihe Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte im Sommersemester 2021 hält Dr. Lina Schröder, Würzburg am 16. Juli 2021 zum Thema:

Ein epochenübergreifender Blick auf städtische Einrichtungen auf der Basis von Luhmanns Differenzierungs- und Medientheorie

Der Vortrag stellt das Habilitationsprojekt der Referentin vor. In diesem wird der im langen 19. Jahrhundert stattgefundene, gesellschaftliche Strukturwandel im Stadtraum anhand im Spätmittelalter oder gar früher entstandener städtischer Einrichtungen untersucht.
Dabei wird der These nachgegangen, dass sich der Strukturwandel nicht nur anhand des Aufgaben- und Funktionszuschnitts der städtischen Einrichtungen zeigt, sondern auch daran, dass die Einrichtungen ein Stück weit unabhängiger von regionalen (Umwelt)Faktoren wurden. Für die diesbezügliche Untersuchung werden mit Seßlach, Kleve und Oppeln drei Städte aus drei verschiedenen Regionen in den Fokus gerückt und deren Einrichtungen mittels eines interdisziplinären Quellenansatzes analysiert. In methodischer Hinsicht wird dabei einerseits auf Kevin Lynchs „Stadttopographie“, andererseits auf die Differenzierungs- und Medientheorie Niklas Luhmanns zurückgegriffen. Der Vortrag stellt das Projekt vor und erläutert erste Arbeitsergebnisse am Beispiel Seßlachs und Kleves.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 15 Uhr c.t. teilzunehmen! Das Meeting-Kennwort kann bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail  erfragt werden und ist für alle folgenden Vorträge der Reihe gültig.

Tagung "Tausend Jahre Braunschweig", 02.-03.07.2021

Tagung: 1031│2031 - Tausend Jahre Braunschweig. Stand und Perspektiven der Forschung

veranstaltet vom Stadtarchiv Braunschweig

Im Jahr 2031 begeht die Stadt Braunschweig den 1000. Jahrestag ihrer schriftlichen Ersterwähnung. Dieses Jubiläum bietet den Anlass, sich im Rahmen von Tagungen und Publikationen intensiver der Stadtgeschichte zu widmen. Dabei sollen bestehende Forschungsdefizite abgebaut und neue Perspektiven auf die Geschichte Braunschweigs entwickelt werden.

Die zweitägige wissenschaftliche Tagung "1031│2031 - Tausend Jahre Braunschweig. Stand und Perspektiven der Forschung" bildet den Auftakt zu diesen Aktivitäten. In der ersten Sektion wird in drei kommentierten Vorträgen ein chronologischer Überblick über die Stadtgeschichte gegeben. Daran schließt sich ein öffentlicher Abendvortrag an, in dem die spezifische Bedeutung der Geschichte Braunschweigs in ihren regionalen, nationalen und internationalen Bezügen herausgearbeitet wird.

Die zweite Sektion am Folgetag setzt sich mit drei konkreten Ereignissen aus verschiedenen Epochen der Stadtgeschichte auseinander, die im laufenden Jahr 2021 mit Jahrestagen verknüpft werden können.

Die dritte und letzte Sektion thematisiert drei aktuelle Forschungsperspektiven, die es bei der künftigen Beschäftigung mit der Geschichte Braunschweigs in angemessener Weise zu berücksichtigen gilt. Das Tagungsprogramm finden Sie in der Anlage zu dieser Mail.


Die Tagung richtet sich an alle historisch Interessierten und wird in der Dornse des Altstadtrathauses voraussichtlich als Präsenzveranstaltung stattfinden. Die genauen Bedingungen für den Besuch richten sich nach der Pandemielage. Über die zum Zeitpunkt der Tagung geltenden Regelungen können Sie sich über die Internetseiten der Stadt Braunschweig informieren. Schon jetzt ist aber klar, dass coronabedingt nur eine beschränkte Zahl von Plätzen vor Ort zur Verfügung stehen wird, deshalb wird die Tagung auch als Livestream im Internet zu verfolgen sein.

Kontakt:
Stadtarchiv ǀ Stadt Braunschweig
Schlossplatz 1
38100 Braunschweig
Fax: 0531 - 470 47 25
E-Mail: stadtarchiv@braunschweig.de

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Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte am 2. Juli 2021 wird gestaltet von Dr. Benedikt Brunner, Mainz. Er spricht zum Thema:

Den Tod ins Leben ziehen. Vergleichende Perspektiven auf den protestantischen Umgang mit dem Tod in urbanen Kontexten (Nürnberg, Basel, London, Boston), c. 1580-1750.

Wie stirbt es sich "richtig"? Dieser Frage geht das Projekt Benedikt Brunners mit dem Titel "Den Tod ins Leben ziehen. Vergleichende Perspektiven auf den protestantischen Umgang mit dem Tod, ca. 1580-1750" nach. Im Mittelpunkt stehen dabei Funeralschriften aus vier städtischen Kommunikationsräumen mit unterschiedlicher konfessionskultureller Prägung: Nürnberg, Basel, London und Boston.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 15 Uhr c.t. teilzunehmen! Das Meeting-Kennwort kann bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail erfragt werden und ist für alle folgenden Vorträge der Reihe gültig.

Neuerscheinung - Westfälische Kleinstädte um 1900

Cover Nf 60 Kleinstaedte1900
© Historische Kommission für Westfalen

Ein dichtes Netz an Kleinstädten war charakteristisch für Westfalen um 1900 – diese Eigenart an ausgewählten Beispielen vorzustellen und zu differenzieren, war Aufgabe der Tagung in Büren am 4. und 5. Oktober 2019. Sie knüpft dabei an die aktuelle Kleinstadtforschung, aber auch an den „Historischen Atlas Westfälischer Städte“ an

Vollzog sich in den Kleinstädten der soziale, topographische und urbane Wandel ähnlich wie in den Großstädten, nur eben „bescheidener“ und später? Oder gab es spezifisch kleinstädtische Lösungen und urbane Kulturen? Nach einführenden Beiträgen werden in der ersten Sektion Beispiele gezeigt, für die das späte Kaiserreich eine Zeit des Wachstums, der Funktionsgewinne und der Zunahme von Urbanität war. Allerdings gab es auch Städte, die nur wenig oder gar nicht wuchsen – diesen wird in der zweiten Sektion nachgegangen. In der abschließenden, dritten Sektion werden die Versuche westfälischer Titularstädte thematisiert, sich von der preußischen Landgemeindeordnung von 1856 zu lösen und volle Stadtrechte zu erlangen.

Bibliographische Angaben:

Werner Freitag/Thomas Tippach (Hg.), Westfälische Kleinstädte um 1900. Typologische Vielfalt, Daseinsvorsorge und urbanes Selbstverständnis. Beiträge der Tagung am 4. und 5. Oktober 2019 in Büren (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen, Neue Folge 60), Münster 2021.

Sebastian Schröder ist Mitglied der Kommission Alltagskulturforschung für Westfalen

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© IStG

Herzlichen Glückwunsch: Unser Mitarbeiter am IStG Sebastian Schröder M.A. ist jüngst in die Kommission Alltagskulturforschung für Westfalen gewählt worden. Damit ist der Geschichtswissenschaftler mit seinen 31 Jahren das mit Abstand jüngste Mitglied dieses Wissenschafts-Gremiums. Ausschlaggebend für seine Berufung durch die Mitgliederversammlung Anfang Mai 2021 waren Schröders zahlreiche und qualitativ hochwertigen Arbeiten zur historischen Alltagskultur. So beschäftigte er sich etwa in seiner Masterarbeit, die auch als Buch in der renommierten Reihe „Westfalen in der Vormoderne“ erschienen ist, mit den alltäglichen Konflikten und Aushandlungsprozessen um die Nutzung der gemeinschaftlich bewirtschafteten Allmende der Stadt Lübbecke.

... zum vollständigen Artikel von Dr. Christof Spannhoff

Nachruf auf Prof. Dr. Winfried Schich

Winfried Schich
(1938–2021)

Am 22. März 2021 ist in Berlin Winfried Schich gestorben, ein langjähriger Weggefährte und Helfer des Instituts für vergleichende Städtegeschichte. Mit ihm hat die Gemeinschaft der deutschen Landeshistoriker einen ihrer profiliertesten Vertreter verloren.
Winfried Schich wurde 1938 in Berlin geboren und ist dort aufgewachsen. An der Freien Universität studierte er Geschichte, Slavistik und Geographie, legte das Staatsexamen für das höhere Lehramt in den Fächern Geschichte und Russisch ab, wurde 1974 zum Dr. phil. promoviert und habilitierte sich 1978 mit Studien zum Verhältnis von slavischer und deutscher Siedlung in der „Germania Slavica“.
Bereits die Dissertation behandelt eines der Hauptgebiete der Forschungen Winfried Schichs: die Stadtgeschichte. Sie galt der fränkischen Kathedralstadt Würzburg, was angesichts der späteren Themen und Interessenlagen seines Oeuvres ein wenig verwundern könnte. Sie folgt jedoch dem Beispiel einer anderen Berliner Dissertation, der Arbeit Bernhard Schimmelpfennigs über Bamberg, die einige Jahre zuvor entstanden war.

... zum vollständigen Nachruf von Prof. Peter Johanek

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Freitags-Kolloquium am 18. Juni 2021

Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte am 18. Juni 2021 gestaltet Dr. Nikolas Funke, Münster mit dem Vortrag

Konfessionelles Zusammenleben und Militärische Besatzung in Wesel 1614-29

Als die spanische Armee Wesel im September 1614 besetzte, schienen Konflikte mit den mehrheitlich kalvinistischen Bewohnern unausweichlich. Während die Spanier im Ruf standen, besonders brutal gegen ‘Ketzer’ vorzugehen, hatte Wesel seit Jahrzehnten niederländischen Glaubensflüchtlingen eine neue Heimat geboten und war zu einer Hochburg des Kalvinismus am Niederrhein geworden. Während der spanischen Besatzung, die letztlich fünfzehn Jahre dauern sollte, waren konfessionelle Konflikte aber sehr selten. Der Vortrag analysiert die Inzidenz und die Dynamiken konfessioneller Gewalt und skizziert einige neue Perspektiven auf konfessionelles Zusammenleben in frühneuzeitlichen Städten.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 15 Uhr c.t. teilzunehmen!
Das Meeting-Kennwort kann bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail erfragt werden und ist für alle folgenden Vorträge der Reihe gültig.

Feiertag

Bibliothek über Fronleichnam und Brückentag geschlossen

An Fronleichnam sowie am darauffolgenden Brückentag (03.-04.06.2021) ist die Bibliothek geschlossen. Ab dem 07.06.2021 können Sie unsere Bestände wieder während der Öffnungszeiten (10-14 Uhr) nutzen.

Call for Papers

"Wer regiert die Stadt? Politische Repräsentation und sozialer Konflikt in der Frühen Neuzeit", Online-Workshop am 14. und 15. Oktober 2021

Veranstaltung im Rahmen des DFG-Projekts "Bürgerausschüsse in Aachen" an der Universität Trier, Leitung: Univ.-Prof. Dr. Stephan Laux

In der Spätphase des Alten Reiches gerieten Gruppen aus der Bürgerschaft zunehmend mit den Stadträten in Streit darüber, wer an wichtigen ratsobrigkeitlichen Funktionen partizipieren dürfe und welche Verfahrensformen hierfür statthaft seien. Während vordergründig auf Schwörtagen die verlesenen traditionsreichen Satzungen diesbezüglich Klarheit und Konsens suggerierten, blieb tatsächlich der Zugang zum Kreis der Stadträte sowie ihres Herrschaftswissens und -handelns ein sorgfältig gehütetes arkanum. Selbst kleinere Städte verwehrten interessierten Gruppen und Einzelpersonen jedweden tieferen Einblick in das Ratsgeschäft. Als Folge der innerstädtischen Konflikte bildeten sich Bürgervertretungen mit unterschiedlichen Bezeichnungen. In der Regel forderten sie die Offenlegung ökonomischer und politischer Aktionen, verbunden mit einer institutionalisierten Teilhabe am Stadtregiment. Bürgerausschüsse entstanden dabei in unterschiedlichen herrschaftlichen Konstellationen entweder situativ oder sie begannen Kritik an der städtischen Führung zu artikulieren, nachdem sie zuvor ein eher passives Dasein geführt hatten. Diesem Problemzusammenhang der Formierung und Artikulation konkurrierender Repräsentationskörperschaften in frühneuzeitlichen Städten widmet sich am 14. und 15. Oktober 2021 ein zweitägiger Workshop unter dem Motto "Wer regiert die Stadt? Politische Repräsentation und sozialer Konflikt in der Frühen Neuzeit".

Schwerpunkte, Organisation und Durchführung

Im Rahmen des DFG-Projektes "Bürgerausschüsse in Aachen in der Spätphase des Alten Reiches - Innerstädtische Partizipationsbestrebungen zwischen Gemeindeliberalismus und Klientelismus" (Leitung: Univ.-Prof. Dr. Stephan Laux) soll ein zweitägiger Workshop stattfinden, der sich vor allem an Historiker/innen richtet, die sich mit dem Wechselverhältnis zwischen innerstädtischer Partizipation und politischen bzw. sozialem Konflikt beschäftigen. Dabei soll vor allem die Nachhaltigkeit solcher Partizipationsbewegungen beleuchtet werden. Die Beiträge sollen sich zeitlich idealerweise im Umfeld der Französischen Revolution bewegen, können aber auch Prozesse der Diversifizierung städtischer Entscheidungsstrukturen aus vorangegangenen zeitlichen Phasen behandeln. Der Workshop legt den Schwerpunkt in besonderen Maße auf die Akteure und Träger partizipatorischer Bemühungen unter Beachtung der Binnenstrukturierung dieser Gruppen (Konnubium, Soziabilität, wirtschaftliche Verbindungen u.a.m.) wie auch ihre Positionierung im Gesamtgefüge der jeweiligen Stadt und ihres Umfeldes (u.a. familiale und soziale Netzwerke). Der geographische Schwerpunkt sollte in den deutschsprachigen Gebieten liegen. Thematische Affinität vorausgesetzt, sind auch Beiträge aus dem internationalen Spektrum willkommen. Jenseits der spezifischen Vorgänge bleibt daher die Kontextualisierung und Problematisierung der Einzelbefunde sowie die Erörterung methodischer, konzeptioneller und arbeitspraktischer Gesichtspunkte wichtig.

Nach dem gegenwärtigen Stand ist die Durchführung von Präsenzveranstaltungen nicht vorhersehbar. Daher wird der Workshop in Online-Form durchgeführt. Die Konferenzsprache ist Deutsch, englischsprachige Beiträge sind möglich. Der Workshop will den Austausch und die Vernetzung von Nachwuchswissenschaftler/innen fördern, weshalb entsprechende Personen besonders zur Teilnahme aufgefordert werden. Für die jeweilige Präsentation sind 20 Minuten vorgesehen, daran schließt sich eine Diskussion an. Ein Abstract (1-2 Seiten) und ein kurzes akademisches CV sind bis zum 31. Juli 2021 an Michel Jäger (jaeger@uni-trier.de) zu senden. Rückmeldungen werden bis zum 31. August 2021 versandt. Nach Maßgabe der Qualität und thematischen Konsistenz der Beiträge wird eine Publikation angestrebt.

Kontakt

Michel Jäger M.A.
Universität Trier, Fachbereich III
Geschichtliche Landeskunde
Raum DM 259, 54286 Trier
Mail: jaeger@uni-trier.de

Projektleitung:

Univ.-Prof. Dr. Stephan Laux
Universität Trier
Fachbereich III – Geschichte
Professur für Geschichtliche Landeskunde
Universitätsring 15
54296 Trier
Tel: 0651/ 201-3179
Mail: lauxst@uni-trier.de



Informationen zum DFG-Projekt auf den Seiten der Universität Trier

Call for Papers bei H/Soz/Kult

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Freitags-Kolloquium am 21. Mai 2021

Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte am 21. Mai 2021 gestaltet Julia Fesca, M.A., Osnabrück mit dem Vortrag

Die frühneuzeitliche Armenfürsorge der Stadt Osnabrück – ein konfessionsübergreifendes Projekt?


Dass die Konfession in der Frühen Neuzeit eine wichtige Rolle spielte ist unumstritten. Ihr Einfluss auf die Regelung und die Organisation der Versorgung Bedürftiger war bisher vereinzelt Gegenstand der Forschung. Dieser Vortrag widmet sich Fragen, die dabei jedoch bisher weitgehend vernachlässigt wurden: Wie funktionierte die Armenfürsorge in einem bikonfessionellen Territorium? Welche Akteure waren daran beteiligt? Spielte die Konfession der Bedürftigen bei der Verteilung der Unterstützungsleistungen eine tragende Rolle? Nachgegangen wird den Fragen am Beispiel der Stadt Osnabrück, in der bereits 1555 der bikonfessionelle Zustand vorläufig akzeptiert und mit dem Westfälischen Frieden 1648 dauerhaft festgeschrieben wurde.
Der Vortrag stellt den aktuellen Stand des laufenden Dissertationsprojektes zum Thema „Die Verwaltung der Armut. Armenfürsorge und Stiftungswesen in der Stadt Osnabrück von 1600-1810“ vor.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 15 Uhr c.t. teilzunehmen! Das Meeting-Kennwort kann bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail erfragt werden und ist für alle folgenden Vorträge der Reihe gültig.

Feiertag

Bibliothek an Pfingstmontag geschlossen

An Pfingstmontag (24.05.2021) ist die Bibliothek geschlossen. Ab dem 25.05.2021 können Sie unsere Bestände während der Öffnungszeiten (10-14 Uhr) wieder nutzen.

Feiertag

Bibliothek an Christi Himmelfahrt geschlossen

An Christi Himmelfahrt (13.05.2021) ist die Bibliothek geschlossen. Am 14.05.2021 können Sie unsere Bestände während der Öffnungszeiten (10-14 Uhr) wieder nutzen.

Visual Histories: Alte Bilder, neuer Blick
Flyer Visual Histories
Projekt Visual Histories
© VisualHistories

ein Podcast über fotografisch illustrierte Reiseberichte des frühen 20. Jahrhunderts

Aus einem von PD Dr. Hinnerk Onken geleiteten Masterseminar im Bereich der Visual History, welches sich mit deutschsprachigen, fotografisch illustrierten Reiseberichten des frühen 20. Jahrhunderts beschäftigte, ist ein multimediales Projekt entstanden, in dem die vier Teilnehmenden eine Webseite mit Podcasts zu den Berichten über China, Japan, Korea, Afrika, Australien und Neuseeland und den darin publizierten Fotografien erstellt haben. Die Seite www.visualhistories.wordpress.com wird am Abend des 07. Mai online gehen, die Podcasts erscheinen im 2-Wochen-Rhythmus am 14. Mai (China), 28. Mai (Japan und Korea), 11. Juni (Afrika) und 25. Juni (Australien und Neuseeland). Das Projekt ist zudem interaktiv angelegt. Die Initiatoren erhoffen sich über das Kontaktformular auf der Webseite Fragen und Kommentare. Im Juli wird es zum Abschluss des Projektes eine Radiosendung beim Campusradio Radio Q geben.

ONLINE-VERANSTALTUNG - VIA ZOOM

Freitagskolloquium am 7. Mai 2021

Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte am 7. Mai 2021 gestaltet Dr. Magnus Dellwig, Oberhausen, mit dem Vortrag

"Oberhausen. Aufbruch macht Geschichte. Stadtentwicklungund Strukturwandel 1847-2006."
Das Stadtarchiv Oberhausen verband in einem dreijährigen Projekt (2018-2020) die Erschließung umfangreichen Archivmaterials zu Stadtentwicklung und Infrastruktur mit Forschungsimpulsen und einer abschließenden Pulikumsausstellung. In fünf Epochen wird die Geschichte der voraussetzungslos um 1850 entstandenen Industriestadt als Wechselspiel wirtschaftlicher Dynamik mit der Herausbildung urbaner Entwicklung sowie kommunaler Stadtentwicklungsstrategien aufgearbeitet. Längsschnitte als strukturhistorische Zugänge zu synchronen Schwerpunkten (Geschäftszentrum, technische Infrastruktur, kommunales Management) ergänzen das Projekt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 15 Uhr c.t. teilzunehmen! Das Meeting-Kennwort kann bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail istg@uni-muenster.de erfragt werden und ist für alle folgenden Vorträge der Reihe gültig.

Zoom-Meeting (Kennwort auf Anfrage)
Freitags-Kolloquium Programm

AUFTAKT DER PUBLIC LECTURES - VIA ZOOM

Eröffnungsvortrag der MURN Public Lectures im Sommersemester 2021

Die Public Lectures des Münster Urban Research Network werden im Sommersemester 2021 im digitalen Format per Zoom stattfinden. Das Meeting-Kennwort kann bis 11 Uhr am Vortragstag per E-Mail istg@uni-muenster.de erfragt werden und ist für alle Vorträge der Reihe gültig.

Zum Auftakt der Reihe am 20. April um 12.oo Uhr c.t. spricht Madlen Kobi, Mendrisio, zum Thema

"Urban Climate as Danger. Thermal, Spatial and Material Reordering in the Chinese City of the 21st Century"
Moderation: Monique Nagel-Angerman

Human activities have caused global climate challenges such as rising sea levels, temperature increase, desertification, climate-induced migration, and extreme weather phenomena. In the city, those global impacts are less perceptible than local environmental changes. Climate danger in the form of urban heat island effects or air pollution threaten physical health. Taking the example of Chongqing, a city located in a subtropical climate in Southwest China, this presentation discusses the ways in which climate dangers affect the thermal, social and political reordering of urban spaces. Drawing on anthropological fieldwork, semi-structured interviews, oral narratives, and architectural history, the presentation engages with human-environment relations in the contemporary Chinese city. In particular, it emphasizes the shifting use of indoor and outdoor spaces related to urbanization since the 1980s. Buildings play a fundamental role both for accelerating urban climate change, but also for providing shelters from the outdoors. On the one hand, construction is resource-intensive, seals urban soils and is energy-consuming. On the other hand, operating energy, especially for climate control of indoors through air-conditioning and heating, emits heat to the urban atmosphere. The presentation investigates into the power of urban governments, ordinary residents, and the construction industry to mitigate urban climate dangers.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

In Grenzen stets grenzenlos geforscht – „Damals wollte ich schlicht meiner Leidenschaft nachgehen“

Beitrag Uni-Zeitung WISSEN|LEBEN zu Prof. Dr. Werner FreitagBeitrag Uni-Zeitung WISSEN|LEBEN zu Prof. Dr. Werner Freitag
© WWU

Über die Stationen als Stadthistoriker in Spenge und Professor an der Universität in Halle kam Prof. Dr. Werner Freitag vor 17 Jahren an die WWU. Als Professor für Westfälische Landesgeschichte wurde er 2007 wissenschaftlicher Vorstand des IStG. Ende des laufenden Sommersemesters wird Prof. Freitag pensioniert und übergibt nach 14 Jahren die wissenschaftliche Leitung des ISTGs an Prof. Ulrike Ludwig.

„In Westfalen gab es über alle Epochen hinweg eine große regionale Vielfalt – konfessionell, kulturell und wirtschaftlich. Das ist sehr reizvoll“, findet er. Diese Vielfalt in Verbünde einzubringen, ist Werner Freitag eine Herzensangelegenheit: Nicht nur an der Uni in Sonderforschungsbereichen oder in Kooperation mit dem Exzellenzcluster Religion und Politik, sondern auch außerhalb der WWU. Er ist zweiter Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen und hält landesgeschichtliche Vorträge in Geschichtsvereinen oder der Volkshochschule. Die vielen Reaktionen von Bürgern während seiner Vorträge und Ausstellungen inspirieren ihn. Diese Synergien nutzt der Historiker auch in der Lehre.

Dass Werner Freitags Herkunft als gebürtiger Westfale und seine Leidenschaft für die Geschichte seinen Werdegang maßgeblich geprägt haben, ist unbestritten. Genauso werden die Jahrzehnte als Forscher sein Leben als Pensionär beeinflussen. Er wolle auch im Ruhestand forschen und sich ehrenamtlich engagieren.

Das Team des IStG wünscht Ihm bei seinen Vorhaben viel Spaß und Erfolg.

Zur aktuellen Ausgabe der WISSEN|LEBEN

Neuerscheinung - Städteforschung Band A 101

Cover Städteforschung Band A 101
© Böhlau

Vor ein paar Tagen ist der neue Band A 101 der Reihe „Städteforschung“ zum Thema Fremdheit in Selbstzeugnissen und Chroniken des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit erschienen.

Anlass für diesen Tagungsband der „Bonner Herbsttagung“ bot im Jahr 2018 der 500. Geburtstag des Kölner Ratsherrn und Chronisten Hermann Weinsberg (1518–1597), dessen Werk als das umfangreichste städtische Selbstzeugnis des 16. Jahrhunderts gilt. Dieses wird hier nicht isoliert betrachtet, sondern in den Kontext der vielfältigen Überlieferung städtischer Selbstzeugnisse und Chroniken des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit gestellt. Wie wird Fremdheit in den jeweiligen Texten konstruiert? Welche narrativen Strategien werden bei der Darstellung des Fremden und der Konstruktion des Anderen eingesetzt? Welche Bedeutung hat die Herstellung von Differenz für die Identität des Verfassers und seiner Stadtgemeinde? Stadtgeschichtlichen Fragestellungen nach dem Quellenwert von städtischen Chroniken und Selbstzeugnissen wird ebenso nachgegangen wie kulturgeschichtlichen Fragen nach der Konstruktion von Identität und Alterität sowie den zugrundeliegenden Wahrnehmungen und Erfahrungen der Menschen.

Bibliographische Angaben:
Andreas Rutz (Hg.), Die Stadt und die Anderen. Fremdheit in Selbstzeugnissen und Chroniken des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit (Reihe Städteforschung A 101), Wien/Köln/Weimar 2021.

Auftakt des Freitags-Kolloquiums - via Zoom

Eröffnungsvortrag des Freitags-Kolloquiums im Sommersemester 2021

Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte wird auch im Sommersemester 2021 im digitalen Format per Zoom mit anschließender Diskussion stattfinden. Das Meeting-Kennwort kann bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail istg@uni-muenster.de erfragt werden und ist für alle Vorträge der Reihe gültig.

Zum Auftakt der Reihe am 23. April um 15.oo Uhr c.t. spricht Dr. Teresa Schröder-Stapper, Duisburg-Essen zum Thema

Glaubensbekenntnisse – Städtische Inschriften in Zeiten von Reformation und Konfessionalisierung

Betrachtet man die zeitgenössischen Überreste vormoderner Städte, so fällt auf, dass zahlreiche Texte das Stadtbild prägten. Neben ephemerer Schriftlichkeit gehören hierzu Inschriften auf unterschiedlichen immobilen Trägern innerhalb der Stadt. Dabei waren es zunächst vor allem die verschiedenen Kirchenräume, die mit Inschriften unterschiedlicher Gattungen geschmückt wurden. Sie transportieren mitunter bis heute „die religiösen Vorstellungen und Wissensordnungen“ ihrer Auftraggeber sowie der ausführenden Handwerker. Vor diesem Hintergrund fragt der Beitrag nach dem Zäsurcharakter von Reformation und Konfessionalisierung im Hinblick auf den epigrafic habit verschiedener nordwest- und süddeutscher Städte sowie der Funktion von Inschriften als Bekenntnismedien. Neben dem physischen Raum der verschiedenen Kirchen werden auch Inschriftenprogramme aus dem Stadtraum an öffentlichen wie privaten Gebäuden hinzugezogen, um die Verbreitung religiöser Konzepte jenseits der Kirchenmauern in den Blick zu nehmen.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!

Online-Veranstaltung - via Zoom

Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte im Sommersemester 2021

Freitagskolloquium SoSe 2021Freitagskolloquium SoSe 2021
IStG Freitags-Kolloquium Sommersemester 2021
© IStG

Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte findet im Sommersemester 2021 im digitalen Format per Zoom mit anschließender Diskussion statt.
Das Meeting-Kennwort kann bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail erfragt werden und ist für alle Vorträge der Reihe gültig.

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