Online-Veranstaltung - Anmeldung bis 8. März 2021

Frühjahrstagung 2021

Die nächste Frühjahrstagung des IStG findet am 15. und 16. März 2021 statt und wird von Dr. Andrea Pühringer (Grünberg) und Prof. Dr. Martin Scheutz (Wien) ausgerichtet zum Thema:

Kurstädte in der Neuzeit. Vermeintliche Idylle, wachsende Urbanität und demonstrativer Konsum

Kurstädte als „Minderstädte“ standen lange im Schatten der Stadtgeschichtsforschung: zu klein, zu idyllisch, zu wenig bedeutsam bzw. in ihrer Bedeutsamkeit flackernd, weil den Moden und Konjunkturen der Zeit unterworfen. – Ausgehend von der Tatsache, dass das Phänomen Kurstadt mittlerweile durch zahlreiche interdisziplinäre Publikationen erschlossen ist, aber diese Publikationen meist nur von wissenschaftlichen Teilöffentlichkeiten wahrgenommen werden, stellt die Frühjahrstagung des Instituts für vergleichende Städtegeschichte 2021 das Phänomen „Kurstadt“ in den Mittelpunkt des Interesses.

Bisherige Forschungen und Publikationen weisen kaum vergleichende Dimensionen auf, befassen sich vorzugsweise mit kunsthistorisch-architektonischen bzw. denkmalpflegerischen und medizingeschichtlich-balneologischen Themen oder nehmen meist nur das elitäre Kurpublikum bzw. berühmte Persönlichkeiten in den Blick. Demgegenüber soll die Tagung ein viel weiter gefasstes Themenspektrum bieten. Nicht nur eine vergleichende Perspektive der Kurorte ist angedacht, sondern auch die Vielschichtigkeit dieser mitunter mondänen Orte soll beleuchtet werden. Mit von Bedeutung ist dabei auch die Widersprüchlichkeit der Kurstadt im Spannungsfeld von ländlicher Idylle und städtischer Moderne bzw. im Spannungsfeld von Entsagung und Überfluss: Kneippkuren versus nächtliche gesellschaftliche Betriebsamkeit, Trinkkur und Diäten versus übermäßigem Alkohol- und/oder Zuckergenuss, reiche Industrielle und bitterarme Stadtbewohner trafen in diesem Städtetypus aufeinander. Ein „Experimentierfeld der urbanen Moderne“ zeichnete sich ab, aber eben nicht nur! Kurorte waren auch Orte der politischen Auseinandersetzung, des entstehenden Rassismus und der Fremdenfeindlichkeit. Diese vielfältigen, kontrastreichen Aspekte erscheinen prägend für Kurstädte. Allerdings stellt sich die Frage, ob sich diese „Gegensätzlichkeiten“ nicht auch gegenseitig bedingten, insofern als ein idyllischer Zufluchtsort vor den Unbilden der Moderne entsprechend adäquate Annehmlichkeiten bieten musste, um überhaupt Erholung zu ermöglichen.

Die Tagung wird als Online-Veranstaltung über die ZOOM-Plattform der Universität Münster durchgeführt.
Wir bitten um eine Anmeldung bis zum 8. März 2021 an istg@uni-muenster.de.
Entsprechende Informationen zum Ablauf werden Ihnen rechtzeitig mitgeteilt.
Tagungsprogramm Kurstädte in der Neuzeit

Starke Schneefälle in NRW

Während die Bibliothek aufgrund der starken Schneefälle am 07./08 Februar 2021 zunächst geschlossen bleiben musste, freuen wir uns nun, mitteilen zu können, dass die Bestände nun wieder zu den regulären Öffnungszeiten und unter Beachtung der Massnahmen zum Infektionsschutz genutzt werden können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Freitags-Kolloquium am 12. Februar 2021

Den letzten Vortrag im „Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte“ im Wintersemester 2020/2021 am kommenden Freitag, 12.02.2021 gestalten Kristin Steiner und Daniel te Vrugt, Münster. Sie sprechen zum Thema:

Kleinstadt, Industrie und Öffentlichkeit: Hörde und Stadtlohn um 1900

Die Industrialisierung machte im 19. Jahrhundert auch vor westfälischen Kleinstädten nicht Halt.
Während in Hörde im Ruhrgebiet die Montanindustrie die Entstehung und den Ausbau zentraler Institutionen der Daseinsvorsorge begünstigte, die in der massenmedialen Öffentlichkeit verhandelt wurden, wurde im westmünsterländischen Stadtlohn die Textilindustrie zum ,Motor' der wirtschaftlichen Entwicklung und prägte den Ort auch abseits der Fabriken. Welche unterschiedlichen Wege schlugen die beide Orten dabei ein und wie bildeten sie dabei jeweils ein eigenes städtisches Profil aus?

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 16 Uhr c.t. teilzunehmen.

Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte wird im digitalen Format per Zoom mit anschließender Diskussion stattfinden und nicht, wie noch auf dem Programm angegeben, im Fürstenberghaus. Das Meeting-Kennwort erfragen Sie bitte bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail oder telefonisch unter 0251-83 27514.

Freitags-Kolloquium am 5. Februar 2021

Der Vortrag von Dr. Alexander Krünes, Gotha "Mehr als eine herzogliche Residenz - 1250 Jahre Gothaer Stadtgeschichte“ findet am kommenden Freitag, 5. Februar um 16 Uhr c.t. statt (Nachholtermin vom 15. Januar).

Mehr als eine herzogliche Residenz. 1250 Jahre Gothaer Stadtgeschichte
Gotha gehört seit dem Mittelalter in politischer, ökonomischer und kultureller Hinsicht zu den bedeutendsten Städten Thüringens. Wie andernorts in Thüringen fehlt es aber auch in Gotha an einer aktuellen stadtgeschichtlichen Gesamtdarstellung, die die Entwicklung eines bürgerlichen Gemeinwesens, ausgerichtet an neueren sozial-, wirtschafts-, gesellschafts- und umweltgeschichtlichen Themen, aber auch Bezug nehmend auf relevante Fragestellungen zur politischen Geschichte, in einem angemessenen Umfang dokumentiert – und zwar vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Dieses Defizit soll bis 2025, wenn Gotha das 1250-jährige Jubiläum seiner urkundlichen Ersterwähnung begeht, behoben werden. Trotz der Bedeutung Gothas als zentrale Residenzstadt des Thüringer Raums soll der Fokus der neuen Darstellung aber weniger auf dem Hof, sondern vorrangig auf den kommunalen bzw. stadtbürgerlichen Entwicklungen liegen. Ohne die selbstverständlich fortwährend bestehenden politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Wechselwirkungen zwischen Residenz und Stadt außer Acht zu lassen, wird beabsichtigt, die Eigenständigkeit sowie Autonomiebestrebungen und Kontinuitätslinien des städtischen Bürgertums nachzuzeichnen. Da Gotha als „Mittelzentrum“ in höchstem Maße mit der die Stadt umgebenden Region verbunden war, sollen zudem die Beziehungen mit den unmittelbar angrenzenden Territorien des lange Zeit stark zersplitterten Thüringer Raums stets mit berücksichtigt und rekonstruiert werden. Der Vortrag gibt Einblick in die Umsetzung dieses Vorhabens.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 16 Uhr c.t. teilzunehmen. Das Meeting-Kennwort erfragen Sie bitte bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail oder telefonisch unter 0251-83 27514.

Freitags-Kolloquium am 29. Januar 2021 entfällt

Freitags-Kolloquium am 29. Januar 2021 entfällt

Der Vortrag von Dr. Benedikt Brunner, Mainz "Den Tod ins Leben ziehen. Vergleichende Perspektiven auf den protestantischen Umgang mit dem Tod in urbanen Kontexten (Nürnberg, Basel, London, Boston), c. 1580-1750." kann krankheitsbedingt leider nicht stattfinden.

Freitags-Kolloquium am 29. Januar 2021

Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte wird im digitalen Format per Zoom mit anschließender Diskussion stattfinden und nicht, wie noch auf dem Programm angegeben, im Fürstenberghaus. Am kommenden Freitag spricht Dr. Benedikt Brunner aus Mainz zum Thema
Den Tod ins Leben ziehen. Vergleichende Perspektiven auf den protestantischen Umgang mit dem Tod in urbanen Kontexten (Nürnberg, Basel, London, Boston), c. 1580-1750.

Wie stirbt es sich "richtig"? Dieser Frage geht das Projekt Benedikt Brunners mit dem Titel "Den Tod ins Leben ziehen. Vergleichende Perspektiven auf den protestantischen Umgang mit dem Tod, ca. 1580-1750" nach. Im Mittelpunkt stehen dabei Funeralschriften aus vier städtischen Kommunikationsräumen mit unterschiedlicher konfessionskultureller Prägung: Nürnberg, Basel, London und Boston.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 16 Uhr c.t. teilzunehmen. Das Meeting-Kennwort erfragen Sie bitte bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail  oder telefonisch unter 0251-83 27514.

Frohe Weihnachten!

Weihnachten Institut 2020Weihnachten Institut 2020
© Thomas Kaling

Wir wünschen allen besinnliche Weihnachtstage und einen guten Start ins neue Jahr!

Auswirkungen des "Lockdowns" auf den Bibliotheksbetrieb

Nutzung der Arbeitsplätze nicht möglich

Aufgrund des wegen der Corona-Pandemie verhängten "Lockdowns" dürfen die Arbeitsplätze der Bibliothek zunächst bis zum 10. Januar 2021 nicht genutzt werden. Bitte erledigen Sie Ihr Anliegen möglichst zügig und beachten Sie Maskenpflicht und Abstandsregeln - besonders auch im Bereich des Kopierers.

Vielen Dank und bleiben Sie gesund!

Bibliotheksschließung über Weihnachten und Neujahr

Bibliothek vom 21.12.2020 bis zum 01.01.2021 geschlossen

Die Bibliothek des IStG schließt ihre Türen zwischen dem 21. Dezember 2020 und dem 01. Januar 2021. Ab dem 04. Januar 2021 können die Bestände wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten genutzt werden.
Allen NutzerInnen wünschen wir trotz coronabedingter Einschränkungen fröhliche Weihnachtstage und einen guten Jahreswechsel.

Freitags-Kolloquium am 18. Dezember 2020

Am Freitag, 18. Dezember spricht Dr. Lena Krull (Münster) zum Thema:

Inszenierung der Region in der Stadt. „Trachtenfeste“ in Münster und Straßburg um 1900

„Trachtenfeste“ waren um 1900 ein beliebtes Medium der sich formierenden Heimat- und Trachtenbewegung. Sie folgten dem Narrativ vom drohenden Verlust der überkommenen „Volkskultur“ und wollten die Menschen auf dem Land dazu animieren, ihre vermeintlich hergebrachte „Tracht“ ebenso wie ihre Lebensweise beizubehalten. Der Vortrag untersucht die Feste in Münster 1909 und in Straßburg 1907, die beide in einem städtisch-musealen Kontext stattfanden, und fragt danach, auf welche Weise Konzeptionen der Regionen Westfalen und Elsass in den Festen inszeniert wurden.

Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte wird im digitalen Format per Zoom mit anschließender Diskussion stattfinden und nicht, wie noch auf dem Programm angegeben, im Fürstenberghaus.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 16 Uhr c.t. teilzunehmen. Das Meeting-Kennwort erfragen Sie bitte bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail oder telefonisch unter 0251-83 27514.

Disputatio von Anna Krabbe am 17. Dezember 2020

Die Disputatio von Anna Krabbe zum Thema „Inseln in der evangelischen Stadt? – Religiöse Gemeinschaften in Soest und Herford 1520–1609“ findet am 17. Dezember 2020 statt.

Klöster und Stifte waren mit der Einführung der Reformation in einer Stadt theologisch delegitimiert und – so die langläufige Forschungsmeinung – wurden aufgelöst oder evangelisch. Blieben sie in der konfessionalisierten Stadt bestehen, so nur als von ihrem Umfeld isolierte Inseln. Die Dissertation von Anna Krabbe kann diese Annahmen modifizieren. Sie zeigt, dass die religiösen Gemeinschaften nicht nur weiter existierten, sondern sogar noch sozial und funktional mit der Stadtgesellschaft verbunden blieben. Spätmittelalterliche Aufgaben und Beziehungen wurden adaptiert, Koexistenz statt Exklusion prägte das Verhältnis zueinander.

Alle Interessierten sind eingeladen, an der Zoom-Übertragung der Disputatio ab 10 Uhr c.t. teilzunehmen.
Die Zugangsdaten erfragen Sie bitte per E-Mail  istg@uni-muenster.de.

Freitags-Kolloquium am 4. Dezember 2020

Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte wird im digitalen Format per Zoom mit anschließender Diskussion stattfinden und nicht, wie noch auf dem Programm angegeben, im Fürstenberghaus.

Am 4. Dezember spricht Dr. Ansgar Schanbacher, Göttingen zum Thema:
Zwischen Hochwasser, Stürmen und tollwütigen Hunden. Naturgefahren in der frühneuzeitlichen Stadt im deutsch-niederländischen Vergleich


Frühneuzeitliche Städte mussten sich nicht nur mit Kriegen, inneren Unruhen und Wirtschaftskrisen auseinander setzen, auch die Natur konnte für die städtischen Obrigkeiten und die Einwohnerschaft zu einer Herausforderung werden. Am Beispiel der Städte Braunschweig, Würzburg und Utrecht im späten 17. und 18. Jahrhundert wird dargestellt, wie nahe und ferne Naturgefahren wahrgenommen wurden, inwiefern sie überhaupt rein natürliche Phänomene waren und wie unterschiedliche Akteure – von Gelehrten und Monarchen bis zum einfachen Handwerken – darauf reagierten. Das Themenspektrum reicht dabei vom Großen zum Kleinen und umfasst die religiöse oder naturwissenschaftliche Bewältigung von Stürmen, aber auch den alltäglichen Umgang mit tollwütigen Hunden.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 16 Uhr c.t.teilzunehmen. Das Meeting-Kennwort erfragen Sie bitte bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail oder telefonisch unter 0251-83 27514.

Pressekonferenz: Deutscher Historischer Städteatlas 6 - Mühlhausen/Th.

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Pressekonferenz Städteatlas Mühlhausen/Th.
© Stadtarchiv Mühlhausen

Am 16.11.2020 wurde der neuerschienene sechste Band des Deutschen Historischen Städteatlas: Mühlhausen/Th. bei einer hybriden Pressekonferenz in Münster und Mühlhausen vorgestellt. Neben Prof. Werner Freitag und Dr. Daniel Stracke, die stellvertretend für das Autoren- und Herausgeber-Team die Bedeutung historischer Städteatlanten und insbesondere die Situation in Mühlhausen skizzierten, waren auch Dr. Angelika Lampen und Dr. Thomas Tippach digital aus Münster zugeschaltet.
In Mühlhausen stellten Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns und Dr. Helge Wittmann, Leiter des Stadtarchivs Mühlhausen und Co-Autor, den Atlas vor.

Bibliographische Angaben
Antje Schloms/Daniel Stracke/Helge Wittmann: Mühlhausen/Th. – Deutscher Historischer Städteatlas Nr. 6, hg. v. Peter Johanek/Jürgen Lafrenz/Thomas Tippach am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Kooperation mit dem Stadtarchiv Mühlhausen/Th., Münster (Ardey-Verlag) 2020, 39,90 €.
Kartographie: Tobias Kniep

Artikel in der Thüringer Allgemeinen vom 17.11.2020 (pdf)

Vortrag entfällt!

Freitags-Kolloquium am 20. November 2020

Der Vortrag von PD Dr. Ralf Dorn, Wiesbaden „Von Ebenezer Howard zu Jane Jacobs. Die städtebaulichen Leitbilder des hannoverschen Stadtplaners Rudolf Hillebrecht“ fällt am 20. November leider aus.

Der nächste Vortrag wird am 4. Dezember per Zoom stattfinden. Das Meeting-Kennwort erfragen Sie bitte bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail oder telefonisch unter 0251-83 27514.

Digitaler Studientag: Stadtgeschichte des iberischen Mittelalters – Forschungsstand und Perspektiven

Programm
Teil der Stadtmauer von Ávila
Teil der Stadtmauer von Ávila
© Frank Engel

Digitaler Studientag: Stadtgeschichte des iberischen Mittelalters – Forschungsstand und Perspektiven
Digital colloquium: Urban history of the Iberian Middle Ages – current state of research and perspectives / Coloquio digital: Historia urbana de la Península Ibérica en la Edad Media – estado actual de la investigación y perspectivas


10. Dezember 2020, Videokonferenz


Organisatoren: Thomas Czerner & Frank Engel
(Akademie der Wissenschaften zu Göttingen)

in Zusammenarbeit mit dem Institut für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn – Abteilung für Geschichte der Frühen Neuzeit und Rheinische Landesgeschichte
(Prof. Dr. Manfred Groten)
und dem
Institut für vergleichende Städtegeschichte Münster

zum Programm

Nachruf auf Paul-Günter Schulte

Paul-Günter Schulte
(1944 – 2020)

In der Nacht zum 8.11.2020 ist der pensionierte Krefelder Stadtarchivar Paul-Günter Schulte im Alter von 76 Jahren verstorben. Mit Gründung des Instituts 1970 übernahm er die erste Stelle eines wissenschaftlichen Mitarbeiters, bevor er 1974 als Wissenschaftlicher Assistent in die Abteilung für Westfälische Landesgeschichte der WWU wechselte. Daran schloss sich 1977 seine Ausbildung als Archivar in Marburg, das Archiv in Viersen (ab 1979) und schließlich ab 1988 die Leitung des Krefelder Archivs an. In den schwierigen Anfangsjahren des Städteinstituts kümmerte er sich um die beiden Bände des Bayrischen Städtebuchs und so um den Abschluss der ersten Bearbeitung des Deutschen Städtebuchs. Unvergessen sollten aber ebenso seine weiterführenden Ideen bei der Konzeption des Deutschen und Westfälischen Städteatlas sein, die er bis zum Antritt des Archivdienstes redaktionell betreute.
Wilfried Ehbrecht

Nachruf auf Ehrenmitglied Prof. Dr. Karl Heinrich Kaufhold

Karl Heinrich Kaufhold
(1932 – 2020)

Am 16. Juli 2020 ist kurz vor seinem 88. Geburtstag Karl Heinrich Kaufhold gestorben, der dem Kuratorium für vergleichende Städtegeschichte über lange Zeit hin eng verbunden gewesen ist.
Karl Heinrich Kaufhold wurde am 16. Juli 1932 in Hildesheim als Sohn eines Kunstschmieds geboren. Diese Herkunft aus dem städtischen Handwerk hat sicherlich zur Ausbildung seiner späteren wissenschaftlichen Interessen entscheidend beigetragen. Allerdings verlief der Weg in die akademische Laufbahn nicht geradlinig. Er trat nach dem Abitur zunächst in den städtischen Verwaltungsdienst in Hildesheim ein und stieg dort bis zum Stadtoberinspektor auf. 1960 jedoch begann er ein Studium der Volkswirtschaftslehre an der Technischen Hochschule Hannover, das er 1964 an der Universität Göttingen fortsetzte.
Dort legte er 1965 das Examen zum Diplomvolkswirt ab und wurde anschließend wissenschaftlicher Assistent bei Wilhelm Abel, einem der bedeutendsten deutschen Wirtschaftshistoriker seiner Zeit, dem vor allem die Agrargeschichte entscheidende Impulse verdankt. Bei ihm wurde Kaufhold 1968 mit einer Arbeit zur Gewerbegeschichte Hildesheims im 18. Jahrhundert zum Dr. rer. pol. promoviert und 1973 habilitierte er sich mit der Schrift "Das Gewerbe in Preußen im 18. Jahrhundert" Anschließend vertrat er 1973/74 den Lehrstuhl Wilhelm Abels, auf den er 1974 berufen wurde und den er bis zu seiner Emeritierung 1999 innehatte.
... zum vollständigen Nachruf von Prof. Peter Johanek

Nachruf auf Prof. Dr. Rolf Kießling

Rolf Kießling
(1941 – 2020)

Mit Rolf Kießling ist am 22. Juni 2020 im Alter von 78 Jahren einer der profiliertesten deutschen Landeshistoriker gestorben. In Augsburg am 25. Juli 1941 geboren, studierte er in München und Erlangen die klassische Fächerkombination Geschichte, Germanistik und Geographie. Im Jahr 1966 legte er das Staatsexamen für das höhere Lehramt ab, war anschließend im Schuldienst tätig und wurde 1969 bei Karl Bosl mit der Arbeit "Bürgerliche Gesellschaft und Kirche im spätmittelalterlichen Augsburg" zum Dr. phil. promoviert. Er wählte damit ein Themenfeld, das in jener Zeit in den Mittelpunkt des Interesses der Stadtgeschichtsforschung und der mittelalterlichen Sozialgeschichte zu rücken begann. Der Stadtgeschichte ist er fortan treu geblieben und ebenso der Kirchengeschichte seiner Geburtsstadt.
... zum vollständigen Nachruf von Prof. Peter Johanek

Neuerscheinung: Deutscher Historischer Städteatlas 6 - Mühlhausen/Th.

Atlas Muehlhausen CoverAtlas Muehlhausen/Th.
Mühlhausen/Th. - Deutscher Historischer Städteatlas 6
© IStG

Im November 2020 erscheint mit Mühlhausen/Th. der sechste Band des Deutschen Historischen Städteatlas. In dem umfangreich illustriertem Textheft mit zahlreichen Abbildungen und Karten sowie Tafeln mit topographischen und thematischen Karten wird die historische und räumliche Entwicklung der ehemaligen Reichsstadt Mühlhausen in Thüringen von ihren Anfängen bis heute nachgezeichnet. Der Atlas setzt thematische Akzente auf die archäologischen Befunde, den mittelalterlichen Stadtraum, die industrielle Überformung sowie den Umbau nach 1989 und bietet damit Stadtgeschichte auf dem neuesten Forschungsstand.

Aus gegebenem Anlass musste die geplante Präsentation des Städteatlas in Mühlhausen abgesagt werden. Sie wird nachgeholt werden, sobald die Situation es erlaubt.

Bibliographische Angaben
Antje Schloms/Daniel Stracke/Helge Wittmann: Mühlhausen/Th. – Deutscher Historischer Städteatlas Nr. 6, hg. v. Peter Johanek/Jürgen Lafrenz/Thomas Tippach am Institut für vergleichende Städtegeschichte in Kooperation mit dem Stadtarchiv Mühlhausen/Th., Münster (Ardey-Verlag) 2020, 39,90 €.
Kartographie: Tobias Kniep


Freitags-Kolloquium am 6. November 2020

im digitalem Format!
Programm Freitags-Kolloquium WiSe 2020/2021
Programm Freitags-Kolloquium WiSe 2020/2021
© IStG

Nachdem das Freitags-Kolloquium im Sommersemester aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, startet das Wintersemester nun auch in digitaler Form.

Das Freitags-Kolloquium zu Problemen vergleichender Städtegeschichte wird daher erstmalig im digitalen Format per Zoom mit anschließender Diskussion stattfinden und nicht, wie noch auf dem Programm angegeben, im Fürstenberghaus.

Den Auftakt macht am kommenden Freitag, 6. November Jessica Back (Halle) zum Thema: 
Das älteste sogenannte Ratsprotokollbuch der Stadt Soest als Zeugnis administrativer Schriftlichkeit im Spätmittelalter

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, an der Zoom-Sitzung um 16 Uhr c.t. teilzunehmen. Das Meeting-Kennwort erfragen Sie bitte bis 14 Uhr am Vortragstag per E-Mail oder telefonisch.



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