Präsentation des „Historischen Atlas westfälischer Städte. Bd. 12: Versmold“

Praesentation VersmoldPraesentation Versmold
v.l.n.r.: Prof. Dr. W. Freitag (IStG), Dr. M. Black-Verldtrup (Historische Kommission für Westfalen), Dr. R. Westheider, M. Meyer-Hermann (Stadt Versmold), Th. Kaling (Hiko/IStG), Dr. Th. Tippach (WWU Münster)
© IStG

Am Abend des 15. Mai 2019 wurde im Rathaus der Stadt Versmold der 12. Band des „Historischen Atlas westfälischer Städte“ zur ravensbergischen Stadt Versmold feierlich präsentiert.

Michael Meyer-Hermann, Bürgermeister der Stadt Versmold, begrüßte die zahlreich erschienenen Besucher mit Verweis auf eine Reihe von Veranstaltungen, die derzeit anlässlich „300 Jahre Stadtrechte“ in der Region gefeiert werden. Bereits am 17. April war in Halle (Westfalen) der Verleihung der Akzise an verschiedene Städte der ehemaligen Grafschaft Ravensberg und die damit einhergehende Stadtrechtsverleihung gedacht worden. Dieses Jubiläum bot auch für Versmold die Gelegenheit, sich intensiv mit der eigenen Stadtgeschichte auseinanderzusetzen und sie von Dr. Rolf Westheider, der sich bereits in seiner Dissertation mit dem ‚Aufstieg Versmolds vom Dorf zur Stadt‘ beschäftigt hatte, wissenschaftlich bearbeiten zu lassen. Eine Wanderausstellung zu diesem Thema, die u.a. auch von Sebastian Schröder (IStG) miterarbeitet worden ist, kann aktuell im Rathaus Versmold besichtigt werden.

Prof. Dr. Werner Freitag, der als wissenschaftlicher Vorstand des IStG und als zweiter Vorsitzender der Historischen Kommission für Westfalen das Kooperationsprojekt „Historischer Atlas westfälischer Städte“ repräsentierte, sprach seinerseits Grußworte an die Besucher aus der Versmolder Stadtgesellschaft. Dabei verwies er auf das übergeordnete Projekt der „Europäischen Städteatlanten“, das einen Städtevergleich anhand des einheitlichen Kartenkanons – jeweils basierend auf dem Urkataster des 19. Jahrhunderts – im überregionalen Kontext möglich macht.

Dr. Wolf Westheider, Autor des ‚Städteatlas Versmold‘, präsentierte anschließend die Atlasmappe, die aus einem 27-seitigen, reich bebilderten Textheft und – neben den vier zum gängigen Kanon gehörigen topographischen und administrativen Tafeln – sechs weitere thematische Tafeln zu „Grafschaft Ravensberg“, „Amt Ravensberg“, „Akzise im preußischen Westfalen“, ferner ‚Siedlungsentwicklung und Grundbesitzer in Kirchspiel bzw. Dorfkern Bockhorst‘ sowie „ausgewählte Industriebranchen“ behandeln. Bei seiner Vorstellung der verschiedenen Inhalte des Atlaswerkes ging R. Westheider einerseits auf Besonderheiten der Stadtgeschichte ein (Stichwort: „Vom Leinen zum Fleisch“) und hob immer wieder den Charakter des Kooperationsprojektes hervor, für dessen Gelingen verschiedene Wissenschaftler von IStG, Historischer Kommission für Westfalen und Universität Münster einen Beitrag geleistet haben. Allen Beteiligten sei auch hier noch einmal ein herzlicher Dank ausgesprochen.
Unter dem Motto einer Postkarte vom Anfang des 20. Jahrhunderts, die das Cover des Atlas ziert, durften sich alle Besucher im Anschluss an den Vortragsteil des Abends von der Richtigkeit des Ausspruches überzeugen:
„Pumpernickel, Mettwurst, Bier,
Gibt’s in großen Mengen hier.
Leckeren Schinken nicht vergessen[.]
Kraft gibt solch Westfalenessen“

Neuerscheinung - Atlas "Versmold"

VersmoldVersmold
© Hiko/IStG

Die Präsentation des "Historischen Atlas westfälischer Städte. Bd. 12: Versmold" findet am 15. Mai 2019, um 18 Uhr, im Rathaussaal Versmold (Münsterstraße 16, 33775 Versmold) statt.

Conference: Interpreting 20th Century European Urbanism

21-23 October 2019, Stockholm
2nd Urbanhist Conference Stockholm Poster2nd Urbanhist Conference Stockholm Poster
© urbanHIST

urbanHIST welcomes abstracts on the main theme of its second conference: Interpreting 20th Century
European Urbanism. As an explicitly interdisciplinary project, we encourage submissions from urbanism,
planning, and architectural historians; preservationists; geographers; museum curators; and independent
scholars. Abstracts should be related to the following suggested tracks:

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Freitagskolloquium am 3. Mai 2019

Im Freitags-Kolloquium am 3. Mai spricht Dr. Norbert Fasse vom Stadtarchiv Borken zum Thema:
Systemwechsel für Herzensmonarchisten - Die revolutionäre Demokratisierung 1918-1919 in Borken, Bocholt und Coesfeld

Alle interessierten sind herzlich um 15 Uhr c.t. ins Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Freitagskolloquium am 26. April 2019

Im Rahmen des Freitag-Kolloquiums am 26. April 2019 spricht Nadja Thiessen aus Darmstadt zum Thema:

Hochwasser und die Gefährdung städtischer Infrastruktur im besetzten Deutschland. Mannheim und Dresden im Vergleich

Hochwasserschutz ist bis heute eine herausfordernde Aufgabe für Städte. Besonders jedoch in der direkten Nachkriegszeit (1945-49) gestaltete sich seine Organisation äußerst schwierig. In den Untersuchungsstädten Dresden und Mannheim wurden die Stadtverwaltungen unter den Augen der Besatzungskräfte re-organisiert oder gänzlich neu aufgebaut. Zugleich waren die Innenstädte noch deutlich vom Krieg gezeichnet und Debatten rund um Wiederaufbau- und Enttrümmerungsmethoden dominierten. Der Vortrag geht der Frage nach, wie sich der Hochwasserschutz vor dem Hintergrund dieser außergewöhnlichen Situation vollziehen ließ.

Alle Interessierten sind herzlich um 15 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Freitagskolloquium am 12. April 2019

Das Freitags-Kolloquium im Sommersemester 2019 beginnt am 12. April mit einem Vortrag von Sebastian Schröder, M.A. aus Münster zum Thema:

Des Königs neue Steuer: Die preußischen Akzisereformen in Minden-Ravensberg am Beginn des 18. Jahrhunderts

Der preußische König Friedrich Wilhelm I. (1688-1740) verkündete zu Beginn seiner Amtszeit ehrgeizige Pläne. Insbesondere wollte er die staatlichen Einnahmen erhöhen. Die Einführung der Akzise (einer indirekten Steuer, die bei Kauf- und Eigentumsübertragungen entrichtet werden musste) versprach ein Erfolgskonzept zu sein. Bemerkenswert war in diesem Zusammenhang die Erhebung einiger Orte zu Städten - eigens zu dem Zweck, um dort die Akzise einführen zu können. Diese neuen Städte wurden als "Akzisestädte" bekannt. In dem Vortrag sollen die preußischen Stadt- und Akzisereformen und ihre Auswirkungen in der Grafschaft Ravensberg sowie im Fürstentum Minden vorgestellt werden.

Alle Interessierten sind um 15 Uhr c.t. herzlich ins Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Mitarbeiter des IStG identifiziert das seit über 100 Jahren verschollene „Banner von Péronne“

Banner Von Peronne
© D. Stracke

Als ein Bibliotheksbenutzer im IStG das Foto von einer gestickten Belagerungsszene vorlegte und um Rat fragte, war für Dr. Daniel Stracke klar, dass es sich dabei um ein außergewöhnliches Stück handelte. Doch war ungewiss, welche Stadt und welches Ereignis hier in Seide mit Gold- und Silberfäden dargestellt waren. Dies war der Anfang von langwierigen Recherchen in die Geschichte und Überlieferung der faszinierenden Vogelschauansicht mit ihren detailreichen Szenen, die schließlich zur Identifizierung der Stadt führten: Es handelt sich um Péronne in der Picardie. Die Stadt mit ihrer strategischen Lage an der Somme wurde im Jahr 1536 von Kaiser Karl V. im Konflikt mit seinem Rivalen, dem französischen König Franz I., belagert.

Das „Banner“ war nach dem Sieg von 1536 angefertigt worden, um bei einer Dankprozession getragen zu werden. Mit der Darstellung des bedeutenden Ereignisses und der heldenhaften Bürgerin Marie Fouré, die dabei eine wichtige Rolle gespielt hatte, war das Stück für das kollektive Gedächtnis Péronnes stets ein wichtiger Markstein. Im Ersten Weltkrieg aber wurde das Musée Alfred-Danicourt, in dem es verwahrt war, während der Somme-Schlacht von 1916 beschädigt, und nach der Evakuierung der Zivilbevölkerung aus dem von deutschen Truppen besetzten Ort verloren sich die Spuren dieses einzigartigen Dokuments der Stadtgeschichte.

Mit der öffentlichen Vorstellung der historischen Stickerei in Maastricht auf der TEFAF (The European Fine Arts Fair) 2019 durch die Franses Gallery London, die es auf einer Auktion aus Privatbesitz erworben hatte, haben die Forschungen Strackes, der die Identifizierung vornahm und den Nachweis zur Provenienz der Stickerei erbrachte, ein erstes wichtiges Ergebnis gezeitigt.

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Frühjahrstagung 2019

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© IStG

Am 11. und 12. März 2019 findet am IStG das 46. Frühjahrskolloquium statt zum Thema:

Geschichtsbilder in Residenzstädten des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Präsentationen – Räume – Argumente – Praktiken

Die diesjährige Tagung des Instituts für vergleichende Städtegeschichte fragt nach den Bildern, die von Städten und ihrer jeweiligen Vergangenheit, insbesondere auch innerhalb der Städte selbst, zwischen dem 14. und dem 18. Jahrhundert entstanden. Diese ‚Bilder‘ sind nie statisch, sondern sie werden, das hat die Geschichtswissenschaft in den letzten Jahrzehnten gezeigt, ‘gemacht‘. Sie werden von bestimmten Gruppen erschaffen, immer wieder verändert, angepasst und schließlich innerhalb wie außerhalb der Stadt in Texten, Bildern, Denkmälern sowie Bau- und Kunstwerken verbreitet und rezipiert.
Die Tagung der Städtehistoriker widmet sich diesem Prozess und nimmt dabei den Typus der Residenzstadt in den Blick. Bisher wurden in der Forschung vor allem die in den Quellen besser dokumentierten Reichsstädte und Metropolen betrachtet. Residenzstädte, die sich zunehmend seit dem späten Mittelalter ausbildeten, blieben zumeist kleinere urbane Formationen. Die in Münster versammelten Wissenschaftler werden anhand so unterschiedlicher Städte wie Budapest, Halle, Berlin oder den niederländischen und flandrischen Residenzstädten die Prozesse der Historisierung, die Herausbildung von Geschichtskonzepten sowie die Konstruktion, mediale Vermittlung und Wirkung von Geschichtsdeutungen analysieren.
Die als „46. Frühjahrskolloquium des IStG“ ausgewiesene Tagung wird in Verbindung mit dem Projekt „Residenzstädte im Alten Reich (1300–1800)“ der Göttinger Akademie der Wissenschaften veranstaltet.

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Nachruf auf Prof. Dr. Wilhelm Rausch

Wilhelm Rausch
(1927 – 2019)

Am 14. Februar ist in Groß Gerungs im niederösterreichischen Waldviertel Wilhelm Rausch gestorben, ein Ehrenmitglied des Kuratoriums für vergleichende Städtegeschichte.

Er wurde am 14. Jänner 1927 in Wien geboren. Dort wuchs er auf, besuchte die Volksschule, wechselte 1939 auf das Gymnasium, bis er 1944 zum Reichsarbeitsdienst und dann zur Luftwaffe eingezogen wurde. Nach der Matura begann er 1946 ein Studium der Rechtswissenschaften und der Geschichte an der Universität, das ihn schließlich in den 46. Ausbildungskurs des Instituts für österreichische Geschichtsforschung, der Ausbildungsstätte für Archivare in Österreich, führte (1951–1953). Das war eine entscheidende Station. Dort begann seine Mitarbeit an dem großen Quellenwerk der Linzer Regesten, das damals vom Institut mitgetragen wurde. Damit begründete er eine Basis für seine Berufung an das Stadtarchiv Linz 1954. Dort ist er dann geblieben bis zu seiner Pensionierung 1987.

In dieser Zeit hat er die Grundlagen für die Erforschung der Geschichte der Landeshauptstadt Oberösterreichs auf neue Grundlagen gestellt und ihr vielfältige neue Möglichkeiten eröffnet. Dabei blieb es nicht. Er blickte über Linz hinaus, er wurde zu einem der bewegenden Kräfte in der Geschichtswissenschaft Österreichs und man darf mit Fug und Recht behaupten, dass er es war, der die moderne Stadtgeschichtsforschung in Österreich etabliert hat. Das geschah in verschiedenen Anläufen.

... zum vollständigen Nachruf von Prof. Peter Johanek

Freitagskolloquium am 25. Januar 2019

Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält am 25. Januar 2019 Anne Südbeck M.A. (Osnabrück) zum Thema:

Die weltliche Elite im hochmittelalterlichen Hildesheim

Die weltliche Elite Hildesheims des 13. Jahrhunderts setzte sich aus bischöflichen Ministerialen und (Rats-)Familien zusammen. Neben geschäftlichen Beziehungen bestanden zwischen ihnen auch verwandtschaftliche Verbindungen, die bis ins Hildesheimer Kanonikat hinein nachzuvollziehen sind. Das Selbstverständnis der Hildesheimer Elite sowie ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten lassen sich insbesondere durch Stiftungen an geistliche Institutionen in Hildesheim ablesen, wie an ausgewählten Beispielen verdeutlicht werden wird.

Alle Interessierten sind zu diesem Vortrag herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Freitagskolloquium am 11. Januar 2019

LondonLondon
© R. Hänisch (2014)

Den nächsten Vortrag im Freitagskolloquium hält Charlotte Neubert (Regensburg) am 11. Januar 2019 zum Thema:

Konstruktion einer metropolitanen Identität. London im späten Mittelalter


Alle Interessierten sind dazu herzlich um 16 Uhr c.t. in das Sitzungszimmer des IStG eingeladen.

Neuerscheinung - Atlas "Lengerich"

LengerichLengerich
© HiKo/IStG

In der Reihe "Historischer Atlas westfälischer Städte" ist der von Dr. Christof Spannhoff verfasste Band 11 über die Geschichte der Stadt Lengerich erschienen. Dieser Atlas enthält ein 35-seitiges, reich bebildertes Textheft sowie 14 Tafeln, die die Entwicklung des Ortes von seinen Anfängen bis in die Gegenwart nachzeichnen, u.a. mit Fokus auf die Grafschaft Tecklenburg im 18. Jahrhundert, das Kirchspiel Lengerich oder - in die neuere Stadtgeschichte blickend - Industrie- und Gewerbebetriebe sowie die Entwicklung der Zementindustrie .

Die Entwicklung der Stadt Lengerich war und ist eng mit ihrer günstigen Verkehrslage verknüpft: An der Kreuzung zweier Fernwege entstand im Mittelalter ein blühender Wallfahrtsort, der nach der Reformation zunächst an Bedeutung verlor. Wegen der guten Anbindung an das Post- und Handelswegenetz wurde der Ort 1727 im Zuge der Einführung der preußischen Akzise im Tecklenburger Land zur Stadt erhoben. Der Anschluss an die Bahnstrecke Köln-Hamburg 1871 leitete schließlich die Industrialisierung der Stadt ein, wodurch Lengerich bis heute zu einem Zentrum der Kalk- und Zementindustrie, der Verpackungsherstellung und des Maschinenbaus wurde. Auch der Bau der  A1 zwischen 1963 bis 1968 trug zur wirtschaftlichen und topographischen Entfaltung der Stadt bei.

Bibliographische Angaben
Christof Spannhoff, Lengerich (Historischer Atlas westfälischer Städte. Band 11), hg. von der Historischen Kommission für Westfalen und dem Institut für vergleichende Städtegeschichte durch Thomas Tippach, Münster 2018.

Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für André Biederbeck

Meyer-preis 2018 - BiederbeckMeyer-preis 2018 - Biederbeck
© IStG

Am Abend des 18. November 2018 wurde im Hoesch-Museum in Dortmund der Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis an Dr. André Biederbeck verliehen. Dieser Preis wird durch den Verein für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abteilung Paderborn e.V. für Arbeiten junger Historiker zur Geschichte Ost- und Südwestfalens ausgelobt, wobei André Biederbeck für seine jüngst in der Reihe Städteforschung (A99) erschienene Arbeit zum Thema „Das Dortmunder Arbeitermilieu 1890–1914. Zur Bedeutung von Räumen und Orten für die Konstituierung einer sozialistischen Identität“ geehrt wurde.

Die zahlreich erschienenen Besucher wurden, nach einer Führung durch das Hoesch-Museum, von Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn), Dr. Karl Lauschke (Hoesch-Museum) sowie von Dipl.-Ing. Adolf Miksch (Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e. V.) begrüßt. Nach der feierlichen Preisverleihung hielt Prof. Dr. Werner Freitag (Westfälische Landesgeschichte der WWU / IStG), der die Arbeit wissenschaftlich betreut hat, die Laudatio auf das Werk von André Biederbeck. Letzter stellte anschließend selbst einige markante (Knoten-)Punkte aus seiner Arbeit vor, die um 1900 als Versammlungs-, Fest- und Kommunikationsorte der Dortmunder Arbeiterschaft zur Entstehung eines sozialistischen Milieus beitrugen und als identitätsstiftende Marker im Stadtraum sichtbar wurden. Die festliche musikalische Umrahmung für den Festakt bot René Madrid mit beschwingten Akkordeonklängen.

Die 426-seitige, reich bebilderte Dissertationsschrift von André Biederbeck kann bei böhlau bestellt werden.

Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis für André Biederbeck

Meyer-preis 2018 - GruppenfotoMeyer-preis 2018 - Gruppenfoto
v.l.n.r.: Dr. Stefan Mühlhofer (Stadtarchiv Dortmund); Prof. Dr. Werner Freitag (WWU); Dipl.-Ing. Adolf Miksch (Historischer Verein für Dortmund und die Grafschaft Mark e. V.); Dr. André Biederbeck (TU Dortmund); Dr. Andreas Neuwöhner (Altertumsverein Paderborn); Dr. Karl Lauschke (Hoesch-Museum Dortmund)
© IStG

Neuerscheinung in der Reihe Städteforschung: Band A99

A 99 BiederbeckA 99 Biederbeck
© Böhlau

Soeben ist die Dissertation von André Biederbeck als Band A99 in der Reihe Städteforschung erschienen. Für diese Arbeit wird Dr. André Biederbeck am 18.11.2018 in Dortmund mit dem Ignaz-Theodor-Liborius-Meyer-Preis ausgezeichnet werden.

André Biederbeck
Das Dortmunder Arbeitermilieu 1890-1914. Zur Bedeutung von Räumen und Orten für die Konstituierung einer sozialistischen Identität (Reihe Städteforschung A99), Böhlau:Wien/Köln/Weimar 2018.

Im Wilhelminischen Kaiserreich bildete sich mit der sozialistischen Arbeiterschaft ein Milieu heraus, dessen Existenz einer permanenten Selbstdeutung bedurfte. Großes Gewicht kam dabei den Vereinsorten zu, an denen bei Versammlungen und Festen gesellschaftliche Konflikte wachgehalten und Zukunftsvisionen beschworen wurden. Vereinslokale waren Orte, an denen sich die auf verschiedene Arbeits- und Wohnstätten verteilten Arbeiter(-familien) einer Stadt bzw. Region begegnen und einander bewusst werden konnten. Am Beispiel Dortmunds und seines Umlandes spürt der Band die Knotenpunkte des Vereinslebens auf - u.a. Vereinsgaststätten, Gewerkschaftshaus, Verlagsgebäude - und untersucht deren Relevanz für die Herausbildung einer sozialistischen Identität.

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